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Hundeforum Der Hund
SabineG

Warum ist es so schön, einen Junghund zu haben?

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Das hast Du wunderschön geschrieben, da kann ich Dir nur zustimmen! :yes:

Die Junghundezeit mit Ivy war total angenehm und schön, ich kann mich nur positiv daran erinnern. Mit Joy ist das Ganze schon etwas anstrengender. Aber wenn man sich ein bisschen auf sie einlässt und sie beobachtet, sieht man, dass sie wirklich lernen möchte. Sie will einfach arbeiten und die Welt entdecken ;)

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Vielleicht habe ich Glück mit Emma. Sie ist jetzt 11 Monate jung und es macht mir jeden Tag Spaß mit ihr. Wie sie die Welt entdeckt, was sie alles spannend findet und die Lebensfreude, die junge Hunde ausstrahlen, ist einfach ansteckend.

Ja, auch sie hat so pubertäre Phasen, die sich aber - bisher - in Grenzen halten. Genervt war ich irgendwie noch gar nicht. Fällt mir aber erst jetzt, durch diesen Thread auf. Ich sehe es einfach so: Wie schnell ist die Zeit vorbei. Deshalb genießen.

Für mich ist es so wie bei Sabine: Ich empfinde Emma als großes Geschenk :)

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Dann versuche ich mich auch mal:

Es ist schön, einen Junghund zu haben, weil mein kleines Fellknäul Kontur gewinnt.

Als das kleine Mädchen zu mir kam, war mein Rüde nach 18 gemeinsamen Jahren gerade ein paar Tage tot. Mein Rüde war aus dem Tierschutz - schwierig, kantig, eigensinnig, stolz und unabhängig, ein richtiger Charakterhund. Es hat sehr viel Zeit, Geduld und Liebe gebraucht, bis aus uns ein gutes Team wurde, das sich blind verstehen und aufeinander verlassen konnte und ich habe wahnsinnig an ihm gehangen.

Das neue Fellknäul passte gerade so auf eine Hand und war ganz anders: sie freute sich wie verrückt, wenn ich sie lobte, während es meinem Rüden herzlich egal war, ob er gefällt. Sie war anhänglich und verschmust, während mein Rüde ein kleiner Freigeist war. Sie war freundlich zu jedem Zwei- und Vierbeiner, während mein Rüde nur "seine Menschen" mochte und beachtete. Alle fanden sie süß, während vor ihm alle Respekt hatten.

Langsam merke ich, dass mein kleines Mädchen erwachsen wird und Kontur gewinnt. Aus der verschmusten Schnarchnase wird ein Hund, der seinen Charakter entwickelt und beginnt, seine Grenzen zu testen. Sie fordert mich, ist sehr clever und wenn ich nicht schnell genug für uns beide reagiere, entscheidet sie und versucht, mit einem Funkeln in den Augen ihren aufkeimenden Dickschädel durchzusetzen. Dem Welpen, der in der ersten Zeit nur zwischen Hunger, Müdigkeit und freudiger Neugier schwankte, merkt man plötzlich Stimmungen an. Wenn sie einen schlechten Tag hat, marschiert sie morgens quer durch sämtliche Räume an meinem Arbeitsplatz, ohne einen der Anwesenden auch nur eines Blickes zu würdigen. Sie beginnt, ihre Grenzen aufzuzeigen und sich enger an ihre Menschen zu binden. Es ist spannend, neue Facetten an ihr zu entdecken, gemeinsam mit ihr ihre neue Welt zu erobern und es ist schön zu spüren, dass sie nicht bedingungslos folgt, sondern dass ich mich anstrengen muss, damit wir zusammenwachsen.

Vielleicht speichere ich mir meine Liebeserklärung vorsorglich für die Pubertät meiner Kleinen ab. Ich glaube, ich werde sie noch brauchen, um durchzuhalten. :D

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Schranktuer, ich finde, das hast du total schön formuliert und beschreibt schon sehr das Dasein eines Junghundes. :klatsch::klatsch:

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Das leben mit einem junghund koennte wunderbar sein, wenn nicht die anderen verkrampften hundehalter waren. Natuerlich haben wir hier viele hundefreunde und bekannte und entspannte halter. Aber die verkrampften, die verbissen dreinschauen und ihre hunde krampfhaft festhalten, wenn nele im uebermut mal ihren laufradius auf der grossen wiese etwas erweitert. Sie lauft gar nicht zu den hunden hin, der rueckruf klappt. Aber sie stuermt und flitzt ueber die wiese dass es eine freude ist, nach wenigen minuten ist der spuk vorbei. Oh gott was sind die leute, die in weitem abstand mit ihren hunden vorbeiziehen angepieselt, vor angst ein junger hund koennte zu ihnen gelaufen kommen. Ihre hunde dagegen sind in spiellaune, wuerden gerne eine runde mittoben. Das ist fuer mich der groesste krampf in der junghundphase, dieses staendige aufpassen im wenigen freilauf, dass nele ihren radius einhaelt. Die restliche zeit ist sie ja an der leine wegen jagdtrieb.

Von daher finde ich es schon entspannter mit einem aelteren hund zu gehen.

Wohlgemerkt, nele ist eine 12 kg leichte und 48 cm grosse whippete. Bei unserem damaligen rottweiler und hovawart jungspunden konnte ich das verkrampfte leinenfesthalten ja verstehen. Man sollte einfach auch mal lachen koennen wenn ein uebermuetiger junghund angelaufen kommt. Ich selbst bin dann jedes mal ganz entzueckt. Passiert aver selten. Mein schoenstes erlebnis war, als der junghund unseres jagdpaechters ausbuechste und meinen mann und mich samt whippete im welpenalter uebermuetig umkreiste und der jagdpaechter mit hochrotem kopf versuchte seinen hund einzufangen. Schoen dass auch anderen leuten mal so was passiert.

