Jump to content
Hundeforum Der Hund
Kreacher

Jagdtrieb in Tötungsabsicht "wegerziehen"

Empfohlene Beiträge

Übrigens hab ich noch nie einen Holsteiner Griffer irgendwo gesehen, oder von einem Jäger gehört der so einen hat. Gibt es die überhaupt noch? Die letzten Beiträge in einem Forum dazu waren von 2006.

Ich glaube, "Gamenes"(? ) hier aus dem Forum hat einen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

nee, Alex hat einen Heideterrier ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich hab`nochmal geschaut, in seinem Profil steht aber auch "Holsteiner Griffer" ? :???

Ist ja eigentlich auch wurscht, ich kannte nur die Rasse vorher gar nicht, habe hier das erstmal irgendetwas darüber gehört und meinte jetzt mich zu erinnern, dass Gamenes

geschrieben hatte, er würde so einen Hund führen.

Edit:

Oder es hat sich hinterher rausgestellt, es war gar keiner? :D

http://www.polar-chat.de/topic_88762_2.html

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@marcolino

Wieso haben in seinem Heimatland "normale Menschen" keine Verwendung für einen X-Mechelaar? Die haben doch im Allgemeinen viel mehr Verwendung für diesen Hundetyp als z.B. eine Familie für einen Retriever, einen Weimaraner oder einen Pinscher.

Bei diesen ganzen Hunden wie Lurcher, Holsteiner Griffer, etc. hat man halt in Deutschland ein Problem mit der Verwendbarkeit. Nicht im jedem Bundesland bekommt man für solche Hunde die nötige Prüfung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ähm, Lurcher sind Windhundmischlinge. Ursprünglich meist im Umfeld der Pavee, des irischen Wandervolkes anzutreffen.

Einen Windhund halte ich für relativ problemlos in der Haltung, selbst wenn er nicht das tun darf, wofür er ursprünglich gezüchtet wurde.

Ich habe einen Galgo aus Spanien, der vermutlich mit zur Jagd ging und bei unserer ersten Wildsichtung schreiend rd. 1 m hoch in der Luft hing. Wie alle meine Hunde würde er töten, wenn ich ihn liesse. Aufgrund der Rasse denke ich auch, es ist unmöglich, ihm das zuverlässig "abzugewöhnen".

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@JaneDoe: Wenn du mit "Verwendung" hier in Deutschland meinst: "Zwinger, Hundeplatz, Fährte - das war's!" - ja, dann stimme ich dir zu, diese Verwendung haben auch hier die "Normalverbraucher" für diesen Spezialisten.

Im Übrigen spreche ich immer noch von einzelnen Züchtern und deren Zuchtzielen, nicht von gesamten Rassen :kaffee:

Zumindest die Rassestandards des FCI geben die Extreme, wie sie doch bei Etlichen in den Shows zu sehen sind, nicht her.

Und JA, ich finde es teilweise verwerflich, wie Hunde ausgenutzt werden zur Profilierung der Menschen, umso mehr, als dass es nur äußerst ungenügende rechtliche Handhabe gibt, diesem Grenzen zu setzen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Kathi,

ich bin mittlerweile auch eher der Meinung das du ein solch massiv ausgeprägtes Jagdverhalten nicht ohne entsprechende aversive Mittel zuverlässig in den Griff bekommen kannst.

Nicht bei einem Hund, der diverse Erfolge hatte, entsprechend wesensstark ist und keine/wenig anderen Interessen/Motivation hat.

Ich kenne ettliche Hunde, deren Trieblage gut handelbar ist und wo Alternativverhalten & co. gefruchtet haben.

Aber es gibt halt auch andere.

Eine Bekannte von mir hatte damals einen Husky, der schon als 6 Monate alter Pimpf mal schnell nen Vogel im Vorbeigehen (an der Leine) im Feld erwisch hat - das war es mit dem Vogel - so schnell konnte man nicht gucken geschweige denn reagieren.

Auf seiner Liste steht noch nen Huhn und......

Mit dem Hund wurde nach Besitzerwechsel lange gezielt gearbeitet - aber leider erst nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war.

