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Hundeforum Der Hund
schwarze Kiwi

Wie (unterschiedlich) Hunde mit dem Tod eines Menschen umgehen ...

Empfohlene Beiträge

..... fragt mich bitte nicht nach dem WARUM dieses Thread, es kam mir eben im Auto in den Sinn das ich es niederschreiben möchte....

Mein Vater ist am Samstag den 10.08.2013 um 14:30 Uhr in meinem Beisein für immer im Hospiz friedlich eingeschlafen.

Freitag Nachmittag - ich war gerade mit den drei Hunden (Gero, Kiwi und Black) auf einem Hundeplatz um meinen Stand fürs Turnier am WE aufzubauen, Andy war gerade nachgekommen um zu helfen.

Kurz darauf kam der Anruf von meiner Mutter, es wird wohl die nächsten Stunden soweit sein.

Also bauten wir alles wieder ab und wie schon vorab für den Tag X besprochen nahm Andy Kiwi und Gero mit und ich fuhr mit Black ins Hospiz.

Black hat meinen Vater wie immer liebevoll begrüßt, auch wenn er da bereits nicht mehr ansprechbar war.

Die Nacht war recht unruhig, meine Mutter und ich haben uns abgewechselt mit Schlafen.

Den Samstag haben wir bewusst so gestaltet das wir in allen Konstellationen im Zimmer bei meinem Vater waren weil es uns sehr wichtig war das mein Vater frei entscheiden kann mit wem er gehen möchte oder ob er auch ganz alleine gehen mag.

Auch Black war mal alleine mit ihm im Zimmer.

Gegen 13:30 kam nochmal eine Pflegerin, eigentlich um ihm noch eine Morphinspritze zu geben, sie sah aber aufgrund ihrer Erfahrung schon das es bald soweit sein würde und ersparte ihm die spritze und das umlagern.

Zu der Zeit hatte mein Vater noch Besuch von einer Lieben Nachbarin.

Gegen 14:20 Uhr sind dann meine Mutter mit Black und Nachbarin runter gegangen zum Sommerfest was an diesem Tag war.

Ich wollte eigentlich nach 5 Minuten nach kommen, dazu kam es nicht mehr.

Mein Vater starb wenige Minuten nachdem alle anderen ausser mir das Zimmer verlassen hatten.

Nun zum eigentlichen, ist bis hierhin doch etwas länger geworden, sorry.

Ich holte danach Black ins Zimmer um ihm Gelegenheit zu geben sich von Papa zu verabschieden, die beiden hatten ja immer eine ganz besonderes Verhältnis.

Black hat sich sehr intensiv von meinem Vater verabschiedet, ihn abgeschnüffelt, sich nochmal auf seine Beine gelegt wie sonst immer und ist dann nach einigen Minuten von alleine vom Bett runter gesprungen.

Später habe ich meine Mutter nach Hause gefahren und habe ihr Black da gelassen damit sie nicht ganz alleine ist, ich musste wieder zu den anderen Hunden um sie Andy abzunehmen.

Meine Mutter erzählte mir im Nachhenein das Black zu Hause auch nochmal Abschied genommen hat.

Er lag entweder auf Vatis Platz auf dem Sofa, lag draußen auf seiner Sonnenliege und hat im Keller die Wolldecken von Papa abgeschnuffelt.

Am Sonntag habe ich meine Mutter zusammen mit Kiwi und Gero abgeholt weil wir dabei sein wollten wenn Papa vom Bestatter im Hospiz abgeholt wird.

Bei meiner Mutter konnte ich in keinster Weise von Kiwi und Gero ein ähnliches Verhalten wie das was mir meine Mutter von Black beschrieben hatte erkennen, sie waren wie immer - nur Black - der wirkte irgendwie ... nachdenklich ...

Wir haben Black dann zu Hause gelassen und Kiwi und Gero mitgenommen ins Hospiz, auch sie sollten die Chance bekommen sich von Papa zu verabschieden.

Ich ging zuerst mit Kiwi ins Zimmer, sie hat Papa sehr aufgeregt abgeschnuffelt, ist im Bett von oben nach unten und unten nach Oben gelaufen und hat ihn wirklich am ganzen Körper abgeschnuffelt, am Schluss ging sie nochmal zu seinem Kopf, leckte ihm einmal übers Gesicht und sprang dann vom Bett und ging geradewegs zur Tür, sie wollte dann auch gleich raus - was sie dann natürich auch durfte.

Ich bin dann auch noch mit Gero ins Zimmer und hab ihn aufs Bett von Papa gehoben.

Gero fand es völlig furchtbar, wurde fast panisch und wollte sofort wieder runter und als ich ihn runtergehoben hatte (springen kann / soll er nicht mehr) bitte ganz ganz schnell aus dem Zimmer raus.

