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Bellprobleme und mehr

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Nur kurz zur letzten Frage: Du solltest die Uebungen so kurz halten, dass es gar nicht erst zur Ueberforderung kommt. Lieber 5x am Tag 2 Minuten als einmal 10.

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Genau, Du kennst ihn. Trainiere so, dass es nicht zum bellen kommt. Das gilt auch für die Erkundungstouren. Plane sie so, dass er sich wohl fühlt, nicht zu schnell und zu viel.

Ich wünsche Dir gaaaaaanz viel Geduld :)

Wir haben auch einen solchen Hund. Unser Jerko lebte fast 5 Monate bei seiner Mutter und der Familie im Wintergarten eines Hotels. Hier gab es Menschen....und ab und an mal ein Auto, aber das wars.

Heute ist er 4 Jahre alt und ein (meistens ;-) ) führiger Hund. Lange Zeit brauchte er eine Außensteuerung, um sich bei Reizeinflüssen zu regulieren. Ließen wir ihn machen, so drehte er immer weiter auf.

Das war ein lannger Weg aber es lohnt sich ;)

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Nur kurz ...

Vom Foto sieht er aus wie ein reiner Border! Habt Ihr Euch mal über die Rasse schlau gemacht? Warum grad "so einer"? Nutz hier bitte mal die Suche-Funktion, gerade zu denen gab es in letzter Zeit etliches hier - leider.

Noch eine letzte Frage: WARUM seit Ihr monatelang nicht mit ihm Spazieren? Garten ist doch kein "Ersatz" ;-(

BITTE informiert Euch ... und lest z. B. auch:

http://www.planethund.com/hundewissen/border-collie-problemhund-2808.html

Daumendrückende Grüße ...

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Ja, vom Aussehen hatt er nicht viel vom Schäferhund ausser die Braunen Hinterläufe und sein typischer "Schäferhund Sitz". Sein Vater ist Reinrassiger Border, seine Mutter Border-Schäferhund Mix.

Was unseren Garten angeht : Der erste Grund wieso wir einige Monate gewartet haben war weil Barney anfangsstark irritiert von der stark befahrenen Straße war. Da unser Garten an die Straße angrenzt, konnten wir ihn so langsam an die neuen Geräusche gewöhnen. Desweiteren wollten wir ihn beibringen ohne Leine zu laufen, was im Endeffekt leider gescheitert ist ( Er ist 2x Ausgebüchst ).

Da wir aber in der ganzen Zeit oft Besuch von den Nachbarskindern bekommen haben die lange und gern mit Barney gespielt hatten, hatte er genug zu tun.

Nachdem wir der Meinung waren das unser Barney nichtmehr so empfindlich auf die lauten Umweltgeräusche reagiert, haben wir die ersten Ausflüge ins Feld gemacht.

E: Zum Border ansich: Wir waren uns bewusst das der Border ein Hund ist der sehr aktiv ist, da unser vorheriger Hund ein Husky-Labrador war sahen wir da keine großen Probleme. Barney ist zwar weitaus aktiver als wir erwartet hatten aber im Gesamtbild sind wir mit ihm zufrieden.

Aber wie bei allem gibt es immer etwas das man gerne verbessern würde, so das Bellen und das Leine ziehen bei unserem Barney.

Abgesehen von seiner "Wildheit" sind das die einzigen Probleme die ich an ihm sehe, ansonsten hört er eigtl. sehr gut, auch lernt er ziemlich schnell und gerne, und spielt den liebenlangen Tag als wäre es sein Job -_° .

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E: Zum Border ansich: Wir waren uns bewusst das der Border ein Hund ist der sehr aktiv ist, da unser vorheriger Hund ein Husky-Labrador war sahen wir da keine großen Probleme. Barney ist zwar weitaus aktiver als wir erwartet hatten aber im Gesamtbild sind wir mit ihm zufrieden.

Nach allem, was Du schreibst, hast Du KEINE AHNUNG von Borders. Bitte informier Dich! Denn "aktiv" ist ihr kleinstes Problem ... da kenn ich genug Labbies, die "aktiver" sind ;-( Dass er weitaus "aktiver als erwartet" ist, zeigt mir nur, dass unglaublich viel schief läuft bei Euch.

