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Hundeforum Der Hund
gast

Nix mit Hunden, aber ich muss das mal eben erzählen ...

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Stellt euch vor: bin heute mit ner Freundin und den Hunden im Wald spazieren und da treffen wir eine Frau aus unserem Viertel mit ihrem Beagle, die wir nur flüchtig kennen. Haben sie eingeladen, mit uns zu laufen und dabei kommen wir irgendwie darauf, dass wir ihren Mann lange nicht mehr gesehen haben, auf der ueblichen Hunderunde.

Daraufhin erzählt sie, dass er sie verlassen hat. Soweit ja nix besonderes, aber hier mal die Vorgeschichte: seit 14 Jahren zusammen, quasi von Anfang an Kinterwunsch von beiden. Ewig probiert, Hormonbehandlungen bei ihr etc, irgendwann (nach etwa 6 Jahren) ist klar: er ist zeugungsunfaehig. Na gut, kein Thema, Kinderwunsch ist groß, sie bemühen sich um Adoption. Das dauert alles ewig und ist kompliziert, obwohl sie weder Herkunft, noch Geschlecht, noch Gesundheit oder sonstwas einschränken. Irgendwann (nach 7 Jahren im Adoptions-Zirkus) kommt der Anruf: sie können nach Afrika reisen, wo zwei Mädchen aus Ruanda (6 und 7 Jahre alt) zur Adoption freigegeben wurden, da die Eltern getötet wurden. Der Mann ist begeistert, die Frau etwas vorsichtig, da sie nicht weiß, wie stark die Kinder traumatisiert sein mögen etc. Aber er will unbedingt eine komplette Familie, Kinder, Hund, Frau, das ist sein groesster Wunsch.

Naja, sie bleiben 2 Wochen in dem Waisenhaus (unvorstellbare Bedingungen), die Kinder lernen sie kennen und dann reisen sie gemeinsam aus. Die Kinder sind ausgesprochen normal und leben sich schnell ein, lernen die Sprache, erstaunlich unkompliziert - außer, dass sie extrem liebebedürftig und kuschelig sind. Natürlich haben sie anfangs ihre Eigenarten (verbringen Stunden im Bad, weil sie kein fließend Wasser kennen, sammeln das Regenwasser, weil es eben kostbar ist, können die Finger kaum vom Lichtschalter lassen ...) Als die Kinder 6 Monate da sind, macht sich die Familie auf die Suche nach dem passenden Haus, die Wohnung ist zu klein. Die Kinder sind anhänglich, sowohl Adoptiv-Vater als auch -Mutter sind enge Kontaktpersonen. Die Haussuche zieht sich ein bisserl hin und nachdem die Kinder 8 Monate da sind, teilt der Mann seiner Frau (an Weihnachten) mit, dass er überhaupt keinen Bock mehr auf Familienleben hätte - die Jahre zuvor als Paar wären extrem schön gewesen, aber er hätte einfach keinen Nerv auf Familie.

Packt seine Sachen und zieht aus.

Das war im Januar. Die Kinder fragen dauernd nach Papa, der sich leider nur sehr selten (3x bisher) zu einem Besuch bequemt, wenn, dann freuen sich die Mädels ganz arg. Sie verstehen nicht, dass der gerade erst gefundene neue Papa nichts mehr mit ihnen zu tun haben will.

Boah Leute, das ist echt heavy, oder??? Jetzt mal unabhängig davon, was sonst noch alles gelaufen sein mag, aber kann man das fertig bringen ... 14 Jahre lang auf Kinder hinarbeiten, dann endlich zwei Mädchen zu adoptieren und dann feststellen, dass man keinen Bock auf Familienleben hat?

Meine Güte, wir zermartern uns hier alle das Hirn, ob wir der Verantwortung unseren Hunden gegenüber gerecht werden, oder ob wir noch einen zweiten aufnehmen können usw ... und andere Menschen adoptieren mal eben Kinder, auf die sie dann keinen Bock mehr haben?

Bin echt fassungslos.

Sorry, aber ich musste das mal eben loswerden, auch wenn's lang ist und nichts mit Hunden zu tun hat ...

