Jump to content
Hundeforum Der Hund
Tröte

Konzentration

Empfohlene Beiträge

Das trifft aber auch auf "einfache" Fußarbeit zu. Für einen Hund ist das megaanstrengend, eben weil es so viel Konzentration fordert.

In diesem Alter "arbeiten" meine max. 5 Minuten am Stück und selbst das ist für sie eine Seltenheit, meist löse ich nach 40 Sekunden oder anderthalb Minuten auf. So bleibt das ganze interessant, überfordert nicht und sie selbst wollen immer noch mehr. Eine perfekte Arbeitsgrundlage für später. ;)

Wenn mein Hund auf die Frage "Wollen wir arbeiten?" angeschossen kommt und die gesamte Welt ausblendet, dann bin ich hochzufrieden. :D

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich finde auch das es schon eine enorme Leistung ist, er ist ja auch noch jung und selbst bei erwachsenen Hunden geht die Leistung dann in den Keller.

Meistens zeigen die Hunde auch ganz deutlich das die Konzentration nach läßt und dann zieht ihr euch einen Weile zurück.

Lg Birgit

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hey

Mit dem Lernen ist das so eine Sache! Gut das weiß man! Nur gut gedacht ist noch nicht gut gemacht!

Wir reden von Konzentration, vergessen aber dabei oft, dass es gar nicht so sehr um Konzentration geht.

Lernen sollte wenn es gut gemacht wird Spaß machen, dazu braucht es die richtigen Anreize und nicht monotones Üben. Lebewesen sind evolutiv neugierig und die sollte erhalten bleiben, das ist auf Hundeplätzen kaum möglich, alle müssen das Gleiche machen, da bleibt das Individuum schnell auf der Strecke.

Ich denke nicht, dass es hier in erster Linie um Konzentration geht, das ist zwar ein wichtiges Ziel, aber für die Aufgabe, die ein Hund mal mit Motivation erfüllen soll und kann.

Vieles auf den Hundeplätzen wird in Langeweile zum Motivationskiller umgemünzt und die Freude am Tun bleibt auf der Strecke. Auch wird die selbstständige Kreativität systematisch abtrainiert, Hund soll nur funktionieren, das ist aber kein gehirngerechtes Lernen.

Wir sollten uns an der Natur ein Beispiel nehmen, die Wildtiere vor immer neue Herausforderungen stellt zusätzlich zu dem, was die alltägliche Routine ausmacht. Die Durchdringung von beidem macht‘s.

Der wahre Egoist kooperiert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

*unterschreib* hans-georg :D

GENAU meine Einstellung :klatsch:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Aber ihr beiden habt noch nie richtiges Training auf dem Hundeplatz gesehen oder?

Mal davon ab, dass nicht jede Art neugierig ist. Viel mehr hängt das Verhalten von der Ökologischen Nische ab die sie sich geschaffen hat. Mäuse sind beispielsweise Neophil also eher neugierig. Ratten Neophob eher Scheu und auch den Wolf würde man als Scheu einstufen. Diese Überlebensstartegie hat sich bei ihm bewehrt.

Zurück zum Training. Gutes Training ist vor allem kurz und wird immer positiv bestärkt. Wenn ich jemanden Trainiere gucke ich als erstes wie kann ich bzw der HF den Hund bestätigen (belohnen)? Oft trainieren ich erstmal das Belohnen. Auf was reagiert der Hund am besten und wenn spielen, wie richtig. Die einzelnen Übungen sind kurz und werden umgehend belohnt. Gesamt trainiert man immer nur kurz und lieber öfter. Gruppenarbeit wird selten gemacht nur um die Ablenkung zu trainieren.

Und das ist nicht meine Erfindung, so habe ich es gelernt und gerade im Obi und VPG Bereich Vereinsmässig so gehandhabt. Im Dogdance auch, nur ohne Gruppe. Anfangs ist im Training mehr Spiel als UO.

Fuß wird nicht monoton geübt. Die Hunde haben Freude an der Arbeit. Wenn es richtig aufgebaut ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hey

Originalbeitrag

Aber ihr beiden habt noch nie richtiges Training auf dem Hundeplatz gesehen oder?

