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Hundeforum Der Hund
Wolfsmaedchen

Bellen - Unsicherheit, Anzeigen

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Hallo,

mein Hund ist zum Glück kein Kläffer, bellt aber, wenn ihm auf der Straße was komisch vorkommt - manche Menschen (Regenmantel, betrunken, im Dunkeln sitzend, andere "Muster" habe ich noch nicht gefunden) oder Dinge die er sieht (irgendwas im Gebüsch, eine Mülltonne,..)..

Diese Fälle deute ich als Unsicherheit. Ich verhalte mich so, dass ich, sobald er etwas länger anguckt, "ist gut und weiter" sage, wenn er weiter geht und wegguckt gibt es ein Lob.

Wenn er bellt, dann sage ich "aus" und lobe schnell, wenn er ruhig ist bzw Luft holt. Damit konnte ich seine Bellerei schon verkürzen.

Meine Frage an die Experten: Mache ich das richtig bzw was sollte ich (anders) machen?

Zuhause bellt er kaum, nur wenn er im Hausflur (wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus) etwas merkwürdig findet. Da bin ich mir nicht so sicher, wie ich das handhaben soll, da es an sich ja in Ordnung und hundlich ist, sowas anzuzeigen :???

Ich hätte es am liebsten so, dass er nur einmal bellt und dann gut sein lässt. Das sollte tatsächliche Einbrecher ja auch warnen.

Man muss noch sagen das er vor Kurzem ein Jahr alt geworden und seit drei Wochen bei uns ist. Er ist ein Eurasier-Mischling.

Ich bedanke mich schon mal für Ratschläge und Einschätzungen :)

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Ich deute sowas als "Achtung, hier bin ich." Mein Hund macht genau das gleiche und ich lasse ihn gewähren insofern, dass aus dem bellen oder ausbellen keine Bellarie wird.

Ich beruhige ihn wie Du und gehe dann weiter. Ich habe einen Hütehundmix und von daher passt der eh noch mehr auf, als andere Hunde.

Nachtrag: Nach 3 Wochen Aufenthalt darf man noch keine Wunder erwarten. Gib ihm Zeit.

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Woher kommt er? Hatte er, weil er ja erst ein Jahr alt ist eine Sozialisierung durch die Vorbesitzer bekommen, heißt ist er viel unter Menschen gekommen als er klein war oder hat man ihn an solche Sachen und Situationen herangeführt?

Denn falls nicht, bin ich der Meinung das er gegenüber allem neuen, fremden und für sich komischen eine gewisse Unsicherheit zeigt und mit dem bellen ereichen will das er diese Dinge beeindruckt oder sogar sozusagen für sich in die Flucht schlagen will.

Zeig ihm das Du ihm, egal in welcher Situation, Sicherheit gibst. Und gehe einfach ohne Beachtung auf ihn einfach mit geradem Rücken und aufrechter Haltung an diesen Dingen vorbei. Dann lernt er das du keine Angst und diesen Dingen auch keine Beachtung schenkst. Er merkt das solche Dinge, Menschen etc. für dich völlig normal sind.

Merk dir er ist momentan in der rebellischen Phase und ein Teen!!!

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Hi,

ich würde ihn wenn er drinnen bellt, weil etwas im Flur ist kurz bestätigen ( einmal kurz streicheln), "alles gut" heisst es bei uns im ruhigen Ton.

Dann langsam und entspannt auf seinen Platz führen und dort nochmal kurz bedtätigen, wenn er sich auf Deine Ruhe einlässt.

So hast Du eine gute Chance, dass er immer kurz anschlägt, Du aber dann die Situation übernehmen kannst.

Draussen kannst Du differenzieren zwischen begründetem ( komische Personen) und unbegründetem Bellen (zum Beispiel Mülltonne).

Bei Gegenständen die nicht aufregenswert sind kannst du ihm diese schmackhaft machen. Geh mal mit ihm hin, wenn er sich weigert, geh selber hin, fass das jeweilige Ding an, lass ihn langsam kommen, so langsam wie er will.

Bei Personen musst Du etwas aufpassen, dass er nicht meint, er hätte mit seinem Bellen Distanz hergestellt, dann könnte das zur Strategie werden. Du kannst aber versuchen kurz stehenzubleiben ihn genauso zu bestätigen wie beim bellen zu Hause, und wenn er aufgehört hat kannst Du weitergehen.

Mit etwas Glück lernt er dann das er weiter Bescheid sagen darf, du aber dann die Situation übernimmst, und es keinen Grund mehr zu Unruhe gibt.

