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Hundeforum Der Hund
Gabyg

Rudelstellungen - Maike Maja Nowak neue Staffel

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BEITRAG WURDE VOM FORENTEAM WEGEN BELEIDIGUNG GELÖSCHT

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Hey

Originalbeitrag

Hmm, wenn eine bestimmte Rudelstellung genetisch, also angeboren wäre, dann hätten echte Rudel ein Problem. Mit echtem Rudel meine ich die Tiere die wirklich in einem gewachsenen Rudel leben, zb. die Wölfe. (Gewachsene Hunderudel dürfte es wohl recht wenige geben.) Denn es müssten bei den Würfen ja immer genau die Welpen mit der entsprechenden "Rudelstellung" geboren werden die gerade gebraucht würden.

Im Wolfsrudel ist das Leben schnelllebiger, da kann es sein, dass der Leitwolf nur 2 Jahre alt wird. Damit das Rudel überleben kann wird ein anderer Wolf diese Stellung einnehmen. Wenn man jetzt davon ausgeht dass die Stellung angeboren ist, und der Hund/Wolf leidet wenn er diese Stellung nicht einnehmen kann, dann gibt es wohl nur unglückliche Wölfe.

Nach der These wird bei einem Wurf der Leitwolf geboren, muss aber so lange unglücklich sein bis er endlich den aktuellen Leitwolf ablösen kann. Oder aber es wird in einem Wurf eben kein Leitwolf geboren, es würde im Rudel aber einer gebraucht ..... was dann?

Ich glaube nicht dass die Stellung in einem Rudel angeboren ist. Ich glaube, dass in einem echten gewachsenen Rudel die Stellung nach Bedarf gewechselt werden kann. Und ich glaube auch nicht dass die Wölfe mit ihrem natürlichen Leben unglücklich sind.

Ich weiß man sollte es nicht..... ;) ....aber wenn man das auf die Menschen überträgt, dann gäbe es wohl Menschen die als Chef, als Polizist, als Dienstleister oder Müllmann geboren würden. Denn eine Familie hatte zumindest früher, als es noch normal war generationsübergreifend zusammen zu leben, auch eine ähnliche Struktur wie ein Rudel.

Die ganzen Behauptungen der angeblichen vererbten Rudelstellungen stimmen hinten und vorne nicht, wenn man sie sich mal genauer anschaut.

Wölfe hat noch niemand auf diese angeblich 7 Rudelmitglieder erforscht, die Wolfsforschung weiß überhaupt nichts davon, obwohl auf Rudelstellungen der Anschein, dass es so ist, zu erwecken versucht wird.

Im Gegenteil, es wird behautet das Doppel- und Fehlbesatz bei Hunden, zu stressbedingten Krankheiten führen würden, da Hunde im Gegensatz zu Wölfen nicht abwandern könnten.

Was eindeutig falsch ist! Denn Bloch hat bei den Pizza-Hunden herausgefunden, dass diese nicht ihr Rudel verlassen, im Gegensatz zu den Wölfen, die das zu 70% (nach Bloch) im alter zwischen 1-3 Jahren tun. Im Pizza-Rudel sind an die ca. 15-20 Mitglieder.

In manchen Wolfsrudel in den USA z. B. bis zu 35 Mitgliedern im Yellowstone Park.

Auch haben Wolfsforscher (Creel 2004(?) in einer Langzeitstudie aufgezeigt, dass die Leittiere den höchsten (Kortisolwert) Stresslevel haben und d. h., nicht die Wölfe die ja nach der angeblichen vererbten Rudelstellung, also der Doppel- und Fehlbesatz.

Um nur einige Fakten, die massiv dagegen sprechen zu nennen.

Es ist eher unwahrscheinlich, das Tiere in Gruppen optimaler Größe leben, da die Vorstellung von Optimalität zwischen Individuen variiert und Gruppen optimaler Größe nicht stabil sind.