Mal davon ab, dass nicht jede Art neugierig ist. Viel mehr hängt das Verhalten von der Ökologischen Nische ab die sie sich geschaffen hat. Mäuse sind beispielsweise Neophil also eher neugierig. Ratten Neophob eher Scheu und auch den Wolf würde man als Scheu einstufen. Diese Überlebensstartegie hat sich bei ihm bewehrt.

Selbst wenn ich kein Training von Hundeplätzen kennen würde, wäre deine Behauptungen wenig relevant.

Warum?

Ich bleibe mal bei den Wölfen, das macht es etwas einfacher und leichter zu verstehen.

Wie lernen Wölfe überwiegend?

Sie lernen sehr viel von anderen Wölfen im Rudel (= Familienverband), somit lernen sie in einem geschützten Raum, hier lernt jeder Jungwolf kann jeder Jungwolf individuell lernen.

Das wiederum, ist weitestgehend von seiner genetischen Grundausstattung und der Umwelt abhängig, d. h., hier gilt die geniale Grundformel.

Genotyp + Umwelt = Phänotyp

Dass Neugier auch mit Risiken behaftet ist, speziell in der freien Wildbahn, wird bei den Haustieren weniger bis kaum eine Rolle spielen.

Oder anders, Hunde als Haustiere, wachsen in diesem oben genannten geschützten Raum auf.

Mit anderen Worten, Hundeerziehung und Hundeausbildung ist mit keiner lebensgefährlichen Umwelt behaftet und lässt sich daher ganz anders gestallten.

Die inzwischen legendären vier Fragen Tinbergens (1963) im Bezug auf die Erklärung von Verhalten beziehen sich auf:

(1) Die unmittelbaren oder proximaten Ursachen des Verhaltens.

Welche internen und externen Faktoren kontrollieren eine Verhaltensweise mit Hilfe welcher Mechanismen?

Zu diesen Mechanismen gehören Neurone, Hormone und Muskeln.

(2) Die Entwicklung des Verhaltens.

Wie entsteht eine Verhaltensweise in der Ontogenese eines Individuums?

Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung des Verhaltens und wie interagieren genetische und externe Einflüsse dabei?

(3) Die evoluierte oder ultimate Funktion des Verhaltens.

Welche Konsequenzen hat eine Verhaltensweise letztendlich für den Überlebens- und Fortpflanzungserfolg eines Individuums?

Was ist die adaptive Bedeutung einer Verhaltensweise?

(4) Den phylogenetischen Ursprung des Verhaltens.

Wie ist eine Verhaltensweise im Laufe der Stammesgeschichte einer Art entstanden?

Schauen wir uns diese Fragestellungen an, fällt sofort ins Auge, das bei unseren Haustieren heute, speziell dem Hund, Punkt 1-2 eine Rolle spielt.

Das bedeutet, die Neugier unserer Hunde ist von den Punkten 3-4 relativ entkoppelt, da sie im menschlichen Hausstand nicht mehr überlebensrelevant sind.

Somit kann man sagen, dass die lebenslange Neugier sehr gut zum Lernen für Hunde eingesetzt werden kann.

Es geht hier also speziell darum, die Neugier als Motivation zum Lernen, mit entsprechenden Mitteln zu nutzen.

Zurück zum Training. Gutes Training ist vor allem kurz und wird immer positiv bestärkt. Wenn ich jemanden Trainiere gucke ich als erstes wie kann ich bzw der HF den Hund bestätigen (belohnen)? Oft trainieren ich erstmal das Belohnen. Auf was reagiert der Hund am besten und wenn spielen, wie richtig. Die einzelnen Übungen sind kurz und werden umgehend belohnt. Gesamt trainiert man immer nur kurz und lieber öfter. Gruppenarbeit wird selten gemacht nur um die Ablenkung zu trainieren.

Und das ist nicht meine Erfindung, so habe ich es gelernt und gerade im Obi und VPG Bereich Vereinsmässig so gehandhabt. Im Dogdance auch, nur ohne Gruppe. Anfangs ist im Training mehr Spiel als UO.

