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Hundeforum Der Hund
Kassandra

Und plötzlich ist alles anders. Geschichte unseres Hundes

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Das ist eine schöne Geschichte, über die man schmunzeln kann. Wenn Dir noch mehr einfallen - immer her damit.

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Auch mein herzliches Beileid. Unser Max ist vor einem Jahr von uns gegangen. Ein großer Trost für mich war, ihn trotzdem zu spüren, zu spüren, dass er bei uns ist, uns beschützt und die vielen kleinen Zeichen empfangen zu dürfen, die er uns schickt. Glaub daran, das wird dir Kraft geben.

Lg von Simone und Max ganz tief im Herzen

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Danke für eure lieben Worte. Heute ist es schon eine Woche her und kommt mir zum Teil immer noch so vor, als wäre es ein Traum aus dem ich noch nicht erwacht bin.

Tagsüber kann ich mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren, ich muss zwar immer noch ständig an ihn denken, doch es sind meisten schöne Erinnerungen an ihn.

Schlimmer wird es dann, wenn ich abends zuhause bin oder morgens nach dem Aufstehen. Mir schießt immer wieder der Gedanke in den Kopf, ob es wirklich eine Erlösung für ihn war oder ob er noch gar nicht bereit war zu gehen. Ich habe Angst, dass er unsere Entscheidung nicht verstehen kann.

Doch anderseits gab es an dem Tag und davor Ereignisse, die keine Zufälle sein können. Der Impfpass von unserer Katze lag schon seit Ewigkeiten bei meinem Vater, am Tag vor Falkos Tod kamen er und seine Freundin uns einfach nur so besuchen und überreichten ihn mir. Diesen legte ich anstatt zu den anderen in die Küche auf die Arbeitsfläche. Auch meine Mutter und ihr Freund waren einfach nur so vorbeigekommen an dem Tag.

Am nächsten Tag wollte meine Freund gleich morgens in die alte Wohnung die Löcher zu spachteln und andere Arbeiten erledigen, doch aus irgendeinem Grund kam etwas dazwischen und er wollte dann kurz nach dem Mittag los. Dann bemerkte er, dass es Falko nicht gut ging und durch den Impfpass von der Katze hatte er sofort die Nummer vom Tierarzt zur Hand und brauchte Falko nicht verlassen um am PC die Nummer herauszusuchen.

Letzte Nacht habe ich von ihm geträumt. Ich war mit Unbekannten in unserer alten Wohnung und haben Sachen verpackt. Der Wagen von meinem Freund fuhr auf die Auffahrt und Falko freute sich über die Ankunft. Er wollte zur Tür rennen und verhedderte sich dabei in Folie, die auf dem Boden lag. Er stolperte und fiel und ich wollte ihm helfen, doch ich konnte nicht, etwas hielt mich fest. Dann war der Traum zu Ende. Heute Morgen erzählt mein Freund mir, dass ich ihm Schlaf geschrien hätte, dass mich jemand loslassen solle.

Was könnte der Traum bedeuten?

Weitere Geschichten werden folgen, da gibt es noch einige zu erzählen :)

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Ich bin kein Traumdeuter, aber Du beschäftigst Dich damit, ob es zu früh war, Deinen Schönen gehen zu lassen. Bei den Anzeichen, die Du beschrieben hast, war es die einzige Möglichkeit, ihm Leiden zu ersparen. Mach Dir deshalb keine Vorwürfe mehr, ich weiß, das das schwer ist. Dein Traum bedeutet für mich, dass Dein Berner gehen wollte und Du ihn nicht daran hindern solltest, deshalb das Gefühl, Dich hält jemand fest. Glaub mir, es geht ihm gut da, wo er ist.

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Danke, Mohammed. Ich denke du hast recht, ich habe mich so hilflos gefühlt. Das einzige was ich tun konnte, war bei ihm zu sein und ihn wissen zu lassen, dass ich immer bei ihm sein werde.