Nachdem das alles nicht zum Erfolg geführt hatte, hat der Beitzer dann kurzzeitig einen TT verwendet (unter Anleitung) und danach war das Thema durch. Und zwar zuverlässig.

Der Hund lief dann noch eine Zeit mit Tacker am Hals aber ohne Auslösen. Ab dann war er frei am Rad, Pferd, zu Fuss etc., war jederzeit ansprechbar und hat keinen Blick mehr für Rehe, Hasen & Co.

Ich will jetzt sicherlich keine Diskussion über Tacker & Co. anstossen - zumal sie verboten sind - aber das war damals für mich persönlich der einzige vertretbare Einsatz eines TT.

Und der Hund hatte ab dann ein wirklich gutes Hundeleben und die Waldtiere & co. waren in Sicherheit.

Ich denke es ist extrem wichtig, von Anfang an jegliches Jagdverhalten zu unterbinden & entsprechend zu lenken.

Aber bei einem Hund wie Blue oder dem Husky, der bereits seine Erfahrungen/Erfolge hatte.... ist es m.E. extrem schwer bis unmöglich. Jagen ist Ursprung, Überleben und Instinkt.

Viele Gruesse,

Karen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

...

ich bin mittlerweile auch eher der Meinung das du ein solch massiv ausgeprägtes Jagdverhalten nicht ohne entsprechende aversive Mittel zuverlässig in den Griff bekommen kannst.

Ich nicht - dem spricht das hier entgegen:

Nicht bei einem Hund, der diverse Erfolge hatte, entsprechend wesensstark ist und keine/wenig anderen Interessen/Motivation hat.

Und das:

Mit dem Hund wurde nach Besitzerwechsel lange gezielt gearbeitet - aber leider erst nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war.

Nachdem das alles nicht zum Erfolg geführt hatte, hat der Beitzer dann kurzzeitig einen TT verwendet (unter Anleitung) und danach war das Thema durch. Und zwar zuverlässig.

...

Aber bei einem Hund wie Blue oder dem Husky, der bereits seine Erfahrungen/Erfolge hatte.... ist es m.E. extrem schwer bis unmöglich. Jagen ist Ursprung, Überleben und Instinkt.

Genau wegen des letzten Satzes kommt es zu den Irrtümern bei der Beurteilung und letztendlich Problembehandlung des "Jagdverhaltens" beim Hund.

Der URSPRUNG liegt zwar in den Genen der Urväter unserer Hunde, dem Wolf - aber WELCHER HUND ist denn noch so "urtümlich", dass der komplette Regelkreis der Jagd (Auslöser: Hunger; Jagdverhalten: Auswahl, wer vom Rudel zur Jagd eingesetzt wird, welche Aufgaben wer übernimmt, welche Beute ausgewählt wird, welche Jagdstrategie verwendet wird, wer übernimmt das "kampfunfähig machen" der Beute, wie wird die Beute aufgeteilt, evtl. noch Aufteilen und Versorgen der Nachzucht) noch in einem Hund in dieser Form veranlagt ist?

Es ist wohl wahr, dass der ERFOLG, den eine vollzogene Motivation des jeweiligen spezialisierten Hundes hat, dazu führt, dass der Hund versuchen wird, sich dieses selbstbelohnende Ereignis immer wieder zu verschaffen - je öfter, desto mehr!

Dies liegt dann aber daran, dass es dem Halter zu diesem Zeitpunkt nicht gelungen ist, diese Selbstbelohnung zu verhindern und über Alternativangebote eine Motivation anzubieten, welche diese Jagdmotivation übersteigt :kaffee:

An seinem 2. Tag als Familienmitglied bei uns durften mein Amigo und ich an einer Kutschfahrt teilnehmen. Ich wollte ihn vorher noch einmal lösen lassen in dem Bewusstsein, dass die ansonsten freilaufenden Hühner auf dem Hof im Stall eingesperrt waren - ALLE bis auf EINES ... :so

