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Hundeforum Der Hund
Freya040

Wieviel Bewegung für einen Vizsla Welpen

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Liebes Forum,

wir haben nun seit 2 Wochen unser neues Familienmitglied Freya (Vizsla 10 Wo alt)

Nun möchte ich auch gleich zu meiner Frage kommen.

Sie geht noch nicht allzu gern spazieren... nach kurzer Zeit setzt sie sich hin und möchte eigentlich nicht weiter. Ich weiß zwar, dass Welpen noch nicht allzu lange spazieren wollen (können), aber wie lange genau ist ihr mit 10 Wochen schon zumutbar?

Auf dem Weg in den Wald läuft sie schon prima an der Leine mit (ausser dass sie sich ständig hinsetzt) allerdings "dreht" sie auf dem Rückweg total durch...jault und schmeisst sich extrem ins Halsband, also zieht wirklich sehr an der Leine :(

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr ein paar Tips für mich habt.

Vielen Dank

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Hallo,

goldiger Fratz eure Kleine :)

Man sagt, pro Lebenswoche 1 Minute pro Spaziergang. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es maximal das Doppelte sein darf. In eurem Fall also 10 bzw. 20 Minuten.

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Wenn ich einen Garten hätte, würde ich die ersten ein bis zwei Wochen noch gar nicht groß spazieren gehen. Der Hund muss die Gelegenheit haben, erst mal sein neues Umfeld kennen zu lernen.

Und dann erst mal immer nur von Zuhause aus, kurz zur nächsten Lösestelle und wieder zurück.

Junge Hunde trauen sich oft noch nicht weit von Zuhause weg und oft auch nicht, ihr Geschäft schon draußen zu machen. Das ist instinktiv verankert.

Danach würde ich die Gänge so steigern, wie der Hund es leisten kann, das kann ganz unterschiedlich sein. Und je nachdem, wie viele neue Eindrücke auf den Hund zukommen. Vielleicht draußen auch mal einfach nur auf einer Stelle schnüffeln lassen, die Welt entdecken lassen, sich irgendwo hin setzen usw.

Der Reste kommt dann später von ganz alleine, die kleinen Hunde haben erst mal genug mit den neuen Reizen zu tun und da ist jedes Blatt, was vom Baum fällt Ereignis genug.

Man sagt, 5 Minuten pro Lebensmonat ist genug. So ungefähr kommt das meiner Erfahrung nach auch hin, sollte aber dem jeweiligen Hundetypen angepasst werden. Es gibt Hunde, denen kann man schon schnell mehr bieten.

Dann würde ich ein- bis zweimal die Woche ein kleines Ereignis einbauen. Kurzes Stück Auto fahren, einen anderen Hund treffen, mal kurz mit an eine befahrene Straße nehmen, andere Tiere kennen lernen, andere Menschen kennen lernen.

Ich halte es immer so, dass weniger oft mehr ist und die jungen Hunde einfach Zeit brauchen, erlebte Dinge zu verarbeiten und daher sollten sie möglichst viel schlafen.

Wenn man viel zu viel macht, überdrehen die Hunde recht schnell und sind permanent überreizt.

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Ich sehe das auch wie Vreni - wir haben ja einen kleinen Hund, den hab ich zwischendurch immer mal getragen in einer Tasche, da hat er dann sogar drin geschlafen.

Das geht natürlich beim Viszla-Welpen nicht ;)

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Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Ja, wir haben einen Garten und zum lösen gehen wir dort auch immer hin.

Die ersten Tage waren wir nur dort und vor einigen Tagen habe ich begonnen

einmal am Tag einen kleinen Gang zum Wald oder zum Feld zu machen.

Allerdings scheint sie nach wie vor nicht so richtig viel Lust dazu zu haben.

Zuhause hingegen könnte sie 2 Std. am Stück spielen. Also Power hat sie offensichtlich jetzt schon :)

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Ich finde es immer eher sinnvoll, irgendwo hinzugehen, dort auf die Bank setzen (oder auf die Wiese, je nach Wetter). So kann Hundi selbst die Welt erkunden, kann zum Schlafen auf den Schoß krabbeln oder nur Beobachten, was vor sich geht. Kann andere Hunde kennen lernen, oder, falls die noch Angst machen, sich zwischen meinen Füssen verstecken.

Spazierengehen halte ich fuer arg ueberfordernd, weil der Hund all den Umweltreizen ausgesetzt wird, aber nicht in seinem Tempo aufnehmen kann. Wenn man rumsitzt, kann das auch zwei Stunden dauern, Hündchen rollt sich zusammen und nickert, wenn es ihm reicht, kann jedes Bluemchen genau beobachten oder Abstand halten.

Übrigens einer der Gründe, warum ich Sommer-Welpen bevorzuge :)

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Damit hat sie ja genug Bewegung. ;) Lieber weniger machen wie schon beschrieben. Das hat nichts mit Lust zu tun, denke ich, eher mit Überforderung. Ist ja noch ein Baby.

Unsere Jacki brauchte auch recht lange, bis sie sich aushäusig orientieren konnte. Sich lösen ging die erste Zeit nur im Garten - den kannte sie.

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Ja ds klingt toll, aber sie hört noch nicht so gut und ich habe Angst sie von der Leine abzumachen.

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Ich bin auch die ersten 2 Wochen nicht von unserem Hinterhof runter gekommen, weil Holly dort alles so furchtbar aufregend fand und voellig mit sich und der Welt beschaeftigt war .

Die naechsten 2 Wochen hab ich dann in unserer Sackgasse verbracht, bis sie dort entspannt war und alles kannte. :kaffee:

Wir haben es 2,3mal die Woche wie Cartolina gemacht. Mit dem Auto oder Bus/Bahn irgendwohin, sich einfach hinsetzen und den Welpen gucken und machen lassen.

Laufen war da gar kein Thema, nur kennenlernen, ausprobieren, gucken, riechen, hoeren. Damit sind die mehr als ausgelastet. :)

Das Laufen wollen kam dann mit ihrer gewonnenen Sicherheit von ganz alleine.

Am wichtigsten finde ich, dass ein Welpe lernt, dass das Zuhause zum entspannen, chillen und schlafen da ist.

Das tun sie auch von ganz alleine, wenn sie ihre Umweltreize nach einem Abenteuertag verarbeiten muessen.

Viel Spass mit dem kleinen Knopf :D

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Mach doch einfach eine lange leichte Leine dran, wenn Du irgendwo sitzt. Dann kann sie sich ein bisserl entfernen, aber kann Dir nicht abflitzen (was sie ja anfangs auch kaum wollen wird).

Wenn sie irgendwo schnüffeln will, geh halt mit ihr hin. Guckt zusammen, was sie tolles entdeckt hat. Das schweißt zusammen :)

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