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Hundeforum Der Hund
Crispis

Gefahren des Reizangeltrainings

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Ich habe gestern eine Reizangel gekauft und sie gerade mit Nala ausprobiert. Sie hat riesigen Spaß daran. Sie spielt auch gerne mit Ball und Frisbee, ist aber kein Balljunkie ;) nach ca 5mal Werfen hat sie schon keine allzu große Lust mehr dazu.

Ich wollte die Reizangel haben, um den Hund auszupowern (zB während der Läufigkeit, wenn sie nicht so viel laufen kann) und auch, um Impulskontrolle zu üben. Habe im Internet gelesen, dass man damit sehr gut zB Sitz aus der Bewegung trainieren kann.

Nala ist keine echte Jägerin. Sie hat aber zweimal Kaninchen hinterhergejagt. Seitdem lass ich sie an der Leine. Da hier viele Kaninchen leben, sehen wir täglich welche und sie stürzt sich auch nicht mehr in die Leine wenn sie welche sieht sondern schaut nur interessiert und reagiert auf meine Stimme. Ob sie das auch täte, wenn sie frei ist? Habs noch nicht wieder ausprobiert :D

Ansonsten findet sie Katzen doof und würde hinterherlaufen und Eichhörnchen findet sie auch spannend.

Ich würde sie als "Gelegenheitsjägerin" bezeichnen, d.h. sie reagiert auf den Reiz des flüchtenden Tiers (bei der Katze reicht schon Sichtkontakt. die findet sie echt blöd. Bei der Katze bellt u knurrt sie aber auch richtig, das ist wohl eher Hass anstatt Jagdfieber ;) ). Wenn das Kaninchen zB Sitzenbleibt wll sie nicht hinterher.

Nun habe ich mir gedacht, dass das Reizangeltraining ja auch gut wäre zu üben sie abzurufen. Das könnte ja ggfs mal hilfreich sein, wenn uns ein Kaninchen vor die Füße hoppelt.

Man liest im Internet aber auch so viel darüber, dass Reizangeln die Gefahr bergen, dass der Jagdtrieb gefördert wird. Das will ich auf keinen Fall. Mir erschließt es aber nicht so sehr, warum Reizangeltraining diese Gefahr birgt aber das normale Ball werfen nicht? Beides sind ja Bewegungsreize.

Ach ja, bei der reizangel: man sollte den Hund auch mal zum Erfolg kommen lassen, sprich dass er das Quietschie bekommt oder nicht? :???

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Bei Buca haben wir den Dummy dran gehangen und wenn er ihn bekommen hat, dann musste er ihn bei mir abliefern und er bekam daraus dann was Leckeres.

Reizangel ist schön aber man muss es wohl dosiert und mit Spielregeln machen. Meiner fährt dabei schnell hoch und die Ohren gehen dicht.

Wir haben es von unserer Trainerin gezeigt bekommen.

Anfangsübung war: Hund ablegen, Dummie an Angel wird ausgeworfen und erst auf Blickkontakt mit mir durfte er ihn bringen. als das saß kam Bewegung in die Übung. Also: Ablegen, auswerfen, Blickkontakt, losschicken, Beute bewegen, wenn die Beute wieder still lag (oder gefangen wurde) zu mir bringen und Belohnung aus dem Dummie. Besonders wenn er vorher mit mir gearbeitet hat war es eine echte Belohnung für ihn die Anspannung spielerisch loszuwerden.

Ach ja Leckerlie kam nicht aus der Hand sondern wurde auf den Dummie gelegt oder er durfte sich was aus dem Beutel selber nehmen. Je nachdem wie gierig er war.

Ich glaub die ersten Schritte würde ich wieder mit jemandem machen, der Ahnung hat von den Dingern.

Wie oft wurde ich da korrigiert ("Kann ein Hase fliegen?" "geht ein Kaninchen nur links herum?") weil die Beute über den Boden gezogen werden soll und der Hund aber eine Chance haben muss das Ding zu bekommen.

