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Hundeforum Der Hund
Junikind

Methode scheitert - Wasser spritzen gegen (Leinen)Pöbeln

Empfohlene Beiträge

Hallo,

bin gerade mal wieder irgendwie am Verzweifeln....

Manche kennen ja bereits meinen Threads zum Thema pöbelnder Hund und haben vielleicht mitbekommen, daß wir uns ja Hilfe in Form eines (bzw. war's ja eher der zweite) Hundetrainer und mittlerweile Hundeschule gesucht haben.

Tipps wie "absitzen lassen", "ablegen lassen" und Leckerlis bite gar nich nennen, daß funktioniert bei 30 kg Hund, die kaum mehr ansprechbar sind nämlich einfach nicht.

Methode des Hundetrainers war ja die gute Wasserflasche. Also griffbereite active O2 Flasche PLUS Abbruchsignal (z.B. ein lautes KSCH o.ä.).

Erste Freude war, Zlavia lässt sich von Wasserflasche super beeindrucken, nach dem ersten Spritzer läuft sie an dem Tag dann wie ein "Lämmchen" neben einem her. Nach einer Weile mit Flasche, bleibt die dann zu Hause und wir machen "nur" mit Abbruchsignal weiter (was ja das erklärte Ziel darstellen soll - daß das irgendwann sitzt und die olle flasche überflüssig wird). Das funktioniert dann auch eine Weile super. Betonung allerdings auf "eine Weile".

Dann merkt Madame, daß da kein Wasser mehr kommt und der Rest wird uninteressant. Also wieder Wasserflasche aktivieren etc. etc. Das läuft gerade immer im Wechsel. Also sobald sie eine Weile kein Wasser braucht, üben wir ohne Flasche weiter. Das geht eine gewisse Zeit gut, dann fängt es wieder an. Also wieder mit Flasche..............

Irgendwann ging es dann recht lange gut ohne Flasche. Und ich war happy, dachte o.K. jetzt haben wir das geschafft!!!

Aber wohl zu früh gefreut. Seit einer Weile pöbelt sie wieder was das Zeug hält (sie ist allerdings auch gerade läufig).Incl. völliges in der Leine hängen und nicht mehr ansprechbar sein (und auch zu Hause wenn der Hund meiner Eltern Montags da ist, pöbelt sie wieder mehr). Wenn ich (wie ja noch im Moment) ohne Flasche unterwegs bin, hilft da auch kein "einfach weiterlaufen", daß wird aufgrund der Masse die da hängt unmöglich. Ich kann sie dann nur noch mit dem Knie abblocken. Und dann versuchen wieder ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach dem sie heute wieder mal wie bescheuert in der Leine hing und ich es dann geschafft habe, sie durch blocken ins Sitz zu bekommen hat sie mich auch noch groß angeschaut und gefragt, wo denn nun der Keks bleibt....

Und mir kommen Zweifel - irgendwie fehlt mir der Lerneffekt bei dieser Sache. Also es wird nur verknüpft, wenn ich pöbel kommt Wasser. Wasser ist igitt, also beherrsche ich mich lieber. Das Signal ist ihr glaube ich in dem Moment völlig schnurz.

Oder ist das ein (jahrelanger??) Prozess und wir müssen an unserer Methode fest halten und weitermachen :??? Trainer sagt, wenn sie pöbelt, wieder Flasche oder festen Knuff in die Seite. Den Knuff mache ich bei ihr nicht (mehr), da ich gemerkt habe, daß ich bei ihr dadurch nur erreiche, daß sie zwar kurz reagiert aber danach immer mehr Distanz zu mir aufbaut. Bei den jüngeren Hunden in der Gruppe (ohne Vorleben) ist das ja was anderes - sie ging ja als "Oma" in den Grundkurs.

Bin gerade einfach leicht verunsichert und zweifel :(

Wie gesagt, die "freundlichen" Methoden bringen hier nichts aber vielleicht hat jemand doch noch Tipps für uns!???!

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Genau so läuft es bei uns.

Poldi hat einen Heidenrespekt vor dem Wasserstrahl, allerdings ist er schlau und wenn länger keine Flasche mehr beim Gassi dabei war, pöbelt er wieder.

Dann muss das Ding eben wieder mit.

Wenn ich schnell genug bin und er sich nicht schon hochgeschaukelt hat, dann reicht das zeigen der Flasche, ansonsten einmal der Strahl und es ist wieder gut für längere Zeit.

Unsere Hunde sind eben klug! Ich nehme es als solches hin, er ist eben ein schlaues Kerlchen.

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Ist das nicht wie bei der Schleppleine?

Also langsam abbauen, nachdem man das Teil lange dabei hatte?

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Ich denke, dass Problem ist, dass ihr das Wasser nicht als "Meinungsverstärker" betrachtet, sondern als "Meinungsausdrücker".

Ihr seit es nicht, die die "bösen" seid und korrigiert, das Wasser ist "Schuld" ;)

Und genau das vermittelt ihr Euren Hunden: Ich bin die Gute, schau, ich mach gar nichts, wenn Du pöpelst, das Wasser, das böse, erschrickt Euch...

Eure Hunde sollen aber verknüpfen, dass EUCH dieses Verhalten ganz gewaltig auf den Senkel geht! EUCH! Nicht der Wasserflasche.

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(bearbeitet)

@ poldischatz: Ja das kenne ich eben auch..... Oft reicht der bloße Anblick dieser Flasche.

Aber meine Hoffnung war ja, daß es nicht eine blosse "Angstmach-Methode" oder "Schreck-Methode" bleibt, sondern das irgendwie eine Art Lerneffekt eintritt.

