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Hundeforum Der Hund
Melima

Und weg war er... Mit langer Vorgeschichte ;)

Empfohlene Beiträge

Erstmal willkommen zurück - soszuagen. :winken:

Du kennst dich doch gut mit Pferden aus. Ich mußte trotz Horrorszenario etwas schmunzeln, da du einem Pferd sicher nicht brüllend hinterherlaufen würdest, oder? Auch ein Pferd welches zum Stall drängt würdest du nicht im vollen Galopp zurückreiten lassen, oder? ;)

Ich nehme deine Problematik durchaus ernst, nicht, daß das hier falsch verstanden wird. Im Umgang mit dem Kleinen waren ja schon super Tips dabei.

Das wird schon. :yes:

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Ja - so einen Hund hatte ich auch mal!

Ein älterer Herr, sehr zurückgezogen,

er ist halt mit spazieren gegangen, weil ich auch ging,

aber sobald er unser Haus sah, war er wie ausgewechselt!

Freudig, fast ausgelassen!

Wer weiß, was diese Tiere alles erlebt haben - sie freuen sich einfach, wenn es wieder in ihr sicheres Zuhause geht!

Ich finde auch, du mißt dem zuviel Bedeutung bei!

Wird schon werden! ;)

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Originalbeitrag

Elenya? Dann bist du doch die Pferdehalterin, die die Ausbildung im Tierheim gemacht hat, oder?

Ja, die bin ich. :D:winken:

Und was mir immer wird gesagt/in Erinnerung gerufen wird, das man ja nicht hinterher laufen soll, sondern versuchen soll in die andere Richtung zu laufen ...in der Hoffnung das die Hunde so viel Bindung haben das sie hinterher kommen.

Ehrlich gesagt bin ich bei so was auch sehr skeptisch, aber bis jetzt hatte es auch immer geklappt, setzt aber voraus der Hund bekommt das mit

Wie sind denn Teemo und Lena so zusammen ? Orientiert er sich etwas an Lena?

Vielleicht wäre das ja was wenn Lena bellt und er an kommen würde...!?

Ja.. ich habe auch sofort daran gedacht in die andere Richtung zu laufen, was aber daran scheiterte dass er sich nicht nochmal umgedreht hat.

Selbst als ich den Weg den er lief verlassen habe um ihn querfeldein zu überholen hat er nicht einmal geguckt, obwohl ich für ihn zu dem Zeitpunkt aus dem Sichtfeld war. Ich hatte so eine ÄHNLICHE Situation schoneinmal. Da war ich mit ihm draußen und das Wetter war schlecht, dementsprechend wollte er eigentlich gar nicht. Und da hatte er dann schon auf dem Hinweg einfach kehrt gemacht und sich Richtung nach Hause begeben, im ruhigen Schritt zwar, aber trotzdem ganz stur nach Hause. Ich habe das gesehen, ihn einmal gerufen, und bin weiter in die andere Richtung gegangen, was ihn aber keineswegs daran gehindert hat weiter zu laufen. Obwohl er sich umgedreht hatte, und gesehen hat dass ich andersherum weiter gehe. Da war es aber zum Glück so dass er dann doch auf das 100. mal rufen reagierte und zumindest stehen blieb.

Die Bindung zu Lena ist nicht stark genug als dass er sich an ihr orientieren würde. Man lebt hier zusammen und mag sich auch, aber er orientiert sich generell nicht an anderen Hunden.

Gibt es eine Beschäftigung, die Teemo gerne zu Hause macht (idealerweise MIT dir) und die du dann auch draußen mit ihm machen könntest?

Ja, sein Quietschi Spielzeug. Das liebt er heiß und innig. Zuhause kann er das auch apportieren, und auf "hol das Quietschi" holt er das auch von überall her, egal wo es grade versteckt ist.

Aber das funktioniert nur zu Hause.

Ich hatte das ein paar mal mitgenommen zum spazieren gehen, aber da ist er nicht sehr lange dafür zu begeistern.

