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K9-Sam

Beißerei auf Hundewiese - wer muss zahlen?

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Hallo zusammen,

ich wollte eigentlich schon seit einiger Zeit mal wieder hier vorbeigeschaut haben, habe es aber nie geschafft und jetzt treibt mich ein eher unschöner Anlass zurück ins Forum...

Ich habe eine Frage:

War eben mit Finn auf der Hundewiese. Er ist jetzt 12 Monate alt und sehr wild und verspielt, aber nicht aggressiv. Allerdings klaut er anderen Hunden gerne die Stöcke/Bälle und macht da dann ein Spiel draus.

Auf der Wiese war noch ein andere Hund, der immer Stöckchen apportiert und es dann seinem Herrchen vor die Füße oder irgendwo hat fallen lassen. Finn hat es ihm ein paar mal weggeschnappt, nachdem er es fallengelassen hatte. Dann standen der Besitzer und ich da und der Hund legte das Stöckchen vor die Füße des Besitzers, ohne dass wir es sahen. Finn stand auch bei uns und wollte es aufheben, woraufhin der andere Hund knurrte und es verteidigte. Plötzlich knurrten sich beide an und kappelten sich kurz. Das Ganze war nach weniger als zehn Sekunden vorbei, woraufhin sie auch voneinander abließen und keinerlei Aggressionen mehr zeigten. Finn tat. als wäre nix gewesen, der andere Hund jammerte kurz.

Da sahen wir, dass er am Bein blutete. Ich bin da eher verantwortungsbewusst und wollte dem Besitzer gleich meine Nummer geben, falls es etwas schlimmeres ist. Da er nicht genau wusste, wo der nächste Tierarzt ist, sagte, ich, wir könnten zu meinem gehen, der nur zehn Minuten Fußweg entfernt war.

Taten wir auch. Der Hund lief normal, wollte sich aber die blutende Wunde lecken.

Tierärztin sagte es sei nichts wirklich schlimmes, müsste aber genäht werden, weil es sonst nicht richtig heilt. Es war eine kleine Wunde (kleiner als 1 cm), aber halt recht tief. Hat Finn wohl voll seinen Zahn reingehauen.

Der Besitzer ist mit seinem Hund jetzt noch da, ich bin nach Hause gegangen, weil die Tierärztin mich ja kennt. Ich bekomme nun die Rechnung (wohl mindestens 200 Euro) geschickt. Mir fiel auch gar nicht groß ein, zu sagen, dass ich das nicht zahle oder so, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte. Dabei war es ganz klar ein Unfall und keine böse Aggression oder so. Die TÄ meinte auch, dass sowas halt passiert.

Meine Frage jetzt: War das so richtig? Soll ich die gesamte Rechnung zahlen? Oder teilt man das? Kann ich es bei Finns Haftpflicht einreichen?

Danke für jegliche Antworten, ich hab leider (oder zum Glück) null Erfahrung damit, weil es noch nie zu einem solchen Vorfall kam, obwohl Finn schon mein dritter Hund ist...

Danke und liebe Grüße :)

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Du kannst es bei der Versicherung versuchen, zumal beide Hunde ohne Leine waren. Ich würde einfach die Tierarztrechnung kopieren und einschicken.

Vom Bauchgefühl her denke ich, dass Du vorerst für die ärztliche Versorgung des anderen Hundes aufkommen musst, kann mir aber wiegesagt auch vorstellen, dass Deine Haftpflicht es zurückzahlt.

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das geht mit der Schilderung des Vorfalls an die Haftpflicht und gut ist :)

Ruf sie noch kurz an damit die Formulare an Dich geschickt werden und das schnell einen Abschluss findet.

Evtl zahlt sie nur einen Teil wegen Mitschuld aber das ist ihr ermessen,

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Halleluja, 200 Euro für einmal Nähen? Wow...

Aber davon mal abgesehen: normalerweise machen die Versicherungen es so, dass sie die halben Kosten übernehmen wenn beide Hunde frei waren.

Ich würde direkt anrufen und erklären was war, manche Versicherungen möchten lieber direkt an den anderen Besitzer überweisen, manche schicken das Geld an dich.

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So meine ich auch gelesen zu haben, daß beiden Seiten die Hälfte tragen müssen, weil ja beide Hunde ohne Leine waren und das eben Restrisiko ist.

Die Versicherung wird es aber genau wissen.

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Wie wäre das denn wenn man in einem anleinepflichtigen Ort ist und ich meinen Hund vorschriftsgemäß angeleint habe aber ein freilaufender Hund ohne mich erstmal zu fragen zu meinem gelassen wird und meiner den anderen beißt? Oder vielleicht auch noch meiner gebissen wird?

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Meine Versicherung sagt in so einem Fall, dass der freie Hund (mehr) Schuld hat, und der Halter die Kosten komplett übernehmen soll (bzw der Besitzer)

Über die örtliche Rechtsprechung sagen die Versicherungen nichts, das ist nicht deren Aufgabe.

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Bisher hab ich bei jeder Beisserei (auch im Freilauf) die Kosten komplett bekommen. Aber die Verhältnismäßigkeit von klein Buca und Gegner war immer ein großer Unterschied. Und der Gegenpart hatte nie einen Kratzer.

Dagegen wurde bei Buca immer viel danach genäht werden. Aber 200 Euro hat unser Tierarzt auch bei Narkose nicht genommen

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Wenn es auf einer öffentlichen Hundewiese war, blöd gelaufen.

Weil Deiner den Mist gestartet hat, würde mein Kopf sagen, Deine Rechnung.

Versuche es bei der Versicherung einzureichen.

Ansonsten hilft nur reden.

Dein Hund hat gestänkert und hat die Verletzung verursacht.

Stöcke klauen kann halt ins Auge gehen.

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Äh ,

Originalbeitrag

.

Weil Deiner den Mist gestartet hat, würde mein Kopf sagen

...sehe ich anders.

Wenn anderer Hund sich nähert , sollte Mensch grundsätzlich jedwede

"Beute" aus dem "Kommunikationsbereich" entfernen.

Die ursächliche "Schuld" bezüglich der Eskalation , dürfen sich die HH hier

wenigstens teilen :(

Aus rechtlicher Sicht , besagt mein Kenntnisstand das jeder HH bei

nicht-angeleinten Hunden seinen eigenen Schaden selbst zahlen darf....

Kann aber veraltet sein... :???

Dies verhindert natürlich keine wohlwollenden "Kulanz-Absprachen".... ;)

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