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Kreacher

Jagdtrieb in Tötungsabsicht "wegerziehen"

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Ein Hund mit Jagdtrieb in Tötungsabsicht und fressen der erlegten Beute tut dies beim Vorbesitzer viele Jahre.........

Ist es möglich, dies zu ändern ohne Starkzwang auszuüben?

.

Aus meiner Erfahrung: nein.

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Ich hatte so eine Hündin, die zu mir kam, als sie mindestens ein Jahr alt war. Es war sauschwer, ihr das abzugewöhnen. Ich habe es geschafft, indem sie bei mir bleiben musste, also es war ein absolutes Tabu, weiter als zehn Meter von mir wegzugehen. Bei Wildsicht musste sie stehenbleiben. Anfangs, als sie erbeutet hatte (ja, das kam 2-3 Mal vor und es ging jedesmal so schnell, dass wir nicht handeln konnten - zu der Zeit noch nicht), haben wir ihr mit Pfui und was weiß ich ganz deutlich gemacht, was wir davon halten, nämlich nix.

Sie hat übrigens auch einmal ein Tier erbeutet, obwohl sie an der Leine war: Plötzlicher Sprung in ein Gebüsch und da hockte ein Rebhuhnküken drin.

Nun ja, es hat Jahre gedauert und sie war dann schon ca. 8 Jahre, als sie gar nicht mehr jagte. Dann ist sie sofort stehengeblieben, sobald Wild in Sicht kam, hat mich angeschaut, ich habe "Nein!" gesagt und sie lief normal mit mir weiter.

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Also..... :-)

Das Hündchen ( Cattle Dog 16 Kg ) ist mittlerweile 11,5 Jahre alt und topfit, bei mir seit 3 Jahren.

Motivation könnte durchaus Hunger gewesen sein, das weiß ich aber nicht. Sie jagt mit viel Geschick, Ausdauer und Durchsetzungskraft und war dann auch nicht ansprechbar!

Anfänglich jagte sie alles was in ihren Augen bewältigbar war und scannte auch dememstprechend den Horizont ab. Radius anfänglich sehr sehr weit 200 m plus ?? Es wurden auch tieffliegende Gänse gejagt, Krähen etc.

Das passiert jetzt nicht mehr, hier kann sie einigermaßen entspannt vorbeigehen, muss dazu aber in meiner Nähe sein.

Um den Focus vom Horizont zu nehmen und ihren Radius einzuschränken, kam sie an eine 5 m Leine und ich forcierte das Beutesuchen in der Erde. Mäuse, Ratten und Maulwürfe, Zeisel (oder wie die heißen) sind in ihren Augen absolut fressbar.

Ich denke , sie würde auch vor größeren Tieren nicht zurückschrecken, da sie auch schonmal eine frisch überfahrene große Katze mitnehmen wollte ;) Die hat sie nur wiederwillig abgegeben!

Verbale oder auch körperliche Korrektur nimmt sie mittlerweile an, wenn sie in meiner direkten Nähe ist....also ein Igel den wir gemeinsam finden, überlebt....das war früher nicht so. Aber das kostete schon relativ viel Einwirkung. Ein sich im Garten verlaufener Igel konnte durch beherztes und mehrfaches Eingreifen mit einem Besen als Korrekturwerkzeug überleben und seither wird auch hier weniger diskutiert. Heißt ein im Garten befindlicher Igel überlebt nun bei deutlicher verbaler Ansage. Findet sie einen und ist alleine, sind die Stacheln kein ausreichender Abwehrmechanismus.

Ist sie im Freilauf , und das ist sie nur an Orten die ich gut kenne und weiß, daß hier kaum Wildkontakt ist, muss ich schauen, daß sie sich nicht zu weit entfernt, sonst ist sie schlecht ansprechbar.

Meine Ziegen werden nicht als fressbares Objekt angesehen, die sind aber auch doppelt oder dreifach so schwer wie sie. Rehen und Füchsen dagegen würde man hinterhersprinten, gleichwohl hier keine Chance besteht es zu fangen. Ein Kitz direkt am Wegesrand konnte durch eine starke verbale Ansage flüchten, Hund war aber auch in meiner direkten Nähe.