Genau dieses lief uns natürlich über den Weg, so schnell konnte ich gar nicht gucken, wie mein Amigo dahin flitzte ... ich hatte echt nicht gewusst, dass ein 8 Wochen und 2 Tage alter Welpe über so viel Motivation verfügt, ein ihm bis dahin völlig unbekanntes, nahezu gleich großes Lebewesen "zu jagen" ... genau so wenig wie ich bis dahin wusste, dass ich über Teleskoparme verfüge :kaffee:

Glück gehabt - so konnte ich seinen ersten Jagderfolg verhindern ... (wobei allerdings auch ein kleiner Rest Umsicht mit dazu beigetragen hatte, denn aufgrund des unbekannten Geländes habe ich Amigo zwar unangeleint, aber direkt in meiner Nähe gehalten - sonst hätte ich ihn mir nicht mehr schnappen können :Oo ).

DANACH wusste ich natürlich, welch große, zumindest "Verfolgungsmotivation" mein Kleiner besitzt - und habe noch mehr als sonst unser Umfeld abgescannt nach jeglichem "Ding", welches diese Motivation auslösen könnte ... und als "uninteressant" belegt (u. A. auch, indem ich einfach etwas für ihn Interessanteres dagegen setzte :) ).

Jegliche Jagderfolge auf lebende Wesen konnte ich so zuverlässig schon im Vorfeld verhindern - seine Beute sind nun Dummies, seine Erfolgserlebnisse, seine Auslastung, seine Kopfbeschäftigung erfolgt über dieses Jagdersatztraining - mit riesigem Spass, für uns BEIDE :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

aber WELCHER HUND ist denn noch so "urtümlich", dass der komplette Regelkreis der Jagd (Auslöser: Hunger; Jagdverhalten: Auswahl, wer vom Rudel zur Jagd eingesetzt wird, welche Aufgaben wer übernimmt, welche Beute ausgewählt wird, welche Jagdstrategie verwendet wird, wer übernimmt das "kampfunfähig machen" der Beute, wie wird die Beute aufgeteilt, evtl. noch Aufteilen und Versorgen der Nachzucht) noch in einem Hund in dieser Form veranlagt ist?

Ein Hund, den man zB aus Spanien oder Italien nach Deutschland gebracht hat, nachdem er sich mehrere Monate/Jahre komplett selbst versorgen musste.

Und solche Hunde werden eben durch die vielen Tierschutzhunde immer häufiger.

Wobei natürlich die Auswahl der Aufgaben nicht bei jedem Hund anfallen, aber die fallen auch nicht bei jedem Wolf an, weswegen ich dies guten Gewissens aus dem "Regelkreis" ausklammern würde. Zumal ich sicher bin, dass die Wölfe/Hunde nicht so bewusst Auswahl betreiben, sondern dass jedes Tier nach seinen Fähigkeiten arbeitet, und sich ein System erst mit der Zeit einspielt.

Dies liegt dann aber daran, dass es dem Halter zu diesem Zeitpunkt nicht gelungen ist, diese Selbstbelohnung zu verhindern und über Alternativangebote eine Motivation anzubieten, welche diese Jagdmotivation übersteigt

Sofern ein Halter vorhanden ist.

Und deine Strategie ist an sich genau richtig für einen Hund, der nicht jagen soll - nur kann man zB bei einem Hund der zur Jagd eingesetzt wird eben nicht so agieren, denn der SOLL ja irgendwann mal arbeiten :)

Nun ist aber Herrchen-Jäger tot und Hundehund kommt in neue Hände - ohne Jagd. Und nun?

Oder aber, ich habe keine Rasse, die generell auf Zusammenarbeit gezüchtet wurde, also keinen Setter, Retriever, Vorstehhund, sondern eine Bracke oder einen Terrier, die viel solo jagen sollen (und entsprechend gezüchtet wurden)

Es ist schwer, einem Hund für den Jagen ALLES ist eine Alternative zu bieten, die ihm mehr bedeutet. Sicher gibt es das, sicher kann man es so versuchen. Aber es funktioniert wirklich eben nicht bei jedem Hund.

