Jump to content

Klasse, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast!

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
gast

Gewaltig, gewaltfrei ...

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Ich habe gerade diesen Satz im Forum gelesen:

Von dem her muß ich sagen, ich kenn keinen Hundetrainer der absolut gewaltfrei seinen Hund erzieht....

Was ist gewaltfrei, was ist Gewalt in der Hundeerziehung?

Jeder definiert Gewalt auf seine Weise.....wo fängt bei euch Gewalt an und wo wird sie eurer Meinung nach eingesetzt?

Wo seht ihr Sinn und Unsinn im "gewalttätigen" Handeln?

Viel zu häufig wird Konsequenz mit Gewalt/Härte gleichgesetzt....

Das könnte mal wieder eine gewaltige Diskussion werden;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Na, den Satz kenn ich doch.

Ich hab ja schon mal geschrieben dass ich schon mal einen Stachler verwendet habe weil es mir angeraten wurde.

Zu meiner Schande muß ich gestehen, dass es nicht nur beim Stachler geblieben ist.

Dass manche Dinge verboten sind wußte ich auch nicht, weil ich ja überall sehe dass sie angewendet werden.

Noch schlimmer ist dass ich mich mit der Hundeerziehung nie wirklich richtig beschäftigt habe sondern mich immer auf das verlassen habe was "die anderen" mir geraten haben.

Erst als ich gemerkt habe wie ich mein wirklich gutes Verhältnis zu Ben kaputt mache ist mir klar geworden dass ich einen absolut falschen Weg gehe.

Von da an hab ich für mich den Entschluss gefaßt, dass ich lieber einen Hund habe der nicht zu 100% hört oder sein können zeigt, dafür aber einen Hund habe der mich respektiert und keine Angst vor mir hat.

Vielleicht wäre es mit gewissen Geräten einfacher den Hund z. B. am jagen zu hindern (Mag) oder ihn dazu zu bekommen schnell herzukommen usw. aber um welchen Preis???

Fügt irgendjemand seinen Kindern schmerzen zu in der Hoffnung dass sie sich deshalb besser benehmen oder mehr lernen???

Gewalt fängt für mich dort an wo es dem Hund weh tut sei es seelisch oder körperlich!!!

Viele Grüße

Carmen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Carmen,deinen letzten Satz kann ich nur bestätigen!!!!

Wir erziehen Kenay auch Gewaltfrei,keine Stachelhalsbänder oder sonstiger Müll.

Wenn irgendwas nicht richtig klappt,wird es paarmal hintereinander und dann auch mehrmals am Tag geübt.

Das ganze aber ohne Schreierei,Nackenschläge oder so.

Kenay ist sowieso total gelehrig,und wenn er mal im Wald nicht aufs erste Wort kommt,dann wird wieder geübt und das wars.

Konsequente Erziehung oder Erziehung mit Gewalt sind doch zwei verschiedene Sachen.

Dafür wäre bei manchen Hundebesitzern sicher eine Erziehung mit Gewalt schon ein guter Anfang...

Mir schwirrt noch einiges durch den Kopf,aber im Moment rafft mich die Grippe dahin(Kopfplatz)....

Gruß

Birgit

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Kann mich dem Beitrag von Carmen nur anschliessen.

Vor 4 Jahren waren wir in Bezug Hunderziehung blutige Anfänger, wir haben alles geglaubt, was man uns erzählte, kam ja schliesslich von "erfahrenen" Hundebesitzern, die MUSSTEN es doch wissen!

In der ersten Hundeschule, wo wir mit Boomer waren, ist uns dermassen viel Müll erzählt und gezeigt worden, damals haben wirs geglaubt, heute kann ich nur noch den Kopf darüber schütteln!?!?

Stachelhalsband war noch die "humanste" Methode, den Hund zu erziehen.

Wir haben es nicht angewandt, unser sogenannter Trainer war und ist immer noch ein grosser Verfechter dieser harten Methode.

Seine Hunde gehorchen zwar auf dem Platz, kriechen nur neben ihm her, immer den Blick nach oben und geduckt, weil sie Angst haben, die nächste Attake kommt von "oben"!

Hallo, das kanns doch nicht sein, oder?

Im Letzten Sommer war er mit sechs Hunden draussen im Gelände unterwegs, als auf einmal die ganze Horde über ihn herfiel, er konnte nur mit Mühe schwerste Verletzungen verhindern, seither geht er nur immer mit einem nach draussen!

Gerade die letzten Monate hab ich hier im Forum wahnsinnig viel gelernt, dank wirklich erfahrener Forumsmitgliedern! :danke

Bei mir fängt auch Gewalt da an, wo es dem Hund körperlich oder seelich weh tut.

