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Hundeforum Der Hund
mexxx

Mastzelltumor Grad II - Behandlung / Erfahrungen

Empfohlene Beiträge

Guten Abend!

Bei meiner Hanna wurde eine Umfangsvermehrung entfernt, nach der pathologischen Untersuchung wurde nochmal großzügig nachgeschnitten, da es sich um einen Mastzelltumor Grad II (nach neuerer Einteilung low grade) handelt. Der zweite pathologische Befund ergab, dass alles raus ist. Zumindest an dieser Stelle.

Ich lies auf Anraten noch den c-kit und den ki-67 bestimmen, das Ergebnis ist leider nicht so schön. Prognose: eher ungünstig.

Da meine TÄ keine speziellen Erfahrungen auf diesem Gebiet hat, hab ich mich per E-Mail nach Hofheim und eine Onkologin in Berlin gewandt. Beide raten bei einer ungünstigen Prognose des c-kit und ki67 zur Chemotherapie oder Therapie mit Tyrosinkinaseinhibitoren, sprich Masivet oder Palladia.

Am Montag habe ich nun einen Termin bei einer TÄ mit Fachgebiet Onkologie.

Nun meine Fragen: Hat hier wer Erfahrung mit diesen Medikamenten?

Ich habe kein Problem mit Chemo, ich höre und lese von allen Seiten, dass die Hunde das im Allgemeinen gut vertragen. Hanna ist keine 4 Jahre alt und ich tue mich schwer damit, einfach nichts zu tun und abzuwarten.

Ich hab mich auch über Misteltherapie belesen und bin mit helixor in Kontakt. Allerdings schrieb mir die Hofheimer Klinik, dass sie von immunanregenden Therapien beim Mastzelltumor abraten.

Da bin ich nun sehr unsicher, da Hofheim eine der führenden Kliniken bei Krebs sind und die sollten es ja eigentlich wissen?

Vielen Dank für Eure Tipps, Hinweise und Gedanken.

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Guten Morgen!

Meine Hündin Ollie hatte bisher zwei Mastzellentumoren Grad II. Beide im Gesunden entfernt. Der erste Tumor wurde 2010 entfernt, der zweite 2011. Bei letzterem stand im Laborbericht, dass der Tumor gesteigerte Malignität aufweise, Rezidivierung und Metastasierung sei nicht ausgeschlossen.

2012 hatte Ollie erneut zwei Zubildungen, die jedoch erstmals beide gutartig waren.

Wenn der Tumor deines Hundes im Gesunden entfernt wurde, sehe ich persönlich keinen Anlass für eine Chemotherapie - aber ich bin kein Tierarzt und die werden es wohl besser wissen. Dennoch würde ich mir Vergleichsmeinungen einholen.

Mir wurde immer gesagt, der Grad II bei diesen Tumoren sei am schwierigsten prognostisch einzuschätzen, die Entwicklung kann praktisch in beide Richtungen, gut oder schlecht, laufen. Grad I hat eine deutlich bessere Prognose, Grad III eine deutlich schlechtere.

Nach dem zweiten Mastzellentumor habe ich mit Ollie eine Mistelbehandlung begonnen die wir auch heute noch weiterführen. Wir machen das in Tablettenform, Viscum album D6 zwei Monate lang täglich, dann einen Monat Pause und so weiter.

Zusätzlich bekommt sie, angelehnt an die Budwig Diät, dreimal täglich Hüttenkäse mit Leinöl.

Anfangs habe ich Ollie sehr häufig auf Tumoren gecheckt um nichts zu übersehen und um so schnell wie möglich handeln zu können. Mittlerweile mache ich das in etwas größeren Abständen.

Seit Oktober 2013 ist sie zwei Jahre frei von bösartigen Tumoren und natürlich hoffe ich inständig dass das auch so bleibt.

Dasselbe wünsche ich auch deinem Hund!

Warum hat Hofheim von Immunstimulanz abgeraten?

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Liebe Sabine, danke dir. Solche Erfahrungen möchte ich viel und oft lesen. :danke

Die Chemo- bzw. Tyrosinkinaseinhibitoren-Therapie (weiß nicht, ob das auch eine Chemo ist) möchte ich machen für den Fall, dass es schon Metastasen gibt. Ich will einfach sicher sein (soweit das geht), dass erstmal alles weg ist.

Sowohl Hofheim als auch die Berliner Onkologin raten dazu. Morgen habe ich einen Termin hier vor Ort bei einer TÄ, die zumindest auch Schwerpunkt Onkologie hat. Mal sehen, was die sagt, aber eigentlich bin ich da recht sicher. Weiß nur nicht, ob Palladia oder Masivet.

Warum Hofheim von den Misteln abrät, weiß ich nicht. Zitat: "Bei Mastzelltumoren würde ich allerdings generell immer auf Medikamente verzichten, die das Immunsystem anregen."

Du scheinst ja gute Erfahrungen damit zu machen.

Die Idee mit Hüttenkäse und Leinöl finde ich gut, da belese ich mich mal.

Alles Gute auf jeden fall weiterhin deiner süßen Olli. :-)

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Euch auch alles Gute und ich würde mich freuen wenn du weiter berichten würdest!

