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Hundeforum Der Hund
Maus2104

Stubenreinheit und Beißhemmung erlernen!

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Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ich bin hier mit meiner Frage nicht falsch und ihr könnt mir helfen.

Wir haben seit 4 Wochen eine Labrador-Mischlingshündin.

Kira ist jetzt 13 Wochen alt und ich hätte da mal 2 Fragen,da es mein erster Hund ist.

Also erstens:

Kira bekommt 3x täglich ihr Futter um 7uhr-12uhr-17uhr (Nass und Trocken gemischt).Sie geht morgens um 7Uhr raus macht dann aber nur ein Pippi.Hat dann den ganzen Tag freigang im Garten.Um 15Uhr gehen wir dann für ungefähr eine Stunde in den Wald spazieren danach auch wieder freigang im Garten und Abends geht sie auch wieder ne runde um den Block.Manchmal macht sie im Wald auch ein Häufchen aber eher selten.Bevor wir schlafen gehen geht sie so um 22Uhr nochmal ein Pippi machen und dann ist Nachtruhe.

Wenn ich aber morgens um halb 7 wieder aufstehe hab ich mindestens 3 große Häufchen im Zimmer nebenan.Wie kann das sein?

und zweitens:

Ich spiele über den Tag verteilt immer viel mit ihr auch meine Tochter (4Jahre).

Kira will dann aber immer alles was sich bewegt anknabbern und beißen anfangs zart und wird dabei immer fester.Nach einiger Zeit wenn auch die Ablenkung mit Kauknochen und Quitschi nicht mehr hilft fängt Sie an zu bellen und bei jedem bellen schnappt Sie dann zu.Bei meinem Mann macht Sie dass eher selten.Hab schon viel gehört aber will sie auf keinen Fall schlagen oder so.Will ihr ja nicht wehtun.Was kann ich dagegen tun?

Ich freu mich auf eure Antworten.

Lg Chrissy

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Hallo Maus2104,

erstmal Herzlich Willkommen =)

Ich würde ihr nur noch 2x täglich Futter geben, morgens und abends um zu testen ob es vll besser wird. Oder evtl weniger Futter geben. Habe zurzeit auch einen knapp 7 Monate alten Junghund und kenne das Problem. Nachdem ich nur noch 2x am Tag fütter wurde es besser..

Wenn sie beim Spielen zu grob wird oder bellt, würde ich einfach das Spiel beenden und erst wieder anfangen, wenn sie sich beruhigt hat.

LG

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Zunächst einmal sollte ich vorwegschicken, dass ich keine Ahnung von Welpen habe.

Mich irritiert der Punkt " Freigang im Garten". Heisst das, dass Kira dann alleine im Garten ist. Wie lange genau? Was uíst der Zweck?

Was ich mich auch gefragt habe, vielleicht hab ich das ja überlesen, wann hat Kira am Tag Ruhepausen?

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Ich frage mich auch, wann der junge Hund mal Ruhe hat?

Eine Stunde Spaziergang, drinnen action und dann auch noch Garten zur freien Verfügung? Finde ich alles für 13 Wochen viel zu viel.

Fürs gezielte Stubenreintraining würde ich den Garten auch nicht zur freien Verfügung belassen (der Hund lernt dabei ja nichts), sondern wirklich den Alltag ganz gezielt strukturieren. Das heißt, mehrfach am Tag MIT dem Hund in den Garten gehen, am besten auch an der Leine, vielleicht immer zu einer gleichen Stelle, loben, wenn er macht usw.

Und anfänglich lieber nur kleine Gänge vom Haus weg und nicht zu weit. Viele junge Hunde trauen sich einfach noch nicht, draußen sozusagen in freier Wildbahn ihr Geschäft zu erledigen und/oder vergessen das einfach bei den vielen Reizen, die sie verarbeiten müssen.

Nacht würde ich bei dem Hund schlafen die erste Zeit, um mit zu bekommen, wann sie muss, um dann entsprechend noch mal mit ihr raus gehen zu müssen.

Zu der Fütterung kann ich nichts sagen, aber es gibt Futter, wovon die Hunde viel zu häufig Kot absetzen, weil das Futter von der Zusammensetzung her nicht gut ist. Es kommt also viel zu viel hinten wieder raus, weil wenig Verwertbares an Inhaltsstoffen dabei ist.

Eventuell liegt der Kotabsatz auch daran, dass sie die Mischung Dosen mit Trockenfutter nicht so gut verträgt, da beide Futtervarianten verschiedene Verdauungszeiten haben.