Und die Strategie, monatelang wegen "Empfindlichkeit" die Geräusche/Außenwelt zu meiden, war in meinen Augen das komplett falsche ... Sucht Euch unbedingt einen wirklich BORDER-erfahrenen Trainer ...

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Ich denke, es ist wichtig, dass du in eine Hundeschule gehst und mit anderen in der Gruppe übst. So lernt dein Hund, dass er sich in der Umgebung oder in der Nähe von Hunden gut benehmen soll und du kannst auch Stück für Stück an der Leinenführigkeit üben. Sobald dein Hund einen gewissen Grundgehorsam hat, dann wirst du feststellen, dass du ihn auch in schwierigen Situationen leichter ablenken kannst. Normalerweise sollte in einer Hundeschule auch der Verkehrsteil geübt werden. Genauso auch das Verhalten gegenüber Menschen, Fahrradfahrern, Joggern und anderen Verkehrsteilnehmer.

Du kannst dich dort außerdem mit anderen Hundehaltern austauschen, die dir Tipps geben und die dich auch hinsichtlich der richtigen Auslastung von Border Collies beraten können.

Ich habe meinen Hund mit vier Monaten bekommen und er war schon second hand... Er hat am Anfang alles und jeden ausgebellt, weil Er einfach nichts kannte, beziehungsweise war er einfach sehr unsicher. Ich habe ihn dann an einer 3 m Leine geführt und mit dem Clicker trainiert. Er hat in relativ kurzer Zeit sehr viel kennen gelernt, und ist immer sicherer geworden. Zusätzlich war ich auch im Hundeverein und habe auf die Begleithundeprüfung trainiert. Meiner Meinung nach war das die richtige Kombination aus dem Üben zu Hause und dem Training des Grundgehorsams in der Hundeschule.

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E: Zum Border ansich: Wir waren uns bewusst das der Border ein Hund ist der sehr aktiv ist, da unser vorheriger Hund ein Husky-Labrador war sahen wir da keine großen Probleme. Barney ist zwar weitaus aktiver als wir erwartet hatten aber im Gesamtbild sind wir mit ihm zufrieden.

Nach allem, was Du schreibst, hast Du KEINE AHNUNG von Borders. Bitte informier Dich! Denn "aktiv" ist ihr kleinstes Problem ... da kenn ich genug Labbies, die "aktiver" sind ;-( Dass er weitaus "aktiver als erwartet" ist, zeigt mir nur, dass unglaublich viel schief läuft bei Euch.

Und die Strategie, monatelang wegen "Empfindlichkeit" die Geräusche/Außenwelt zu meiden, war in meinen Augen das komplett falsche ... Sucht Euch unbedingt einen wirklich BORDER-erfahrenen Trainer ...

Mir zu unterstellen ich habe "KEINE AHNUNG" vom Border aufgrund der Aussage das eben dieser ein aktiver Hund ist finde ich schon etwas dreisst. Fakt ist nunmal das die ganze Familie sich im Vorfeld schlau gemacht hatt was es mit dem Border Collie auf sich hatt bevor wir uns für ihn entschieden hatten.

Wir trainieren schon Wochenlang mit ihm das Ruhe wichtiger ist als Daueraktivität, denn ansonsten würde er den ganzen Tag nur Rennen wollen/spielen wollen.

Barney wird fast ausschließlich mit Gehirntraining ausgelastet nur ganz selten geben wir seinem Spieltrieb nach.

Was die Unsicherheit am Anfang anging so haben wir trotz allem versucht mit ihm Gassie zu gehen, doch er war sehr irritiert und bekam sogar Angst. Ob dies nun richtig oder falsch war, ich wollte nicht das Risiko eingehen das er davon einen seelichen Schaden davonträgt. Desweiteren haben wir ihn nicht "Isoliert" , ich hatte mehrfach geschrieben das unser Garten direkt an die Straße grenzt und da wir dort keine "Lärmschutzmauer" oder ähnliches haben konnte er alles wahrnehmen was auf der Straße abging und auch Leute , Fahrradfahrer sehen und mit spielerischer Ablenkung sich an seine neue Umwelt gewöhnen konnte.

