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Hundeforum Der Hund
Frau Mücke

Wie bring ich meiner Mücke Höflichkeit bei?

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So, jetzt mal der Reihe nach:

Originalbeitrag

Ist mir nie passiert weil ich Ollie bei Begegnungen immer anleine, gerade damit so etwas nicht passiert. ;)

Ableinen kann man dann immer noch wenn abzusehen ist dass die Hunde miteinander klarkommen.

Da warst du defintiv schlauer bzw. vorausschauender als ich :D Aber zum Glück ist Mensch ja lernfähig. Der kleine Mann hat mir echt total leid getan :(

Frau Mücke:Orginalbeitragzeigt scheinbar keine Beschwichtigungssignale ....warum sollte sie ??Frau Mücke:.Alles in allem: höfliches Verhalten sieht anders aus Wie ?zitieren

ad 1) weil sie mit ihrem jetzigen Verhalten grob geschätzt

- 5% der Hunde provoziert

- 25% der Hunde Angst einjagt

- 30% der Hunde zumindest verunsichert

die restlichen 40% Hunde sind souverän genug, damit klarzukommen

ad2) zumindest so, daß sie nicht 5% der Hunde provoziert, 25% der .... du weißt schon

Ich denke, in Bewegung bleiben wäre schon mal gut. Wenn das nicht gelingt, dann aus dem Hinlegen vielleicht ein Absitzen machen, das hat 2 Vorteile: Sitz ist keine Lauerstellung, wird von den anderen weniger bedrohlich wahrgenommen UND wenn sie aufspringt, hast Du sie am Halsband oder der sehr kurzen Leine, so dass die Dynamik nicht so kraftvoll ist, wie beim Aufspringen aus dem Platz. zitieren

OK, das müßte ich wirklich noch mal versuchen, ob mir das gelingt. Würde mir jedenfalls auch deutlich besser gefallen als liegen.

Dieses in Lauerstellung fixierend abwarten, bis der andere da ist, und dann losspringen, finde ich persönlich absolut ätzend. Sowohl, wenn mein Hund es tut (weshalb ich es nicht erlaube), als auch, wenn wir so einem Hund begegnen. Was anderes, wenn ein Hund sich aus Unsicherheit hinlegt, aber der starrt auch nicht. zitieren

Ich gebe dir absolut recht, daß es ätzend ist. Mit dem "nicht erlauben" hab ich halt so meine Probleme, aber deswegen arbeite ich daran :D

Allerdings: ich bin der festen Überzeugung, daß es bei Mücke sehr wohl Unsicherheit ist - auch die Trainerin war der gleichen Meinung. Sie macht dieses Starren aber auch, wenn sie von einem Hund (z.B. hinterm Zaun) agressiv verbellt wird. Da hat sie Schiss ohne Ende, die Rute komplett unterm Bauch, aber sie steht und starrt, ist nicht wegzubekommen. Die Trainerin hat mir das so erklärt: der könnte sehr gefährlich sein, also muß ich ihn im Aug behalten, um notfalls sofort reagieren zu können.

Kommt uns z.B. ein großer, imposanter Hund entgegen, presst sie auch den Kopf noch richtiggehend auf den Boden, um noch kleiner zu sein - aber gestarrt wird trotzdem.

Wenn sich ein Hund jedoch z.B. auf einer Wiese, überhaupt nicht für sie interessiert, nicht zu ihr hinsieht, nicht auf sie zukommt, dann kommt Mücke schon mal auf die Idee "zu dem lauf ich jetzt hin" Da ist sie allerdings super abrufbar, das ist dann kein Thema. Und wenn ich dann gemeinsam mit ihr näher hingehe, dann klappt manchmal auch ein schöne, höfliche Kontaktaufnahme.

Ok, interessant Also mitzerren würde ich auch nicht machen - das wird bei einem so großen Hund dann auch schnell zum Kraftakt Wie wäre es, wenn du einen kleinen Schritt an die Seite machst, dich vor sie stellst aber mit dem Gesicht zum anderen Hund. Ihr quasi zeigst "ich stehe zwischen dir und dem Fremden, und ich sehe den und pass auf" anstatt "ich guck dich an weil du da liegst" meine Idee war: ich dreh dem anderen Hund den Rücken zu, weil der sowas von unspannend ist ... aber so wie du das meinst, ergibt das natürlich auch Sinn.

Wenn es Freilauf ist und Platz zum Ausweichen, dann weich aus oder bleib ein wenig stehen und beobachte mit ihr gemeinsam, was da kommt.

Das mach ich jetzt ohnehin schon so und das klappt gut, da bleibt sie auch schön entspannt

Ich hab laaaaaaaaaange versucht, meinem Hund das Starren bei Frontalbegegnungen abzugewöhnen. War nicht möglich, zumindest nicht für mich. Ich hab ihn aber bei mir, in so einem Fall an der Leine, und bleibe zwischen ihm und dem anderen Hund und wenn möglich weiche ich etwas aus, damit der andere sich entspannen kann. Mehr geht nicht, und auf jeden Fall hat diese Methode dazu geführt, dass Lemmy nach einer Begegnung nach kürzester Zeit wieder entspannt ist (früher war er wirklich laaaaaaaaaange durchgeflippt) und soweit ich das beurteilen kann sind die meisten Hunde auch nicht allzu sehr traumatisiert von dem "Fixierer" zitieren

Ja, wenn ich es gar nicht schaffe, ihr den Hunde-Knigge näher zu bringen, dann muß ich ohnehin eine Lösung finden, in Zukunft damit umzugehen.

