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Hundeforum Der Hund
SarahLoe

Brauche dringend eure Einschätzung. Soll Elmo mit behinderten Kindern arbeiten?

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Etwas Off-Topic: der Unterschied behindert vs mit Behinderung

Meine beste Freundin hatte eine Schwester, die wegen Geburtsschwierigkeiten stark geistig und körperlich "geschädigt" wurde. Als ich sie kennenlernte, da erklärte sie mir mal mit sehr viel Nachdruck und Emotion warum "behindert" bei ihr so gar nicht gut ankommt:

Denkt mal an Alltagssituationen. Jemand verhält sich blöde, ein anderer schimpft: "Der ist doch behindert!"

Kinder in der Schule, wenn sie jemanden "fertig machen" wollen: "Du bist doch behindert!"

Es ist nicht das Wort alleine! Das sagt ja nur, dass eine Behinderung vorliegt - und ihr (und auch ich) denken uns nichts dabei - denn wir meinen es nicht beleidigend.

Nehmt das Wort Arsch. Nur eine Bezeichnung fürs Hinterteil. Trotzdem hat das Wort im Deutschen eine negative, vulgäre Bedeutung.

Oder, ein "krasses Beispiel" Neger. Würde keiner von euch sagen! Und warum? Weil es beleidigend, degradierend ist. Das Wort an sich bezeichnet von der Herleitung (korrigiert mich da, falls ich falsch liege) aber nur "Mensch mit schwarzer Hautfarbe".

Aber es wurde im Deutschen (und auch anderssprachigen Raum) so oft abwertend benutzt, dass es ein absolutes No-Go ist.

Genauso ist es eigentlich mit behindert oder "Mongo". Diese Worte wurden und werden nicht als Beschreibung eines Zustandes allein benutzt, sondern vielfach und wiederkehrend in beleidigenden, abwertenden und unangebrachten Situationen.

Da ist es jetzt völlig egal, wenn einer "das nicht bös meint".

Für Betroffene klingt es furchtbar und fühlt sich furchtbar an.

Ich habe meine Freundin gefragt, was man denn dann sagen soll?

Sie wusste es auch nicht genau! Weil die Umschreibungen auch blöd sind. Sie fand "mit Handicap" am besten.

Wisst ihr warum? Im Englischen ist das "aufgewertet"! Denkt an Golfer, die haben alle ein "Handicap". Heißt auch nichts anderes, aber ist einfach eher "positiv" bewertet.

Deshalb klingt "mit Behinderung" soviel besser als "behindert".

Ich hoffe, ihr alle nicht betroffenen, könnt es nun besser nachvollziehen.

Ich habe mir früher auch nichts dabei gedacht, aber auch mir ist in jüngeren Jahren schon ein ärgerliches: "Mensch, der ist doch behindert!" rausgerutscht.

Euch nie?

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Ich bin nicht behindert, sondern habe eine Behinderung.

Was ist da nach deinem Empfinden der Unterschied?

Für mich persönlich sagen beide Teile des Satzes das gleiche aus.

..es geht nicht um dich

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Es wäre schön und vermutlich auch im Sinne der TE, wenn wir uns auf das Thema konzentrieren würden.

Eröffnet doch ein eigenes Thema für diese Diskussion.

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Huhu Sarah,

grundsätzlich denk ich, dass Elmo das kann. Der is ja wirklich vollkommen "in sich ruhend".

Ich geb Dir aber zu bedenken, dass Du auf gar keinen Fall allein mit der Klasse losgehen solltest. Also jemanden dabei hast, der im Zweifel für die Kinder da sein kann.

In dem Moment wo nämlich "ein kleines buntes Ding" oder ein am Wegesrand liegender Schlafsack :D auftauchen, brauchst Du deine Aufmerksamkeit bei Elmo.

Nicht dass dann mit den Kindern was passiert.

LG

Svetlana

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Ich würde nur mit einem Hund arbeiten, dem ich im Grundsatz wenig Aufmerksamkeit schenken muss, damit ich mich auf den Menschen konzentrieren kann.