Erkläre mal bitte, warum er vom Bett runter muss und warum er aus seinem Körbchen kommen muss, und was machst du DANACH?

Im normalfall kommt es immer dann zu dem Konflikt, wenn er raus soll, sprich spazieren gehen und er das grade nicht möchte. Der kleine Kerl ist ja alles andere als dumm, der merkt sofort ob ich mir Gassi-geh-sachen oder Arbeits-sachen anziehe. :Oo Ziehe ich mich zum spazieren gehen um, ist er in der Zeit im Bett oder Körbchen verschwunden. Sobald ich mich dann dem Raum in dem er sich befindet nähere, knurrt und droht er massiv. Er könnte vorher weg, er droht schon bevor er keine Möglichkeit mehr hat zu fliehen. Meistens ist das mehr schein als sein, er beißt nicht immer. Sprich ich setze mich dann ruhig und ohne Kommentar, also auch kein Schimpfen, neben ihn und nehm ihn einfach hoch. Oft setze ich mich dann erst nochmal mit ihm zusammen auf die Couch und warte bis er sich beruhigt, was dann eigentlich recht schnell geht. Dann leine ich ihn an, und wir gehen los.

Dann gibt es noch die Momente, wenn mein Freund zB schon ins Bett gegangen ist und er mitgeht, ich aber später nachkomme. Da wird er richtig sauer, und dann würde er auch beißen. Sobald ich das Schlafzimmer betrete steht er Zähnebletschend auf dem Bett und das sind dann die Momente wo er auch richtig nach vorne geht. Heißt je näher ich komme desto mehr geht er nach vorne, würde ich die Hand ausstrecken oder mich einfach setzen würde er beißen. Andersrum ist das aber genauso, also wenn ich zuerst ins Bett gehe und mein Freund nachkommt, das hängt also nicht explizit an mir.

Normalerweise wird er dann mit einem "Nein!" Oder "Aus" einfach auf den Boden gesetzt oder ins Körbchen geschickt, dann grummelt er noch einwenig vor sich hin, beruhigt sich aber dann.

Das hängt aber auch nicht direkt mit dem Bett zusammen, das macht er auch wenn er im Körbchen liegt und jemand dann den Raum betritt.

Jetzt wo ich das so schreibe fällt mir aber auf dass das immer abends zur Schlafenszeit ist.

Er schaut aus wie ein sanftes Reh:)

Ich schick' mal einen zarten Knutscher rüber:kuss:

:) Ja, in manchen Momenten ist er das auch. Ganz klein und zerbrechlich.. Seelisch und körperlich.

An deiner Stelle würde ich die Spannung auf dem Rückweg rausnehmen.

Sobald du bemerkst, er wird schneller, dreh um und gehe in die andere Richtung.

Jedesmal.

Irgendwann hat er es verstanden und diese Spannung ist weg.

Es gibt nunmal keine Alternative und der Zwerg muss lernen das Leine und du wichtig sind. Wenn euer Vertrauen wieder einigermaßen hergestellt sind, würde ich eine schwere Leine zu der Flexi dazu nehmen. Beide am Anfang einhaken und loslaufen.

Zwischendrin die schwere Leine abmachen und normal weiterlaufen.

Immer wieder die schwere ab und dran. So gewöhnt er sich daran.

Panikattacken ignorieren und weiterlaufen.

Wenn ich das richtig einschätze, wird er ohne dich unsicher und das solltest du dir zunutze machen.

Ja, das mit dem umdrehen sollte ich mal versuchen. :)

Die Idee mit der schweren Leine zur Flexi dazu finde ich gut, danke dafür.

In der Umsetzung ein bisschen schwierig. Ich werde mit diesem Mini Hund nämlich vor völlig neue Herausforderungen gestellt :D Der Ring am Geschirr ist so mikroskopisch klein (zumindest gefühlt zu dem von Lena zB) dass es durchaus schwer sein könnte da 2 Karabiner dran zu bekommen. :so Ich habe den ganzen Winter damit verbracht so ein Leuchtding zu finden dass ich daran befestigen kann, weil die alle wahlweise größer waren als der Ring, oder sogar fast schon größer als Teemo selbst. :zunge: Aber nein, Spaß bei Seite, das bekomme ich schon irgendwie hin.

