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Hundeforum Der Hund
claudia_markus

Stubenreinheit - teilweise noch etwas problematisch.

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Heyo zusammen,

einige von euch haben ja, wie ich schon mehrfach gelesen hab, Erfahrungen mit Auslandshunden...

Unsere Tina, knapp 7 Monate jung, stammt aus Bosnien. Dort engagiert sich ein Franziskanerpater zusammen mit einem Kollegen und sämtlichen Tierschützern, die mit dem ACI (Animalcare International mit Sitz in Wien) zusammenarbeiten, für ausgesetzte und "entsorgte" Hunde, Straßenhunde und in erster Linie weggeworfener Welpen, die dann innerhalb der Klostermauer aufgepäppelt und dann vermittelt werden.

Als wir Tina bekamen, wurde sie zusammen mit einigen anderen Hunden nach Wien gebracht, wo dann eben die Übergabe erfolgte.

Dort dann, beim ersten Kennenlernen, wunderten wir uns noch, warum sie so stank - dann war es klar, sie dürfte die ganze Zeit in ihrer eigenen Pipi gelegen sein.

Sie war komplett verschüchtert, sobald ihre beste Freundin, eine erwachsene, sehr gutmütige Hündin (hinter oder unter der sie sich immer versteckte), weg war, pieselte sie sich an und blieb darin liegen. Auch wenn sich andere Welpen näherten - kurz: Das Hundeverhalten schien ihr komplett fremd.

Wir erfuhren dann, dass sie die erste Zeit überhaupt bei einem Helfer der Tierschützer im Kloster war - allerdings daheim, mit ihren beiden Geschwistern (wo wir auch wissen, dass der Bruder ebenfalls ein kompletter "Angstpatient" ist) und erst knapp einen Monat vor ihrer Vermittlung zu uns ins Kloster zu den anderen Hunden kam.

Soweit, so gut.

Mit unserem Großen, der seit dem Kennenlernen als Ziehpapa eingesprungen ist, hat sie keinerlei Probleme, den kann sie einschätzen und dem vertraut sie auch komplett - weder Anzeichen von Stress allgemein, noch dann wenn er sie mal zurechtweist, sprich anbrummt.

Aber: Sie pieselt immer wieder mal noch rein.

Zwischendurch hält sie es ein paar Tage aus - wir gehen regelmäßig raus (wegen der wackeligen Stubenreinheit eh öfter als normal, also alle 2-3 Stunden, außer nachts, da hält sie mittlerweile schon gut das Doppelte durch), dann macht sie wohl und wir loben sie auch fleißig, wenn sie draußen pieselt... aber es passiert dann und wann wohl auch noch, dass sie sich dann drin hinhockt und laufen lässt.

Wir haben schon das nach Urin riechende Klopapier/die Küchenrolle/whatever wir grad erwischen mit nach draußen genommen und auf die Wiese gelegt, und sie davor gestellt - quasi "hier gehörts her".

Dann ist wieder ein paar Tage lang Ruhe... und dann passierts erneut.

Teilweise sind wir draufgekommen, dass sie, wenn sie in Spiellaune und vollkommen aufgedreht ist (sie scheint jetzt einiges nachzuholen), übersieht wenn sie kurz vorm "Rohrbruch" steht.

Teilweise aber ist es auch so, dass sie ohne Vorzeichen laufen lässt...

Immerhin pullert sie nicht mehr in ihr Hundebett (was anfangs auch mit einer Vorliebe vorkam - was uns auch wunderte, denn Hunde erleichtern sich eigentlich ja nicht in ihrem Schlafplatz), sondern auf den leicht zu reinigenden Boden - das is schonmal ein Fortschritt.

Nun meine eigentliche Frage:

Habt ihr Erfahrung mit einem Pipi-Problem dieser Art?

Wenn - wie habt ihr das in den Griff bekommen?

Wir sind momentan dabei, einfach das "normale" Stubenreinheitsprogramm weiter und immer weiter durchzuziehen - nachm Motto "irgendwann wirds wohl übernommen", und auch unsere Hundetrainerin meinte, dass das wahrscheinlich noch ein ganzes Weilchen dauern wird, da sie es wohl nie beigebracht bekommen hat.