Aber wäre denn ein Ignorieren des Hundes, weil er etwas Verbotenes gemacht hat, dann nicht auch Gewalt?

Es tut der Seele des Hundes weh!

Aber ich denke, das ist zu weit hergeholt, denn dann bräuchten wir unsere Hunde gar nicht mehr zu erziehen, denn es gibt immer ne Situation, die dem Hund nicht angenehm ist, wir ihm also seelichen Schmerz zufügen!

Es ist halt Auslegungssache, jeder sieht das anders.

Meine Bekannte, wo wir Shelly her haben (die mit den sechs Hunden und Ärger mit dem Vermieter!) wirft mir Gewalt an meinen Hunden vor, weil ich 1. mit ihnen auf den Hundeplatz gehe und sie dort gewisse Übungen absolvieren sollen und 2. weil ich ihnen ein Halsband und kein Geschirr anziehe!

Soweit können die Meinungen auseinander gehen.

Ich denke aber mal, dass wir uns hier alle einig sind, dass Gewalt halt wirklich grosse Schmerzen, körperlich oder seelich, am Hund vermieden werden sollen bzw. gar nicht angewendet werden dürfen.

So wie ich bisher hier alle kennen gelernt habe, wendet niemand Gewalt, so wir es definieren würden, an seinem Hund an!

LG Renate mit Shelly und Boomer

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Also ich denke auch, dass Gewalt da beginnt, wo es dem Hund schadet! Sei es noch so "unwichtig" für den Hundeführer.

Ich kenne Laute, die sind total siegesgeil, total ergeizig, und möchten immer gewinnen, ihre Hunde spüren das natürlich. Der eine baut von mal zu mal ab, und wird immer schlechter, weil er diesem Stress und Druck einfach nicht gewachsen ist, und der andere genauso doch der Hundeführer hat aufgehört, weil der Hund ihm zu schlecht war! Achso ne 58 Unterordnung ist ja auch soo schlecht ( man kann 60 erreichen )

Diese zwei meinen es sicherlich nicht schlecht mit ihren Hunden und haben sie auch total lieb....doch wie stelle ich an ihrer Stelle das ergeizige ab?? Echt schwer!

Man sollte einfach soweit aufpassen, dass es dem eigenen Hund gut geht und nicht immer irgendwie unter Druck steht, dann ist das Verhältnis zwischen Mensch-Hund auch gewaltfrei!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Ich denke aber mal, dass wir uns hier alle einig sind, dass Gewalt halt wirklich grosse Schmerzen, körperlich oder seelich, am Hund vermieden werden sollen bzw. gar nicht angewendet werden dürfen.

Dem kann ich mich nur anschließen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,

ich bin gegen Gewalt,glaube aber das es bei einzelnen Hunden ab und zu nicht geht ,ohne eine gewisse Gewalt.

Vielleicht ist auch Druck das bessere Wort.

Man kann da nicht pauschal nein sagen,würde es immer vom Hund abhängig machen.

LG Andrea

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo!

Mit dem Wort Gewalt assoziiere ich Kontrollverlust, Hysterie, Profilneurosen.

Hingegen zeigt die Erfahrung das alle Einwirkungen auf den Hund (phsychischer wie physischer Natur) die auch unter Hunden beobachtet werden können im zeitlichen Zusammenhang wichtig bis unabdingbar sind.

LG,

Karl

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

=)Klasse Karl, kurz und bündig:klatsch:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Gewalt ist ein ganz, ganz böses Wort und alle, die sie anwenden um ihre niederen Ziele zu erreichen sind auch ganz, ganz böse. Ist es so?

Nehmen wir ein anderes Wort und schon sind wir uns wieder einig?

Ich schmeiß hier mal das Wort "artgerechter Umgang mit dem Hund" ein.

Schaut Euch doch mal an, wie die "Art" untereinander miteinander umgeht, wenn der Pöks der Meinung ist, er müßte Starallüren kriegen.

Die Züchterin von Bärenkind hat die Mami in den letzten Wochen vor Abgabe der Welpen auch nicht mehr zu den Jungen gelassen, weil sie ja soooo groooob zu den armen Kleinen war. Ja Scheiße, ich mußte das dann ausbaden als der Wurm bei uns einzog. Das Minibärchen hat sich noch nicht mal beim Knuddeln auf den Rücken rollen lassen, ohne zu schreien wie am Spieß. Aber Hauptsache, keine Gewalt, gelle?

Wenn man sich an der Natur orientiert, dann findet man ne Menge Möglichkeiten, die einem in Situationen helfen, eben nicht hysterisch zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. Aber Geschirre gibts da halt au net...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.