Auch drinnen würde ich das Programm total runter fahren, nicht so viel spielen, den Welpen nicht überreizen, sondern bewusst auch mal Ruhe einfordern. Wenn junge Hunde überdrehen, zeigen sie das Verhalten, was Du beschreibst. Bellen, Beißen, Überdrehen.

Wie bei Kindern: nach müde kommt doof.

Wenn Du Dir den Hund nicht total künstlich überdrehen willst, sorge lieber jetzt dafür, dass er mehr Ruhezeiten bekommt. Junge Hunde schlafen/dösen die meiste Zeit des Tages und brauchen noch keine action. Sie sollten lieber lernen, auch mal Frust zu ertragen und mal nicht gefordert zu werden.

Lieber klare Strukturen, auf die der Hund sich verlassen kann und ein bis zwei gezielte neue Reize pro Woche. Das reicht für den Anfang völlig aus, anstrengender wird der Hund von ganz alleine noch, wenn er älter wird. Wenn er jetzt schon so viel macht, wie soll das in Zukunft dann aussehen?

Im schlimmsten Fall hast Du bald einen Hund, der nicht mehr Ruhe gibt, nur fordert, bellt und unruhig ist.

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Ich würde ihr nur noch 2x täglich Futter geben, morgens und abends um zu testen ob es vll besser wird. Oder evtl weniger Futter geben.

Das ist ja wohl nicht Dein Ernst.

Es geht hier um einen 13 Wochen alten Welpen.

Die Kleine braucht auf jeden Fall 3 mal täglich ausreichend Futter.

Chrissy, hast Du Dich so gar nicht über Welpen informiert?

In dem Alter kann sie noch gar nicht ihre Ausscheidungen kontrollieren.

Wenn sie zwischen 22 Uhr und halb 7 Uhr reinmacht, dann kann sie solange noch nicht einhalten. Dann muss man sich nachts den Wecker stellen.

Zum Knabbern und Beissen:

Welpen spielen mit den Zähnen, sie müssen erst die Beißhemmung lernen. Am besten lernen sie das im Spiel mit anderen Welpen.

Hat sie genug Kontakt zu anderen jungen Hunden?

Ansonsten musst Du ihr die Beisshemmung beibringen.

Das bedeutet, man spielt viel mit den Händen mit dem Welpen.

Solange sie sanft dabei bleibt, spielt ihr weiter.

Erst, wenn sie fester zubeisst, dann müsst ihr mit einem Quietschen deutlich machen, dass es weh tut. Notfalls auch das Spiel unterbrechen. So lernt sie, dass sie ihre Zähne sanft einsetzen soll.

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Junge Hunde schlafen/dösen die meiste Zeit des Tages und brauchen noch keine action. Sie sollten lieber lernen, auch mal Frust zu ertragen und mal nicht gefordert zu werden.

Mit 13 Wochen schlafen die nicht mehr den ganzen Tag.

Natürlich soll man einen Welpen nicht überfordern.

Aber Welpen legen sich in der Regel von alleine zum Schlafen, wenn sie müde sind.

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Um 15Uhr gehen wir dann für ungefähr eine Stunde in den Wald spazieren

Das erscheint mir für das Alter viel zu viel, vor allem, wenn sie dann noch unkontrollierten Freigang hat. Wie schon gesagt, das gehört alles in klarere Strukturen, dann wird sie auch stubenrein.

Gruß Gaby

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Also, ich hab die Welpenzeit ja nun ganz frisch grad hinter mir und meinem Hund :)

Ich denke auch, das von 22 Uhr bis 7 Uhr die Zeit einfach zu lang ist, das schafft der Wurm noch nicht.

Zur Bewegung und Beschäftigung, gibt es eine Formel.

Gassigänge im Welpenalter sollten sein:

1 Minute pro Lebenswoche oder 5 Minuten pro Lebenmonat.

Man sollte immer darauf achten, das Welpen genügend Ruhephasen haben, in denen sie alles was sie erleben, sehen oder lernen auch verarbeiten können.

Zur Beishemmung kann ich eigentlich nur sagen:

Wenn der Welpe zu doll zu beißt, sag ich laut "aua"

und wenn er dann nicht vorsichtiger wird, breche ich das Spiel ab, drehe mich weg vom Welpen und verlasse, wenn es sein muß, den Raum.

Ich wünsche dir viel Spaß und viel Erfolg.

Dein kleiner ist noch jung, der lernt es noch.

Lasse nur dein 4 jähriges Kind nicht mit dem Welpen alleine und so lange alleine in den Garten würde ich ihn auch nicht lassen.

