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polar-chat.de  Der Hund
franc

Unser Hund schnappt und beißt

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Hallo

Wir haben seit knapp zwei Jahren einen kleinen chinesischen Schopfhund, den wir mit 5 Monaten von einer Hobbyzüchterin bekommen hatten.

Ein unkastrierter Rüde, zwei Jahre drei Monate alt.

Er war zuvor schon in anderen Händen, aber wieder zurück gegeben worden.

Als wir ihn bekamen, war er sehr ängstlich, er kannte nichts.

Mittlerweile gibt es bestimmte Situationen, in denen er nach anderen schnappt und auch beißt.

Nämlich eigentlich immer, wenn wir irgendwo eine Weile sind, fängt er anscheinend an, diesen Ort zu verteidigen. Ein Neuankömmling wird verbellt und mittlerweile sogar in die Hose gezwickt.

Es ist zwar bisher nie etwas ernsthaftes "passiert", weil die Rasse, und er insbesondere, schlechte Zähne hat, also gar nicht richtig beißen kann, aber es ist mindestens peinlich und bei Kindern wäre es auch schlimm.

Leinen wir ihn dann an und jemand fremdes kommt zu ihm, wird er sehr wahrscheinlich zuschnappen.

Dieses Verhalten ist im Laufe des letzten Jahres zunehmend schlimmer geworden.

War es zuerst nur sehr selten und immer irgendwie erklär- und entschuldbar (also meine Unaufmerksamkeit etc.), gibt es jetzt immer öfters Situationen, wo zuvor nichts passiert war.

Anfangs hatten wir eine Einzelstunde mit einer Hundetrainerin, die empfahl uns, ihn radikal einzuschränken.

Nicht mehr im Bett schlafen lassen, nichts mehr selbst bestimmen lassen, alles für ihn entscheiden. Wir lassen ihm ja schon viele Freiheiten.

Wir haben das nur in geringem Umfang umgesetzt.

Später hatten wir einen anderen Hundetrainer, der empfahl uns das gleiche, vor allem, ihn erst mal eine Woche komplett zu ignorieren und nichts mehr zu erlauben.

Nachts fest binden, damit er seinen Platz nicht selbst wählen könne. Auch mal im Nebenraum.

Das haben wir eine Woche leidlich durchgehalten, aber keine wesentlichen Verbesserungen entdeckt, also wieder damit aufgehört und ihn ins Bett geholt.

Die letzte Woche ist es aber so gehäuft vorgekommen, dass wir etwas tun müssen.

Ich rede mich ja immer damit raus, dass es wohl sein Charakter sei, aber wir haben sicher unseren Teil dazu beigetragen.

Er gehorcht eigentlich gut, lässt sich meistens abrufen, mal mehr mal weniger unmittelbar.

Ich vermute, er hat nicht gelernt, dass Fremde harmlos sind, weil wir nicht so viel Besuch haben und auch nicht so oft mit ihm weg gehen.

Wenn wir dann bei anderen Leuten sind, müssen wir immer gut aufpassen.

Was tun?

franc

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Managt es!

Das geht auch ohne Trainer und Tipps, die als Ferndiagnose schwierig sind.

Meine mögen auch keine Fremden und würden mehr als nur leicht schnappen. Aber ich habe sie immer so im Blick, dass sie niemanden gefährden können und auch selbst die Sicherheit haben, dass sie niemand belästigt.

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Was meinst du warum 2 Trainer das gleiche empfehlen? Vielleicht ist ja doch was dran...

Und etwas eine Woche auszuprobieren und dann wieder sein zu lassen bringt nie etwas. Da brauch es in der Hundeerziehung schon etwas mehr Durchhaltevermögen.

Die Woche ignorieren wird das Problem natürlich auch nicht lösen. Das ist eher der Reset-Knopf um klarzumachen "nun fangen wir neu an und zwar anders".

Ein kompetenter Trainer wird euch sehr viel mehr helfen als die Ratschläge hier im Forum.

So ein massives Verhaltensproblem (du sagtest ja sinngemäß, dass nur nix passiert, weil er klein ist und schlechte Zähne hat) sollte nicht nur nach Ferndiagnose und Internetrat behandelt werden. Sicher gibt es hier guten Rat und viel Erfahrung, aber in so einem Fall sehe ich einen Trainer als Muss an.

So hart euch die Behandlung dieses Hundes dann auch vorkommen mag...

Im Endeffekt ist es besser für den Hund mit Grenzen und Regeln zu leben, da er dadurch auch mehr Sicherheit finden wird.

Leinen wir ihn dann an und jemand fremdes kommt zu ihm, wird er sehr wahrscheinlich zuschnappen.

In diese Situation solltest du deinen Hund übrigens einfach nicht bringen. Das ist unfair und grausam, wenn er wirklcih aus Angst beißt.

Fremde haben die Finger vom Hund zu lassen, wenn dieser keinen Kontakt wünscht, dafür musst du sorgen.

Räume verteidigen ist etwas anderes, aber er selbst darf schon verlangen in Ruhe gelassen zu werden (meiner Meinung nach).

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Wie Moth bereits geschrieben hat, wirklich Hilfe kann nur von einem Trainer kommen.

Wir können Dir nur unsere eigenen Erfahrungen mitteilen, aus denen Du evtl. etwas für dich rausziehen kannst.