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Aber die verkrampften, die verbissen dreinschauen und ihre hunde krampfhaft festhalten, wenn nele im uebermut mal ihren laufradius auf der grossen wiese etwas erweitert.

MaryB, ich beschreibe dir mal fünf Szenarien, die ich aus eigenem Erleben kenne, um für Verständnis zu werben:

1. Mein alter Rüde war in seinen letzten Jahren fast blind und taub. Angesehen hat man ihm das nicht. Andere Hunde, die draußen auf ihn zugerannt sind, haben ihn deshalb komplett überrumpelt. Es passierten mehrfach zwei Dinge: mein Hund wurde umgeworfen oder hat sich so erschrocken, dass er geschnappt hat und ich eine kleine Keilerei hatte, während der andere Halter noch weiter entfernt war.

2. Der gleiche Hund hatte mehrere Operationen an den Augen. Jedes Mal sagten mir die Ärzte: wenn die Naht im Auge wieder aufreißt, müssen wir das Auge entfernen. Draußen habe ich meinem Hund den Trichter abgenommen, damit er sich wenigstens mit der Nase orientieren kann, hatte aber zeitgleich immer Panik, dass ein ungelenker Jungspund auf ihn zugerannt kommt und ihm versehentlich vor das verletzte Auge haut.

3. Meine Hündin hatte, als ich sie aus dem Tierschutz geholt habe, Giardien. Ich habe bewusst versucht, den Kontakt zu anderen Hunden zu vermeiden, um sie nicht der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen.

4. Wenn ich tagsüber mit meinem Hund spazieren gehe, habe ich keine Hundekleidung an und regelmäßig im Anschluss Termine. Die Pfotenabdrücke fremder Hunde, die mich begrüßen wollen, habe ich dann nicht besonders gerne auf meinen Klamotten. Ist auch schon mehrfach passiert.

5. Ich übe mit meinem Hund, während ich draußen bin. U.a., dass er beim Kontakt mit anderen Hunden auf meine Freigabe warten muss. Ein Jungspund, der mir in eine Übung rein rennt, nervt einfach nur.

Wenn mein Hund angeleint ist, treffe ich regelmäßig andere Hundehalter, die auf Entfernung fragen, ob der Kontakt zwischen unseren Hunden für mich o.k. ist. Ab und zu kommt als Reaktion darauf, dass ich meinen Hund kurz halte, auch ein „Meiner läuft vorbei“ oder ein Rückruf. Ich finde das höflich und rücksichtsvoll und bedanke mich jedes Mal. Vielleicht erinnerst du dich ja an meinen Beitrag, wenn dir das nächste Mal ein verbissen guckender Mensch mit Hund entgegen kommt. ;)

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Da schließe ich mich im Grundtenor durchaus an.

Ich möchte nicht dass Elliot wie ein Bekloppter an der Leine zieht wenn er andere Hunde sieht. Also üben wir dass an der Leine kein Kontakt erlaubt ist, gleichfalls üben wir, anständig an anderen Hunden vorbei zu gehen. Ich mag das Bild von Leuten nicht, die sich hinter einem ausgewachsenen 30kg Hund herschleifen lassen und rufen "der will nur mal Hallo sagen" während der Hund keuchend und würgend in der Leine hängt und seine ganze Kraft aufbringt um endlich zu uns zu kommen. Meine Hunde sollen das nicht tun.

So wie ich nicht möchte dass andere Hunde einfach auf die meinen zustürmen möchte ich es auch nicht im umgekehrten Fall.

Spiel mit anderen Hunden bleibt deshalb nicht ausgeschlossen, aber das kann man ja mit dem jeweils anderen Hundehalter konkret vereinbaren.

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Weil er bald hoffentlich groß ist, darum! :D

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O.k. ich seh schon in welche richtung es geht. Lasst gut sein. Ich schrieb dass nele übermütig über die wiese läuft, der radius eines windhundes ist grösser. Ich schrieb nicht dass sie andere leute oder hunde belästigt. Egal. Bin halt etwas unkomplizierter gestrickt. Habe auch einen seniorhund der kaum noch sieht und hört und bin trotzdem entzückt wenn junghunde toben und spielen, auch wenn sie dabei mal in die nähe meines seniors kommen.

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Originalbeitrag

Da schließe ich mich im Grundtenor durchaus an.

Ich möchte nicht dass Elliot wie ein Bekloppter an der Leine zieht wenn er andere Hunde sieht. Also üben wir dass an der Leine kein Kontakt erlaubt ist, gleichfalls üben wir, anständig an anderen Hunden vorbei zu gehen. Ich mag das Bild von Leuten nicht, die sich hinter einem ausgewachsenen 30kg Hund herschleifen lassen und rufen "der will nur mal Hallo sagen" während der Hund keuchend und würgend in der Leine hängt und seine ganze Kraft aufbringt um endlich zu uns zu kommen. Meine Hunde sollen das nicht tun.

So wie ich nicht möchte dass andere Hunde einfach auf die meinen zustürmen möchte ich es auch nicht im umgekehrten Fall.

Spiel mit anderen Hunden bleibt deshalb nicht ausgeschlossen, aber das kann man ja mit dem jeweils anderen Hundehalter konkret vereinbaren.

Habe ich das irgendwo geschrieben dass es bei uns so ist?

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