War man dann unterwegs, war alles prima und sie spazierte gemütlich mit mir mit. Aber sobald man den "Scheitelpunkt" des Weges erreicht hatte und es wieder heimwärt ging, kam ich kaum noch hinterher, so schnell lief die alte Dame auf einmal. (Dabei hat sie mich übrigens mit ihrem geografischen Sinn oft beeindruckt, denn sie wusste immer, wann es wieder in Richtung Heimat ging, auch als sie sich in unserer Gegend mit vielen Wäldern und Wiesen noch gar nicht auskennen konnte.)

Kann ich so bestätigen. Teemo ist an - auf den ersten Blick - willkürlichen Punkten der Ansicht das JETZT Heimweg ist. Auch an Wegen die wir zum ersten mal gehen. Ich denke Hunde haben eine viel bessere Orientierung als man so annimmt.

Das Gefühl von "Vertrauensbruch" hatte ich nicht, ich war nur sehr sauer auf mich selbst, da ich zu zeitig zu viel von ihr erwartet hatte. Sie hat einfach sehr lange (ca. ein Jahr) gebraucht, um wirklich zu verstehen, dass es immer wieder nachhause geht und dass sie sich auf uns verlassen kann. Später lief sie nahezu immer offline und auch die Rückwege waren kein Problem mehr. Also gib deinem Kleinen einfach noch mehr Zeit, sei ihm nicht böse, zieh deine Lehren daraus und dann vergiss diese Episode am besten.

Ja, du hast recht. Vertrauensbruch ist das falsche Wort. Ich habe in dem Moment das Gefühl gehabt, dass mein Vertrauen in ihn da falsch war. Aber rückwirkend betrachtet kann man da eigentlich nicht von Vertrauen sprechen. Ich war eher verletzt dass er in der Flucht den "sichereren" Weg gesehen hat als zu mir zurück zu kehren. Aber, ich denke ab einem gewissen Abstand war er einfach "gefangen" in seinem Handeln, das war auch wirklich fast schon automatisch. Wie gesagt, er ist auch ganz stur die Linie entlang gelaufen die wir sonst gemeinsam AN der Leine laufen, und das ohne nach links und rechts zu schauen.

Ich sehe das anders: Der Hund hat Dir gezeigt, dass er Dir noch nicht ausreichend vertraut.

Er hat nicht DEIN Vertrauen missbraucht, sondern er hat noch nicht ausreichend Vertrauen zu Dir aufgebaut, das ihm in Deiner unmittelbaren Nähe Sicherheit vermitteln könnte.

Und da bin ich schon bei den Situationen angelangt, in denen er Dir deutlich kommuniziert, dass er es unangenehm bis gefährdend empfindet, was Du tust - nämlich all die Situationen, in denen er die Zähne einsetzt und sich verteidigt und wenn es täglich zu derartigen Auseinandersetzungen kommt, in denen er sich gegenüber Dir gegenüber zur Verteidigung genötigt fühlt - WIE soll da eine Vertrauensbasis entstehen?

Ja, du hast Recht. :(

Ich würde ihn 1. nicht mehr soweit bedrängen, dass er nach vorne abwehrt und ihm anstattdessen Alternativverhalten beibringen= aufstehen und woanders hingehen, sich zurück ziehen und jedes rankommen, jede freundliche Kontaktaufnahme, die er Dir gegenüber zeigt, freundlich bestätigen, belohnen, einfach jedes Nähe suchen positiv belegen.

Ich weiß, ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was Dominanzler Dir raten - aber bei mir hat das schon bei mehrerern Hunde hervorragend geklappt, die zuvor schon mit Ignorieren, massregeln, unterdrücken immer weiter in defensive Aggression bis hin zur offensiven Aggression getrieben wurden.