Ich habe gestern Abend noch ein Gedicht für ihn geschrieben:

Falko

Weich fühlst du das seidige Gras unter deinen Pfoten

Der Himmel über dir ist blau und die Sonne scheint auf dich

Dein Fell ist glänzend und deine Gelenke schmerzen dir nicht mehr

Du rennst voller Freude und hüpfst wie ein kleines Lamm

Deine Augen leuchten und du strahlst

Überschritten hast du die Grenze, die mir große Angst macht

Du hast erkannt, dass die Zeit mit uns nur ein kleiner Abschnitt war

Irgendwann werden wir uns wiedersehen

Ich treffe dich auf der großen Wiese

Von dort gehen wir in unser nächsten Leben

Wir werden wieder zusammen

Ich liebe dich

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Das ist ein sehr schönes, liebevolles Gedicht.

Auch ich bin der festen Überzeugung, dass wir unsere Lieben irgendwann wieder sehen. Sie sind uns nur vorausgegangen. Nun warten sie dort auf der großen Wiese auf uns.

Die Selbstzweifel und Vorwürfe kenne ich auch so gut. Aber wir haben unsere Entscheidung FÜR unsere Lieben getroffen. Ein Hinauszögern hätte nur Qual und Leid bedeutet. Was einem so zu schaffen macht, das ist, dass WIR den Zeitpunkt bestimmen. Diese Entscheidung sollte niemand treffen müssen. Aber es lässt sich nicht immer umgehen, wenn wir Schmerzen verhindern und Leiden abkürzen wollen. Diese Gedanken haben mich sehr lange gequält, obwohl klar war, dass gar keine andere Lösung möglich gewesen wäre.

Mir hat Lara damals Trost gegeben, weil sie mich beim Abschied so liebevoll und dankbar angesehen hat. Sie war dankbar, dass sie jetzt schlafen darf ohne Schmerzen.

Es dauert lange, bis man gelernt hat, mit dem immer in Wellen heranschwappenden Schmerz umzugehen. Unsere Lieben sind aber nie ganz fort. Sie begleiten uns immer. Öfter mal sehe ich klare Zeichen, die sie mir schickt, dass sie gerade ganz nah bei mir ist - und das wirst du, wenn du gut hinsiehst und hörst, auch von deinem Schatz finden.

Fühl dich ganz lieb in den Arm genommen, wenn du magst.

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Hallo Kassandra,

lese hier die ganze Zeit mit, aber wie immer, fehlen mir bei diesem Thema die passenden Worte. Ich will es dennoch versuchen.

Ich glaube, die zweifelnden Gedanken, ob man zu früh gehandelt hat oder nicht, stellt sich jeder Hundehalter, der seinen treuen Freund erlösen musste. Auch mir geht es so und ich habe mich letztes Jahr den ganzen Sommer damit gequält, wann der richtige Zeitpunkt ist. In absehbarer Zeit werden wir wohl wieder vor dieser Entscheidung stehen und ich finde es jedesmal wieder mehr als schwer.

Durch diese Entscheidungsmöglichkeit können wir aber eins tun: Wir können unseren geliebten Vierbeinern Leid ersparen.

Meine Hündin ist seit letzten September nicht mehr bei uns und trotzdem ist sie noch irgendwie da. Bei vielen Spaziergängen muss ich an sie denken und so begleitet sie uns immer noch ein Stück auf unserem Weg.

Auch wenn die letzten Wochen alles andere als schön waren, bleibt sie mir als fröhliche Hündin in Erinnerung, die auch noch im hohen Alter ihre "Spinnerunden" drehte.

Sie und auch dein Hund hatten ein tolles Leben. Das sollten wir nicht vergessen. Sie durften glückliche Hunde sein, die viel Liebe erfahren haben und unzählige fröhliche Momenten erlebten.

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Ich habe mir immer gewünscht, dass Falko einfach einschlafen wird und nicht wieder aufwacht. Da er bis zum Schluss gesund war und wir ihm nichts angemerkt haben, hatte ich mich nie mit dem Thema befasst, ihn irgendwann erlösen zu müssen.