Experten wie Bloch und Baumann sind der Meinung ein derart gefestigtes Verhalten ist ohne Starkzwang (Strom) nicht in den Griff zu kriegen.

Ich weiß, daß ein Spaßjäger (sind die meißten Hunde, die man so in der Hundeschule erlebt) aus erzieherischer Sicht kein größeres Problem darstellen.

Mir gehts speziell um die die echten Jäger, welche auch töten ( nicht aus Versehen...., sondern in Fressabsicht) und eben die Beute auch fressen möchten.

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Ein Hund mit Jagdtrieb in Tötungsabsicht und fressen der erlegten Beute tut dies beim Vorbesitzer viele Jahre.........

Ist es möglich, dies zu ändern ohne Starkzwang auszuüben?

.

Aus meiner Erfahrung: nein.

Das ist seit diesem Hund auch meine Ansicht, dennoch fühle ich mich immer irgendwie "nicht gut genug in dem was ich tue", da ich es nicht unterbinden kann.

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Ob es jetz einen unterschied mach,ob der tötende Hund die Beute auch fressen will,würde ich eher bezweifeln.

Die meisten Podencos jagen ohne die beute zu beschädigen und ich denke,deren jagdtrieb kann man schon als deftig ansehen.

Überhaupt,dürften Podenco und galgohalter hier wohl die meiste erfahrung haben,oder?

Ich meine,deren Hunde,wenn aus Spanien kommend dürften ja tatsächlich oft über Jahre jagen.

Ich kenne zwei Galgos,die abrufbar sind,wenn man sie ruft ehe sie schon voll im Lauf sind.

Die haben keinen Starkzwang erlebt.

Mein Jagdterrier wäre mit nix abrufbar zu machen gewesen,auch nicht mit TIG und genausowenig mit netten Alternativen.

Der hatte mehrere Katzen,Igel,Hasen und wer weiss was sonst noch auf dem gewissen.

ich denke,mit Alternativverhalten und Umlenkung kann man ne Menge erreichen,aber es dauert.

Und manchmal klappt es auch nie,egal,wie man es anstellt.

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Unterschied meine ich damit, daß Hund eben aus Spaß jagd oder in Tötungsabsicht. Wobei es auch bei den Spaßjägern beim ergreifen doch schonmal zum Tod eines kleinen Tieres kommen kann ohne das Hund tatsächlich die Absicht hatte.

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Unterschied meine ich damit, daß Hund eben aus Spaß jagd oder in Tötungsabsicht

Diese Formulierung finde ich etwas ...naja, unglücklich. Jagdverhalten lässt sich mMn nicht in Spaß und Ernst differenzieren.

Natürlich gibt es verschieden starke Motivation (oder von mir aus: Jagdtrieb) und verschiedene Arten, die Verhaltenskette auszuführen, unvollständig oder komplett inklusive Töten.

Sonst könnte ich ja auch sagen: meine erste Hündin hat aus Spaß getötet. Gefressen hat sie die Ratten und Hasen nämlich nicht :)

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Meine Hündin war ein Podenco. Wo sie vor uns war, weiß ich nicht. Sie konnte jedenfalls schon super jagen, als sie zu uns kam. Fressen wollte sie die Beute nicht, aber töten und das ging dann auch ruckzuck.

Wie oben schon geschrieben hat es Jahre gedauert und uns jede Menge Nerven gekostet.

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Mein Terrier hat übrigens auch nicht gefressen,aber die tote Beute rumgeschleppt und zähnefletschend verteidigt,bis sie langweilig wurde :D

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Dann nochmal zur Differnzierung:

Mit Spaßjäger meine ich einen Hund , der zwar der Beute hinterhergeht, aber nicht bis zur Endhandlung schreitet.

Ein Hund welcher (mit Absicht) tötet ist für mich ein echter Jäger.

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