Fuß wird nicht monoton geübt. Die Hunde haben Freude an der Arbeit. Wenn es richtig aufgebaut ist.

Ein gutes und vernünftiges Training, wie hier von dir angesprochen, ist immer begrüßenswert, soweit kann ich dir nur zustimmen.

Auch hier gibt es eine einfache wie geniale Formel, die man, wenn man sich damit beschäftigt, aus dem Sport kennt, die „Superkompensation“.

Kurz und knapp:

Belastungs-Phasen und Erholungs-Phasen müssen/sollten individuell, in einem optimalen Verhältnis zueinanderstehen.

Deshalb sagt kurz und/oder lang noch nichts über das optimale Verhältnis der optimalen Belastungs-/Erholungs-Phasen aus.

Beginnen wird man immer mit kurzen Phasen der Belastung, dann bleibt genügend Zeit für die Phasen zur Erholung, die passiv oder aktiv erfolgen kann.

Oder anders ausgedrückt, je nach Stand des Lernens/Trainings sollte/muss das optimale Verhältnis der Belastung und Erholung berücksichtigt werden.

Der wahre Egoist kooperiert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

öhm, jetzt raucht mein Kopf aber danke für deine Ausführungen. :think:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

Aber ihr beiden habt noch nie richtiges Training auf dem Hundeplatz gesehen oder?

Doch und auch lange mitgemacht ;)

Hatte vorher ne ehemalige Diensthuendin (DSH, Drogen, Waffen,Sprengstoff). Nur diese Art von Trainieren, Arbeiten und Lernen auf dem Platz ist einfach nicht meins.

Egal, obs jetzt guter oder schlechter Trainer/Hundeschule ist.

Deshalb hab ich auch die Rasse gewechselt ;)

Heisst aber nicht, dass ich es per se schlecht finde, sondern dass mir die Art des Arbeitens einfach nicht zusagt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Wir sollten uns an der Natur ein Beispiel nehmen, die Wildtiere vor immer neue Herausforderungen stellt zusätzlich zu dem, was die alltägliche Routine ausmacht.

Sehr schön gesagt, und das gilt nicht nur für das Training, sondern sollte, wie ich finde, auch im Alltag gelebt werden.

Mal etwas Neues machen, mal andere Ausflugsziele wählen, andere Spazierwege erkunden, was Neues beibringen.

Wie oft werden Hunde geistig verkümmern gelassen.

@Tröte

Tschuli könnte keine halbe Stunde aufmerksam und fröhlich UO mit mir laufen.

Das ist 3 Minuten lang toll, nach 5 Minuten fad, dann latscht sie vielleicht noch weitere 5 Minuten, weil ich`s mir wünsche und dann weiß sie nicht mehr, was Sitz heißt -ähm sie tut s als wüsste sie es nicht. Sie ist leer im Kopf.

Ich mute ihr das schon lange nicht mehr zu.

Training heißt heute bei uns: 3-5 (auch mal mehr) Minuten volle Leistung zB am Longierkreis oder im Parcour, dann mind. 10 Minuten Pause (spielen mit mir, kleine Tricks, einfach nur zusammen rumtraben, liegen, den anderen zuschauen) und das für insgesamt 1 bis 1,5 Stunden. Macht ihr bis zum Schluss Spaß und danach ist sie k.o.

Siehst du ihm denn an, ob`s ihm Freude macht?

Wann er nicht mehr kann /will?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Also, ich glaub schon, das ich merke, das er auch Spaß daran hat.

Er ist halt ein Labbi und will gefallen.

Ich denke auch, das Erziehung auch bei einem Labbi sein muß, denn Capper soll ja ein Hund sein, den ich überall mit hin nehmen kann und dafür muß doch auch eine gewisse Grunderziehung erfolgen. Das ist doch wohl nicht falsch.

Und ich denke es kann doch auch nicht falsch sein, Capper einmal in der Woche so richtig zu fordern.