An erster Stelle würde ich ganz fein drauf achten, was der Hund für Signale zeigt, noch bevor Du so nahe dran bist, dass er zuschnappt, zB auf dem Bett. Noch bevor Du ihn anfasst. (...)

Er kommuniziert da tatsächlich sehr deutlich. Quasi wie aus dem Bilderbuch. Ich merke schon vorher wenn er gleich wieder in dieses Verhalten fällt. Durch seine Körpersprache. Ich kann aber dann oft schon nicht mehr auf ihn einwirken. Auf Ansprechen reagiert er dann schon nicht mehr. Aber, ich könnte das alles etwas ändern. Zum Beispiel die Gassi geh Klamotten viel früher anziehen, und mich dann trotzdem erst nochmal auf die Couch setzen. Er reagiert ja wie gesagt so, wenn er weiß dass wir gleich wieder spazieren gehen, und verbindet das bereits mit dem umziehen. Danke für den Denkanstoß.

Erstmal willkommen zurück - soszuagen.

Du kennst dich doch gut mit Pferden aus. Ich mußte trotz Horrorszenario etwas schmunzeln, da du einem Pferd sicher nicht brüllend hinterherlaufen würdest, oder? Auch ein Pferd welches zum Stall drängt würdest du nicht im vollen Galopp zurückreiten lassen, oder?

Ich nehme deine Problematik durchaus ernst, nicht, daß das hier falsch verstanden wird. Im Umgang mit dem Kleinen waren ja schon super Tips dabei. Das wird schon.

Huhu :winken: Ja, da hast du recht. Würde ich auch normalerweise nie tun.

Da kamen aber mehrere Punkte zusammen. Die Tatsache dass er auf gar nichts mehr reagierte, also nicht auf das anfängliche ruhige rufen, und auch nicht auf das stehen bleiben von mir. Und dann kam der Punkt wo die Straße einfach schon in Sichtweite war und ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Und da kam die Panik (von mir) ins Spiel, und der Gedanke dass ich jetzt keine Zeit mehr habe das ganze vernünftig anzugehen. :heul: Ab da war ich nur noch darauf bedacht vor den kleinen Kerl zu kommen um ihm den Weg abzuschneiden. Das laute rufen vorher war tatsächlich die reine Verzweiflung meinerseits. :redface

Ja - so einen Hund hatte ich auch mal!

Ein älterer Herr, sehr zurückgezogen,

er ist halt mit spazieren gegangen, weil ich auch ging,

aber sobald er unser Haus sah, war er wie ausgewechselt!

Freudig, fast ausgelassen!

Wer weiß, was diese Tiere alles erlebt haben - sie freuen sich einfach, wenn es wieder in ihr sicheres Zuhause geht!

Ich finde auch, du mißt dem zuviel Bedeutung bei!

Wird schon werden!

Das sehe ich zum Beispiel jedesmal wenn ich dann das Tor zu unserem Haus öffne. Sobald wir auf unserem Grundstück sind ist alle Angst weg, und er ist völlig ausgeglichen. Springt wedelnd um mich rum, freut sich einfach. Man sieht richtig die Erleichterung "Puuuh, endlich wieder zu Hause."

Ich weiß, das zeigt mir noch deutlicher wie unsicher er sich draußen eigenlich noch fühlen muss.

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Zu den vielen guten Tips die du bekommen hast, würde ich den Rückruf völlig neu aufbauen und zwar mit einer Pfeife.

Ich habe immer wieder feststellen müssen, wieviel wir Menschen doch mit unserer Stimme dem Hund übermitteln, angefangen von Angst bis hin zur Wut. All das macht gerade deinen Hund natürlich noch unsicherer.

Zuhause mit dem Pfiff total positiv konditioniert und draußen an der Schleppleine weiter trainiert, wäre es vielleicht eine Möglichkeit euer beider Unsicherheit langsam aber sicher in die richtigen Bahnen zu lenken- zumindest beim Rückruf

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Man sieht richtig die Erleichterung "Puuuh, endlich wieder zu Hause."