Bei mir hob der Dummie immer ab :so

inzwischen haben wir die Angel abgeschafft und nur ein langes Band am Dummy befestigt, das ist für unterwegs einfach praktikabler bei uns

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Ich verstehe das so, dass es bei beiden, also beim Reizangeltraining, als auch beim Ballwerfen um die Kontrolle und Abrufbarkeit des Hundes geht. Beides provoziert den Jagdtrieb, damit wir die Kontrolle üben können, daher vielleicht die Angst, dass dieser Trieb gefördert wird.

Bei richtigem Training wird der Jagdtriebimpuls aber ja gerade gesteuert.

Beispiel zum Ballwurf: ball werfen und hund jagt nach -> jagdtrieb wird gefördert.

Ballwurf und Hund darf erst auf Kommando hinrennen -> Kontrolliertes Jagdverhalten. Wie letzteres Spiele ich mit meinem Hund, aber nicht unbedingt wegen der Kontrolle, sondern damit ich seine Gelenke schone. Wenn er erst hin darf, sobald der Ball liegt, bremst er deutlich früher ab..

Also ich denke schon, dass du mit dem Training deinen Hund bei Hasen und Katzen besser kontrollieren kannst. :)

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Wir nutzen die Reizangel max. 1x in der Woche. Jedoch auch schon seit einigen Monaten. Mittlerweile kann ich unsere Große mitten aus dem Reiz ins Platz bringen, lass den Dummy um sie herum hüpfen usw.

Doch wenn ich sie mal gewinnen lasse oder es einfach verkacke*g*, dann bringt sie ihn trotzdem direkt zu mir unter lautem quietschen (vom Dummy). Da der ja dann doch ein wenig gezwickt werden muss.

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danke für die Antworten.

@ Chrissie: danke für die Tipps. Werde es auch so ähnlich aufbauen. Hab grad im Internet auch Ideen dazu gefunden, wie man das Spiel anfängt, dh sie darf nur auf Kommando hinterher und nicht einfach so hetzen und in Zukunft krieg ich sie dann hoffentlich aus der Bewegung ins Sitz oder Platz. Ich finde die Idee der Reizangel (oder halt einer Schnur mit Dummy, ist ja ähnlich ;) ) einfach toll weil wir gemeinsam das jagen simulieren können....

Ja, nur die meisten Leute spielen ja nicht kontrolliert Ball sondern lassen den Hund nur hetzen. Und bzgl Ballspielen hab ich noch nicht so viele Stimmen gehört die meinen, dass der Jagdtrieb dadurch gefördert wird

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Ich finde die Reizangel, dosiert angewendet, absolut klasse. Allein die Vielfältigkeit an Gehorsamsübungen, die man beim Angeln mit den Hunden machen kann, ist absolut super! Den Hund z.B. aus der Jagd abrufen, aus der Jagd ins Platz oder sitz schicken, ihn an der Jagd hindern (im Platz lassen) usw. usf....

Man sollte nur unbedingt darauf achten, es schon wegen der Gelenke - viele, abrupte Bewegungen - es nur kurzfristig zu machen. 10 Minuten Angeln powern meine beiden Flummis total aus.

Man sagt, es sei ein gutes Training für die Abrufbarkeit im Ernstfall der Jagd. Nun, in diesem Punkt habe ich versagt. Das Quietschehuhn war längst nicht so interessant, wie ein realer Hase...dafür musste ich dann doch ein professionell geführtes Training in Anspruch nehmen ;)

Berichte dann doch mal von deinen Erfolgen. Auf jeden Fall wünsche ich euch viel Erfolg und Spaß.