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Vielen Dank für eure Antworten! :danke

Ich deute sowas als "Achtung, hier bin ich." Mein Hund macht genau das gleiche und ich lasse ihn gewähren insofern, dass aus dem bellen oder ausbellen keine Bellarie wird.

Ich beruhige ihn wie Du und gehe dann weiter. Ich habe einen Hütehundmix und von daher passt der eh noch mehr auf, als andere Hunde.

Nachtrag: Nach 3 Wochen Aufenthalt darf man noch keine Wunder erwarten. Gib ihm Zeit.

Ich erwarte keine Wunder von ihm :) Ich bin eher verwundert, wie gut das meiste klappt: er hört auf uns, hat von Anfang an Vertrauen und Zuneigung gezeigt, und bis auf einige Dinge, die ich eher als Kleinigkeiten einstufen würde, läuft es echt gut :D

Woher kommt er? Hatte er, weil er ja erst ein Jahr alt ist eine Sozialisierung durch die Vorbesitzer bekommen, heißt ist er viel unter Menschen gekommen als er klein war oder hat man ihn an solche Sachen und Situationen herangeführt?

Denn falls nicht, bin ich der Meinung das er gegenüber allem neuen, fremden und für sich komischen eine gewisse Unsicherheit zeigt und mit dem bellen ereichen will das er diese Dinge beeindruckt oder sogar sozusagen für sich in die Flucht schlagen will.

Zeig ihm das Du ihm, egal in welcher Situation, Sicherheit gibst. Und gehe einfach ohne Beachtung auf ihn einfach mit geradem Rücken und aufrechter Haltung an diesen Dingen vorbei. Dann lernt er das du keine Angst und diesen Dingen auch keine Beachtung schenkst. Er merkt das solche Dinge, Menschen etc. für dich völlig normal sind.

Merk dir er ist momentan in der rebellischen Phase und ein Teen!!!

Ich habe ihn von privat übernommen. Er hat eine super Grunderziehung genossen, ist souverän im Umgang mit anderen Hunden (keine Bellerei, selbst wenn er angekläfft wird, geht er unbeeindruckt weiter) und Menschen - in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Restaurant ist er ruhig und döst unterm Tisch/Stuhl.

Ja das mit der Teenie-Phase merkt man manchmal ganz deutlich: wie ein Staubsauger klebt seine Nase am Boden, total versunken und vergessen, dass wir auch noch da sind :whistle manchmal springt er plötzlich mit einem Hopser los :Oo

Grade weil er neu hier ist und wegen der Teenie-Zeit bin ich manchmal etwas unsicher.

Nachtrag: Ich habe gelesen, das diese Unsicherheiten auch durch die Teenie-Zeit kommen :??? Was meint ihr dazu?

Ist das eigentlich die erste oder die zweite Pubertät?

Hi,

ich würde ihn wenn er drinnen bellt, weil etwas im Flur ist kurz bestätigen ( einmal kurz streicheln), "alles gut" heisst es bei uns im ruhigen Ton.

Dann langsam und entspannt auf seinen Platz führen und dort nochmal kurz bedtätigen, wenn er sich auf Deine Ruhe einlässt.

So hast Du eine gute Chance, dass er immer kurz anschlägt, Du aber dann die Situation übernehmen kannst.

Draussen kannst Du differenzieren zwischen begründetem ( komische Personen) und unbegründetem Bellen (zum Beispiel Mülltonne).

Bei Gegenständen die nicht aufregenswert sind kannst du ihm diese schmackhaft machen. Geh mal mit ihm hin, wenn er sich weigert, geh selber hin, fass das jeweilige Ding an, lass ihn langsam kommen, so langsam wie er will.

Bei Personen musst Du etwas aufpassen, dass er nicht meint, er hätte mit seinem Bellen Distanz hergestellt, dann könnte das zur Strategie werden. Du kannst aber versuchen kurz stehenzubleiben ihn genauso zu bestätigen wie beim bellen zu Hause, und wenn er aufgehört hat kannst Du weitergehen.

Mit etwas Glück lernt er dann das er weiter Bescheid sagen darf, du aber dann die Situation übernimmst, und es keinen Grund mehr zu Unruhe gibt.

Danke für die Tipps! Ich werde das mal so versuchen und hoffe das dann ein Wuffer reicht.

Draußen mache ich das zT schon so: Im Wald hat er einen dicken runtergefallenen Ast angebellt, ich bin hingegangen und hab den Ast angefasst, er kam gleich neugierig dazu und wollte den Ast dann mitnehmen - war nur viel zu groß :D

Das mit dem Stehen bleiben bei komischen Personen werde ich auch mal ausprobieren.