Ich weiß, das zeigt mir noch deutlicher wie unsicher er sich draußen eigenlich noch fühlen muss.

Dann ist eigentlich gut nachvollziehbar, dass er sich so massiv gegen das angeleint werden und spazierengehen wehrt.

Hast Du keinen Garten? Wäre vielleicht gar nicht schlecht, erstmal nur in gewohnter Umgebung die Bindung und das Vertrauen aufzubauen und zu stärken.

Oder eine kurze Hausleine dranmachen, an die Du die Leine einklinken kannst, ohne ihm zu nahe zu treten und vorerst im gewohnten, stressfreien Bereich ertsmal das nachgeben an der Leine zu üben.

Möglich wäre auch, ihm eine Box ganz schmackhaft zu machen, in der er sich sicher und wohl fühlt und ihn dann samt Box ins Auto zu packen und in fremder Umgebung aus dem Auto mit ihm auf ne Wiese setzen, Box auf, natürlich das Leinenende in die Hand zur Sicherung und ihn einfach selber entscheiden lassen, wann er soweit ist, auszusteigen. Dabei würde ich ihn weder locken, noch beruhigend auf ihn einreden, sondern ganz einfach nur präsent sein, evtl. selber so tun als würde man was Feines schnabulieren und sonst nix machen.

Die Ressourcenverteidigung "Mensch" denke ich, macht er evtl. weil er ein starkes Bedürfnis nach Bindung hat, aber eben noch nicht so weit ist, sich wirklich auf Euch Beide einzulassen und damit ein Verdrängt werden von einem der beiden nicht aushalten kann. Möglicherweise empfindet er auch, wenn ihr Euch eng einander nähert, dies als mögliche Konfliktsituation und möchte das verhindern, quasi eigentlich splitten, aber dabei wird er aggressiv, weil ihr ja feine Signale dabei nicht beachtet, sondern die Annäherung und sein entfernen durchsetzt.

NEIN, ich bin nicht der Meinung, man sol sich alles gefallen lassen. Ich versuche nur, sein verhalten aus Hundesicht zu betrachten und da gibst eben viele mögliche Faktoren - und unterschiedliche Lösungen.

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Huhu,

doch, haben auch einen Garten. An "schlechten" Tagen, sei es von mir oder ihm, lasse ich auch mal alle 9ne grade sein wie man so schön sagt, und dann beschäftigen wir uns nur im Garten, da er sich hier wirklich sehr sicher fühlt. Da lasse ich ihn dann zum lösen in den Garten, und wir machen ein paar Suchspiele oder spielen einfach unbeschwert mit seinem Quietschi und dann gehe ich mit Lena alleine spazieren.

Das mit der kurzen Hausleine die über den Boden schleift geht leider nicht. :-(

Wenn die auf dem Boden nur eine minimale Unebenheit streift, sei es ein Kieselsteinchen oder ein Ästchen, ist Panik da.

Möglicherweise empfindet er auch, wenn ihr Euch eng einander nähert, dies als mögliche Konfliktsituation und möchte das verhindern, quasi eigentlich splitten, aber dabei wird er aggressiv, weil ihr ja feine Signale dabei nicht beachtet, sondern die Annäherung und sein entfernen durchsetzt.

Stimmt, das habe ich nicht bedacht.

Aber wie soll ich das anders angehen, also wenn ich ins Bett möchte muss ich ja zwanghaft durchsetzen dass er sich entfernt und ich mich annähere?

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Nochwas fiel mir auf:

Er kommuniziert da tatsächlich sehr deutlich. Quasi wie aus dem Bilderbuch. Ich merke schon vorher wenn er gleich wieder in dieses Verhalten fällt. Durch seine Körpersprache. Ich kann aber dann oft schon nicht mehr auf ihn einwirken.