Ansonsten gehe ich so oft mit ihm überall hin, so viele verschiedene Wege.

Heute zum Beispiel sind wir mal wieder einen ganz neuen Weg gegangen, mitten durchs Dorf, am Reitstall vorbei und dann ganz hoch auf einen Berg und dort haben wir uns einfach nur hingesetzt und die Aussicht genossen.

Ich glaube, das Erziehung sein muß aber alles muß recht ausgewogen sein.

Mal muß er Hund sein dürfen und mal muß er halt auch mal lernen.

Alles in einem ausgeglichenen Maß.

Er lebt nun mal nicht in der Wildnis in einem Rudel sondern bei uns in der Familie.

Oder sehe ich das jetzt so verkehrt? :think:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Konzentration macht Erektion?!

      Moin, Otto ist jetzt 10 Monate alt. Inzwischen bekommt er sexuelle Anwandlungen und versucht schon mal seine Freundin zu besteigen, soweit normal. Aber: immer wenn er sich konzentriert, bei kleinen Übungen, Sitz, Pfötchen geben, etc. fährt er sein Ding aus. Läßt steigender Hirndruck den Penis schwellen oder was ist da los? Irgendwie war er schon immer ein wenig sehr locker untenrum. Nicht rammeln, nur mal locker (oder auch fest) raushängen lassen.   Kennt sich da jemand aus?   Der soll ma

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Seminar Kommunikation+Konzentration mit Anita Balser am 27./28.07 in Duisburg

      [lh] Anschrift: Duisburg Datum: 27.07 - 28.07.2013 Beginn: an beiden Tagen von 10.00-16.30 Uhr Preis: 225,00 Euro, eine Person mit Hund [/lh]Weitere Informationen: Hallo, liebe Hundefreunde! Ich suche einen Ersatzteilnehmer, bzw verkaufe meinen Platz für das HTS-Seminar Kommunikation & Konzentration Ich habe mich vor längerer Zeit angemeldet, jetzt ist aber mein Hund schwer erkrankt und ich kann nicht teilnehmen Es wäre schade wenn der Platz verfallen würde! Ich habe einen Semina

      in Seminare & Termine

    • 2-Tages-Seminar KOMMUNIKATION & KONZENTRATION 22./23.06.2013 mit Anita Balser in Schauenburg

      [lh] Veranstalter: 4Pfoten on Tour- Alexandra Lange & Nicole Schröder GbR Anschrift: Schauenburg bei Kassel Kontaktinfo: info@4pfoten-on-tour.de Datum: 22./23.06.2013 Beginn: 10 Uhr Preis: Auf Anfrage Anmeldeschluss: --- Website: www.4pfoten-on-tour.de [/lh]Weitere Informationen: 2-Tages-Seminar KOMMUNIKATION & KONZENTRATION 22./23.06.2013 in Schauenburg/Kassel bei 4Pfoten on Tour mit Anita Balser - HundeTeamSchule Aller Umgang mit dem Hund basiert auf Vertrauen, Verst

      in Seminare & Termine

    • 3K: Kommunikation – Konzentration – Koordination/ Raum Nürtingen/19. +20.11.11

      [lh] Veranstalter: Anschrift: Frickenhausen-Linsenhofen Kontaktinfo: info@hundeaugenblicke.de Datum: 19. +20.11.11 Beginn: ca. 9.00 Uhr Preis: 180 Euro Anmeldeschluss: 01.11.11 Website: http://www.hund-mit-mensch-schule.de/32-0-3K-Geraetearbeit.html [/lh]Weitere Informationen: Hallo zusammen, Es geht hier um ein Wochenendeseminar. Kosten mit Hund betragen 180 Euro pro Team Es wäre für den 19./20. November angedacht. Um dieses Seminar zustande zu bekommen, brauchen wir 14 Teams. W

      in Seminare & Termine

    • 22. / 23. Oktober Kommunikation und Konzentration (HTS)

      Hallihallo, ist jemand von euch dabei? Findet in Rellingen (Nähe Pinneberg) statt ... LG, Nessie

      in Seminare & Termine

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.