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Und die Kinder sidn wieder mal die leidtragenden :(

ich denke das sich einige das halt mti Kinder adoptieren einfacher vorstellen als es ist nun merkte er was es echt heißt

Außerdem denke ich das die Schwangerschaft ein vorbereitet udn das fehlt dann nun mal denke er ist leider überfordert

Schlimm für die Kinder aber auch für die Frau

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Beim Lesen habe ich mich soooooo für die Kinder gefreut...

-Bis ich bei den unteren Zeilen angelangt bin... :(

Wie kann man sich so dermaßen aus der Verantwortung ziehen und seine Familie im Stich lassen????????

Überforderung hin oder her...

Das tut mir soooo wahnsinnig leid für die Frau und erst recht für die Kinder, die das alles erst recht nicht verstehen werden... :(

Das ist so gemein... :(

Ich bin ehrlich gesagt gerade mehr als fassungslos... :(

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Leider weiss ich das so was nicht mal so selten nach so langen Kinderwunsch passiert

verstehen kann ich so was auch nicht, aber leider shcon öfters gehört das meinte ich mti meinen Satz

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Ist echt schwer nachzuvollziehen (v.A., wenn man keinen näheren Einblick in die Beziehung hat). Aber leider denkbar. ER nicht mit hineingewachsen in das Kinderkriegen und dann 2 schon "grosse" Mädels...das hatte er sich offenbar anders vorgestellt, oder zu wenig oder was weiss ich. Sehr schwierig für die Frau samt Kindern.

Ich hoffe, sie kriegt das alleine und mit Hilfe ihres Umfelds gewuppt - denn die Liebe zu den Kindern wird sie vieles überstehen lassen.

Wir hatten das Thema auch schon und mein Partner würde sich schwer tun mit Adoption generell. Aber da ahne ich das VORHER schon u. hätte das niemals als "Experiment" angenommen.

Meine Cousine hat zwei äthiopisch/erithreische Jungs adoptiert (da sie schon früh wusste, dass sie selbst keine Kinder bekommen können wird) und ihr Partner wusste das schon zu Beginn der Beziehung. Es läuft nach jetzt 7 Jahren immer noch wunderbar mit den Jungs und der Beziehung.

Ich weiss nicht, in welchem Verhältnis Du zu der Frau stehst, aber es wäre toll, wenn Du - falls gewünscht - ein offenes Ohr ab und an für sie hättest...

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Krasse Geschichte! Ich hoffe sehr, dass die Frau das auch alleine hin bekommt!

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Die Frau ist gluecklicherweise wirklich tough und sie ist glücklich mit den beiden Mädchen (die sind auch beide klasse, soweit ich sie bei den Gassi-Runden erlebt habe. Hätte nie gedacht, dass die erst weniger als zwei Jahre in Italien sind, ich nahm an, die wären als Babys adoptiert worden).

Aber so locker sie es auch erzählt hat, das muss echt ein heftiger Schock gewesen sein. Sie ist ja nun noch mehr ganz jung (44), ist bestimmt auch nicht blauäugig an die Sache rangegangen, aber damit rechnet man wohl nicht.

Hoffentlich stecken die Kinder auch diesen Schlag gut weg, die haben ja nun wahrlich genug durch.

Irgendwie kann ich das gar nicht richtig verdauen. Sieht man mal wieder, was andere Menschen so fuer Lebensgeschichten haben ... da gehe ich jetzt mal sehr kleinlaut in's Bett und bin dankbar für mein unspektakulaeres Normalo-Leben.

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Sorry aber was für ein Ars**

Hammer.

Klar ist das alles anders und sicher nicht einfach aber da kneift man mal den Arsch zusammen und stellt seine Bedürfnisse hinten an.

Grad weil sie schon einmal Mama und papa verloren haben. Unfassbar.

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Sorry, Doppelpost

In jedem Falle: wir werden sie einladen, falls sie mal wieder mit uns laufen mag. Sie ist echt lustig (auch wenn die Story nicht lustig war, aber wir haben ja auch über anderes gequatscht), passt gut zu uns, ihr Hund zu unseren ... also kann sie gerne mit uns durch den Wald stapfen. Und die Mädchen Können ja mit, wenn sie Lust haben.

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Toll, wenn die Mädels auch mal mitkommen! Ich hoffe, Ihr könnt den Dreien ein wenig Freude und Ablenkung geben, wenn Ihr Euch trefft! Können sie sicher gebrauchen...

