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Hundeforum Der Hund
gast

Macht das alles noch Sinn?

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Bin irgendwie so langsam in ner Sackgasse. Oder schon die ganze Zeit.

Wir hatten heute Familienrat, ob es auf Dauer klappen kann mit Hucky. Heulende Kids, entnervter Vater, ich auch nah am heulen.

Fakten sind:

- er ist nach wie vor unglaublich reizoffen, dreht z.B. gerade wegen den fliegenden Blättern, herunterfallenden Eicheln, Zapfen, Beeren etc komplett am Rad (so zumindest eine meiner Vermutungen).

Äußert sich so, dass wir mehrere Anläufe brauchen, bis wir ruhig das Haus verlassen können, er dann unterwegs hier im Wohngebiet die Leine ins Maul nimmt, wenn ich mich dann daraufstelle, eben am Boden weiterzerrt, in Schuhe, Hosen, wenn er dran kommt Jacke beisst (komplett ohne Beschädigung), an mir hochspringt, bellt, mich "umarmt", die Leine beansprucht...

Wenn es geht, binde ich ihn an einen Baum, eine Laterne, bis er sich beruhigt hat.

Da bellt er, gräbt sich nach Australien, oder rennt wie gestern an kurzer Leine wie irre Kreise um den Pfosten :???

- andere Vermutung von mir:

Er hat seit ca 5 Wochen einen Kastra-Chip für 6 Monate, weil ich dachte, den Reiz der Hündinnen zu mindern, damit ich besser mit ihm arbeiten kann. Irgendwie erinnert mich sein Verhalten momentan wieder an Welpen-Verhalten - kann das sein?

- er nimmt die Stimmungen hier immer EXTREM auf. Ich hab wie gesagt 3 eher wuselige Kinder, die zwar ruhiger werden in seiner Anwesenheit, und er sich auch seine Ruhe sucht und bekommt, eventuell aber doch zuviel für ihn?

- als wir uns für einen Hund entschieden hatten, war die gesamte Situation anders. Die Kinder gingen nach der Schule in einen Hort, weil ich ja arbeite und dafür Ruhe brauche (haha). Das klappte auch mit Welpe und Junghund ganz gut, im Haus ist er ruhig, im Arbeitszimmer schläft er quasi sofort :so

Inzwischen aber kommen alle 3 nach der Schule nach Hause...

- zu meinem Mann hat er eigentlich kaum Beziehung, damit kommen aber beide gut klar :kaffee:

- mit der Katze geht es im Haus in unserer Anwesenheit sehr gut - kaum sind wir im Nebenraum, will er allerdings hin. Dann ist er auch zunächst ruhig, je nervöser die Katze wird, umso aufgeregter wird er. In der Pension kam er mit den (unglaublich gechillten !) Katzen dort gut klar.

- im Freilauf fliegt er im Tiefflug in Kreisen um mich, bis er sich beruhigt hat. Das lasse ich manchmal zu, wenn ich das Gefühl habe, er muss seine Energie loswerden.

Hat er sich so freigelaufen, kann ich mit ihm sehr gut mit dem Futterbeutel arbeiten, mit schleppender Leine spazieren gehen, Sitz, Platz auch auf Entfernung klappt gut wenn wenig neue Reize da sind.

- bei anderen Hunden ist er vorsichtiger, lässt aber ab und zu seinen Frust, wenn man nicht mit ihm spielen will, am anderen HH ab, rempelt den dann an (und wird dann sofort von mir eingesammelt, ist zweimal passiert und mir wahnsinnig peinlich)

- wegen seines Verhaltens hat er nur selten freilaufenden Kontakt zu anderen Hunden

- die Kinder (8,8,12) würden gern mehr mit ihm machen als kuscheln, bürsten und Leckerchen verstecken - aber das ist völlig ausgeschlossen. Der Große wollte eigentlich später mehr mit ihm machen, kam auch oft mit zur Hundeschule, aber da ist Zusammenarbeit noch in ganz weiter Ferne...was mein Sohn supertraurig findet...

- und ja, Hundeschulen. Ich bin ja jetzt bei der 3. gewesen.

Vielleicht bin ich nicht der Typ dafür, seufz...

Manchmal frage ich mich, ob es FÜR DEN HUND besser wäre, wenn ich eine andere geeignetere Umgebung für ihn finde?!?

Ist er einfach unerzogen? Er macht alles super, solange er sich nicht aufregt?

Sind wir einfach das falsche Umfeld?

Er war noch einmal für ein Wochenende in der Pension, die ihn als leichtführig und unproblematisch einstuft. Ein Riesenbaby.

Die Hundeschulen meinten er sei dominant mir gegenüber (1. Hundeschule), er würde mich nicht ernst nehmen und sei ein Kasper (2. Hundeschule) oder ist hyperaktiv (3. Hundeschule).