Lemmy zB ist zwar ein jagdlich passionierter Hund, ich denke aber, er würde sich bei ordentlichem (aversiven) Training abrufbar bekommen lassen.

Nun war ich nicht motiviert genug :zunge: und drum hab ich mich für ne Leine am Hund entschieden, und wir leben gut damit.

Wir waren schon mehrmals mit der Trailgruppe im Wald unterwegs. Einmal sprang ein Reh direkt vor uns weg - ein Stück den Trail entlang (natürlich :Oo ) und Lemmy war seeeehr erregt. ABER er ließ sich mit einem scharfen "Arbeiten" wieder zu Sinnen rufen und wir haben gut und erfolgreich den Trail gemeistert.

Das ist eine Beschäftigung, die ihm in dem Moment tatsächlich mehr bedeutete als die weglaufende Beute.

Nur kann ich nicht mit meinem Hund nur noch Trails gehen im Wald :D

Marlowe, oder auch Butch zB waren dagegen mit einem scharfen "Nein" sofort zu stoppen - die gingen auch mal zwei drei Sprünge hinterher, aber deren Motivation MIR zu gehorchen war einfach größer als die, einem Tier nach zu hetzen. Hach, was waren (sind) das für angenehme Hunde :zunge:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Sehr stark ausgeprägter Spieltrieb (Jagdtrieb?)

      Hallo zusammen :) Wir, das sind mein Lebensgefährte und unsere 1,6 Jahre alte Hündin Belka, sind ganz neu hier im Forum. Belka ist seit 20. Juli 2019 bei uns. Sie kam aus Russland als Straßenhund nach Deutschland, hat dann erstmal bei einer Pflegestation auf ihre Vermittlung gewartet. Sie wurde dann von einem Ehepaar adoptiert, diese haben sie aber nur zu der 80 jährigen Mutter als Hofhund gegeben. Belka ist ein weißer Schäferhund-Mix, sie ist aber nicht ganz so groß wie ein Schäferhun

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Gilt man als schlechter Hundehalter, wenn einem der Jagdtrieb egal ist?

      Hi, ich habe allgemein hin das Gefühl, dass man als schlechter Hundehalter gilt, wenn man nicht am Jagdtrieb des Hundes arbeitet. Ist das so? Wie seht ihr das? Überall scheinen die Leute zu Anti-Jagdkursen zu rennen und sehen das anscheinend als Lebensaufgabe den Podenco vom Jagen abzuhalten. Wenn die Tierheime einen Hund mit Jagdtrieb vermitteln wollen wird auch gleich darauf hingewiesen, dass die Besitzer bereit sein müssen viel Zeit und Arbeit in die Erziehung zu stecken damit der Hund n

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Was ist Jagdtrieb?

      In einem anderen Thread wird gerade über den Jagdtrieb bei bestimmten Rassen gesprochen. Dabei fällt mir auf, dass Jagdtrieb anscheinend nicht für jeden dasselbe bedeutet. Daher die Frage an euch: Was versteht ihr unter Jagdtrieb? Was ist für euch "händelbar"? Zu meiner Meinung Früher hatten wir einen Labrador in der Familie. Dieser ist immer mal wieder einem Hasen nach, aber er war sehr gut abrufbar. Da ich damals noch seeehr jung war, galt das für mich als Jagdtrieb, also das Nachjagen

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Jagdtrieb artet immer weiter aus

      Wer von mir und Amy weiß, der weiß wahrscheinlich auch, dass sie einen extremen Jagdtrieb hat.  In der Vergangenheit (sie ist jetzt 5 ) ist es vielleicht 4  Mal vorgekommen, dass sie draußen einem Tier wirklich hinterher gegangen ist. Für gewöhnlich bin ich verantwortungsbewusst und lasse es nicht so weit kommen. Die paar Mal waren blöde Ausrutscher. Menschen sind halt doof und machen Fehler.   Einmal ist sie einem Kaninchen hinterher, da wusste ich noch nicht, dass ihr Jagdtrieb so ist. Sie wa

      in Hundeerziehung & Probleme

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.