Wie unterschiedlich Hunde doch sind ... wahrscheinlich ist es aber bei Hunden nicht anders als bei Menschen, jeder geht anders mit der Trauer bei einem Verlust um.

Während Kiwi hier zu Hause völligst normal und wie immer ist beobachte ich bei Black das er seit gestern mehr als sonst meine Nähe sucht und irgendwie nicht ganz so fröhlich wirkt wie sonst.

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Mein Beileid, Claudia. :kuss:

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Wenn ich darf, schliesse ich mich dem Beileid an.

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Herzliches Beileid!

LG Elke

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Liebe Claudia,

auch von mir herzliches Beileid.

Beim Lesen habe ich sehr bewundert, wie einfühlsam ihr die Kontakte gestaltet und gewechselt habt. Jeder hatte die Möglichkeit für einen Abschied und eurem Vater habt ihr genau so die Möglichkeit gegeben, von jedem Abschied zu nehmen.

Auch ich denke, dass jeder Hund auf seine Weise mit Tot und Trauer umgeht. Eure Drei haben das ja auch auf beeindruckende Weise bestätigt.

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Mein herzliches Beileid.

Wenn ich Dein Schreiben richtig lese, ist Dein Vater in Würde und im Beisein seiner Lieben friedlich eingeschlafen. Wunderschön wenn einem das vergönnt ist und er sich auch noch von dem Hund verabschieden konnte. Nicht vielen Menschen ist solch - es hört sich jetzt wahrscheinlich komisch an - ein so schöner Tod gegeben. Großen Respekt vor Euch!

Ich habe einige Zeit im Bestattungsunternehmen gearbeitet. Ich hatte auch einen Sterbefall, der relativ plötzlich kam. Das Ehepaar hatte zwei Dobermänner - leicht bissig, sehr rabaukig und Fremden gegenüber fast nicht handelbar.

Der Mann hatte einen Herzinfarkt. Es kamen in unheimlich schneller Reihenfolge, Notarzt, Pfleger (er wurde reanimiert), Pfarrer, Nachbarn. Der Mann lag im Erdgeschoss und alle hatten die Hunde irgendwie vergessen. In dem Moment als der Mann verstarb waren die Hunde ganz ganz still, sie bellten nicht, sie knurrten nicht, sie nahmen die anderen Menschen gar nicht wahr.

Die Ehefrau hat mir seinerzeit erzählt, dass nachdem der Mann abgeholt worden war es richtig unheimlich war. Die Hunde wären in absoluter Ruhe durchs Haus geschlichen.

LG Angelika mit ella, sam und brandl

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Mein Beileid und auch großen Dank , für diesen Beitrag ! L.G. Catrin

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Mein aufrichtiges Beileid, Claudia :(

Jeder Hund ist ein Indiviuum und jeder, egal ob Mensch oder Hund, geht anders mit dem Tot um.

Du hast es alles sehr gefasst geschrieben(so kommt es mir vor). Ich wünsche dir viel Kraft, das Erlebte zu verarbeiten. :knuddel :knuddel

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Mein aufrichtiges Beileid Claudia

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft

Lg Birgit

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Herzliches Beileid, Claudia. :(:kuss::kuss:

Aber so traurig der Tod eines geliebten Elternteils ist, so schön ist es doch, dass es deinem Vater vergönnt war in liebevoller Atmosphäre einzuschlafen.

Und dass er gestorben ist, als die meisten von euch das Zimer verlassen hattet, ist - so habe ich schon häufiger von erfahrenen Personen gehört - recht typisch. Sehr viele Menschen schaffen es erst dann zu gehen, wenn sie allein sind oder fast allein. Es ist, als ob sie Abschied von den geliebten Menschen nehmen und dann die letzte Reise doch eher allein antreten.

Von euren Hunden ist Black wohl der einzige der den Tod wirklich begriffen hat, weil er es erlebt hat. Er hat deinen toten Vater gesehen und gerochen und weiß darum, was geschehen ist.

Ich glaube, dass er sich deshalb anders verhält als die anderen Hunde.

Für Tiere ist der Tod etwas Natürliches, aber um den Unterschied zwischen Einfach-Weg-Sein und Gestorben-Sein zu verstehen, müssen die den Toten wohl selbst sehen.

Wenn in Zoos z.B. ein Elefantenbaby stirbt ohne dass die Mutter dabei ist der , ist es ja auch wichtig, dies der Mutter noch einmal zu präsentieren, damit sie endgültig Abschied nimmt und es nicht noch ewig lange sucht.

Viel Kraft für die nächste Zeit. :kuss:

Liebe Grüße

Renate

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