Das mit dem BH sind wir auch gerade am Trainieren, jedoch wird dies erstmal zuhause geübt wo er nicht so leicht abgelenkt werden kann. Wenn es recht gut sitzt wird auch draussen trainiert.

Hatt jemand einen guten Link zur Hand wie man BH am besten Antrainiert ? Ich finde zwar viele Tips und Videos aber nichts wie man von Anfang an richtig Trainiert.

Ausserdem sind wir gerade am Überlegen wie genau wir ihm das "Fuss" beibringen sollen da wir 3 bekannte Methoden kennen.

1. Mit der Leine im halbkreis hinter uns rumführen und Links am Fuss sitz machen lassen, sobald getan Fuss sagen und belohnen. ( So haben wir es in der Hundeschule mit unserem ersten Hund gelernt gehabt )

2. Die BH Methode

3. Leine als eine Art Schlaufe um den Bauch legen und sobald der Hund zieht engt sich die Schlaufe zu und der Hund zieht nichtmehr ( Ehrlich gesagt würde ich gern auf diese Verzichten allerdings hab ich oft gelesen das es wohl erfolgsversprechend sein soll ).

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Hi,

ich habe jetzt nicht Alles gelesen, sorry ;)

Ich fasse mal zusammen:

Hausaufzucht mit Mutter und Geschwistern - so weit erst mal ok.

Mit 8 Wochen zu euch gekommen, durch eure Umfeldbedingungen bis zum 5. Monat nur im Garten - Umweltreize hat er also nur bedingt kennen gelernt. Das birgt eine besondere Problematik, die aber aus meiner Sicht mit Umsicht und Geduld zu bewerkstelligen ist.

Seit dem 6. Monat lernt er die "Außenwelt" kennen, Hundekontakte waren bis dahin nur mit wenigen, ihm bekannten Hunden möglich. Diesen ist es aber nicht gelungen, eurem Hund aufzuzeigen, wie er sich "nett" anderen Hunden gegenüber verhält - insofern, dass er die Signale der Hunde nicht versteht oder aber ignoriert, wenn es diesen zu viel ist.

Ich finde, hier seid ihr als "seine" Menschen gefordert, die anderen Hunde zu unterstützen, indem IHR eurem Hund ganz klar zu verstehen gebt, dass er nicht so rüpelhaft mit anderen Hunden umgehen darf. Dazu gleich mehr ;)

Das Bei-Fuß-Gehen KANN er noch nicht können - sowohl vom Alter her (kopfmäßig) als auch von seiner Mobilität her ist er dazu einfach noch nicht in der Lage. Beim Überfliegen der Beiträge habe ich gesehen, dass hier schon der Tipp gegeben wurde, dies immer nur kurz zu üben (1-2 Minuten) und das auch in möglichst reizarmer Umgebung.

Als Soforthilfemaßnahme empfehle ich dir zunächst die Doppelleine: Geschirr und Halsband an, und dann am hinteren Geschirrring eine Leine, die 2. Leine am Halsband festmachen.

Die Leine am Halsband wird immer ein Stückchen länger gelassen, hängt also IMMER etwas durch, weil mit dieser nur SANFTE Korrekturen ausgeführt werden.

Die Leine am Geschirr fängt dagegen das Ziehen/Rucken auf und sollte den Hund zum Stehen bringen; DANN wird durch sanften Zug an der Halsbandleine der Hund ein Stück zu dir zurück gebracht.

Das Handling mit beiden Leinen ist zunächst etwas ungewohnt, mit ein wenig Übung im Haus können aber sowohl du als auch dein Hund lernen, WELCHE Einwirkung dieses Konstrukt hat :);)

Damit dürfte dann auch ein gelenktschonendes Handling für dich möglich sein ;)

Kontakte mit anderen Hunden: Hier solltest du sehr darauf achten, mit welchen Hunden dein Hund zusammen trifft. Einige Halter scheinen ja den Kontakt zuzulassen - vielleicht kannst du dich mit diesen verabreden, um einigermaßen regelmäßig Hundekontakte in eure Spaziergänge mit aufzunehmen?

Dies solltest du aber nur tun mit souveränen Haltern, die souveräne, erfahrene Hunde haben - weniger ist hier oft mehr (für deinen Hund ;) ).