Schilddrüsenwerte waren schon mal getestet worden und im Normalbereich (T4 am unteren Normalbereich)

Hat jemand einen Rat?

Wäre es für alle, also auch für den Hund, besser, wenn er woanders leben könnte?

Ich bin inzwischen einfach ratlos und laufe auf dem Zahnfleisch...

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Wenn dich die Situation mit dem Hund dermaßen nervt, ist es erst einmal für dich gut, wenn du dir eine Trennung überlegst. Ich persönlich finde es nicht soooo schlimm, nach reiflicher Überlegung einen Hund, der nicht zu einem passt, einen neuen Platz zu suchen. Nach deinem Beitrag habe ich eindeutig den Eindruck, dass der Hund nicht in euer Leben passt. Ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

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Vor allem bei jungen Hunden sollten die Schilddrüsenwerte eigentlich sogar eher im oberen Drittel des Normbereiches liegen.

T4 alleine ist auch nicht sehr aussagekräftig.

Ich würde an deiner Stelle mal einen Tierarzt aufsuchen, der sich auf Endokrinologie spezialisiert hat und sich mit einer Schilddrüsenproblematik wirklich auskennt.

Lies Dir das mal durch:

http://www.problemhundeforum.de/downloads/subklinische_SDU-d_jantzen.pdf

Wobei das ja nicht wirklich erklärt, warum er in anderer Umgebung wie der Pension ais unauffällig gilt....?

Ansonsten denke ich, dass womöglich eine "normale Hundeschule" mit euren Problemen überfordert ist und euch vielleicht ein Verhaltenstherapeut eher weiterhelfen könnte.

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In der Pension war es vor allem anders, weil dort ein Festes Rudel lebt, in das er sich eingefügt hat.

Denke ich.

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In der Pension war es vor allem anders, weil dort ein Festes Rudel lebt, in das er sich eingefügt hat.

Ich denke das du da grad die Lösung zu deinem Problem geschieben hast...das Rudel setzt ihm ganz klare Regeln und sorgt dafür das er sie einhält.

Das solltest du und deine Familie auch machen..Klare regeln setzen und für die Einhaltung sorgen.

Mein Tip:

Keine Leckerlis ( die Hunde im oben von dier beschriebenen Rudel läuft auch kein Hund rum und verteilt welche) .

So wenig wie möglich mit der Leine arbeiten sonder den Hund durch Berührung aus der Situation nehmen.

Hunde untereinander kommunizieren durch Blickkontakt, Drohgebärden und wenn alles nichts hilft durch die Andeutung eines Bisses!

Gruß Uwe

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Na ja, das ist die alte Diskussion, oder ?

Ich werde wohl im Leben nie das Timing und die Ausstrahlung eines erwachsenen Barsoi-Rüden bekommen...

Klare Regeln gibt es aber schon. Im Haus und draußen bei niedriger Reizlage befolgt er die ja auch. Sehr engagiert dann.

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T4 Wert im unteren Bereich ??

Da würde ich noch mal einen Experten für Schilddrüse drüber schauen lassen.

Unterer Bereich muss nicht heissen es ist ok. Meine Hündin war auch so ein Hibbeln.

Nach dem Einstellen mit SD Medis wurde es deutlich besser.

Ich kann dir da gerne jemanden per PN nennen.

Wie alt ist der Hund jetzt ?

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Mensch geht hiermit zum Endokrinologen, hier ist eindeutig ein großes Schilddrüsenprofil und Fach-TA/TK angesagt!

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Unser Golden-Rüde war genauso....er suchte und brauchte den ganzen Tag klare Regeln, viel Beschäftigung und viel Geduld.

Wie alt ist er?

Wenn ihr als Familie ihm nicht geben könnt, was er braucht...und das ist in erster Linie viel Klarheit, Zusammenarbeit und Zeit, dann würde ich für ihn ein Zuhause suchen, welches dies kann.

Wenn der Hund noch jung ist, braucht er weder einen Verhaltenstherapeuten, noch Medis...er ist völlig normal ;)

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Lass Dich erst einmal drücken - ich verstehe schon, dass Ihr so denkt.

Das mit dem Kastra - Chip, das wurde mir so erklärt: es dauert ca. 6 - 8 Wochen, bis die korrekte Wirkung einsetzt, bis dahin kann es sogar sein, dass aufgrund der Hormonumstellung der Hund nochmal richtig aufdreht - das könnte ja bei Euch zeitlich passen.

Weiterhin kenne ich 2 Golden hier bei uns und beide sagten, dass sie die ersten Jahre ein wahnsinniges Energiebündel "an der Backe" hatten.

Vielleicht ist Hundeschule oder Training nichts für Dich, aber Sport mit dem Hund? :think:

Macht Ihr was? Mantrailing, ZOS, THS oder irgendwas?

Eventuell wäre das die Schiene, die Euch helfen könnte :knuddel:

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