Aber ich bin für jeden Tipp und jeden Erfahrungswert dankbar... :)

LG

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(bearbeitet)

Claudia, ich kann nur von den Erfahrungen mit meiner Hündin berichten, die offenbar (mit ca. 5 1/2 J.) kein Haus kannte und sich vermutlich im Zwinger erleichtern musste.

Wir haben es hier genauso gehandhabt wie Ihr. Sprich, ihr so oft wie´s geht die Mglkt. gegeben, draussen zu machen. Sie hat sich im Haus nur durch Aufstehen bemerkbar gemacht, wovon ich nachts auch immer sofort aufgewacht bin und sie hinaus gelassen habe.

So etwa nach 4 Monaten hat sie die nötige Sicherheit bekommen und seither ist das Thema gegessen.

Wenn sie heute mal nachts dringend raus muss (was im Normalfall äusserst selten vorkommt), steht sie auf und macht sich stimmlich bemerkbar. Das ist toll!

Ich kann mir beim besten Willen keine andere Mglkt. vorstellen, als die, die Ihr schon praktiziert. Es ist meiner Meinung nach eine Frage der Zeit und Eurer Reaktionsschnelle ;) .

edit: Fällt mir noch ein: habt Ihr die Anzeichen "vor" dem Pipi schon irgendwie erkannt? Bei manchen Hunden mögen sie minimal sein - nur leichte Unruhe o.Ä.

Toscha hat übrigens beide Geschäfte anfangs im Haus verrichtet...

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Hey :)

Ja, wenn sie es selbst bemerkt, winselt sie oder trippelt im Vorzimmer/wenn die Vorzimmertür zu ist, deutet sie ein Kratzen daran an - und dann hält sie auch noch die geschätzte Minute aus, bis sie dann draußen ist. :)

Allerdings scheint mir, wenn sie komplett im Spaßmodus ist oder überdreht (die irren 10Minuten, die Junghunde bekanntlich öfter mal haben *lach*), is das Risiko größer, dass mal was daneben geht.

Beim großen Geschäftchen issie total brav - da is noch nie was herinnen gelandet.

Ein Nachbar kam dann mit der komplett veralteten Methode, von wegen Nase in die Lacke, aber bei sowas verkneif ich mir dann alles... -.- Das is einfach nur abartig.

Autsch, Toscha's Vorgeschichte (allein das Bisschen) liest sich auch alles Andere als angenehm - ich freu mich richtig, dass sie es jetzt so gut hat!

Stell mir das so richtig mies vor - Hunde sind ja im Prinzip total saubere Tiere, und direkt in den "Bau" machen zu müssen, is ja total wider der Natur... :/

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Hmmm...ist doch schonmal super, dass sie anzeigt.

Sofern gesundheitl. Ursachen ausgeschlossen werden können, könnte man das fast mit kleinen Kindern vergleichen, denen auch mal im Eifer des Gefechts oder nachts was daneben geht.

Ich kann mir nach wie vor vorstellen, dass die Routine, die sie bei Euch bekommt, ihr hilft und damit auch die Aufregung (zumindest zu Hause) weniger wird.

Vielleicht fällt anderen nach "Feierabend" noch etwas weiteres ein/auf.

Wünsche Euch a.j.F. eine tolle Zukunft mit der Kleinen Schnecke!

G.

P.S.: ja - Toscha hat schon viele Tränen verursacht, weil sie so verkorkst wurde - aber die fliessen mittlerweile manchmal nur noch, wenn ich mich freue, dass sie langsam DER Hund wird, der sie wohl eigentlich ist. Auch wenn vieles nicht mehr rückgängig zu machen ist...

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Danke dir! :)

Oh ja, ich kann deine Freudentränen gut verstehen! :)

Markus lacht auch zeitweise nur noch, wenn ich bei jedem kleinen Fortschritt zu einem glücklichen Hundeleben total überdrüber happy bin - und ich bin mit jedem Tag glücklicher und krieg auch oft fast Augenpipi, wenn ich sehe wie sie sich von ihrer Unsicherheit langsam wegentwickelt und sicher, neugierig und frecher wird.

Es ist mittlerweile, als würde sie GENAU wissen, dass sie dorthin NIE WIEDER zurückmuss... und ausgelassen sein darf. <3

Und wenns dann so Situationen gibt, wo der Große dann Kuschelangebote macht und die Kleine einfach nur grenzenlos glücklich ist - auch noch neben ihm kuschelnd auf seinem Lieblingsball herumschmatzen darf... Hammer! *___*

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Wie lange ist sie denn bei Euch, habe ich das überlesen?

