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Hundeforum Der Hund
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Mein deutscher Pinscher ver**scht mich!

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Hallo, liebe Mitglieder.

Ich bin stolze Besitzerin eines 8,5 Monate alten deutschen Pinschers. Wie es sich für einen Rüden in diesem Alter natürlich gehört, ist er draußen momentan mehr oder weniger vollkommen inadäquat und im Prinzip habe ich dafür auch vollstes Verständnis, wir waren als Teenies ja alle bissel seltsam.

Unsere "Hauptproblem" ist die (wer hätte gedacht) nicht vorhandene Leinenführigkeit, eigentlich ist es grade ein Witz, diesen Begriff überhaupt zu verwenden. Wesentlich passender wäre Leinentauziehen oder Stolpern um die Wette.

Er war ganz am Anfang ein etwas schreckhafter Welpe, nachdem der Höhlentrieb weg war, kam mit 12 Wochen das unbändige Selbstbewusstsein und diese elendige Ziererei. Wir haben daran durchgehend gearbeitet und mit etwa 5 Monaten kam eine gewisse Besserung auf. Leider war es so mit 6 Monaten wieder vorbei, er hat angefangen das Beinchen zu heben und angefangen, wesentlich mehr interessante Gerüche wahrzunehmen.

Alles soweit so gut, er ist ein Rüde und natürlich darf er sich auch wie einer verhalten, auch wenn wir dennoch konsequent dagegen anhalten. Bei aller Konsequenz ist mein Hund leider verdammt starrköpfig und einfallsreich.

Momentan benutze ich die Stehenbleibmethode. Sprich: ich bleibe stehen, nehme den Druck mit einem sanften Zurückziehen aus der Leine und warte, bis Monsieur sich wieder an seinem Lauf"platz" neben mir einfindet. Er hat es soweit auch gecheckt, und setzt sich dann ziemlich schnell direkt neben meinem Bein hin. Dummerweise hält das anschließende "anständige" Laufen nur über eine Strecke von ca. 50 cm, denn dann riecht ja wieder etwas ausgesprochen gut... und heute hat er endgültig den Vogel abgeschossen.

Hund hat es ja wie gesagt schnell gecheckt, dass es unter Leinendruck nicht weitergeht, da das blöde Frauchen es ja irgendwie so gar nicht blickt, dass er es eilig hat. Also ist er wohl auf die Idee gekommen, Frauchen etwas auf die Sprünge zu helfen.

Wie, fragt ihr euch? Mit abartigem Gejaule und Gebelle. Und zwar genauso lange, wie ich mich nicht von der Stelle bewegt habe.

Hier sei erwähnt, dass mein Hund gerade immens am selektiven Hören leidet und mich auch im Normalzustand prinzipiell 2Mal "nicht hört", bevor er tut was man sagt, und selbst da muss ich schon einen recht strengen Ton annehmen. Er hat auf GAR NICHTS reagiert, weder auf Schimpfen noch auf irgendwelche Kommandos, ein Stups hat ihn auch nicht "rausgeholt". Als ich angefasst habe, hat er aufgejault, als ob ich ihn getreten hab (aber das ist ganz mein Kleiner, übertrieben wird grundsätzlich immer, wie es sich für einen Pinscher gehört.)

Da wir in einer Wohngegend mit überwiegend normalen Hunden wohnen, habe ich aus pädagogischer Sicht auf ganzer Linie versagt und bin weitergegangen, damit er bloß die Klappe hält. Ich weiß, es hätte Sinn gemacht, solange stehen zu bleiben, bis er nicht leise ist, aber ich hatte die ernsthafte Befürchtung, dass mir bei diesem Theater irgend ein Bewohner die Polizei oder das Veterinäramt oder so was auf den Hals hetzt. Ich kann bei dieser Lautstärke unmöglich neben Wohnhäusern stehen bleiben. Das, was er da aufgeführt hat, stand einfach in keinem Verhältnis zu einem Hund, der noch ansatzweise normal ist.

(Bei der Richtungswechselmethode fängt er übrigens auch sofort an zu jammern, wenn es nicht in die von ihm gewünschte Richtung geht.)

So ein Theater haben wir auch mittlerweile seit ein paar Wochen, wenn er andere Hunde sieht. Er ist schon immer voll auf Artgenossen abgegangen, obwohl er die Hundeschule besucht und eine regelmäßige Gassifreundin hat. Ich belohne ihn dafür natürlich nicht und lasse ihn nur dann zum anderen Hund, wenn er sich für seine Verhältnisse normal aufführt. Aber hier kann ich ja einfach weitergehen und er heult mir zumindest nicht einen Häuserblock am Stück zusammen sondern verteilt die Lärmbelästigung gerecht über die Straße. Was aber bei so einer Leinengeschichte tun?

Wie kann ich ihn möglichst schnell, wirkungsvoll, human und mit langzeitiger Erinnerung zum Schweigen bringen?