Im Kontakt selber: Dein Hund erkennt oder berücksichtigt nicht die Grenzen anderer Hunde? Dann nehme deinen Hund raus, sobald du merkst, dass es zu viel für die anderen Hunde wird - sonst "erziehst" du dir einen kleinen Mobber ...

Gebe deinem Hund die Chance, Rücksicht/Umsicht im Umgang mit anderen Hunden zu lernen; ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies leichter erlernbar ist, wenn derjenige MEHRERE Chancen hat, sein Verhalten zu ändern.

Das heißt: Dein Hund spielt mit Anderen und wird dabei zu rüpelhaft - dann hole ihn raus, leine ihn an ... und wenn er wieder etwas ruhiger ist, darf er erneut mit den anderen Spielen. Sobald er wieder zu rüpelhaft ist, ermahnst du ihn (mit einem Signalwort, "Ruhiger" z. B. ); bringt ihn das nicht dazu, wieder ein Spur weniger rüpelhaft zu werden, nimmst du ihn wieder raus.

Dein Hund braucht diese Chancen, um überhaupt die Verknüpfung herzustellen: Zu rüpelhaftes Verhalten ist unerwünscht - aber: es ist auch vom jeweils anderen Hund abhängig, WAS zu rüpelhaft ist!!!

Das erste Ziel ist, dass dein Hund überhaupt WAHRNIMMT, dass SEIN rüpelhaftes Verhalten unerwünscht ist - DANN kann er erst ein Alternativverhalten aufbauen.

Das Signalwort gibt ihm dabei ein Feedback von deiner Seite, dass er mit seinem Verhalten dabei ist, den Bogen zu überspannen - und zwar dem anderen Hund gegenüber!

Du selber solltest dabei völlig ruhig und freundlich bleiben, auch wenn du dich "durchsetzt" indem du deinen Hund anleinst.

Notfalls solltest du mit deinem Hund den räumlichen Abstand zum anderen Hund vergrößern, damit dein Hund überhaupt in der Lage ist, selber wieder zur Ruhe zu finden. Wie groß dieser Abstand ist, musst du selber herausfinden, denn dies ist sowohl von EURER Tagesform als auch von der Situation an sich abhängig.

Bitte suche dir dafür Auslaufgebiete aus, die nicht so überlaufen sind (das ist auch oftmals von der Tageszeit abhängig, wie stark "besucht" diese Gebiete sind).

Mit bellenden Hunden habe ich nur insofern Erfahrung, als dass wir diese manchmal im Freilauf treffen - und diese stellen das Bellen nach und nach ein, wenn sie merken, dass meine Hunde im Kontakt "harmlos" sind.

Würde im Umkehrschluss für mich bedeuten, dass auch du den Kontakt so wählen solltest, dass sowohl die anderen Hunde als auch deren Menschen ;) sich nicht von dem Gebelle deines Hundes beeindrucken lassen.

Hm - ich meine, du hast da sowieso ein von Natur aus "bellfreudigeres" Exemplar - das solltest du auch ein wenig berücksichtigen und hier auch sehen, inwieweit du da Kompromisse zugestehen kannst ;)

Als Kopfauslastung kann ich dir Dummyarbeit empfehlen - aber bitte wirklich DummyARBEIT ... und nicht irgendein unüberlegtes "Bällchenwerfen", denn damit pusht du deinen Hund nur unnötig auf.

Geduld, Geduld, Geduld - und Nachsicht gegenüber der Unerfahrenheit deines Hundes in Verbindung mit seinem Alter; das ist, was du in der nächsten Zeit benötigst.

Ich wünsche dir viel Erfolg :kuss:

Edit: Was ganz Wichtiges vergessen: Gebe deinem Hund ein Feedback in Form eines kleinen "Fein" oder "Gut", wenn er ein erwünschtes Verhalten zeigt; gerade wenn er dies ohne deine Anweisung zeigt, gibst du damit deinem Hund gleich mehrere Hinweise:

1. Ich SEHE dich ... ;)

2. Ich finde dein gerade gezeigtes Verhalten gut - womit du

3. deinem Hund die Möglichkeit gibst, eine Wertigkeit für sein Verhalten zu entwickeln ;):)

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Hi,

ich habe jetzt nicht Alles gelesen, sorry ;)

Ich fasse mal zusammen:

Hausaufzucht mit Mutter und Geschwistern - so weit erst mal ok.