Aber schön wäre es schon, wenn SIE lernt, sich so zu verhalten, daß keiner Angst haben muss und sich keiner provoziert fühlt. :kaffee:

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Ich denke, sie ist einfach ein wenig langsamer beim Verarbeiten von Informationen.

Higgins ist auch so - der steht manchmal stocksteif irgendwo und starrt in die Gegend, bis es wie ein Ruck durch ihn durch geht und er erkennt "aaaah, doch nur eine Mülltonne die da gestern nicht war". Und dann ist alles gut und er ist glücklich und zufrieden :)

Bei Hunden... denke ich (bin ich sicher) haben wir viel vermurkst weil wir ihm das Warten-und-Einschätzen nicht beigebracht haben. Er hat schnell (auch durch Welpenschule, juhuu) gelernt, dass andere Hunde super sind, man kann sie unterbuttern und yay, SPASS. Heute muss er Maulkorb tragen, und ich bin sicher die Jugendzeit in der wir "geh mal spielen!!!" mit ihm gespielt haben hat da viel zu beigetragen.

Das Problem bei Higgins ist auch, dass er zwar eine ganze Weile braucht, bis er genau analysiert hat, was da kommt, wenn er es erkannt hat aber BLITZSCHNELL reagiert. So wie er es für richtig hält - was leider nicht immer richtig ist im Sinne der Menschenwelt (und im Sinne anderer Hunde!)

Lemmy - mein Starrer ;) - ist da anders. Er erkennt und verarbeitet blitzschnell, und hat auch wirklich schnell einen Hund eingeschätzt. Das merkt man gut, weil sich seine ganze Körperhaltung ändert. Treffen wir einen Hund den wir kennen und den er "unwichtig" findet, dann merkt man richtig, ab wo er den Hund erkennt.

Ich weiß nicht, ob man als Mensch einem Hund wirklich Benehmen beibringen kann, wenn es um Hund-Hund-Kommunikation geht. Ich denke, das wird nichts werden. Aber vielleicht schaffst du es ja, Mücke Alternativen zu ihrem Verhalten zu zeigen, sprich sie abzusetzen oder meinetwegen auch im Liegen zu lassen.

Bei Higgins funktioniert "Platz" tatsächlich besser als Sitz, ich weiß nicht warum aber er entspannt dann.

Wie gesagt, versuch ihr zu zeigen dass du den Hund gesehen und bewertet hast und dass alles ok ist - aber du bist eben trotzdem ihr Bodyguard und sie kann ganz entspannt bleiben :)

Hoffentlich klappt das, denn ich kann natürlich auch verstehen, dass es sich nicht gut macht, wenn ein Riesen-Leonberger zu ängstlichen Hunden "mal gucken" geht.

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Originalbeitrag

ad 1) weil sie mit ihrem jetzigen Verhalten grob geschätzt

- 5% der Hunde provoziert

- 25% der Hunde Angst einjagt

- 30% der Hunde zumindest verunsichert.......

....und die Ursache kann nur bei deinem Hund zu finden sein ?

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Ich finde am besten lernen sich die Hunde das untereinander deshalb finde ich den Vorschlag sich mit Leuten zu treffen die souveräne Hunde haben

Meine Freundin bekam damals einen 5 Monate alten Labbi der typisch Labbi immer rein in die Meute und nach eine Weile haben unsere 3 Hunde ihm gezeigt "sooo nicht" er hatte da sehr gute Lehrer :)

Lg Birgit

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Wegen chronischer Arbeitsüberlastung jetzt eine sehr verspätete Antwort:

Ich denke, sie ist einfach ein wenig langsamer beim Verarbeiten von Informationen.

Ich mußte seeehr lachen, als ich das gelesen habe. Das trifft es zu 100% :D

Ich weiß nicht, ob man als Mensch einem Hund wirklich Benehmen beibringen kann, wenn es um Hund-Hund-Kommunikation geht. Ich denke, das wird nichts werden. Aber vielleicht schaffst du es ja, Mücke Alternativen zu ihrem Verhalten zu zeigen, sprich sie abzusetzen oder meinetwegen auch im Liegen zu lassen.

Das erscheint mir bis jetzt das aussichtsreichste.

Ich finde am besten lernen sich die Hunde das untereinander deshalb finde ich den Vorschlag sich mit Leuten zu treffen die souveräne Hunde

Ja, das wäre sicher optimal, ist aber für mich leider nicht machbar, weil ich in meinem direkten Umfeld keine solchen Hunde habe. Ich habe einen souveränen Berner-Rüden im Bekanntenkreis, der ignoriert andere Hunde jedoch komplett. Von dem kann sie sich also auch nicht abschauen, wie man sich höflich "vorstellt" und wir schaffen es auch viel zu selten, uns zu treffen.

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