Ein Tipp von einem anderen Pinscherrüdenhalter wäre toll!

Er ist allgemein ein tendenziell nervöser Hund, aber Vorstellungen in diesem Ausmaß haben wir wirklich erst seit einigen Wochen.

Normalerweise beschränkt er sich bei Unzufriedenheit auf normales Motzen in "Zimmerlautstärke". Er hat bisher auch nie gebellt/gejault und macht es bis heute nie im Haus.

Draußen ist er aber momentan einfach vollkommen irre. Aus diesem Grund hat er gerade auch wenig Freilauf. Früher hat er immer wenigstens eine gewisse Distanz bewahrt, bevor er abgedüst ist/ in jener er noch auf ein nein gehört hat. Jetzt haut er ab, sobald er irgend jemanden/was in Sichtweite entdeckt. Er kommt zwar wieder, aber allein die Tatsache des Abhauens reicht ja schon. Aber das ist nur Hintergrundinfo, meine Frage ist:

Wie bringe ich diesen Hund zum Schweigen?

Auch gerne Tipps für Zuhause, wird er nicht beachtet, wird auch gerne rumgeflennt. Zwar recht leise, aber so elendig penetrant, dass ich mittlerweile auf den leisesten Quicker sehr allergisch reagiere. Wird er ignoriert, hört er irgendwann auf. Aber nur, um nach einer Viertelstunde munter weiter zu machen.

Dieses Jammern bringt mich wirklich an den Rand des Wahnsinns. Ansonsten ist er im Haus aber ein vorbildlicher Hund, er würde nie auf die Idee kommen, etwas aus Langeweile anzunagen oder ähnliches. Interessanterweise ist er immer vollkommen leise, wenn er alleine bleibt. Mister Hund checkt es also durchaus, ob er gerade jemandem auf den Keks gehen kann, oder sich das Jammern eh nicht rentieren kann.

Ich liebe ihn wirklich über alles und würde ihn nie wieder hergeben. Aber momentan ist es einfach nur frustrierend. Man versucht, soviel wie möglich richtig zu machen und kriegt nur eine stetige Steigerung des Wahnsinns zurück.

Kann mich wenigstens mal einer trösten und vorhersagen, wann mein Hund wieder ansatzweise anständig wird?

Werden Pinscherrüden überhaupt je wieder normal?:( Die Rasse ist ja wenig verbreitet und alle Hunde, die ich zum Vergleich hab (auch die pubertierenden gleichaltrigen aus der Hundeschule) sind daneben einfach so wunderbar ERZOGEN, wirklich.

Ich meine ich weiß ja, dass es sich nach der Pubertät wieder bessern soll und so, aber passiert das auch noch mit diesem immensen Beklopptheitsstadium? Ich beginne ernsthaft daran zu zweifeln:(

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Ein bisschen mehr Absätze wären echt toll. :) Musste mein lesen erst mal unterbrechen. Widme mich dem ganzen nachher nochmal :D

Lg

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Hi,

trotz fehlender Absätze aber doch sehr amüsant zu lesen, da du trotz eines gewissen Leidensdrucks deinen Humor nicht verloren zu haben scheinst :D

Helfen kann ich leider nicht so viel, da ich genau dieses Thema auch mit meinem Hund habe ;)

Was aber sehr wichtig ist-du musst lernen die Ruhe zu bewahren.

Denn Hund merkt es sofort, wenn du nervös bist, peinlich berührt bist und du deine Contenance verlierst.

Bin auch gespannt, was für Tipps noch so kommen.

LG

Birgit

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Da kann ich ein Lied von singen!

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Mir fällt da auch nur ein, dass du ruhiger werden solltest. Das ist bestimmt nicht leicht, wenn Hund jammert und beste schauspielerische Talente entwickelt.

Unser Großer hat anfangs, als er noch jung war, etwas Ähnliches gemacht: Wollte er nicht angeleint werden, warf er sich auf den Boden und schrie, als hátte ich ihn geprügelt. Beim ersten Mal habe ich mich so erschrocken und ließ das Halsband sofort los. Ich dachte, ich hätte ihm irgendwie weh getan.

Als ich dann irgendwann doch mal gecheckt hatte, dass da nix passiert und er mittlerweile gemerkt hatte, dass dieser Trick klappt, habe ich das Schauspiel ignoriert. Hat eine Weile gedauert, bis er dann damit aufhörte.

Und: Weil Herr Hund ja aufm Boden lag und schrie, sah das Ganze wirklich höchst dramatisch aus. Die Blicke anderer Hundehalter waren da nicht sehr angenehm.

Ich würde als ignorieren.

Zur Leinenführigkeit können dir andere bestimmt bessere Tipps geben als ich. Dieses Stehenbleiben hat bei uns nicht funktioniert. Richtungswechsel war auch eher bescheiden. Ich bin dazu übergegangen, langsam zu werden, wenn Emma zieht und zwar seeehr langsam. Geht sie wieder "normal", werde ich wieder schneller.