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      Es kann manchmal so einfach sein. Dies schrieb ich vor einiger Zeit in einem Thread und wurde darauf angesprochen, Dazu möchte ich gerne meine kleine Geschichte erzählen, um evtl. dem einen oder anderen HH aufzuzeigen, auch so scheinbar nicht in den Griff zu bekommende Fälle, sind manchmal gar nicht so dramatisch wie Sie zu Beginn scheinen. Vorab, es gibt ein Happy End.   Der Reihe nach: Ich habe hier gerade einen Fall, der mir in dieser Art und Weise, bzw. in dieser Schnelligkeit noch nicht vorgekommen ist.   Thema: 7 jährige Hündin, aus dem Ausland mit gut einem Jahr nach Deutschland gekommen, eine Mischlingsdame, angeblich hütend und beschützend, drei Beißvorfälle, vor kurzem die Postbotin, Arzt, Bericht, Ordnungsamt, Polizei , die Nachbarschaft hat Angst an der Tür vorbei zu gehen…….   Eher durch Zufall bin kontaktiert worden, ob ich mal vorbei schauen könnte. Was sah ich? Als ich zur Tür ging, hörte ich schon lautes bellen, als ich klingelte, es war eine Glastür, kam ein langhaariger Hund auf die Tür geschossen, bellend, knurrend, Zähne zeigend, er sprang die Glastür hoch, weit über die Türklinke, ein bizarres Bild für mich. Kurz darauf kam ein Mann, schreiend hinter dem Hund her gelaufen, kommst du wohl her, Griff in den Nacken, zack ins andere Zimmer, Tür zu, Hund noch genau so laut und völlig im Tunnel wie vorher.   Die Tür ging auf, ich wurde begrüßt. Ich dachte nur „wau“ und fragte, ist das immer so. Ich bekam zur Antwort, ja immer, etliche Male am Tag, seit langer Zeit. Ich fragte, was macht dein Hund wenn sie raus käme, würde sie beißen, attackieren? Ich bekam zur Antwort,  ich glaube nicht, sie tut nur so, sie schnappt meistens nur in die Luft. Ok dachte ich, ich „glaube“ und „meisten“ klingt ja super. Er erzählte aber, es ist meist nur hier an der Tür so schlimm, draußen ist alles gut. Andere Hunde kein Problem, im Wald läuft sie sogar ohne Leine etc.   Ich ging in der Nähe auf eine große Wiese, der HH kam dort hin, mit dem Hund, keine Auffälligkeiten auf die Schnelle zu sehen, er ging an mir vorbei, nach einiger Zeit unterhielten wir uns kurz, der Hund nahm mich zwar war, aber nicht mehr und  nicht weniger. Ich sagte, O.K. wir gehen zurück, gehen zum Haus und zur Tür.   Das gleiche Spiel dort, völlig außer Kontrolle, völlig überdreht. Eigentlich hätte ich jetzt erst mal den Maulkorb empfohlen, der HH teilte mir mit, auch schon versucht, das ginge gar nicht. hmm dachte ich so.   O.K. ich wollte nun aber helfen, dazu muss ich den Hund erst mal kennen lernen, die ganzen Geschichten helfen oft nicht so weiter, da sie sehr emotional aufgeladen sind und in einer Sackgasse enden.   Ich stellte mich ca.10 m vom Haus entfernt auf den Weg dort. Die Tür ging auf, alles ruhig, der Hund  kam raus, alles ruhig, der HH kam danach, immer noch ruhig, der Hund sah mich, von 0 auf 1000 bellen, Zähne, Attacke, Geschrei vom HH, er kam halt jetzt auf mich zugeschossen. ich blieb stehen, ruhig kontrolliert, ich wollte es ja nicht anderes ;-). So erging es jedem der da her ging. Ich verstand ein wenig die ängstlichen Nachbarn zu dieser Zeit. Als er bei mir war, tat er auch so als wolle er beißen, attackieren, auf Fuß und Knie, sprang aber nicht höher. Das ich so gar nix machte, schien den Hund sehr zu irritieren, nach nur kurzer Zeit, evtl. 10 sec, drehte er ab, knurrte noch, bellte sporadisch, aber ruhiger. Immer wenn ich mich nun bewegte, kam er sofort wieder an, nur kurz, aber völlig überdreht. Der HH war mittlerweile auch mal bei mir angekommen 😉   Ich blieb so 3-4 min an meinem Ort, dann ging ich hin und her, beachtetet den Hund nicht, auch wenn er kam, ich ging meinen Weg und beanspruchte dafür den Raum den ich dazu brauchte. nach weiteren Minuten ging ich direkt zum Hundehalter, begrüßte ihn mit Handschlag, wir setzten uns auf dort stehende Stühle und ich ließ ihn erzählen und fragte ihn die üblichen Dinge und ging die Themen so durch, die man bei der ersten Begegnung so abfragt.   