Mit 8 Wochen zu euch gekommen, durch eure Umfeldbedingungen bis zum 5. Monat nur im Garten - Umweltreize hat er also nur bedingt kennen gelernt. Das birgt eine besondere Problematik, die aber aus meiner Sicht mit Umsicht und Geduld zu bewerkstelligen ist.

Seit dem 6. Monat lernt er die "Außenwelt" kennen, Hundekontakte waren bis dahin nur mit wenigen, ihm bekannten Hunden möglich. Diesen ist es aber nicht gelungen, eurem Hund aufzuzeigen, wie er sich "nett" anderen Hunden gegenüber verhält - insofern, dass er die Signale der Hunde nicht versteht oder aber ignoriert, wenn es diesen zu viel ist.

Ich finde, hier seid ihr als "seine" Menschen gefordert, die anderen Hunde zu unterstützen, indem IHR eurem Hund ganz klar zu verstehen gebt, dass er nicht so rüpelhaft mit anderen Hunden umgehen darf. Dazu gleich mehr ;)

Das Bei-Fuß-Gehen KANN er noch nicht können - sowohl vom Alter her (kopfmäßig) als auch von seiner Mobilität her ist er dazu einfach noch nicht in der Lage. Beim Überfliegen der Beiträge habe ich gesehen, dass hier schon der Tipp gegeben wurde, dies immer nur kurz zu üben (1-2 Minuten) und das auch in möglichst reizarmer Umgebung.

Als Soforthilfemaßnahme empfehle ich dir zunächst die Doppelleine: Geschirr und Halsband an, und dann am hinteren Geschirrring eine Leine, die 2. Leine am Halsband festmachen.

Die Leine am Halsband wird immer ein Stückchen länger gelassen, hängt also IMMER etwas durch, weil mit dieser nur SANFTE Korrekturen ausgeführt werden.

Die Leine am Geschirr fängt dagegen das Ziehen/Rucken auf und sollte den Hund zum Stehen bringen; DANN wird durch sanften Zug an der Halsbandleine der Hund ein Stück zu dir zurück gebracht.

Das Handling mit beiden Leinen ist zunächst etwas ungewohnt, mit ein wenig Übung im Haus können aber sowohl du als auch dein Hund lernen, WELCHE Einwirkung dieses Konstrukt hat :);)

Damit dürfte dann auch ein gelenktschonendes Handling für dich möglich sein ;)

Kontakte mit anderen Hunden: Hier solltest du sehr darauf achten, mit welchen Hunden dein Hund zusammen trifft. Einige Halter scheinen ja den Kontakt zuzulassen - vielleicht kannst du dich mit diesen verabreden, um einigermaßen regelmäßig Hundekontakte in eure Spaziergänge mit aufzunehmen?

Dies solltest du aber nur tun mit souveränen Haltern, die souveräne, erfahrene Hunde haben - weniger ist hier oft mehr (für deinen Hund ;) ).

Im Kontakt selber: Dein Hund erkennt oder berücksichtigt nicht die Grenzen anderer Hunde? Dann nehme deinen Hund raus, sobald du merkst, dass es zu viel für die anderen Hunde wird - sonst "erziehst" du dir einen kleinen Mobber ...

Gebe deinem Hund die Chance, Rücksicht/Umsicht im Umgang mit anderen Hunden zu lernen; ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies leichter erlernbar ist, wenn derjenige MEHRERE Chancen hat, sein Verhalten zu ändern.

Das heißt: Dein Hund spielt mit Anderen und wird dabei zu rüpelhaft - dann hole ihn raus, leine ihn an ... und wenn er wieder etwas ruhiger ist, darf er erneut mit den anderen Spielen. Sobald er wieder zu rüpelhaft ist, ermahnst du ihn (mit einem Signalwort, "Ruhiger" z. B. ); bringt ihn das nicht dazu, wieder ein Spur weniger rüpelhaft zu werden, nimmst du ihn wieder raus.