Da fällt mir noch was ein: Er ist an sich sehr neugierig, will auch oft zu Leuten hinschnüffeln und geht in deren Richtung, so dass ich ihn immer zurückhalten muss. Ich sage dann immer "Nein, komm weiter". Ich hoffe ich kann es ihm so abgewöhnen. Es gibt auch Leute, die er ignoriert =)

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Ich denke er testet dich in manchen Situationen aus. Sprich er versucht wie weit er bei dir gehen kann...

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meine macht das auch,drausen aber nicht,nur wenn abends jemand an der Tür ist,oder halt fremde am Zaun,manchmal bellt sie auch wenn sie drausen jemanden sied,letztens hat der Hausmeister vom Mehrfamilien Haus über unseren Zaun gelangt,okay das sollte er nicht tun,den er hat mit unserem Garten nichts zu tun,da ist sie hoch gegangen wie eine Rakete,die hab ich kaum beruhigt bekomm.

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Hmm, das mit dem Austesten klingt nachvollziehbar: neues Frauchen bzw Herrchen und dann auch noch in der Teenie-Phase. Teenies stellen ja wohl sowieso vieles in Frage.

Wie gehe ich am besten damit um? Ich will natürlich nichts falsch/schlimmer machen und Türen für schlechtes Benehmen öffnen... :(

Kommen dann auch durch die Pubertät die Unsicherheiten? Ich bin auch darauf gestoßen, dass es zwei pubertäre Phasen gibt. Hat jemand Erfahrungen damit? Wann sind die beiden Phasen denn? Ich hoffe er ist dann in der zweiten :Oo

Also, heute nachmittag war wieder so ein Vorfall - also am hellen Tage:

Ich warte mit ihm auf dem Mittelstreifen, um über die Straße zu gehen. Auf dem Mittelstreifen sind Parkplätze, aus dieser Richtung kam ein Mann recht freundlich auf uns zu, um da ebenfalls zu warten. Mein Hund musste den aus mir unersichtlichen Gründen anbellen. Ich sagte dann "aus" und bei kurzer Ruhe lobte ich schnell. Das funktioniert nicht immer gleich gut.

Mir ist das immer sehr unangenehm, wenn er Leute anbellt, ich bin dann angespannt und möchte natürlich, dass er das sofort lässt bzw gar nicht erst macht. :no:

Ignorieren würde mir extrem schwer fallen, auch den angebellten Personen gegenüber.

Bei komischen Personen, also Betrunkene im Dunkeln oder so, finde ich es nicht grundsätzlich schlimm, da sollte es dann aber nach einmal Bellen auch gut sein.

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Mach Dir keinen Kopf darüber, was die Leute denken.

Denn je mehr Du Dir einen Kopf machst, desto mehr merkt es der Hund.

Zum Thema Pubertät kann ich nicht viel sagen, meine kam zwar auch in dem Alter zu mir, aber die hatte ganz andere Baustellen.

Ich würde immer wieder Dinge üben, zeigen, dass Du die Situation unter Kontrolle hast.

Dann kommt mit der Zeit auch das Vertrauen in Dich.

3 Wochen sind halt wirklich noch nichts.

Mein Standardspruch im ersten halben Jahr war zu fremden immer, wir üben noch.

Mit einem Lächeln haben das die meisten verstanden. ;)

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Originalbeitrag

Mach Dir keinen Kopf darüber, was die Leute denken.

Denn je mehr Du Dir einen Kopf machst, desto mehr merkt es der Hund.

Zum Thema Pubertät kann ich nicht viel sagen, meine kam zwar auch in dem Alter zu mir, aber die hatte ganz andere Baustellen.

Ich würde immer wieder Dinge üben, zeigen, dass Du die Situation unter Kontrolle hast.

Dann kommt mit der Zeit auch das Vertrauen in Dich.

3 Wochen sind halt wirklich noch nichts.

Mein Standardspruch im ersten halben Jahr war zu fremden immer, wir üben noch.

Mit einem Lächeln haben das die meisten verstanden. ;)

Danke, ich werde es versuchen. Ich wohne ja in der Großstadt, da geht das ja zum Glück unter.

Hihi, das mit dem Üben sag ich auch, wenn mir das noch einfällt :whistle

Eben hat er auf der anderen Straßenseite ein Paar angeguckt, diese sind dann auf unsere Seite gewechselt, und promt musste er die dann anbellen - mit Ignorieren hab ich es versucht, aber da hat er nicht aufgehört zu bellen :motz:

Aufgefallen ist mir, das sowohl der Mann vor zwei Tagen als auch der von eben etwas in der Hand hielten (Kaffeebecher und Bierflasche). Vielleicht ist das ja ein Auslöser. Ich werde das mal im Auge behalten :so

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