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Hundeforum Der Hund
Lennox2013

Die "üblichen" Problemchen (anknabbern, hochspringen, Leine)

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

seit 2 Wochen habe ich einen goldigen Labbi-Mischling, er ist geschätzt nun ca. 17 Wochen alt (aus Ungarn) und in erster Linie :D ein freundlicher, toller Hund. (nicht mein erster Hund) Er hat Angst vor anderen Hunden, welches wir nun denke ich mal in der Welpengruppe lösen können (die ersten Male haben schon gut funktioniert, nach Angst - Hilfe, Frauchen- na gut, stänkern ist langweilig, die anderen haben anscheinend Spass- ist er aufgetaut und hat sogar ein bisschen gespielt), geht freundlich, aber ein bisschen unterwürfig auf Menschen zu und freut sich, wenn er geknuddelt wird und sich sein Mut gelohnt hat.

"Probleme" haben wir aktuell folgende;

--> er knabbert alles und jeden an, springt auch an Fensterbänken hoch etc. um Gegenstände zu "klauen"

Wir verbieten es ihm natürlich und loben ihn fürs aufhören, ansonsten hat er so einiges an Knabberspielzeug (gestestet bisher Knochen, Schweineohren, Pansen, ein Seil, ein Snackball) zur Verfügung, welches wir ihm Alternativ anbieten. Knabberzeug und auch Leckerli scheinen ihn jedoch nur bedingt zu interessieren. Man kann ihm einen Pansen vor die Nase halten, die Fußleiste ist dann doch interessanter.

Parallel mache ich Kopfarbeit mit ihm, lass ihn Leckerli in der Wohnung suchen, sein Spielzeug apportieren (beim Spaziergang draussen wirds Stöckchen geworfen) etc.

Kann es passieren, dass er evtl. anfangen könnte, bewusst, die "Nein-Stellen" aufzusuchen um eine Belohnung zu halten? Was können wir noch versuchen?

--> er scheint nun langsam "Zuhause" anzukommen und beginnt, zu bellen, wenn es klingelt. Wie kann ich es von Anfang an unterbinden?

Aktuell machen wir es so, dass wir (Partner u. ich) bei jedem Gang (zum Briefkasten, in den Keller etc.) uns bescheid geben und jedesmal wenn einer von uns dann wiederkommt, klingeln wir einige Male (und kommen dann mit Schlüssel rein) mit Abstand während der jeweils andere ihn beschäftigt resp. fürs nicht-bellen lobt.

--> Spazierengehen. Damit er hoffentlich :D irgendwann locker an der Leine geht, mache ich beim normalen Spaziergang die Stopp-Methode und gehe ansonsten auch gezielt mit ihm auf eine Wiese zum Schleppleinentraining. Dort üben wir hauptsächlich gerade das "zu mir" und "und weiter", damit er generell darauf achtet, einen bestimmten Radius einzuhalten, was gut (ohne große Ablenkung bisher) klappt. Wann sollte man einen Ansatz von Erfolg sehen? Ich möchte verhindern, dass ich Fehler mache und sich irgenetwas einschleicht, ohne dass ichs bemerke weil ich denke "das dauert eben einfach". Es kursieren Videos und co. im Internet vom "bei Fuß gehen in vier Tagen", das irritiert mich irgendwie. Wir üben seit 2 Wochen und er geht nach wie vor auch nicht durchweg an lockerer Leine. Also mache ich evtl. Fehler oder dauert es "in echt" dann doch länger? Dauer: wie oft und wie lange sollte ich mit ihm laufen? Ich habe mal von der Faustregel 5 Minuten pro Lebensmonat gelesen - die habe ich Anfangs definitiv überschritten (ich wusste es nicht besser) dann aber direkt reduziert. Nur habe ich das Gefühl, dass ihm das zu wenig ist wenn ich bedenke, wie er hier zuhause dann ist. Andererseits, als ich lange mit ihm unterwegs war oder auch wenn Welpenschule war, macht er die Nacht zum Tag. Da ist er dann völlig "Gaga" und aufgedreht - offensichtlich fehlt uns da irgendwie noch das richtige Maß.

Eine weitere Frage die ich mir stelle ist: was sollte er zuerst und am wichtigsten lernen und wieviel auf einmal verkraftet er? Ich will ihn ja weder unter- noch überfordern..

Puhh Fragen über Fragen... :D Ich mache hier erstmal einen Stopp und würde mich über antworten sehr freuen.

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Ich frage mich immer, warum ein Hund nicht bellen soll/darf wenn es klingelt? :???:???

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(bearbeitet)

Wenn er einmal meldet geht die Welt nicht unter ;) , aber ich möchte keinen, zur Tür jagenden, dauerbellenden, gestressten Hund.