Es hatte ziemlich lange gedauert bis die Narkose gewirkt hatte, dreimal hatte der Tierarzt nachgespritzt. Er sagte, dass Falko sich dagegen wehren würde, da er so schlecht atmen könnte und die Atmung bei der Narkose noch verschlechtert wäre. Daher hatte ich leider in dem Moment nicht das Gefühl das Richtige getan zu haben.

Doch jetzt denke ich, dass Falko Angst davor hatte qualvoll zu ersticken und da bin ich froh, dass wir ihm dieses Leid haben nehmen können.

Inzwischen habe ich auch öfters das Gefühl, dass er anwesend ist. Daher spreche ich auch öfters mit ihm, wünsche ihm eine gute Nacht und begrüße ihn morgens.

Ich bin froh so viele glückliche Erinnerungen an ihn zu haben.

Als Falko etwa ein Jahr alt war, sind wir mit ihm an einen See bei uns in der Nähe gefahren. Es war ziemlich warm und eine Abkühlung tat uns alle gut. Wir kamen am See an, wir breiteten unsere Decken aus liefen zum Wasser. Falko war sichtlich erfreut über das kühle nass und rannte sofort hinein. Da ich erwartet habe, dass alle Hunde automatisch schwimmen können, habe ich mir nichts dabei gedacht. Plötzlich war der Hund verschwunden und ich rannte an die Stelle, wo ich ihn zuletzt gesehen hatte. Ich legte meine Arme um seinen Bauch und zog ihn wieder über Wasser. Er schnappte nach Luft und schaute mich erschrocken an, damit hatte er wohl nicht gerechnet gehabt.

Danach passte er auf, dass er nur so weit ins Wasser lief, wie er auch stehen konnte. Später als ich eine Runde schwamm, kam er mir vorsichtig hinterher und siehe da, mit etwas Übung kann der Hund doch schwimmen. Er erreichte mich und dachte offenbar, dass er mich als Halteboje benutzen könnte. Danach hatte ich überall Kratzspuren von seinen Krallen am Körper, mein Halskette lag auf dem Grund des Sees und ich schwamm mit ihm wieder zurück an Land. Das waren genug Schwimmereignisse für einen Tag.

Am Ende des Tages musste er dann sein Häufchen natürlich mitten ins Wasser setzen, anstatt wie sonst in ein Gebüsch zu gehen. ;)

Danke für Umarmung, Wolli :kuss:

Danke nochmal für eure lieben Worte, es tut sehr gut, dass es anderen auch so ergangen ist wie mir. Ich wünsche euch für eure Hunde alles Gute.

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Ein wunderschönes Gedicht hast Du da geschrieben, Kassandra. Das wird ihm gefallen. Und Deine Wassergeschichte ist auch sehr schön.

Den wenigsten Hunden ist es vergönnt von selbst einzuschlafen und nicht mehr

aufzuwachen. Als es bei unserem Ali soweit war haben wir einen Tag und eine Nacht bei ihm gesessen und gehofft - wir mußten aber auch am Morgen den Arzt holen. Ich habe mir nie Vorwürfe gemacht, weil er mir mit seinen Augen gesagt

hat, was ich tun soll.

Guck mal, das ist er:

post-27419-1406422026,35_thumb.jpg

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Liebe Kassandra,

Du schreibst so schön und voller Liebe zu deinem Falko.

Quäle dich nicht mit Selbstzweifeln, du hast deinem Hund ein tolles Leben geschenkt, warst bis zum Schluss bei ihm.

Sei stolz auf dich, es gib viele ungeliebe Hunde auf der Welt, deiner war es nicht, er wurde geliebt. Auch wir standen vor einem Jahr vor dieser Entscheidung, die immer eine schwere ist. Du hast die Entscheidung für deinen Hund getroffen und sie war die richtige. Du wirst spüren, dass er bei dir ist, er wird es dich merken lassen.

Ich drück dich mal ganz lieb und wünsch dir viel Kraft für die nächste Zeit. Alle hier verstehen wir, wie du duch fühlst. Teile dich mit, das hilft schon ganz viel.

LG VON SIMONE UND MAX GANZ TIEF IM HERZEN

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