Die optimale Gruppengröße wird von einer Kombination intrinsischer und extrinsischer Faktoren beeinflusst, aber letztendlich nie stabil erreicht.

[Kappeler Kap.12/12.1/ Seite 537/538 (3a)].

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@hansgeorg:

Für Deinen Beitrag - dem ich absolut zustimme - möchte ich Dir danken! :party:

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Originalbeitrag

@hansgeorg:

Für Deinen Beitrag - dem ich absolut zustimme - möchte ich Dir danken! :party:

..... :klatsch:

lg BJ

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Na, wenn Du "Experten" nicht magst, dann sagen wir einfach nur bekannte oder erfahrene Hundetrainer. Die Leute gehen ja nicht zu Frau Ertel, schauen sich das an und lassen sich verzaubern oder hypnotisieren sondern sehen mit eigenen Augen, dass da was dran ist. Aber ich nehme an, dass das gar niemand bestreitet. Kritisch ist wohl, was man dann daraus macht. Und ob man seinen gesamten Umgang mit dem Hund danach ausrichtien muss.

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Na, wenn Du "Experten" nicht magst, dann sagen wir einfach nur bekannte oder erfahrene Hundetrainer.

Damit ist immer noch nicht er/geklärt um wen es sich handelt.

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Ich wollte eigentlich nichts zu Rudelstellungen schreiben, weil das hier nicht das Hauptthema ist. Aber wenn man schon gegen argumentieren darf, dann würde ich vor allem aus der Sicht der Evolutionstheorie (genauer Evolutionsstabilen Strategie (ESS)) argumentieren. Aufgrund eines Artikels von Thomas Riepe, den ich nicht sachlich genug und damit enttäuschend fand (http://klartexthund.blogspot.de/2014/02/hilfe-in-unserer-rudelstellung-fehlt.html) habe ich mal angefangen, das Thema fundierter, nämlich aus der Sicht der ESS zu beleuchten. Und da bleibt dann nicth viel übrig von der angeblichen Vererbung. Ich bin leider zeitlich noch nicht dazu gekommen, die Argumentation zu beenden. Aber man kann durch die ESS ziemlich eindeutig zeigen, dass es sich maximal um Verhaltenstypen handelt, die miteinander harmonieren, aber nicht um eine natürlich sinnvolle Entwicklung im Sinne der Rudelstellungenvererbung.

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@Shirek: Magst Du bitte meine Frage bezüglich Clickertraining beantworten?

Würde mich interessieren, wie Du das siehst.

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ausserordentlich intensiv erprobte und nachgewiesen funktionierende Methoden pauschal abzulehnen ungefähr aufs selbe rauskommt, wie pauschale Anwendung von irgendwelchen Methoden.

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Damit ist immer noch nicht er/geklärt um wen es sich handelt.

Wieso Arachne? Kennst Du denn keine bekannten oder erfahrenen Trainer, die die Rudelstellungen zumindest teilweise beachten? Würde mich wundern.

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@Shirek: Magst Du bitte meine Frage bezüglich Clickertraining beantworten? Würde mich interessieren, wie Du das siehst.

Ups, den Beitrag samt Frage habe ich übersehen! Clickertraining kann in vielen Fällen extrem effektiv sein. Wohldosiert ist es ein hilfreiches Werkzeug. Ich sehe das genauso wie Du. Alles andere wäre aber auch engstirnig.

Allerdings habe ich meinen Clicker noch nie richtig eingesetzt. Das war manchmal ggf. sogar weniger effizient, aber dafür musste ich intensiver mit dem Hund arbeiten, mich auseinandersetzen und mein Köpfchen anstrengen, was auch sein Gutes hat. Solange dem gegenüber keine Abrechnungsstunden beim Kunden stehen, für die dieser zahlt und der Hund nicht irgendwie leidet, weil der Weg länger ist (sein zu verbessernder Zustand also länger bestehen bleibt), ist es ja ok. Oft ist es aber genau umgekehrt und der Verzicht auf den Klicker ist effizienter.

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