/edit; das noch als Ergänzung, gestresst ist er ohnehin, weil er nun 16 Wochen lang in einer großen Anlage mit plusminus 150 Hunden aufgewachsen ist und in der wichtigsten Prägezeit genau das "gelernt" hat, was in einer Wohnung nunmal nicht geht, es ist nun alles neu hier für ihn.

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Ich würde dem Knirps erst einmal nur Nein beibringen und Ruhe rein bringen.

Der ist doch sowieso schon völlig überfordert, mit 16 Wochen wird er mal eben durch halb Europa transportiert.

Hier ist alles anders, da dauert es einfach eine Weile.

Bringt Ruhe in den Hund, bringt ihm ein klares Nein bei und der Rest wird mit Geduld.

Wenn Du mal überlegst, wie viel in der Auffangstation los war, dagegen ist es bei Euch sehr ruhig. Wenn er wirklich angekommen ist, wird er nicht mehr ständig nach Action suchen.

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(bearbeitet)

Hallo Mara,

lieben Dank für deine Antwort! Was du geschrieben hast, haben wir auch so im Kopf.. und das er gestresst ist, ist sichtbar. Als Angsthund würde ich ihn nun nicht bezeichnen, aber eher unsicher und gestresst schon, ganz klar. Zudem zeigt er eben auch übermäßiges Fellknabbern (hat keine Flöhe), in-die-Rute beissen, beim schmusen dreht er so auf, dass er anfangt, mir wedelnd in die Arme zu "beissen", etc.

Den Blickwinkel, dass er nach Action sucht, weil er genau das bisher so kannte hatte ich konkret noch nicht, danke dafür!

Spontan habe ich beim lesen Lesen deines Vorschlags überlegt - Nein beibringen ok, aber w i e? Wie würdest du es machen? Bisher habe ich "Nein" gesagt und wenn er aufgehört hat, ihn gelobt + Alternative angeboten. Manchmal lässt er es dann sein und nimmt die Alternative, manchmal hab ich den Eindruck, er sucht nun erst recht "verbotene" Stellen auf, damit er nach dem Nein belohnt werden kann :???

Hätte noch jemand eine Empfehlung für mich, was die Spazierdauer -und Häufigkeit betrifft? Oder muss ich das einfach "austesten"? Wahrscheinlich, bei einem Individuum :D aber ein ungefähres Maß wäre schon schön.. :)

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In Deinem Fall ist weniger mehr.

Ich würde nur kurze Runden gehen, dafür öfter.

Wenn er Mist baut, Nein sagen und es weg nehmen.

Für einen Moment Ruhe gibt es dann etwas Tolles.

Angst denke ich gar nicht, nur eben Streß.

Es ist für erwachsene Hunde schon eine wahnsinnige Strapaze, und der Wurm ist erst 16 Wochen alt.

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Ich sehs auch so wie Mara.

Lieber oefter raus gehen und dann nur 15 Minuten oder so. Die Zeit muss er auch nicht laufen, sondern sich die Strasse angucken und schnuffeln reicht vollkommen als Beschaeftigung.

Ihn ruhig und entspannt zu kriegen ist viiiiel wichtiger. Sonst nimmt er dir irgendwann die Bude auseinander, wenn er sich richtig eingelebt hat.Das ist fuer beide Seiten nur purer Stress.

Alles andere ergibt sich dann oft von selbst. ;)

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Hallo Mara, Hallo Judith,

danke euch :)

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Ich kann Dir nur dringend raten, alle Erziehungsmethoden über Bord zu werfen, den gesunden Menschenverstand und Dein Bauchgefühl einzuschalten.

Der Welpe muss jetzt weder die Leinenführigkeit beherrschen noch braucht er irgendwelche Kopfarbeit.

Überlege einfach mal, wie ein Welpe in der Natur aufwachsen würde.

Er hätte in diesem Alter seine Geschwister zum Spielen, würde durch die Geschwister und erwachsenen Hunde im Familienverband die soziale Kommunikation unter Hunden lernen.

Er würde spielend die Welt, die Natur entdecken, dass bedeutet, dass ein Welpe alles ins Maul nimmt und zerpflückt. Durch das Zerrupfen lernt er die verschiedenen Materialien kennen.

Ein Kauartikel ist etwas zum Fressen, befriedigt aber nicht das Bedürfnis vom Kennenlernen der Materie.

Das Spiel mit den Geschwistern macht ihn auch körperlich fit für das Leben. Bänder, Muskeln, Sehnen, Gelenke werden durch klettern, laufen, springen stark und stabil. Bewegung stärkt die Kondition und die Körperwahrnehmung.

Welpen bleiben die ersten Lebenswochen in der Nähe ihrer Geburtshöhle. Erst nach und nach ziehen sie größere Kreise um diesen sicheren Platz. Darum soll man einen Welpen nicht mit Unbekanntem überfordern.