Bei einem Auslandshund von 7 Monaten ist das durchaus noch normal, dass mal was daneben gehen kann. Ihr seid schon auf dem richtigen Weg. Es wird sich mit der Zeit geben.

Das Papierrauslegen könnt Ihr Euch glaub sparen. Wichtig ist einfach regelmässig und oft, rauszugehen. Wenn was passiert ignorieren oder leise mit dem "Piipi schimpfen", nicht mit dem Hund.

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Hey criol,

Tina ist nun seit einem Monat bei uns - etwas besser ist es eh schon geworden, anfangs war ihr Schlafplatz das Klo der Wahl... ;)

Schätze aber auch, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch neben ihrer Unsicherheit ziemlich reizüberflutet war, denn sie lag in den ersten 24 Stunden nur herum und bewegte sich sonst keinen cm... wir waren HEILFROH, dass sie dann, als sie ihre "ersten Schritte" hier tat, sich endlich erleichterte (zweimal war zwischendurch eben auf ihre Schlafdecke gegangen, worin sie liegengeblieben ist)

Auslegen an sich tun wir eh nicht, allerdings war ich am Überlegen, wie man ihr das beibringen konnte, dass die Exkremente raus gehören.

Und beim Großen hab ich damals eben aufgewischt, und die mit dem Urin in Berührung gekommenen Tücher, als ich ihn im Rasen abgesetzt hab, neben ihn gelegt - sodass er eine Verknüpfung bekam.

Bei ihm allerdings war es einfacher, wenn man ihn auf frischer Tat ertappte, unterbrach er und pullerte draußen weiter.

Da das bei ihr so nicht möglich ist, der Versuch mit dem "Malheur nach draußen verlagern"...

Nein, geschimpft haben wir mit ihr nie - nur wie verrückt gelobt und belohnt, wenn sie draußen macht. (:

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Ein Monate ist ja noch gar nix :-). Habt einfach Geduld. Man denkt ja oft, "geht das denn nie vorbeit" und schwupps, plötzlich ist es Vergangenheit.

Immerhin zeigt sie überhaupt schon an und hält eine Minute aus. Das schaffen manchen Hunde nie. Zur Not, oder wenn möglich tragt sie dann ruhig und entspannt nach draussen dahin tragen, wo sie sich lösen soll.

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Hallo,

Ich hab hier einen 9 Monte jungen Parson-Russelmix zur Vermittlung, der auch ab und zu noch reinpinkelt. Bei ihm ist es allerdings anders gelagert.

Er wuchs relativ normal in einer Familie mit Kleinkindern auf, wurde mit Sicherheit nie misshandelt, ist kein Angsthund, bzw. er überspielt Unsicherheit mit defensiver Aggresssion und Terriermässigem Größenwahn.

Er hatte als Welpe schon eine schwere OP am Bauch und dabei kam als Nebenbefund raus: eitrige Blasenentzündung und man befürchtete, er habe eine Schrumpfblase und wäre deshalb nicht in der Lage, stubenrein zu werden. Die Vorbesitzer sperrten ihn nachts in eine Box, in der er 8 Stunden dicht hielt.

Er wurde in eine Pflegefamilie abgegeben, bei der er , wie bei den Vorbesitzern, selten auf Gassigängen oder im Garten machte, sondern fast immer nur "heimlich" im Haus. Die Pflegestelle gab ihn auch wieder ab - und so landete er vor gut 4 Wochen bei mir.

Die ersten zwei Wochen hat er nur ein einziges Mal reingepinkelt. Als dann die Pflegemami mit zwei Kindern zu Besuch kam, fing er von dem Tag an an, ständig kleine Läckchen vor die Tür zu machen, aus der ich rausgegangen war, auch wenns nur kurz gewesen ist. Er hat dann ein paar Tage lang auch nachts (bei mir nicht in Box) nicht mehr dicht gehalten.

Mein Eindruck: Stress-Kontrollpinkeln.

