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Hundeforum Der Hund

Empfohlene Beiträge

Ich habe hier schon mal erwähnt, dass Denny Besuchshund für Demenzkranke werden soll. Wir haben im Rhein-Erft-Kreis dieses Projekt:

www.4-pfoten-für-sie.de

Am Wochenende war die 1. Schulung Meine Herren, das war anstrengend.

Das Thema wird aber von den Veranstaltern extrem gut vorbereitet.

Am Samstag Morgen hat eine Fachärztin die medizinischen Dinge erklärt. Ich hatte keine Ahnung, was Demenz eigentlich so richtig ist und wo überall Bereiche des Gehirns ausfallen können - natürlich dann mit unterschiedlichen Auswirkungen. Auch das Thema Diagnostik wurde uns erklärt.

Am Nachmittag haben wir mit einer Sozialarbeiterin über Biografie-Arbeit gesprochen. Das ist ein ganz wichtiges Thema, denn bei einem an Demenz erkrankten Menschen ist Großteil der eigenen Biografie nicht mehr vorhanden.

Am Sonntag hat eine Pflegekraft referiert. Die Frau war Spitze, ihr hätte ich stundenlag zuhören können!

Ihr Thema war die Kommunikation mit den Patienten. Man hat uns erklärt, wie man mit den Patienten Kontakt aufnehmen kann und vor allem aber, wie man mit ihnen umgehen soll. Die meisten von uns denken wahrscheinlich (ich bis zum WE auch), dass diese Menschen gar nicht mehr so viel mitkriegen und vollkommen in ihrer eigenen Welt leben.

Das stimmt naürlich auch bis zu einem gewissen Grad. Aber mir war nicht klar, dass zwar Teile des Gehirns absterben, die Gefühlswelt aber erhalten bleibt. Darum ist auch die Fixierung der Patienten, die häufig noch angewendet wird, eine Quälerei für die Betroffenen.

Es war total interessant und sehr lehrreich. Die Gruppe ist sehr nett und engagiert. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Schulung Mitte Februar und werde bei Interesse gerne hier weiter berichten.

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Das finde ich toll, dass Du Dich da einsetzt. Das braucht ganz viel Kraft. Ich wünsche Dir diese Kraft und noch viel mehr. Es braucht noch mehr Leute wie Dich, die dazu in der Lage sind, diese

Hilfe zu leisten.

LG Iris

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Ach toll - ich drück die Daumen.

Meine Freundin ist Demenz-Betreuerin und sie hat schon öfter gefragt, ob sie sich nicht einen meiner Hunde ausleihen kann, weil vielen ihrer Patienten das sehr gut täte. Leider ist das nicht so einfach, denn unsere Hunde sind nicht ausgebildet und ich weiß nicht, ob das so ideal wäre. Butch zB würde sich gerne kraulen lassen - aber er fordert das dann auch mit der Pfote ein. Das gibt Kratzer - geht also nicht.

Higgins würde vermutlich die Leute umschubsen wenn er sich freut, dafür aber mag er nicht so gerne am Kopf gestreichelt werden und schmusen ist nur bedingt sein Ding.

Lemmy wäre da ideal - meine Großmutter hat es wirklich geliebt, ihn zu streicheln und fand ihn viel netter als unseren supernetten Butch ;)

Aber leider bellt er viel bei Stress und meine Freundin hat auch Angst vor ihm. Also - da wäre ein richtiger, ausgebildeter Hund sicher besser geeignet.

Viel Erfolg bei der Ausbildung euch beiden!

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Ein sehr interessantes Thema.

Ich mache mit meinem Hund Linus auch gerade eine Ausbildung zum Besuchshund. Wir werden allerdings nicht nur mit Demenzkranken Menschen arbeiten sondern auch mit geistig sowie körperlich behinderten Kindern und allgemein den Menschen in Pflegeheimen :)

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Ich habe mich während des Studiums (Musik) mal ein semester sehr intensiv über Musik mit Demenzerkrankten beschäftigt. Ich fand es faszinierend wie man über Emotionen Zugang zu den Menschen bekommt, die auf den ersten Blick so gar nicht mehr in unserer Welt zu sein scheinen.