Irgendwie merkt man ja auch, daß sie super stolz ist wenn sie gelobt wird, wenn es klappt. Dann (also wenn sie die Flasche noch im Kopf) schaut sie einem beim oder nach dem passieren des Hundes auch ganz aufmerksam an, so nach dem Motto "habe ich doch toll gemacht".

Aber dann setzt es wieder aus....

@ Skita: Schon - aber wie?? Schreien bringt ja schonmal gar nichts (stachelt eher an), abblocken schon eher, daher bekomme ich sie immerhin wieder aufmerksam aber als dauerhafte Methode?

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. Oft reicht der bloße Anblick dieser Flasche.Aber meine Hoffnung war ja, daß es nicht eine blosse "Angstmach-Methode" oder "Schreck-Methode" bleibt, sondern das irgendwie eine Art Lerneffekt eintritt.

Ist doch auch eingetreten: Wenn Flasche dabei pöbel ich lieber nicht, wenn

keine Flasche dabei kann ichs krachen lassen ;)

Ich finde Skitas Beitrag sehr richtig, genau dass ist das Problem, du bist zu lieb

und traust dich nicht Stellung zu beziehen.

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Hallo Elke,

Jambo war auch ein absoluter Leinenpöbler.

Er war weder kontrollier- noch ansprechbar sobald er einen Hund gesehen hat.

Normalerweise ist Jambo absolut verfressen, aber da haben auch Leckerlis nichts mehr genutzt.

Ich versuche dir mal aufzuschreiben, wie ich das Problem gelöst habe.

Ich habe auch zuerst die Wasserpistole benützt :D .

Solange die Wirkung angehalten hat habe ich folgendes "trainiert".

Kam uns ein Hund entgegen und Jambo hat ihn angeschaut, habe ich eine Wende gemacht. Bin ein paar Schritte gelaufen und habe dann Sitz oder Platz eingefordert. Wieder ein paar Schritte, wieder Sitz oder Platz... so hatte ich die Aufmerksamkeit meines Hundes. Übrigens... das Umschauen nach dem anderen Hund wurde komplett unterbunden.

DAS muss aber alles passieren, bevor sich dein Hund auf den anderen Hund konzentrieren kann.

Sobald ich Jambos Aufmerksamkeit hatte gab es auch Leckerli, die er dann angenommen hat. Besonders viel gab es, wenn er mich dabei auch noch länger angeschaut hat.

Ich habe ihn dann z.T. mit dem Rücken zum vorbeilaufenden Hund abgesetzt, ich stand vor ihm.. so hatte ich beide Hunde im Blick. Dabei habe ich auch wieder Jambos Aufmerksamkeit eingefordert.... und Leckerli :D

Inzwischen klappt es soweit, dass... kommt uns ein Hund entgegen ich Jambo ein "Ran" gebe. Dann läuft er an meiner Seite und schaut mich an.

Wichtig war, dass ich Jambo nie erlaubt habe, den Hund lange anzuschauen (entgegen kommend) oder sich nach diesem umzudrehen.

Und ich habe das grundsätzlich mit Halsband geübt, da er... wenn er sich umdrehen wollte... von mir einen Leinenruck erhalten hat. Beim Geschirr hat es ihn nicht beeindruckt.

Ich hoffe meine Beschreibung ist einigermassen verständlich :D

Edit, da erst grad Skitas Beitrag gesehen: Richtig... wenn du die Wasserpistole einsetzt, musst du natürlich auch ein "Verbot" aussprechen. Ich habe immer zeitgleich "Lass es" gesagt... Jambo weiss, dies bedeutet, egal was er tut... abbrechen

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Ist doch auch eingetreten: Wenn Flasche dabei pöbel ich lieber nicht, wenn

keine Flasche dabei kann ichs krachen lassen ;)

Ich finde Skitas Beitrag sehr richtig, genau dass ist das Problem, du bist zu lieb

und traust dich nicht Stellung zu beziehen.

Das ist durchaus möglich, streite ich auch nicht ab.... Aber das WIE fehlt mir dann halt irgendwie :???

Wie gesagt, in der Hundeschule (da wird allerdings nicht wirklich gepöbelt ;) ) wird dann, falls sie doch mal anfangen wollen, weil fremder Hund vorbeiläuft) mit dem Knie abgeblockt.

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Wird sie denn belohnt, wenn sie nicht pöbelt?

Also vermittelst du ihr auch wirklich richtig, dass neutrales Verhalten genau DAS ist, was du von ihr haben möchtest?

Machst du "Party", spielst vielleicht mit ihr, wenn der andere Hund ohne pöbeln passiert wurde?

Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht auszuprobieren, ob es was bringt, wenn dein Hund unterwegs etwas trägt. Dummie oder Spielzeug. Bei einem früheren Hund von mir war dies der Durchbruch. Sie fand Hunde zwar immer noch doof, aber ihr war dann doch wichtiger ihren Dummie weiter zu tragen und ignorierte andere Hunde

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Wird sie denn belohnt, wenn sie nicht pöbelt?

Also vermittelst du ihr auch wirklich richtig, dass neutrales Verhalten genau DAS ist, was du von ihr haben möchtest?

Machst du "Party", spielst vielleicht mit ihr, wenn der andere Hund ohne pöbeln passiert wurde?

Halte ich persönlich für falsch. Wenn mein Hund an einem anderen Hund nicht pöbelnd vorbei geht, dann bekommt er Leckerli.... Party machen würde erstens den Hund aufpuschen und zweitens die Situation wichtiger machen als sie ist.

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