Dein Hund braucht diese Chancen, um überhaupt die Verknüpfung herzustellen: Zu rüpelhaftes Verhalten ist unerwünscht - aber: es ist auch vom jeweils anderen Hund abhängig, WAS zu rüpelhaft ist!!!

Das erste Ziel ist, dass dein Hund überhaupt WAHRNIMMT, dass SEIN rüpelhaftes Verhalten unerwünscht ist - DANN kann er erst ein Alternativverhalten aufbauen.

Das Signalwort gibt ihm dabei ein Feedback von deiner Seite, dass er mit seinem Verhalten dabei ist, den Bogen zu überspannen - und zwar dem anderen Hund gegenüber!

Du selber solltest dabei völlig ruhig und freundlich bleiben, auch wenn du dich "durchsetzt" indem du deinen Hund anleinst.

Notfalls solltest du mit deinem Hund den räumlichen Abstand zum anderen Hund vergrößern, damit dein Hund überhaupt in der Lage ist, selber wieder zur Ruhe zu finden. Wie groß dieser Abstand ist, musst du selber herausfinden, denn dies ist sowohl von EURER Tagesform als auch von der Situation an sich abhängig.

Bitte suche dir dafür Auslaufgebiete aus, die nicht so überlaufen sind (das ist auch oftmals von der Tageszeit abhängig, wie stark "besucht" diese Gebiete sind).

Mit bellenden Hunden habe ich nur insofern Erfahrung, als dass wir diese manchmal im Freilauf treffen - und diese stellen das Bellen nach und nach ein, wenn sie merken, dass meine Hunde im Kontakt "harmlos" sind.

Würde im Umkehrschluss für mich bedeuten, dass auch du den Kontakt so wählen solltest, dass sowohl die anderen Hunde als auch deren Menschen ;) sich nicht von dem Gebelle deines Hundes beeindrucken lassen.

Hm - ich meine, du hast da sowieso ein von Natur aus "bellfreudigeres" Exemplar - das solltest du auch ein wenig berücksichtigen und hier auch sehen, inwieweit du da Kompromisse zugestehen kannst ;)

Als Kopfauslastung kann ich dir Dummyarbeit empfehlen - aber bitte wirklich DummyARBEIT ... und nicht irgendein unüberlegtes "Bällchenwerfen", denn damit pusht du deinen Hund nur unnötig auf.

Geduld, Geduld, Geduld - und Nachsicht gegenüber der Unerfahrenheit deines Hundes in Verbindung mit seinem Alter; das ist, was du in der nächsten Zeit benötigst.

Ich wünsche dir viel Erfolg :kuss:

Edit: Was ganz Wichtiges vergessen: Gebe deinem Hund ein Feedback in Form eines kleinen "Fein" oder "Gut", wenn er ein erwünschtes Verhalten zeigt; gerade wenn er dies ohne deine Anweisung zeigt, gibst du damit deinem Hund gleich mehrere Hinweise:

1. Ich SEHE dich ... ;)

2. Ich finde dein gerade gezeigtes Verhalten gut - womit du

3. deinem Hund die Möglichkeit gibst, eine Wertigkeit für sein Verhalten zu entwickeln ;):)

Hallo

Danke erstmal für deine nette Hilfe, das mit der Doppelten Leine werd ich wirklich mal versuchen.

Was die Kopfarbeit anbelangt so spielen wir folgende Spiele jeden Tag mehrfach ( natürlich mit ausgiebigen Pausen zwischendurch) :

Suchen, das macht ihm mit Abstand am meisten Spass. Dazu lass ich ihn von einem Familienmitglied ablenken während ich sein Lieblingsspielzeug verstecke und ihn mit dem Kommando "Such XY" danach suchen lasse.

Hütchen, 3 Farbige Becher gefüllt mit Leckerchen. Anfangs ging es nur darum überhaupt an die Leckerchen ranzukommen, mittlerweile gibt es nur 1 Leckerlie unter den 3 Bechern und das muss er dann finden.

Ball werfen, Allerdings nicht als Hetzspiel sondern als Suchspiel. Ich lasse Barney vor mir sitzen und sag zu ihm "Bleib", danach wird der Ball geworfen und er muss noch verharren. Sobald er Augenkontakt zu mir hergestellt hatt gibt´s den Befehl "Such" und schon zicht er los.

