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Hundeforum Der Hund
Elise2013

Hund ja oder nein, Erfahrung mit Hunden aus Griechenland

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Liebe Hundefreunde,

Wir stehen vor einer großen Entscheidung...

Vor einiger Zeit ist in uns langsam der Wunsch gereift, einen Hund zu adoptieren. Wir gehörten bisher eher zur "Katzenfraktion" und haben auch eine alte Katze im Haus.

Wir, das sind mein Mann und ich und drei Kinder zwischen 5 und 10 Jahren, mit eigenem Haus und großem Garten.

Wir waren in sämtlichen Tierheimen der Umgebung und haben dort Hunde ausgeführt. Allerdings war nicht ein Familien-Ersthund dabei.

Bei unseren Recherchen sind wir dann im Internet auf eine Hündin aus Griechenland gestoßen, die mir seither nicht aus dem Sinn geht und mir beim Anschauen der kleinen Videos ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Ich bin im Kontakt mit der zuständigen Frau hier in Deutschland. Sie meint, die Hündin sei lebendig (ca. 10Monate alt), mit allen Hunden und Katzen verträglich und gut für eine Familie mit Kindern geeignet. Sie ist mittelgroß, ca. 47 cm hoch. Sie ist weder an Leine gewöhnt, noch kann sie sonst was... Ist aber wohl nicht traumatisiert, da sie sofort nach dem Aussetzen als Welpe ins Tierheim gekommen sei. Sie sei eine sehr freundliche Hündin ...

Meine Sorge nun: ich bin halbtags berufstätig. Können Hunde, die noch nie direkt mit Menschen zusammengelebt haben (außer Tierheim) leichter allein sein? D.h. Max. 5 Std./ 4 x die Woche.

Muten wir uns als Hundeanfänger zu viel zu? Man sagt ja oft, dass diese Hunde dankbar um jede Art der Zuwendung sind und weniger anspruchsvoll sind. Ist das Quatsch?

Sollen wir uns trauen?

Nun habe ich viel geschrieben und hoffe, dass Ihr mir Eure Erfahrung und Tipps zukommen lasst.

Herzliche Grüße

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Ob ein Hund zu euch passt oder nicht, kann ich sicher nicht beurteilen.

Aber: ;)

Hunde sind nicht dankbar. Sie leben im Hier und Jetzt. Ein Auslandshund kann Probleme mit der Anpassung haben oder sich einfach einfügen. Das ist nicht viel anders als bei jedem anderen Hund auch. Die Bindung ist sicherlich weder besser noch schlechter, wenn der erstmal im neuen Zuhause angekommen ist und sich als Teil der Familie fühlt.

Ob und wie gut dieser Hund alleine bleiben wird, das kann man auch gar nicht voraussehen. Vielleicht macht es dem Hund nicht viel aus, wenn er daran gewöhnt wird. Es kann aber auch sein, dass er nicht wieder verlassen werden möchte, nachdem er sich einmal gebunden hat und das Training lange dauert. Das ist auch nicht anders als bei jedem anderen Hund.

Daran sollte es also nicht scheitern. :D

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Hallo Elise2013,

im Grunde ist die Zeit völlig okay aber nicht am ersten Tag oder in der ersten Woche, das muss schon ein wenig trainiert werden.

Ich habe bis auf meinen Neuzugang nur Tiere aus dem TS und oft aus dem Ausland gehabt (Griechenland/Spanien), ich kann im Grunde nix Negatives zu ihnen sagen, sie waren für mich nicht anders, als unsere 3 Inlandshunde.

Du kannst also mit jedem Hund Glück oder Pech haben, egal ob er aus Spanien, Griechenland, China oder Deutschland kommt.

Der muss halt nur "passen" gerade bei Bilder ist man geneigt sich das "rauszusuchen" was einem ans Herz geht.

Ich kann dir aber sagen, meine Griechin wurde bspw. als Zweithund vermittelt, sie war eine supertolle Maus aber mochte keine anderen Hunde, mochte keine Männer, auch nach Jahren nicht und fühlte sich in unserem Haushalt so unwohl und litt unter der Tatsache das Mann und Kind da war und noch ein Hund bzw. Hunde, sodass wir sie nach 3 Jahren unter vielen Tränen als Einzelhündin vermittelt hatten (mit der Orga zusammen). Meine Pflegemaus die vor kurzem bei uns war, sollte super mit anderen Hunden klar kommen, mit unserem Rüden nicht, das endete tragisch.. auch sie ist der perfekte Einzelhund. Nun, da ihr bisher keine Hunde habt, wird das nicht euer Problem sein aber manchmal passt der Hund am Ende nur "bedingt" zu einem.