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Mach alles dabei Kontrolliert - egal ob Ball, Frisbee (da sind wir grad bei und das ist für Buca sowas von fies und schwer)

oder eben der Dummy

Aber gestern hat Herr Hund gemerkt, dass es sich lohnt auch bei Frisbee mal auf das Kommando zu warten und erstmal zu beobachten, dann fliegt das Ding ihm auch mal fast ins Maul :D

Wir steuern das auch noch mit Worten: je nach dem was ich werfe: DUMMY, FRISBEE etc - und wenn er mal wieder hinter Vögeln hinterher will, dann rufe ich und werfe das was ich grad dabei hab in die andere Richtung - er dreht im Lauf ab und nimmt statt dessen dann meine Sache auf und bringt es - ist anscheinend für ihn einfacher als selber zu jagen :so

Seit 4 Wochen weiß er nun das es Hasen und Rehe gibt und Rennen auch Belohnung sein kann :motz:

daher wird sowas auch per Schlepp und Dummy geübt. Ich kam mir sowas von doof vor als Herr Hund plötzlich mal hinter einem Reh hinterher sprang. Er kam nach einer Minute zwar wieder aber das geht überhaupt nicht

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Nala ist keine echte Jägerin. Sie hat aber zweimal Kaninchen hinterhergejagt. Seitdem lass ich sie an der Leine. Da hier viele Kaninchen leben, sehen wir täglich welche und sie stürzt sich auch nicht mehr in die Leine wenn sie welche sieht sondern schaut nur interessiert und reagiert auf meine Stimme. Ob sie das auch täte, wenn sie frei ist? Habs noch nicht wieder ausprobiert :D

Ansonsten findet sie Katzen doof und würde hinterherlaufen und Eichhörnchen findet sie auch spannend.

Naja, das klingt für mich schon nach ner Jägerin :D

Was soll das sonst sein? :???

Ansonsten frag ich mich, wieso Deine Hündin während der Läufigkeit nicht so viel laufen kann?! :think:

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naja weil ich sie während der Läufigkeit nicht ableinen kann. Sie kann nicht mit ihren Hundekumpels toben (alles Rüden leider ;) ) und da wir dann ja 3 Wochen lang Leinenzwang haben fand ich die Angel ganz praktisch, um auch im kleinen Garten etwas zu machen, was sie körperlich auslastet.

hehe, ja klar ist es eine Jägerin ;) Ich meinte damit nur, dass sie jetzt kein Hund ist, der sich auf die Suche nach potenziellen Opfern macht, sondern nur hinterherläuft, wenn das Tier ihr quasi vor die Füße springt ;) Ich denke, dass da die meisten Hunde drauf anspringen.

Habe auch gelesen max. 10min Training und ich denke man sollte es dosieren, damit es etwas Besonderes bleibt. Ich werde von den -hoffentlich- Fortschritten berichten :D

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Ja, nur die meisten Leute spielen ja nicht kontrolliert Ball sondern lassen den Hund nur hetzen. Und bzgl Ballspielen hab ich noch nicht so viele Stimmen gehört die meinen, dass der Jagdtrieb dadurch gefördert wird

Wie sehr der Ball den Jagdtrieb ausleben lässt oder erweitert wollte ich nicht damit sagen. Der Ball stellt aber ja für den Hund nichts anderes dar, als ein davon sausendes Beutetier. Vielleicht spielt auch noch der Spieltrieb mit rein, den unsere Hunde ja im Grunde behalten, weil sie nie richtig erwachsen werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Hund seinen Ball einem anderen Sausemichel, wie Reh oder Katze vorzieht, von daher sehe ich den Ball bei uns auch als Kontrollmittel. D.h. Wenn ein Reh plötzlich vor uns steht, ruf ich ihn, lauf in die andere Richtung und werfe dann den Ball in Laufrichtung. So kann er den Jagdtrieb umgelenkt ausleben, düst aber nicht ab. - Wobei mein Hund eh noch nie jagen war, Gottseidank. Vielleicht ist das ja auch so gekommen, weil er eben auch mal nach dem Ball saust und dann mit Übungen und Spiel ausgelastet ist.

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