Das setzt für mich eine gute Grunderziehung, sowie mein Vertrauen in sein Wesen und mein Wissen darum voraus.

Muss ein Hund noch an diese Situationen gewöhnt werden, so werde ich dies nicht mit einer Einheit für die Klienten verbinden, sondern extra Zeit für den Hund einplanen und mich auf ihn konzentrieren.

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Danke black Jack!!!! Ich bin selbst betroffen und arbeite mit Menschen mit einer Beeinträchtigung.

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Ich bin nicht behindert, sondern habe eine Behinderung.

Was ist da nach deinem Empfinden der Unterschied?

Für mich persönlich sagen beide Teile des Satzes das gleiche aus.

..es geht nicht um dich

Was ist das für eine Antwort? :Oo

Mich würde der Unterschied auch interessieren.

Jugendliche verwenden viele Wörter als Schimpfwort oder abwertend.

Leider.

Aber man kann nicht für alles eine neue Bezeichnung finden.

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Weil der Satz ja von mir kam.

Ich bin Behindert sagt für mich aus, ich bin hauptsächlich beeinträchtigt.

Das impliziert, dass ich ein hilfsbedürftiger Mensch bin.

Ich habe eine Behinderung, sagt mehr, ich bin ein Mensch, der in gewissen Bereichen beeinträchtigt ist, ansonsten aber gut zurecht kommt.

Für viele, gerade ältere Menschen bedeutet Behinderung leider immer noch, dass ein Mensch auch geistig benachteiligt ist.

Die Behinderung ist ein Teil von mir, der zu mir gehört.

Aber eben nicht beherrschend, und nicht allmächtig.

Klar ist das Leben nicht immer einfach mit einer Behinderung, aber deswegen nicht schlechter.

Sondern manches Mal zwar etwas anstrengender, in einigen Bereichen bin ich jedoch der Meinung, dass ich durch die Behinderung besser lebe.

Viele Erfahrungen hätte ich ohne die Behinderung nicht gemacht.

Behindert, Spasti, Mongo und co, beziehe ich nicht auf mich, im Gegenteil, ich denke, dass es den meisten einfach nicht bewusst ist, was sie da sagen.

Gerade, wenn ich unterwegs bin, merke ich, dass die Jugendlichen sich damit betiteln, dann mich ansehen und beginnen, nachzudenken.

Da wird dann auch schon mal jemand knallrot, weil ihm bewusst wird, was er da eigentlich sagt.

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Hallo ihr Lieben,

ich habe von hier aus nur sehr eingeschränkten Zugriff auf's Internet, deswegen gebe ich nur schnell noch ein paar Infos:

Die Kinder sind auf Elmo bereits eingestimmt (er leitet uns derzeit quasi durch meine Unterrichtseinheit) und kennen Hunde. Zwei der Schüler sind sehr vertraut mit dem Thema, zwei weitere müssen langsam herangeführt werden. Mir geht es dabei vor allem um Prävention. Die Kinder sollen das richtige Verhalten Hunden gegenüber lernen.

Die Idee entstammt auch nicht reineweg meiner Phantasie :D dass elmo mit Kindern arbeiten könnte, steht schon länger im Raum und ich informiere mich seit etwa einem Jahr darüber. Im Zuge dessen habe ich auch ein Seminar zu tiergestützer Pädagogik besucht. Eine reine Schnapsidee ist das also nicht, sie kommt gerade nur viel früher als geplant zustande.

Wir werden morgen erst einmal innerhalb der Familie beschließen, ob es stattfinden kann. Weitere Schritte kommen dann :)

LG und danke nochmal für all eure Einschätzungen (gerne auch weitere)

Sarah

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Ach und Lanni, bunte Sachen - stell dir vor!!! - erschrecken ihn nicht mehr. Ich glaube das war eine mehr oder weniger :D normale Entwicklungsphase... mittlerweile ist das alles sehr entspannt.

ich würde das Ganze auch immer mit zwei weiteren Erwachsenen machen: Dann wären wir zu dritt mit vier Kindern :)

... wobei schafsäcke am wegesrand natürlich schon irgendwie gruselig sind :D

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