Kleine Spaziergänge zur Umweltgewöhnung müssen natürlich sein, darauf bezieht sich aber die 5-Minuten-Regel.

Freie Bewegung auf einer Wiese oder das Spiel mit anderen Welpen kann und soll ein Welpe aber haben.

Ich würde die Leinenführung mit circa 5-6 Monaten anfangen.

Lasse den Welpen auf sicheren Wiesen und Feldwegen viel ohne Leine laufen. Er hat noch den Folgetrieb, den sollte man nutzen.

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Hallo Bubuka,

lieben Dank für die ausführliche Antwort - zu einigen Hinweisen fielen mir allerdings Fragen ein;

Ich kann Dir nur dringend raten, alle Erziehungsmethoden über Bord zu werfen, den gesunden Menschenverstand und Dein Bauchgefühl einzuschalten.

Das mache ich ohnehin, für mich gibt es auch nicht "die" Erziehungsmethode o.ä. Ich gucke auf den jew. Hund. :)

Der Welpe muss jetzt weder die Leinenführigkeit beherrschen noch braucht er irgendwelche Kopfarbeit.

(...)

Kleine Spaziergänge zur Umweltgewöhnung müssen natürlich sein, darauf bezieht sich aber die 5-Minuten-Regel.

(...)

Ich würde die Leinenführung mit circa 5-6 Monaten anfangen.

Lasse den Welpen auf sicheren Wiesen und Feldwegen viel ohne Leine laufen. Er hat noch den Folgetrieb, den sollte man nutzen.

Er ist aktuell ca. 17 Wochen, also 5 Monate :???:)

Wir üben aktuell nicht, dass er bei Fuß geht oder ähnliches, an der Schleppleine geht es darum, einen gewissen Radius (habe 10m-Schlepp) einzuhalten (was bei einem gesunden Folgetrieb ja durchaus gewährleistet wäre, bei ihm wohl bedingt durch seine bisherige Geschichte aber nicht oder zumindest nicht immer der Fall ist, die Angst vorm Unbekannten ist im Zweifel bei ihm dann doch größer und dann kennt er nur noch Flucht- hätte ich ihn ohne Leine wäre er mehrfach schon weg gewesen, im schlechtesten Fall unter dem nächsten Auto) und an der normalen geht es darum, z.B. nicht auf die Straße zu rennen (kennt er ja alles nicht und macht es dementsprechend noch) und nicht übermäßig zu ziehen - mehr braucht er aktuell noch gar nicht zu können, da bin ich ganz bei dir. Ohne Leine würde ich mich hier in der Stadt,solange er u.a. noch blindlings auf die Straße rennt und mit ständigen Giftködermeldungen etc., nicht wagen.

Überlege einfach mal, wie ein Welpe in der Natur aufwachsen würde.

Er hätte in diesem Alter seine Geschwister zum Spielen, würde durch die Geschwister und erwachsenen Hunde im Familienverband die soziale Kommunikation unter Hunden lernen.

Ja, wir besuchen bereits die Welpengruppe :) - Altersmäßig gehört er zwar schon in die Junghund-Kategorie aber Sozialisierungstechnisch gibt es noch "Welpenbedarf" :)

Er würde spielend die Welt, die Natur entdecken, dass bedeutet, dass ein Welpe alles ins Maul nimmt und zerpflückt. Durch das Zerrupfen lernt er die verschiedenen Materialien kennen.

Ein Kauartikel ist etwas zum Fressen, befriedigt aber nicht das Bedürfnis vom Kennenlernen der Materie.

Was könnte ich ihm noch anbieten? Draussen hat er dann Stöckchen, Wiese und co., gibt es noch etwas für drinnen, was zu empfehlen wäre? Also die Wohnungseinrichtung zur Bedürfnisbefriedidung zählt da für mich nicht. :D ("Unfälle" passieren, aber erlauben zur Bedürfnisbefriedidung würde ichs nun auch nicht, so klingt das gerade)

Das Spiel mit den Geschwistern macht ihn auch körperlich fit für das Leben. Bänder, Muskeln, Sehnen, Gelenke werden durch klettern, laufen, springen stark und stabil. Bewegung stärkt die Kondition und die Körperwahrnehmung.

Welpen bleiben die ersten Lebenswochen in der Nähe ihrer Geburtshöhle. Erst nach und nach ziehen sie größere Kreise um diesen sicheren Platz. Darum soll man einen Welpen nicht mit Unbekanntem überfordern.

Freie Bewegung auf einer Wiese oder das Spiel mit anderen Welpen kann und soll ein Welpe aber haben.

Dafür konnten wir ja zum Glück schonmal bedingt Abhilfe schaffen :)

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