Nun waren erst so 15-20 Minuten vergangen.   Jetzt aber, warum ich so schnell geschrieben habe:   Ich ging auf die Wiese hockte mich hin, der Hund grummelte immer noch, beobachtet mich aber ganz genau, ich tat so, als ob ich was ganz super tolles in der Wiese gesehen hätte, der Hund kam super neugierig von der Seite an, kurz bevor er da war, ging ich hoch, ein paar Meter  weiter, er bellte und knurrte kurz, kam dann neugierig hinterher, beim vierten  Mal setzte er sich daneben, schaute mich an, war recht ruhig, nur noch etwas leises grummeln, aber dann machte er etwas, womit ich absolut nicht gerechnet habe, er setzte sich direkt neben mich, drückte seinen Körper gegen mein Bein und hob die Pfote.   Im Normallfall würde ich sagen, er wollte kuscheln, völliges beschwichtigendes und unterwürfiges  Verhalten sah ich da. Aber das kann ja nicht sein, bei dem „bissigen“ Hund.   Ich fragte nun beim HH mal nach, was würde sie denn machen, wenn ich sie  nun streicheln würde, würde sie schnappen? Ich bekam zu Antwort, ich weiß nicht, das Verhalten kenn ich von ihr nicht. Unglaublich dachte ich.   Ich machte also die üblichen Dinge, Hand nach unten, schnuppern lassen, kurze Berührung von unten etc. die Hündin legte sich nach kurzer Zeit auf die Seite, ich streichelte sie wie ich es üblicher Weise bei „nicht bissigen“ Hunden auch machen würde, es war ein ganz normaler Hund für mich, der einfach keine Führung kennen gelernt hatte und die Dinge irgendwie aus dem Ruder gelaufen sind.   Das Thema mit der Tür hatten wir sehr schnell unter Kontrolle und die schlaue Hündin hat innerhalb kurzer Zeit gelernt, O.K. kurz bellen darf ich und anzeigen dass da jemand an der Tür ist darf ich auch , den Rest macht dann aber dieser komische neue Mann an der Tür und ich warte hinter ihm. Hier berichte ich gerne mehr wenn jemand das Thema auch an der Tür so hat.   Das Ganze ist jetzt einige Wochen her, ich wollte es schon einige Male einstellen, war mir aber nicht sicher, ob es was für ein Forum ist. Vor zwei Wochen hatte ich auch schon mal eine Frage für territoriale Aggression eingestellt, aber nicht veröffentlicht. Hier war meine Frage, boa, wie bekomme ich das in den HH rein. Bei mir machte der Hund das alles echt gut, aber beim HH war es wie vorher. Vor einer Woche war dann aber der Durchbruch, ich hatte ihm gesagt, du musst da echt ernsthaft mit arbeiten, es macht absolut  keinen Sinn wenn der Hund es bei mir versteht, die Situation an der Tür und mit den Nachbarn aber die Gleiche bleibt bei dir, dem Hundehalter.   Nun zum Happy End, vorgestern kam ich zu der Tür, der Hund war immer noch recht aufgeregt, ich würd mal sagen so noch 50 % wie zu Beginn, aber dann, ich hörte den HH nicht schreien, er kam ganz ruhig den Gang entlang, sagte ruhig was zu dem Hund wie ich es ihm gezeigt habe, gab eine kurze Handbewegung und der Hund ging hinter ihn, also er war jetzt zwischen der Tür und dem Hund, er hob den Finger und sagte leise Sitz, der Hund machte es, so wie es sein soll. 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