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Hundeforum Der Hund
Kreacher

Jagdtrieb in Tötungsabsicht "wegerziehen"

Empfohlene Beiträge

Angeregt durch einige Aussagen in einem anderen Beitrag würde ich gerne eine Diskussion eröffnen.

Ein Hund mit Jagdtrieb in Tötungsabsicht und fressen der erlegten Beute tut dies beim Vorbesitzer viele Jahre.........

Ist es möglich, dies zu ändern ohne Starkzwang auszuüben?

Zur Info: Ich habe so einen Hund und natürlich entsprechende Erfahrungen und Erlebnisse , sowie Höhen und Tiefen gehabt :-) Auch wurden so einige Hundetrainergrößen wie Baumann und Bloch hierzu befragt. Die Ergebnisse hierzu aber erst später, mich würden eure Meinungen , Erfahrungen und Lösungsansätze interessieren.

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Hi,

DEN Jagdtrieb gibt es nunmal so nicht.

Eine Jagdsequenz besteht aus vielen Einzelelementen deren Auslösung die erfolgreich absolvierte Vorsequenz darstellt.

Ob man einem WIRKLICH jagendem - also einem Hund, der nicht nur ein bissel hetzt - dieses Verhalten mit sanften Methoden abtrainieren kann, hängt stark von seinem Charakter, seinen erblichen Anlagen und der Beziehung zu seinem Menschen ab.

Hat sich das Jagdverhalten aber schon über Jahre festgesetzt, wäre ich da sehr skeptisch.

Die meisten Hunde "jagen" aber halbherzig, da stehen die Chancen gut.

WENN das Aberziehen bei wirklich jagenden Hunden möglich ist, dann wahrscheinlich nur über das Teamwork im jagdlichen Bereich, also nicht über das Verbot, sondern über das Bestimmen des Zeitpunktes, WANN gejagt werden darf...

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Aufgrund der Zeitnot nur ganz kurz:

Nein - ich kann mir nicht vorstellen, einen solchen starken Ursprungs-Trieb wirkungsvoll ohne Starkzwang zu unterbinden. Zumindest nicht zuverlässig ...

Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

lg Yvonne

ps.: Die Hunde, die ich persönlich als "Jagd-geheilt" kennengelernt habe, hatten keinen besonders ausgeprägten ... waren eher "unerzogen".

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Die Motivation zu jagen in allen Sequenzen kann man einem Hund nicht abgewöhnen es sei denn man verleidet es ihm Massiv.

Je nach Hund und Charakter kann man versuchen die Motivation schon im Ansatz umzulenken und zusätzlich mit gehorsam zu arbeiten.

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Ich weiß nicht.

Da ich aber schon ein Hund gesehen habe der trotz TT jagte und dieser auch sehr früh vorm hetzen benutzt wurde, kann ich mir das bei ner richtigen Jagdsau nicht vorstellen.

Kommt aber auf den Hund an, aber DIE Lösung wird es nicht geben.

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Wenn das Verhalten jahrelang gefestigt werden konnte halte ich das für sehr schwierig, aber eventuell nicht unmöglich. Das kommt aber dann wohl sehr auf die Bindung zwischen Mensch und Hund an und auf die Auslastung des Hundes. Da gilt es dann viel umzulenken. Ich würde mich jedoch nie 100% auf einen solchen Hund verlassen.

Ich halte es für sehr schwierig und sehr arbeitsintensiv, aber nicht unmöglich.

Und ich schließe die Methode "Teletakt" da mal von vorn herein aus. Damit dürfte es durchaus möglich sein einem Hund alles zu verleiden..

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Um welche Beutetiere geht es denn überhaupt?

Denke da gibt es durchaus einen Unterschied, ob ein Hund z.b. nach Mäusen buddelt und diese dann fängt und frißt oder ob er auf Sicht z.b. Hasen jagd

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Ich würde sagen: kommt auf den Hund an, ich halte es für sehr trainingsintensiv, aber bei manchen Hunden wahrscheinlich möglich. Verlassen würde ich mich aber niemals auf einen Hund, der schon getötet hat.

Meine jagt (und tötet und frisst die Beute, wenn sie die Gelegenheit hat), und ich bin mir sicher, dass ich es ihr nicht ohne Starkzwang abtrainieren könnte, zumal ich ab der Sekunde, in der sie losschießt, in ihrem Kopf nicht mehr vorhanden bin.

Sie ist dann völlig unerrreichbar.

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Originalbeitrag

Und ich schließe die Methode "Teletakt" da mal von vorn herein aus. Damit dürfte es durchaus möglich sein einem Hund alles zu verleiden..

Sollte man annehmen.... :kaffee:

Und stimmt auch sicherlich, sofern es jemand anwendet, der damit WIRKLICH umgehen kann, und der ZUSÄTZLICH noch Hunde richtig gut lesen kann. Denn einfach nur Halsband um und Knopf drücken ist - FLy2Sunny sagte es ja schon - oft genug ein Reinfall.

Aber zum eigentlichen Thema:

Hmmm.... wie du schon sagst, ich würde einem solchen Hund nie 100% trauen. Folglich würde ich seine Gelegeneiten zum Jagen so weit einschränken, wie es geht. Leine, sicherer Garten, kein Buddeln... was auch immer dazu gehört. Zusätzlich eventuell eine ähnliche Sportart für den Hund suchen, damit er ähnlich gelagerte Erlebnisse hat.

Wer keine Chance zum Jagen/Töten hat, der tötet auch nicht.

Ich würde da kein Risiko eingehen wollen.

Ach, noch was:

Aus welcher Motivation heraus würde dieser Hund jagen, bzw hat er früher gejagt?

Aus Lust am Jagen und Töten? Oder aus Hunger?

Das ist schon wichtig, denn ein Hund der aus Überlebensnot jagte, wird sicherlich leichter zu überzeugen sein, dass er mit vollem Magen gar nicht so wirklich arbeiten braucht ;)

Ein Hund, der den "Thrill" der Hatz+dem Gefühl von Blut auf der Zunge als einzige Motivation hatte, wird sehr viel schwieriger zu überzeugen sein, dass andere Dinge auch Spaß machen. So wie einem Heroin-Süchtigen zu überzeugen, dass Kaugummizigaretten den gleichen Effekt haben. Oder einem Ball-Hund zu verklickern, dass liegende Futterdummies genau so spannend sind...

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Originalbeitrag

Ist es möglich, dies zu ändern ohne Starkzwang auszuüben?

Ich halte es für möglich , das es Hunde gibt wo Mensch auch mit Starkzwang

keine Chance hat.

Daher : Es mag durchaus möglich sein , aber pauschalisieren im Sinne

von "bei-jedem-Hund-möglich..." würde ich es eher nicht....

jörg

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    • Jagdtrieb artet immer weiter aus

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      Einmal ist sie einem Kaninchen hinterher, da wusste ich noch nicht, dass ihr Jagdtrieb so ist. Sie war noch ein Junghund.
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      in Körpersprache & Kommunikation


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