Tiere besonders Hunde haben eine ähnliche Wirkung wie Musik. Frühe emotionale Verknüpfungen sind noch da und werden wieder wachgerufen. (Ich habe das Semester viel Zeit in dem Altenheim verbracht dass ich zuvor schon sooft mit meinen Tarzan besucht hatte. Mit Tarzan war es noch einfacher als mit Musik die Leute zu erreichen, da kamen sie irgendwie auf uns zu, auch wenn es nur mental und nicht körperlich war. Mit der Musik hat es meist etwas länger gedauert war aber dann genauso intensiv.

Meine Oma leidet selbst unter Demenz. Naja sie selbst leidet eigentlich nicht. Sie scheint inzwischen sehr zufrieden zu sein aber uns als Kinder und Enkelkinder fällt es sehr schwer sie immer weiter verschwinden zu sehen. Und eigentlich verschwindet nicht nur sie sondern wir verschwinden auch aus ihr. Sie erkennt uns alle nicht mehr aber sie liebt die Pudeljungs und mit denen hält sie auch länger Kontakt. Andiamo kann sie auch mal 10 Minuten ganz versunken kraulen. Ein Konzentration auf uns oder andere Menschen ist nicht länger als ein halber Satz möglich. Aber sie singt auch noch gerne alte Volkslieder.

Ich wünsche dir ganz ganz viel Kraft für deine Arbeit!

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Sehr engagiert von Dir, Respekt. :respekt:

Mein Vater hatte Alzheimer - von daher kenne ich etwas von dem Thema.

Mit Hund kann man einiges ausrichten und helfen, da bin ich mir sicher. Emotionen sind ja noch da - nur eben anders.

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Danke für eure netten Kommentare.

Die Hunde werden gar nicht großartig ausgebildet sondern eher die Menschen.

Wir haben im Vorfeld einen Eignungstest gemacht und da ging es in der Hauptsache darum, dass das Mensch-Hund-Team harmioniert und das die Hunde gehorsam sind. Man sollte als Hundeführer natürlich einschätzen können, wann man den Hund aus der Situation heraus nehmen muss.

Die Herausforderung ist der Hundeführerschein, den wir machen müssen und der ist nicht ohne.

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Sehr interessant, Ute,

berichte doch bitte weiter!!!

:)

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Friederike, wenn die Einrichtung, in der deine Freundin arbeitet, das zulässt, würde ich einfach mal mit einem Hund hingehen.

Wie schon erwähnt, die Hunde werden nicht geschult. Den Projektleitern hier bei uns ist es wichtig, dass die Hunde gut erzogen sind.

Auch das ein Hund verschmust ist, ist nicht unbedingt wichtig. Meine Hündin, die zunächst immer sehr zurückhaltend ist und sich nicht sooo gerne von Fremden anfassen lässt, wäre auch geeignet gewesen.

Wichtig ist tatsächlich die Harmonie des Mensch-Hund-Teams.

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Nun wird es langsam spannend. Die Schulung inkl. eines sehr anstrengenden Praxiswochenende mit Hund habe ich hinter mir. Wir mussten da mit den Hunden an Rollstuhl und Rollator laufen, Menschen Treppen rauf und runter führen, kleine Rollenspiele absolvieren und vieles mehr.

Denny und ich waren platt, aber total platt.

Am Freitag mache ich den Sachkundenachweis und Anfang Mai die praktische Prüfung für den Hundeführerschein (falls ich bestehe ;) ).

Das ist alles andere als einfach, denn in dieser Prüfung wird schon einiges von den Mensch-Hund-Teams abverlangt. Denny macht das aber alles ganz prima, nur das Frauchen ist ab und zu mal wuschig. :D

Und dann streikt der Hund und das mit Anlauf. Aber ich bin ganz hoffungsfroh. Den ein oder anderen Daumen können wir aber gebrauchen.

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