Jump to content
Hundeforum Der Hund
mialour

Patellaluxation die 2. - OP ja oder nein?

Empfohlene Beiträge

Ihr Lieben,

Chaos hatte ja im Dezember 2011 eine Patellaluxation (schwankte so zwischen Grad 2 und 3) im rechten Hinterlauf. Nachdem wir mit Muskelaufbau und der richtigen Bewegung nicht hingekommen sind, wurde er schließlich operiert.

Es war eine sehr minimal invasive OP, da die Flow-Methode angewandt wurde, die man normalerweise bei einer Operation des Kreuzbandes einsetzt.

Es hieß immer, dass es jederzeit bei einer richtig blöden Bewegung wieder passieren kann. 2 Jahre war jetzt absolute Ruhe, er konnte seine Muskeln aufbauen und lief wieder vollkommen normal.

Ganz ganz selten hob er mal nach wirklich starker Belastung die Pfote hoch, die Kniescheibe war aber immer noch drin.

Kontrollbesuche beim Tierarzt ließen hoffen, dass das auch so bleibt.

Nun vor vier Wochen die Ernüchterung.

Chaos verknackste sich im Wald irgendwie saudoof das Bein (natürlich das Rechte :Oo ), setzte sich sofort hin und lief sich mehr weiter. Das war so das Alarmzeichen Nummer 1 für mich, denn das hat er auch vor zwei Jahren immer gemacht.

Ich hab dann sein Beinchen vorsichtig gestreckt und zack- war die Kniescheibe wieder drin. Weitere Tests zeigten dann, dass die Kniescheibe bei mechanischem Bewegung durch den Tierarzt wieder recht leicht raus springt. Also definitiv wieder Grad 2.

Nach langen Gesprächen in der Klinik riet der Tierarzt zu einer geringen Dosis Anabolika, um die Muskeln schneller aufzubauen. Durch den Sommer hatte er wieder Muskeln abgebaut, da er bei der Hitze nicht viel läuft und allergiebedingt nicht schwimmen durfte. Die Injektion ist jetzt drei Wochen her und ein bisschen hat er tatsächlich Muskeln aufgebaut.

Nur empfinde ich Anabolika nun auch nicht als das Nonplusultra, das geht ja auch aufs Herz?! Jedenfalls soll es bei dieser einen Dosis bleiben. Nun kann er ja auch wieder mehr laufen bei den Temperaturen.

Der Tierarzt riet uns, erstmal abzuwarten, wie es mit dem Muskelaufbau voran geht und sollte es nicht deutlich besser werden, würde er operieren. Dann wäre die OP allerdings auch etwas größer und aufwändiger, d.h. er muss dann auch richtig ins Gelenk gehen, was ja vorher nicht der Fall war.

Jetzt bin ich hin und her gerissen.

Beim normalen Laufen springt die Kniescheibe nicht raus, also nicht so wie vor zwei Jahren. Allerdings neigt er dazu, gerne mal Haken zu schlagen und dabei passiert es dann auch immer mal wieder. Konsequenz ist, dass ich ihn nur reduziert laufen lasse, d.h. Ausdauer steht ganz oben auf dem Programm, findet er aber auf Dauer stink langweilig. Er ist eben auch einer, der gerne mal eine kurze Strecke im Sprint zurücklegt und dabei dann aber auch seine Haken schlägt. Dabei strahlt er übers ganze Hundegesicht.

Nun ist die Frage, riskiere ich die OP, so dass er danach vielleicht wieder richtig los legen kann oder ist auch das ein utopischer Gedanke?

Ich denke halt auch, dass eine OP irgendwann vermutlich sowieso unumgänglich ist, er ja aber auch älter wird und dann natürlich wieder mehr natürliches Risiko besteht.

Er ist jetzt 6.

Was würdet ihr tun?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hast Du nach der 1. OP mit einer Physio zusammen gearbeitet wg. Muskelaufbau.

Meine kleine Biewer Yorkshire Hündin (8) hat Patella Luxation Grade 3-4, wir haben nach reiflicher Überlegung keine OP machen lassen, sondern gezielt über Muskelaufbau gearbeitet. Die Arthrose kommt mit oder ohne OP.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Oje - armer Chaos :(

Schwierige Entscheidung. Ich würde mich nochmal gezielt beim Tierarzt beraten lassen, wie die Erfolgswahrscheinlichkeit dieser zweiten OP ist, dass Chaos danach wieder richtig laufen und Haken schlagen kann. Tendenziell würde ich die OP riskieren, denke ich. Lieber jetzt als später, wenn er mal alt ist.

Ich drücke Euch die Daumen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Zur Physio war ich mit ihm auch- sobald ich das Ok der TÄ hatte.

Vier Wochen waren wir da und anschließend habe ich die Übungen Zuhause weitergeführt; das mache ich jetzt auch noch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das ist eine Entscheidung die Dir niemand abnehmen kann, würde mir auf alle Fälle eine 2te Meinung einholen. Nimm alle Unterlagen von vor und nach der erst OP mit zur Begutachtung. In welcher Klinik warst Du?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Tendenziell würde ich die OP riskieren, denke ich. Lieber jetzt als später, wenn er mal alt ist.

Ich drücke Euch die Daumen!

Danke Heike :)

Das ist eigentlich auch mein derzeitiges Gefühl.