Belobigungen bekommt er von uns mehrfach sofern er etwas gut macht, egal ob er nun etwas richtig gemacht hatt oder nur zufällig ein "Peng" ( sofern der Zeitpunkt noch passt).

Dummyarbeit hab ich bisher keine gemacht, ich habe davon zwar mal etwas gelesen aber mehr sporadisch. Ich werd mich mal schlau machen was es genau damit auf sich hatt.

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Suchen: Lasse ihn nicht "planlos" suchen, sondern gebe ihm Aufgaben und auch Hilfen.

Dummyarbeit verbindet das Sehen und die Nasenarbeit miteinander, dabei werden die schon jetzt veranlagten Fähigkeiten geschult in kleinen Schritten.

Dazu kommt dann noch Impulskontrolle, die Erfahrung des Mensch-Hund-Gespannes als Team und die Erfahrung, dass der Mensch die Beute bestimmt, die der Hund dann erbringen darf.

Wenn du Sachen versteckst, ohne dass dein Hund dies sieht, dann wird er keinen "Plan" für das Suchen entwickeln, aber gerade dieser "Plan" ist für den Hund Kopfarbeit (und das Ganze dann auch noch in Verbindung mit Bewegung = Auslastung pur :D;) ).

Ein Dummybuch habe ich bisher nicht gelesen :Oo , weshalb ich dir hier auch keine Buchempfehlung geben kann.

Ich bin eher der Learning-by-doing-Typ und habe einen Einsteigerkurs mit meinem dummygeilen Amigo belegt, mittlerweile sind wir im Fortgeschrittenen-Lernstadium :D

Egal welche Auslastung du mit deinem Hund machst (also Dummyarbeit, Mantrailing oder auch Agility); wichtig ist nicht die Quantität der Leistung, sondern die Qualität - und diese ist immer maßgeschneidert auf deinen Hund und dich!

Das Ziel ist, den Hund zu lehren, wie er seine Fähigkeiten planvoll, also effektiv einsetzt, um eine Aufgabe zu bewältigen. Dafür werden diese Fähigkeiten durch verschiedenste Möglichkeiten angesprochen, gefordert und gefördert.

Um mal zu verdeutlichen, wie sich dieses Schulen auswirkt:

Ich habe mich immer mal wieder gerne auf den Spaziergängen "versteckt", damit bei meinen Hunden die Motivation, meine Anwesenheit nicht aus dem Kopf zu verlieren, geschult wird.

Dabei ist es anfänglich passiert, dass meine Jungs völlig planlos mehrfach an mir vorbei liefen (weil ich hinter einem Baum oder einem Gebüsch hockte), ohne dass sie mich entdeckten.

Geht mittlerweile nicht mehr :D - egal wie gut ich mich nun verberge, meine Jungs setzen mittlerweile ihre Nasen ein, finden mich dadurch sofort :)

Selbst wenn ich mal die Gelegenheit habe, ein Stück in meiner alten Spur zurück zu gehen (was selten ist, weil meine Jungs sich mit dem Mich-im-Blick-haben anscheinend gut abwechseln ;) ), kann ich sehen, wie sie zunächst abgrenzen, in welche Richtung ich gegangen sein könnte, bis sie dann der alten Spur folgen; passieren sie dabei die Stelle, an der ich abgebogen und ins Unterholz eingetaucht bin, so bremsen sie nach spätestens 5m nach dieser Stelle, machen kehrt, schnuppern ... und haben mich :D

Ich finde es total spannend und cool, zu sehen wie sich die Fähigkeiten meiner Hunde entwickeln. Gerade mein Großer setzt deutlich sichtbar seinen Kopf ein - mein Kleiner dagegen ist oft noch überschäumend in seinem Eifer und fordert meinen Einfallsreichtum, ihn zu einem geplanten Vorgehen zu bringen.

Hm ... ich glaube, man kann ziemlich deutlich lesen, wie viel Spass auch ich an der Sache habe :D

Das finde ich allerdings auch unabdingbar, denn auch oder gerade mein Spaß an der Sache ist noch einmal eine besondere Motivation für meine Hunde, mit mir zusammen zu arbeiten :)

Schau mal, was euch Beiden Spaß macht, ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

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