Ich sehe Eure Inkonsequenz als das größte Problem.

z.B. aus dem Schlafzimmer ausgesperrt, nach wenigen Tagen wieder ins Bett geholt.

Was soll der Hund denn daraus lernen?

Der kann Euch doch überhaupt nicht einschätzen. Für ihn muß es doch so aussehen, dass Ihr überhaupt nicht wisst was Ihr wollt.

Da versucht er vielleicht zu regeln was er kann. :???

Nur so eine Idee von mir.

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...
Leinen wir ihn dann an und jemand fremdes kommt zu ihm' wird er sehr wahrscheinlich zuschnappen. In diese Situation solltest du deinen Hund übrigens einfach nicht bringen. Das ist unfair und grausam, wenn er wirklich aus Angst beißt...
Ich glaube gar nicht (mehr), dass er aus Angst beißt, sondern er will den Bereich, wo er gerade ist, verteidigen. Seine "Ressource" meinte der eine Hundelehrer.

So stellt es sich für mich immer deutlicher dar. Er weicht nicht aus, sondern stürzt sich regelrecht auf Neuankömmlinge, wenn wir eine Weile irgendwo sind und nicht aufpassen oder der Neue zu überraschend kommt. Nicht auf bereits Anwesende, die lässt er in Frieden.

Manchmal schien uns das Anleinen nicht vermeidbar, aber mittlerweile sperre ich ihn dann in ein Zimmer und lege ihn auf eine Decke, sofern möglich. Ich glaube das ist wesentlich stressfreier für ihn.

...Für ihn muß es doch so aussehen, dass Ihr überhaupt nicht wisst was Ihr wollt. Da versucht er vielleicht zu regeln was er kann. :???
So ungefähr sagten das die beiden Hundelehrer auch. Die eine meinte, wir müssten ihm weitgehend alle Entscheidungen abnehmen, dann würde sich das Problem nach einer Weile von alleine regeln.

Wir versuchen das jetzt wieder.

Was ich mich noch frage, obwohl das aber für das konkrete Problem unwesentlich ist, ob wir das selbe Problem bei einem anderen Hund mit großer Wahrscheinlichkeit auch hätten? Als wir ihn geholt hatten, war dessen Mutter auch zugegen und die Züchterin meinte zu uns, Vorsicht! Sie sei giftig.

Die Mutter sah genau so aus wie unser Hund.

Sicher haben wir einige Fehler gemacht und wir kommen an der angemessenen Erziehung nicht dran vorbei, wie auch immer der Charakter des Hundes ist.

Aber spielt der Charakter des Hundes überhaupt eine Rolle?

Wir haben den Hund ziemlich verhätschelt, er steht bei uns offensichtlich im Mittelpunkt und das wird er merken und entsprechend deuten.

Wäre ein beliebiger anderer Hund aber ebenso "giftig"?

Ich denke, der Charakter des Hundes ist einigermaßen vorgegeben, aber wir hätten zeitig mit entsprechender und konsequenter Erziehung reagieren müssen.

Jetzt haben wir die Zügel jedenfalls wieder angezogen und versuchen ihn möglichst viel einzuschränken. Nächtliches Bettverbot, keine freie Platzwahl, nicht mehr auf Schritt und Tritt in der Wohnung hinterher laufen lassen (beobachten) u.a.

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Leinen wir ihn dann an und jemand fremdes kommt zu ihm, wird er sehr wahrscheinlich zuschnappen.

In diese Situation solltest du deinen Hund übrigens einfach nicht bringen. Das ist unfair und grausam, wenn er wirklcih aus Angst beißt.

Fremde haben die Finger vom Hund zu lassen, wenn dieser keinen Kontakt wünscht, dafür musst du sorgen.

Räume verteidigen ist etwas anderes, aber er selbst darf schon verlangen in Ruhe gelassen zu werden (meiner Meinung nach).

Dem möchte ich mich anschließen, ich finde auch das ein Hund das Recht auf seine Ruhe hat und das er sich bei weitem nicht von jedem Menschen anfassen lassen muss. Schon gar nicht, wenn er, aus welchen Gründen auch immer, unsicher ist. Oder weil er eben einfach so gestrickt ist.

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(bearbeitet)

Man kann jeden Hund "vermurksen" wenn man zu viele Fehler in der Erziehung macht.

Jeder Hund benötigt Grundregeln. Gibt es diese nicht, so gebe ich Dir recht, reagieren die verschiedenen Hunde sicherlich unterschiedlich.

Es wird welche geben, die nicht so extrem auf Inkonsequenz und wechselnde Ansagen durch den Besitzer reagieren, andere reagieren vielleicht noch schlimmer.

Leider sind die meisten Leute versucht kleine Hunde zu verhätscheln, die sind ja auch so niedlich.

Charlotte

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Leider sind die meisten Leute versucht kleine Hunde zu verhätscheln, die sind ja auch so niedlich.
Das ist mit Sicherheit der Fall! Insbesondere unserer. Aber es ist halt ein Hund genau so wie ein Rotweiler oder ein Schwarzer Afghane :)

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Da hast Du recht, dass sollte man sich immer vor Augen führen.

Ich treffe manchmal eine Dame mit drei Yorkis. Die sind wie die Beserker an der Leine. Als ob sie alles und jeden nieder machen wollen. :motz:

Was sagt die Umwelt wenn sich so auch nur ein Großer aufführt. :???

Charlotte

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