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vreni76

Barfen bei Niereninsuffizienz - wer kennt sich aus?

Empfohlene Beiträge

Bei meinem fast 14jährigen Rüden wurde eine Niereninsuffizienz diagnostiziert.

Zum Glück früh erkannt, so dass man noch einiges tun kann, damit er damit gut leben kann.

Da ich meine Hunde fast ausschließlich frisch füttere, brauche ich jetzt ein paar Infos, worauf man bei einem nierenkranken Hund achten muss.

Laut Aussage des TAs geht es ja hauptsächlich um den Proteinwert im Futter, der niedrig sein soll. Der Proteinwert beim empfohlenen Diät-Trockenfutter liegt beispielsweise bei 14,5 %.

Kann ich jetzt einfach Fleisch mit niedrigem Proteinwert verfüttern? Kann man die Angabe auf der Fleischverpackung (Tierhotel) ernst nehmen und mit dem eines Trockenfutters überhaupt vergleichen?

Durch welche Zugaben liefere ich die benötigte Energie, wenn nicht mehr durch Protein? Kohlehydrate z.B. durch die Gabe von Reis, Nudeln oder Flocken?

Auf einer BARF-Seite habe ich einen Beitrag zu dem Thema gelesen, dass es Quatsch sei, dass der Proteingehalt verringert werden soll, sondern dass es hauptsächlich auf den Phosphor-Wert ankommt, den man niedrig halten soll und die Knochengabe verringern soll, da Knochen recht viel Phosphor enthalten.

Wie kann ich den Phosphor-Wert überhaupt bestimmen?

Macht das Barfen an sich weiter Sinn und ist gerade gut oder ist es besser Dose mit Flocken zu füttern?

Der Hund soll zusätzlich ACE-Hemmer bekommen und ansonsten keine weiteren Medikamente.

Bezüglich der Ernährungsumstellung werde ich mich noch mit einer anderen Tierärztin unterhalten, aber damit ich bis dahin nicht falsch füttere, wäre ich für Infos und Erfahrungswerte sehr dankbar.

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Ich habe meinen Ali mit speziellem Nierenfutter gefüttet (Animonda, Dr. Hills)

oder Huhn mit Reis und Möhren gekocht.

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Ja, spezielles Diätfutter (Vet Concept) ist auch das, was mein Tierarzt mir jetzt auch empfehlen würde. Er meinte aber auch, dass ich bezüglich der Barferei mit seiner Kollegin sprechen soll, die sich da besser auskennt.

Es muss doch möglich auch sein, weiter zu barfen und sicher ist das auch die bessere Variante, wenn man weiß, was man geben darf und was nicht.

Ich brauche also wirklich Tipps bezüglich des Barfens.

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Meine Meinung: verabschiede Dich vom Dogma-Barfen mit seinen Prozentangaben und seiner z.T. absurden Fleischlastigkeit.

Es gibt Fachliteratur (wie "Ernährung des Hundes" von Meyer/Zentek), die man per Fernleihe bekommen kann oder auch Rationsberechnungen bei Uni-Kliniken, die für mich wesentlich seriöser sind als Empfehlungen der Barf-Community.

Es ist richtig, daß eine unter den Bedarf abgesenkte Proteinzufuhr keine Vorteile bringt; die Fütterung übersteigerter Fleischmengen allerdings schon beim gesunden Hund nicht, beim nieren- oder leberkranken alten Hund würde ich erst recht die Finger davon lassen.

Wenn Du nicht das Nierendiät-Fertigfutter geben willst, würde ich wirklich als erstes die Knochen weglassen, zweitens nur bedarfsgerecht Protein zuführen (das allerdings in Form hochwertigen Muskelfleisches, Ei und Milchprodukten) und drittens über energiereiche und phosphorarme Kohlenhydrate (Reis, Kartoffel) und maßvoll Fett den Energiebedarf decken.

Der Nährwertrechner hilft Dir, die Bedarfswerte für Deinen Hund bei der Rationsgestaltung einzuhalten. Dabei sollte lt. Meyer/Zentek die Phosphor-Aufnahme nicht höher als 45 mg/kg Körpermasse und Tag sein und das verdauliche Rohprotein 8-10 g/1 MJ betragen. Zur Kalziumversorgung bietet sich Kalziumcarbonat an.

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(bearbeitet)

Ja klar ist Rohfütterung weiter möglich, das habe ich bei meinem Kater auch gemacht.

(Ich kann mich bei Nierenproblemen nicht mit TF anfreunden, das widerstrebt mir total.)

Wichtig sind nicht nur die Nierenwerte für die Fütterung, sondern auch Kalium, Phosphat, usw.

Auch danach sollte man sich dann bei der Ernährung richten.

Einfach nur "Fleisch mit geringerem Proteingehalt" geht nicht, dass ist dann oft sehr bindegewebsreich, wichtiger ist, dass es gut verwertbare Proteine sind, also hochwertiges Fleisch, Quark, Kefir....

Fleischmenge reduzieren und mehr Fett zur Energiegewinnung füttern, keine (wenig) Knochen und dafür als Calziumquelle ein Calziumcarbonat-Präparat.

Schau doch mal ins "Gesunde Hunde Forum", da gibt es ziemlich viele Infos zur Fütterung von Hunden mit CNI.

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Wichtig ist, dass im Protein die essentiellen Aminosäuren abgedeckt sind, das Protein also eine sehr hohe Qualität haben sollte. Viel wichtiger ist, dass das Phosphor reduziert werden sollte!

Den Proteingehalt wrde ich moderat dadurch senken, dass ich Fett zufüttere (Schweineschmalz z.B.) und Kohlenhydrate, z.B Kartoffeln.

Phosphor arm ist z.B Schweinebauch oder Milchprodukte

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Super, das sind ja mal alles wertvolle Tips. Jetzt habe ich wenigstens schon mal ein bisschen Basis-Infos, so dass ich für das Gespräch mit der Tierärztin vorbereitet bin.

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Hier der Link CNI:

www.barfers.de › Ernährung / BARF › Artikel zur Ernährung

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Wir barfen auch. Als meine Hündin mit über 13 Jahren schwer an Niereninsuffizienz (hatte auch schwere Herzprobleme) erkrankte, verweigerte sie aber fast alle Fleischsorten. Geflügel ging z.B. gar nicht mehr.

Auf Rat unseres Tierarzt und meines Urologen bekam sie fast ausschließlich nur noch Schweinefleisch. Fett musste das Fleisch sein und natürlich gekocht.

Ich hab dann immer Schweinebauch oder Schweinshaxe mit Gemüse und Kohlehydraten im Schnellkochtopf gekocht. Sie hat es bis zuletzt unglaublich gerne gefuttert und es tat ihr auch sichtlich gut.

Leider weiß ich nicht mehr, was der genaue Grund für die Gesundheitsverbesserung durch das fette Schweinefleisch ist. Ich weiß nur, dass es tatsächlich geholfen hat.

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Das mit dem fetten Schweinefleisch habe ich auch schon gehört.

Wo kommt man denn da dran? Das muss ich dann ja sicher beim Metzger kaufen.

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