Schau mal ganz genau auf das vorher, wie sich das ankündigt. Das können ganz minimale Signale sein und da wäre er noch ansprechbar. Also genau den Punkt würde ich herausfinden. Noch ansprechbar, aber schon im beginnenden Konflikt, dadurch, dass er Dich wahrnimmt in der Annäherung und DA, ganz genau DA würde ich ansetzen, mit ihm zu kommunizieren, aber nicht mit Einwirken, als verhalten unterbinden oder abbrechen versuchen, sondern mit ebeso konfliktvermeidendem kommunizieren an ihn, wie zB. stehenbleiben, wegschauen, Rückwärtstendenz zeigen usw.

So, dass er sich wahrgenommen, verstanden fühlt. DAS wäre für mich die Basis, auf der ich weiter aufbauen würde.

Also gar nicht in den unasprechbaren Level reindrängen, sondern unterhalb der Reizschwelle bleiben, die defensives Abwehren auslöst.......müsste man zeigen..

Nachtrag, weil das mit dem Bett dazwischen kam:

Was würde er denn tun, wenn derjenige, der schon im Schlafzimmer im Bett ist, wieder aufsteht und rausgeht ? Würde er dann mitkommen?

Das könnte man nämlich nutzen, dass man das runterhüpfen vom bett, oder das Verlasssen des Raumes unter Signalkontrolle stellt mit positiver Bestätigung.

Und dann ihn sogar reinschicken, aufs Bett schicken und sogar belohnen. Ja , hört sich wiedermal ganz widersprüchlich an zu vielem anderen, was man sonst gesagt bekommt - aber Ziel ist dabei, die ganze Situation in eine positive Stimmung zu bringen, anstatt gegen ihn zu kämpfen.

Oder Du drängst ihn mit einem Kissen kurz und schmerzlos runter, ohne ihn dabei anzusprechen oder anzuschauen, ganz einfach nur symptomatisch , damit er Platz macht. Ist er dann aber unten, sofort freundlich bestätigen.

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Das mit der kurzen Hausleine die über den Boden schleift geht leider nicht. :-(

Wenn die auf dem Boden nur eine minimale Unebenheit streift, sei es ein Kieselsteinchen oder ein Ästchen, ist Panik da.

Wie genau äussert sich diese Panik? Wie lange hält der Zustand an?

Ist es echte Panik oder nur massive Schreckreaktion?

Das wäre zB etwas, was ich durchaus dem Hund unter Umständen zumuten würde, ohne eine Einwrikung durch mich, aushalten zu lernen. Am Geschirr, ohne dass er irgendwo hängen bleiben kann, ihn erleben lassen, dass das nichts ist, was ihn wirklich gefährdet. Aber um das einschätzen zu können, müsste man das sehen.

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oh, oh ich kann mir vorstellen wie es dir dabei ergangen ist. Der Hund gibt Kniegas und du versuchst alles Mögliche um ihn zu stoppen und nichts passiert, der Hund rennt weiter :Oo . Da rutscht einem das Herz förmlich in die Hose und man bekommt weiche Knie. Beim lesen deines Beitrages war ich schon völlig geschockt :Oo . Aber so etwas kann jedem passieren. Sei es das der Hund meint er müsse etwas hinterher Jagen oder aus Panik weils irgendwo geknallt hat :( . Unser Sam hat sich so etwas auch mal einfallen lassen. Er ist aber los geflitzt, weil er meinte er müsse einem Kaninchen hinterher. Unser Sam ist ja ziemlich groß und hat auch gut was an Gewicht (75 cm und ca.50 Kilo). Man könnte meinen er ist nicht so schnell, aber Pustekuchen wenn der speed gibt dann wird der ganze Körper richtig lang und tief ,da kommt keiner hinterher. Zum Glück war das kleine Ninchen schneller in haken schlagen und konnte ihm entwischen. Mein Mann brüllte direkt hinterher. Ich hab ihm gesagt, kannste vergessen der kriegt jetzt gar nichts mehr mit. Der lief quer übern Acker auf eine kleine Straße wo die Autos auch nicht immer langsam unterwegs sind ab auf den nächsten Acker :motz: . Und ich hinterher,zwischendurch auch mal gerufen. Langsam fing es auch in mir an zu brodeln und ich bekam schon Panik, als ich dann von weitem sehen konnte das,dass Kaninchen sich unter einen Zaun flüchtete und er nicht mehr hinterher kam ( zum Glück ist er nicht über den Zaun gesprungen), hab ich ihn dann noch mal gerufen und dann kam er. Gott sei Dank. :Oo Ja da war dann auch nichts mehr mit Freilauf.