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Ach so, ja, hast du dich über die Ernährung bereits informiert?

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Soweit ich bisher mitbekommen, ist es wohl gut, wenn man getreidefrei füttert. Das mache ich schon länger. (Wolfsblut)

Ansonsten habe ich vorhin mal die budwig-diät gegoogelt. Aber außer Hüttenkäse und Leinöl kommt da nix in Frage, oder? Wieviel gibst du denn pro Portion? Ein Löffelchen oder mehr?

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Getreidefreie Fütterung wird empfohlen, ja. Insgesamt eher Kohlenhydratarm.

Und ja, aus der Budwig Diät nur der Hüttenkäse mit Leinöl. Ich gebe dreimal täglich einen EL Hüttenkäse mit einem TL Bio-Leinöl.

Sag, wo saß der Tumor bei deiner Hündin eigentlich? Es ist schade dass das Ding nicht gleich beim ersten Mal im Gesunden entfernt wurde. Sollte nochmal was auftauchen, ist es wirklich wichtig dass bis zum Tumor ausreichend Platz ist beim Schneiden, man sagt etwa drei Zentimeter.

Und wie groß war der Tumor?

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Originalbeitrag

Sag, wo saß der Tumor bei deiner Hündin eigentlich? Es ist schade dass das Ding nicht gleich beim ersten Mal im Gesunden entfernt wurde. Sollte nochmal was auftauchen, ist es wirklich wichtig dass bis zum Tumor ausreichend Platz ist beim Schneiden, man sagt etwa drei Zentimeter.

Und wie groß war der Tumor?

Die Sache lief richtig doof. Ich entdecke das Ding wahrscheinlich sofort nach seinem Erscheinen - von heute auf morgen. Er saß im Schulterbereich. Und zwar genau in Linie der Milchleiste und genau im rechten Abstand zur letzten Zitze. Da ich Madamchen jeden Tag mehrfach kraule, ist er mir gleich aufgefallen. Hell rosa und 1 cm Durchmesser.

Ich kam dann so ins grübeln, ob das Dingens doch schon länger da war und ich es nicht wahr genommen hab. Verunglückte Zitze oder so? Hab ich bisher übersehen? Ich war unsicher. Bin dann gleich zur TÄ und die traute sich nicht so recht ran. Sah es als gutartig, vielleicht wirklich eine neunte Zitze? Hanna war da gerade auch läufig.

Das war im Frühjahr letzten Jahres. Mai. Im Sommer war ich noch mal da. Es war nicht größer, aber sie hat es sich aufgekratzt. Tierarzt wollte noch immer nicht ran, sah es als gutartig. Ich bekam Zinksalbe mit und einen OP-Body. Es heilte wieder gut ab und blieb zartrosa, weich und bei 1 cm Durchmesser.

Im November war es dann plötzlich hart, dunkelrosa und strahlte mich förmlich an, so dass ich sofort zum Tierarzt bin und wir das Ding entfernt haben. Da hatte es einen Durchmesser von 1,2 cm. Meine TÄ ging noch immer von einer gutartigen Sache aus, deshalb hat sie nur so eng resektiert. Sie hätte nicht mal einen pathologischen Befund gemacht, das geschah nur auf meinen ausdrücklichen Wunsch. Ein Glück!

Nach dem Befund hat sie dann großzügig nachresektiert und der pathologische Befund ergab, dass dort nun alles raus ist.

Ich mach meiner TÄ keine Vorwürfe, der Tumor saß an einer recht ungewöhnlichen Stelle und ist wohl auch nicht wirklich immer als ein solcher erkennbar.

Dennoch wechsle ich jetzt wo anders hin.

Ab morgen gibts dann auch bei uns morgens und abends ein Löffelchen Hüttenkäse und Leinöl, dreimal am Tag schaff ich nicht.

Hanna hat zudem eine SDU, die wir im letzten Sommer gut eingestellt haben. Aber nun frage ich mich, ob sie wirklich gut eingestellt ist. Mit dem Tumor hatte sie sicherlich andere Blutwerte als jetzt, wo das Dingens raus ist. Ich denke, ich werd das auch noch mal neu überprüfen lassen, nicht dass sie nun unter- oder gar überdosiert ist...

Mal sehen, was die neue TÄ morgen sagt. Ich werde berichten.

:winken:

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Einem Mastzellentumor sieht man nie seine Bösartigkeit an, das ist ja das fatale bei diesen Tumoren. Der Charakter eines MZT ist, dass er keinen hat.

Bei uns hat es deshalb auch recht lange gedauert bis der erste Tumor entfernt wurde, von einer Freundin von mir, nachdem vier Tierärzte monatelang "beobachten" gesagt hatten. Sie hatte da irgendwie ein besseres Gespür und hat auch gleich weit ins Gesunde geschnitten. War am Ellenbogen, also gar nicht so einfach.

Bei uns kommt mittlerweile alles was sich neu bildet sofort unter´s Messer.

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Gestern Blut abnehmen fürs große Blutbild und die SD-Werte.

Wenn alles klappt, beginnen wir am 25. Januar mit der Therapie.

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