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Wurd ja schon einiges geschrieben,ich wollt auch bloß einwerfen das Du Trockenfutter vielleicht nicht nicht mit Nassfutter mischen oder zusammen füttern solltest. Weil Nass- und Trockenfutter ganz andere Verdauungszeiten hat.

Viel Spass mit dem kleinen

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(bearbeitet)

Hallo Chrissy,

wie schon gesagt wurde, schalte lieber einen Gang zurück - und mach kurze Gassigänge, noch nicht eine ganze Stunde am Stück.

Ich habe es bei meinem ersten Welpen so gemacht, dass ich tagsüber alle zwei, nachts alle drei Stunden mit ihm raus bin. Das war zwar sehr durchorganisiert und strikt, aber es hat sich ausgezahlt und so habe ich es auch bei Kimba dann wieder genauso gemacht.

Die allerersten Tage nur vor die Tür, Straße runter und den ersten Grünstreifen genutzt. Irgendwann bekommst du so den Rhythmus heraus - im Grunde kannst du aber eine Viertelstunde nach dem Essen, und ansonsten nach jedem Schläfchen davon ausgehen, dass der Kleine mal muss.

Da er jetzt schon einige Wochen bei dir ist und sich Rituale eingeschlichen haben (für euch beide nicht wirklich vorteilhafte Muster, die sich täglich wiederholen), würde ich dir raten:

Zum Einen nachts raus; und morgens den ersten Gang ganz kurz, nach dem Aufstehen, mit ihm an der Leine dorthin, wo er machen kann/soll, und dann einfach warten. Wenn er sein Geschäft verrichtet hat, ganz groß loben und wieder reingehen.

Macht er dann nicht, gehst du einfach so oft kurz raus bis er macht, vielleicht jeweils mit nem Stündchen Unterschied.

Und jetzt kommt ein Tipp, der eigentlich gegen jede Regel ist - wenn man nicht will, dass der Hund Couch oder Bett bezieht, dennoch:

Mit meinen Hunden (die später nicht auf Couch/Bett soll(t)en), habe ich es im Welpenalter in den ersten Tagen immer so gemacht, dass sie neben mir im Bett schlafen durften. Wie gesagt, nur einige Tage lang, vielleicht maximal zwei Wochen.

Der Grund ist, dass man sich dann nachts dann keinen Wecker stellen muss, denn du kannst bei einem so kleinen Kerl davon ausgehen, dass wenn er unruhig wird und aufstehen will, er gerade mal muss, egal ob kleines oder großes Geschäft.

Ich hab dann eben in Jogginghose bzw. angezogen geschlafen, und wenn der kleine Wicht sich "meldete", habe ich ihn mir geschnappt und bin mit ihm raus.

Kimba ist mein zweiter Hund, den ich von klein auf habe, und er hat tatsächlich nie in die Wohnung gemacht (als erwachsener Hund nur einmal, als er Durchfall hatte, aber da kann er ja nun nichts für), deshalb würde ich es immer wieder so handhaben (bei Lennox, unserem Pflegling, ging es auch ganz schnell, obwohl er kein ganz kleiner Welpe mehr ist und mit seinen sieben Monaten ziemlich lange durch fehlende Erziehung gewohnt war, auch im Haus zu pinkeln).

Teilweise war Kimba damals sogar von mir genervt, weil ich ihn ja quasi genötigt habe, mitten in der Nacht mit mir rauszugehen. Die Intervalle, in denen er ruhig liegen blieb, wurden vielleicht schon deshalb ganz automatisch länger ;) Er fand das total blöd, wenn er im Halbschlaf raus musste.

Wenn du deinen Hund intensiv beobachtest, wirst du dich auf ihn einstimmen und rausfinden, wann es Zeit ist, und wann er verstärkt dieses oder jenes Geschäft verrichten muss.

Und egal ob Spaziergang oder Spiel, noch kannst du nach jeweils 5min Schluss machen, außer beim Gassitraining, aber dabei muss er ja nicht weit bewegen.

Beißhemmung: Noch ist auch hierfür die ideale Zeit! Erstmal musst du wissen, was du willst und was nicht. Möchtest du, dass er seine Zähnchen beim Spiel gar nicht einsetzt, dann setz das auch durch. Sobald er mit dem Knabbern oder Beißen anfängt, brichst du das Spiel ab und ignorierst ihn. Hat er sich beruhigt bzw. zeigt eine unterwürfige Haltung, kannst du weiterspielen.

Bei beiden Problemen gilt: Wenn du konsequent bist, wird er das sehr schnell kapieren.

Liebe Grüße, alles Gute und viel Freude mit dem kleinen Kerl!

Sahiba

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