Gerade wenn man sie vorher nicht gesehen hat aber bis auf die 2 Problemkinder habe ich mit Auslandshunden sonst nur positive Erfahrungen gemacht und ob ihr euch zuviel zumutet, das merkt ihr wohl erst, wenn das Hundi da ist und man so merkt ob es funzt oder nicht. Zur Not gibt es immer noch gute Hundeschules da lernt auch Frauchen was ;)

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(bearbeitet)
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Meine Sorge nun: ich bin halbtags berufstätig. Können Hunde, die noch nie direkt mit Menschen zusammengelebt haben (außer Tierheim) leichter allein sein? D.h. Max. 5 Std./ 4 x die Woche.

Nein, davon kannst du nicht ausgehen. Meine Hunde sind alle ohne nennenswerten menschlichen Kontakt im Tierheim aufewachsen bzw. waren sehr lange dort. 3 von 5 konnten von Anfang an gut alleine bleiben, eine wurde panisch, eine war empört und wollte immer dabei sein. Kurz: 3 konnten ohne Weiteres alleine bleiben, 2 nicht (nur nach Übung).

Aber: Ich habe immer ältere Hunde, ich kann mir vorstellen, dass das Alleinbleiben einem so jungen Hund eher schwerfällt. Aber ich weiß es nicht, da fehlen mir die Erfahrungen.

Ich würde lieber davon ausgehen, dass sie es nicht kann und dass sie es lernen muss wie ein Welpe.

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Muten wir uns als Hundeanfänger zu viel zu?

Das hängt stark von euch und auch vom Hund ab. Ein Hund ist nicht automatisch besser oder weniger gut für Anfänger geeignet, nur weil er aus dem Tierschutz kommt.

Mein erster Hund war eine 10-jährige English-Setter-Hündin, die 7 Jahre im Tierheim saß. Für mich war das ideal!

Allerdings...

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Man sagt ja oft, dass diese Hunde dankbar um jede Art der Zuwendung sind und weniger anspruchsvoll sind. Ist das Quatsch?

...ist da schon was Wahres dran, auch wenn ich es nicht "Dankbarkeit" in dem Sinne nennen würde, dass die Hunde es dir danken, dass du sie aufgenommen hast.

Dankbar für Zuwendung - ja, das kann man schon eher sagen, wenn man den Begriff der "Dankbarkeit" nicht überbewertet. Ich habe schon das Gefühl, dass die einfach froh sind, dass sich jemand um sie kümmert, sie einen warmen, trockenen und sicheren Platz haben, genug Futter bekommen (obwohl es natürlich immer mehr sein könnte). Und dass sie eigentlich alles richtig machen wollen.

Das ist meine persönliche Erfahrung mit 5 älteren Tierschutzhunden und einer handvoll Pflegehunden.

Fazit: Ich würde mich trauen, wenn ihr insgesamt ein gutes Gefühl habt - also dass der Verein euch gut berät, die Hündin wahrheitsgemäß beschrieben wird und sie in euer Leben passt -, aber immer vom worst case ausgehen und euch schon entsprechende Lösungen überlegen, z. B. eine Betreuung, falls sie (anfangs) noch nicht allein bleiben kann. Dann könnt ihr eigentlich nur positiv überrascht werden. :)

Wenn ihr einen so jungen Hund aufnehmt, solltet ihr allerdings auch Spaß daran haben, mit ihm zu arbeiten!

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Muten wir uns als Hundeanfänger zu viel zu? Man sagt ja oft, dass diese Hunde dankbar um jede Art der Zuwendung sind und weniger anspruchsvoll sind. Ist das Quatsch?

Hundeanfänger bin ich eigentlich auch. Meine Fellnase (ist mein erster Hund) kommt aus Griechenland und war ein "Blind date". Also ich habe sein Bild im Netz gesehen, mich bei der Orga gemeldet und ein klein wenig über den Hund erfahren können.

Mein Glück war, dass meine Vermittlerin (die am anderen Ende von D wohnt) eine Schwäche für große schwarze Hunde hatte. So hatte sie ihn öfters in Griechenland besucht und konnte mir ein wenig mehr Auskunft geben.

Aber: wie sich ein Hund im Tierheim (egal ob hier oder im Ausland) verhält, sagt nichts aus, wie es sich nachher in seinem tatsächlichen Zuhause verhalten wird.

Man kann immer Glück oder Pech haben.

Diese "Dankbarkeit" mag man am Anfang sehen. Die Hunde sind meist "schüchtern" und machen sich quasi unsichtbar. Das erleichtert einem den Einstieg meist.

Wenn man Grenzen setzt, dann geht das meist sehr leicht.