Lieber jetzt, als im möglicherweise hohen Alter.

Andererseits geht es ja vielleicht auch so?!

Das weiß man eben nicht und das macht die Entscheidung so schwierig.

Der Tierarzt sagt, man muss es abwägen, er gibt da keine konkrete Empfehlung.

Wenn wir das Gefühl haben, dass er momentan zu eingeschränkt ist, würde er zu einer OP raten. Und natürlich spätestens dann, wenn er Schmerzen hat und/oder die Kniescheibe wieder öfter von allein raus springt.

Aber ja, ich werde nochmal konkret nachfragen, wie die Chancen nach einer OP stehen und ob es denn auch für ihn eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität bzgl. des Rennens gibt.

Ms Libs, der Tierarzt in der Klinik ist momentan unsere zweite Meinung.

Ich würde auch nochmal zu einem 3. gehen, es ist nur die Frage, ob es das besser macht. Am Ende habe ich drei unterschiedliche Meinungen und weiß gar nicht mehr, was ich nun tun soll. Ich bin ja jetzt schon verunsichert.

Natürlich sind auch die Risiken einer OP (Narkose, Wundheilung usw.) nicht zu unterschätzen. Er ist zwar gesund, aber passieren kann ja immer etwas.

Hach das ist schwer.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bei Geli wurde das linke Knie im Januar operiert und zuvor haben wir auch alles andere probiert, das ging ne Weile gut und dann gabs wieder Probleme.

Letzten Dezember lief sie dann kaum noch, die Kniescheibe saß permament neben den Innengelenk und lies sich auch nicht mehr rein drücken.

Wir hatten es wie gesagt, auch versucht immer weiter hinaus zu zögern, das war im nach hinein betrachtet sich ein Fehler.

Im Januar wurde Geli dann operiert und es war keine leichte OP, da das Kniegelenk vom Unterschenkel getrennt werden mußte und andersrum wieder aufgesetzt wurde, da nicht mehr genügend Material für die Rollrinne an der Vorderseite vorhanden war.

Wie gesagt, die OP war nicht leicht und auch nicht die Zeit danach, denn sie durfte 14 Tage gar nicht laufen und danach 6 Wochen nur 3 mal täglich 15 Minuten, danach immer 4 Wochen leinenzwang. Danach durfte sie dann wieder alles machen.

Seither springt sie wieder wie ein junges Reh und ich würde die OP jederzeit wieder machen lassen, denn am rechten Knie hat sie durch die Schonhaltung dann ja auch bereits eine PL 2.Grades entwickelt.

Geli war fast 10 als sie operiert wurde und hat sie sehr gut weggesteckt.

Ich drücke euch alle Daumen und hoffe, du findest die richtige Entscheidung ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bei meiner würde ich es machen lassen.

Weil sie kreuzunglücklich ist, wenn sie nicht rennen darf.

Sie schlägt auch immer wieder Haken, ohne kann sie nicht.

Daher müsste sie immer an der Leine bleiben. Das wäre für sie kein Leben.

Heute erst ist sie wieder durch die Gegend gehüpft, auf die Silage drauf und all so einen Mist.

Somit, bei ihr würde ich es machen lassen. Denn sonst hätte ich irgendwann einen sehr unglücklichen Hund.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Elvira, die OP hört sich ja gruselig an! Da hat es deine Geli aber ganz besonders schlimm erwischt. So weit fortgeschritten war und ist es bei uns glücklicherweise (noch?!) nicht. Es besteht (lt. TA) die Möglichkeit, dass es auf dem Level bleibt- aber man weiß es eben nicht.

Im Moment stört sich Chaos nicht daran, er läuft völlig normal und die Kniescheibe springt äußerst selten raus (wenn er dann doch mal blöd aufgekommen/hängen geblieben/ einen zu heftigen Haken geschlagen etc. ist/hat).

Es ist nur so, dass er nach einem längeren Spaziergang (je nach Art der Belastung) schon hinten manchmal etwas 'wackelt' und 'eiert'. Ihn selbst scheint das allerdings nicht zu stören, Schmerzen hat er auch keine (das würde er sonst deutlich zeigen, er ist da seeeeehr zimperlich :so ).

@Mara, ja es ist schon so, dass ich ihn bremsen muss bzw. mir eben viele Gedanken mache, mit wem ich jetzt wie lange spazieren gehe- ihn z.B. überhaupt nicht mehr mit Hunden zusammen lasse, die (anfänglich) sehr viel Körpereinsatz zeigen usw.

Insofern ist es schon manchmal ein Eiertanz, aber vielleicht muss man da einfach durch. Es kann mir ja keiner sagen, ob es nach der OP dann besser würde (also wirklich so viel besser, dass er wieder ALLES machen kann). Und dann stelle ich mir vor, dass das andere Bein/Knie durch die Schonhaltung auch wieder in Mitleidenschaft gezogen würde- das hat er ja auch "schon" Grad 1.

Im Moment tendiere ich jeden Tag zu einer anderen Option.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Du wirst schon die richtige Entscheidung treffen. Ich war ja zum Glück noch nicht in dieser Lage.

Aber als ich sie wegen einer Verletzung ruhig halten musste habe ich schon gemerkt, dass sie leidet.

Ich drücke die Daumen, dass ihr einen Weg findet. :kuss:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.