Wenn er die andere Richtung gelaufen wäre, dann wäre die Hauptstraße gekommen. :Oo

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Also genau den Punkt würde ich herausfinden. Noch ansprechbar, aber schon im beginnenden Konflikt, dadurch, dass er Dich wahrnimmt in der Annäherung und DA, ganz genau DA würde ich ansetzen, mit ihm zu kommunizieren, aber nicht mit Einwirken, als verhalten unterbinden oder abbrechen versuchen, sondern mit ebeso konfliktvermeidendem kommunizieren an ihn, wie zB. stehenbleiben, wegschauen, Rückwärtstendenz zeigen usw.

So, dass er sich wahrgenommen, verstanden fühlt. DAS wäre für mich die Basis, auf der ich weiter aufbauen würde.

Also gar nicht in den unasprechbaren Level reindrängen, sondern unterhalb der Reizschwelle bleiben, die defensives Abwehren auslöst.......müsste man zeigen..

Meistens fängt das so an:

Wir sitzen noch zusammen auf der Couch, dann geh ich nochmal schnell mit ihm in den Garten damit er nochmal pieseln kann, und dann geh ich ins Badezimmer und mache mich Bettfertig. In der Zeit hat er sich dann meistens schon ins Bett oder Körbchen begeben, und sobald er dann hört wie ich die Badezimmertür öffne, fängt er schon an zu knurren und zu bellen.

Aber ich werde das heute direkt mal testen dass ich mich dann einfach nochmal auf die Couch setze, vllt kommt er ja nochmal zurück. :)

Nachtrag, weil das mit dem Bett dazwischen kam:

Was würde er denn tun, wenn derjenige, der schon im Schlafzimmer im Bett ist, wieder aufsteht und rausgeht ? Würde er dann mitkommen?

Puh, kann ich ehrlich gesagt gar nicht sagen. Das Problem ist dass ich durch Früh- und Spätschichten ganz andere Schlafrhytmen habe als mein Freund, sprich meistens schläft der dann schon tief und fest. Aber ich gucke mal, am Wochenende lässt sich da bestimmt was testen.

Das könnte man nämlich nutzen, dass man das runterhüpfen vom bett, oder das Verlasssen des Raumes unter Signalkontrolle stellt mit positiver Bestätigung.

Und dann ihn sogar reinschicken, aufs Bett schicken und sogar belohnen. Ja , hört sich wiedermal ganz widersprüchlich an zu vielem anderen, was man sonst gesagt bekommt - aber Ziel ist dabei, die ganze Situation in eine positive Stimmung zu bringen, anstatt gegen ihn zu kämpfen.

Oder Du drängst ihn mit einem Kissen kurz und schmerzlos runter, ohne ihn dabei anzusprechen oder anzuschauen, ganz einfach nur symptomatisch , damit er Platz macht. Ist er dann aber unten, sofort freundlich bestätigen.

Das nehme ich mal als Arbeitsansatz. Hört sich für mein empfinden auch recht schlüssig an :)

Danke dir.

.. hab ich ihn dann noch mal gerufen und dann kam er. Gott sei Dank. Ja da war dann auch nichts mehr mit Freilauf.

Wenn er die andere Richtung gelaufen wäre, dann wäre die Hauptstraße gekommen.

Puh, Glück gehabt. Da rutscht einem doch echt mit jedem gelaufenen Meter das Herz mehr und mehr in die Hose..

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