Bei ihm ist das ne echte "Kopfsache". Viele seiner Probleme, die zur nun zweimaligen Abgabe führten (mangelnde Stubenreinheit, "stur und mag nicht hören", Beißen in vielen Situationen, über den Zaun ausbüxen, wildes Gebärden und aggressives unterdrücken des Zweithundes der Pflegefamilie usw.)resultieren bei ihm aus seiner unsicheren Orientierungslosigkeit. ER fühlte sich für die Familienrudel zuständig und stand permanent unter Stress, weil er dadurch masslos überfordert war. Er schien oft "geistig abwesend", nur beschäftigt, das Rudel komplett im Auge zu behalten und konnte sich vor lauter Überforderung gar nicht auf sich selbst konzentrieren. Schob bei Abwesenheit von Rudelmitgliedern regelrecht Panik, dass die nicht wiederkommen und Frust, weil er nicht mit konnte.

Umso "besser angekommen" er bei mir nun nach dem Besuch der Pflegefamilie wieder ist und umso mehr er begreift, dass er NICHT zuständig ist - umso besser hält er wieder dicht und geht leise zur Tür, wenn er muss.

Auf Spaziergängen hatte er sich bei den Vorbesitzern und der Pflegestelle selten gelöst. Er war zu sehr beschäftigt mit allen Reizen draußen, zog wie wild an der Leine und konnte gar nicht entspannen.

Hier hat gaaaanz viel Ruhe beim Gassigehen Abhilfe geschaffen, sodass er begriffen hat: Mit kopflos vorwärtsziehen geht gar nix vorwärts, sondern nur in Ruhe und laaangsam. MIT mir und den anderen Hunden.

Umso ruhiger ich den Knopf halte, damit er nicht überdreht, umso relaxter ist er - und umso weniger passieren nun die Geschäfte drinnen.

Bei ihm ist ganz offensichtlich: Egal ob positver oder negativer Stress: Da ist er soweit von sich weg, dass er einfach keinen "Kopf" für Blasenkontrolle und Darmkontrolle hat.

Denke, umso sicherer sich das Angsthundel fühlen wird, umso besser es mit den neuen Bedingungen umgehen lernt, umso weniger Stress - umso besser wird die Stubenreinheit vorangehen.

Ich schimpfe nicht wenn er drinnen macht, ich lobe aber auch nicht wenn er draußen macht. Wenn ich ihn, was gaaaanz selten vorkommt, drinnen inflagranti erwische, stehe ich nur etwas schneller auf und mach sofort die Türe auf, gehe dann ruhig raus und draußen entspannt langsam im Garten rum, bis er macht. da guck ich ihn nicht an, sondern wende mich eher noch beschwichtigend ab, damit er auch keine Fehlverknüpfungen machen kann, wie zB: Manchmal wird Pieseln gelobt, manchmal gestraft - weil ich denke, mit der Zeit kommt die natürliche Veranlagung, die "Höhle" nicht beschmutzen zu wollen und die Fähigkeit, die Geschäfte zu kontrollieren eh von selber.

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Hi,

Tina ist ja erst seit einem Monat da, ich finde, da habt ihr ja schon tolle Fortschritte gemacht.

Dieses unkontrollierte Pinkeln nach oder in besonders aufregenden Situationen ist ja ein typisches Welpenverhalten ... vielleicht hat sie da einfach noch "Nachholbedarf" ... und muss es noch lernen.

Außerdem gibt es tatsächlich Hunde, die eben länger brauchen, um die Kontrolle der Blase zu erlernen (Chihuahua z. B. können da wohl deutlich länger für als brauchen als andere Hunde).

Ich würde auch genau so weiter machen wie bisher, ihr seht ja auch Fortschritte :)

Allerdings: Wenn ihr es nicht schon gemacht habt - vielleicht doch einmal durch einen Tierarzt schauen lassen, ob sie gesundheitlich fit ist; manchmal kann auch eine verschleppte Blasenentzündung o. Ä. zu Unreinheit führen.

Da nutzt dann alle Umsicht nichts, denn selbst wenn der Hund WILL, kann er die Stubenreinheit nicht einhalten (und damit macht ihr es dem Hund auch unnötig schwer, denn wenn er schon begriffen hat, dass "die Stube rein zu halten ist", er es aber nicht schafft ... sorgt das auch für mentalen Stress beim Hund).

Hört sich zwar bei euch nicht so an, als wären gesundheitliche Probleme ein (Mit-) Auslöser für die derzeitige Situation - aber sicher ist sicher.

Ich drück euch die Daumen und schick mal ein bisschen Kraft für die Nerven rüber :kuss:

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