Mein Hund darf zum Beispiel bei meinen Eltern nicht in die offene Küche. War der Wunsch meiner Mutter. Also wurde da von Anfang an ein Tabu eingerichtet.

Wenn du einen Hund aus dem Süden dir ins Haus holst, dann kann es sein, dass er evtl Probleme mit Männern oder Kindern hat. Diese sind meist im Süden die "Bösen". Da die Frauen die Männer vor schicken "mach mal den Hund weg!" und die Kinder machen das vorgelebte halt nach…

Was fehl am Platz ist, ist Mitleid, weil der arme Hund so viel durchgemacht hat…

Wie schon gesagt wurde, der Hund lebt im Hier und Jetzt. Wenn er bei dir ist, dann geht es im jetzt gut :)

Ob du nun einen "Secondhand Hund" oder einen Welpen holst, es kann immer so oder so laufen…

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Herzlich willkommen bei uns.

Also, ich habe 2 Griechen bei mir. Den ersten adoptierte ich als er 5 Monate alt war. Er ist schnell bei uns angekommen. Wir hatten abwechselnd Urlaub und er lernte das Alleinsein sehr schnell.

Vor einem Jahr kam die 2. zu uns. Als Pflegestelle wollten wir sie nehmen.

Naomi ist sofort angekommen es passte alles so dass wir sie behielten.

Sie ist ein sehr dankbarer Hund, aber sehr ängstlich, gerade bei Männern.

Kleine Schwierigkeiten hatten wir. Aber alleine bleibt sie auch, wenn der Dicke dabei ist.

Ob ein Hund zu euch passt, das kann ich nicht beurteilen.

Woher kommt denn die Fellnase?

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Vielen Dank für Eure schnellen Antworten... Ich hatte bereits befürchtet, dass man da keine eindeutige Aussage machen kann und abwarten muss.

Nur wie machen Berufstätige eine Eingewöhnung. Sicher kann ich eine Woche Urlaub nehmen... Aber das reicht ja vorne und hinten nicht.

Sollte die Hündin Mitte Dezember kommen, hätten wir zusammen sogar ca. Vier Wochen, was man aber im Vorfeld nicht planen kann, da wir von Flugpaten abhängig sind.

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Als wir noch beide außer Haus gearbeitet haben, haben wir unseren Jahresurlaub direkt hintereinander genommen. So klappt das auch mit einem Welpen, wenn einer nur halbtags weg ist.

Mit Kindern wird das natürlich schwieriger, da braucht man ja auch oft Urlaub, weil der Kindergarten Ferien hat und kann nicht so frei planen. Außerdem ist es die Frage, ob die Kinder ein Jahr auf Urlaub mit den Eltern verzichten, weil der geballt für den Hund genommen wird.

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Es kann alles von Anfang an gut laufen, muss aber nicht.

Etwas sicherer wärt ihr, wenn ihr nach einem Hund schaut, der hier in Deutschland schon auf einer Pflegestelle ist und jemand etwas zum Verhalten sagen kann.

Oftmals bekommen die Hunde hier erst mal einen Kulturschock und verhalten sich ganz anders, als im Ausland beschrieben. Ist ja auch verständlich.

Generell bin ich nicht dafür, Tiere quasi "ab Flughafen" in Endstellen zu vermitteln. Der bessere Weg ist es immer, einen Hund direkt aus dem Ausland erst mal auf eine erfahrene PS zu setzen, wo man sich dann ein genaues Bild machen kann und Interessenten sich den Hund "live" anschauen können.

Arbeitet der Verein mit Pflegestellen, besteht die Möglichkeit, dass die Hündin eh bald ausreisen kann, weil sie vielleicht eine Pflegestellen-Option hat? Könntet ihr euch mit Absprache des Vereins eine Pflegestelle vorstellen bzw. könnt ihr das leisten?

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Nur wie machen Berufstätige eine Eingewöhnung. Sicher kann ich eine Woche Urlaub nehmen... Aber das reicht ja vorne und hinten nicht.

Ich mache es so: Ich werfe die Hunde ins kalte Wasser, in der Hoffnung, dass sie es hinnehmen, allein zu sein. Nach dem Prinzip "Bringe ihnen gar nicht erst bei, dass immer jemand da ist".

Für den Fall, dass das nicht klappt, suche ich mir vorher Menschen, die sie notfalls in der ersten Zeit betreuen, bis es mit dem Alleinbleiben klappt.

Bei mir sind das Nachbarn. Es ist immer gut, einen Notfallplan zu haben, weil man dann viel entspannter an die Sache herangeht und sich das möglicherweise auch positiv auf die Situation auswirkt.

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