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Vergiss das er ein Pinscher ist ,er ist ein Hund !

Tief durch atmen mach dich gross und vergiss das er ein Ruede ist ,deine Regeln sind seine Leitlinien.

Ich habe einen RS -Rueden ,keine Ausrede.

Ganz wichtig wenn mal nicht anders geht .......lachen.

LgBJ

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Hallo,

ich bin zwar so zusagen noch neu Hundebesitzer, möchte aber trotzdem einige Gedanken los werden.

Ich denke schon, dass der Kleine dich in gewisser Weise verarscht. Denn wenn er lange genug durchhält, knickst du ein, also in gewisser Weise gewinnt er und zeigt dir wo es lang geht.

Und wie schon genannt merkt dein Hund sehr schnell, wenn du unruhig bist.

Wie lange besucht ihr schon die Hundeschule? Was lernt ihr dort? Habt ihr schon solche Dinge wie....

- bei konsequent bei Fuss gehen geübt? Wo der Hund wirklich Blickkontakt zu dir halten muss?

- Ich nenne es mal "lockere" Leinenführigkeit, der Hund muss an lockere Leine neben dir laufen

- Rückrufsignal

usw.

Wie klappen solche Dinge? Trainierst du die Dinge die Ihr da lernt auch an den Tagen wo keine Hundeschule ist? Finde ich persönlich sehr wichtig.

Ich persönlich finde die Richtungswechselmethode auch nicht verkehrt, klar dass ihm das nicht gefällt, aber wer ist Chef? Du oder er? Ich würde es so lange durchziehen, bis er darauf in gewünschter Weise reagiert. Und vielleicht erstmal da üben wo dich keiner kennt und es etwas "ruhiger" ist, abgelegene Stelle im Park, oder ne Wiese oder Ähnliches. Was kümmert es dich, was andere Leute denken? Wenn er im Wohngebiet jault und es nicht grad mitten in der Nacht ist, dann ist das halt so.

Ich weis es gibt darüber extrem verschiedene Meinungen, aber wie reagiert er auf Leckerchen, wenn er etwas gut gemacht hat? Das würde wenn er drauf steht für ihn einen Anreiz schaffen dir zu folgen.

Er weiß halt wie er dich dahin bekommt, wo er dich haben will und nutzt das schamlos aus.

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Ich werfe mal den trendigen Begriff Frustrationstoleranz in die Runde.

Ein Pinscherrüde in unserer Welpenstunde war kürzlich dermaßen frustriert, als ich ihn von einem Futterbrocken wegschob, dass er zuerst mehrmals meinen Jackenärmel angriff und dann mich als Person.

Als ich ihn einfach ruhig aber fest an den Schulterblättern hielt, um nicht gebissen zu werden, schrie er wie am Spieß.

Er konnte null damit umgehen, dass etwas frustrierend war, dass er nicht sofortissimo an`s gewünschte Ziel kam.

So in dieser Richtung scheint deiner auch zu ticken.

Deshalb würde ich auch bei deinem hier ansetzen: Frustration aushalten lernen, zusammen mit der ebenfalls trendigen Impulskontrolle :)

Das wird schon, Kopf hoch ;)

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Deshalb würde ich auch bei deinem hier ansetzen: Frustration aushalten lernen, zusammen mit der ebenfalls trendigen Impulskontrolle anfang

Juline, hast du da vielleicht auch ein paar praktische Tipps?

Mein Terriermix kann das zu Hause schon gut, draußen in vielen Situationen.

Aber es gibt immer noch welche, wo er komplett austickt. Vor allem, wenn mehrere Dinge zusammenkommen. Z.B. Freude auf den Freilauf und Hundesichtung noch an der Leine, dann tillt er :Oo Da ist dann auch kein rankommen mehr, so wie der TE oben beschrieben hat.

Hat halt auch was mit der Rasse zu tun. Jene, die einfach sehr schnell hochdrehen.

Momentan benutze ich die Stehenbleibmethode. Sprich: ich bleibe stehen, nehme den Druck mit einem sanften Zurückziehen aus der Leine und warte, bis Monsieur sich wieder an seinem Lauf"platz" neben mir einfindet.
Das hat bei uns gar nix gebracht. Er blieb zwar stehen, kam auch widerwillig zurück, aber sobald ich weiter ging krachte er wieder nach vorne.

Ständige Richtungswechsel haben uns da schon eher weiter gebracht. Zuerst mit Ansage, später hab ich nur kurz gestoppt und bin umgedreht.

Sozusagen nach dem Motto: Ich bestimme den Weg und du kommst besser mit.

Wenn das klappt kann man ja auch da lang gehen, wo der Hund hin will. Aber erst dann ;)

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Hallo,

mein Rüde hat dieses Thema in der Pubertät auch gemacht. Anfangs habe ich das Ziehen auch mit Stehenbleiben versucht zu korrigieren. Hat aber nicht viel gebracht. :kaffee:

Geholfen hat der Tipp einer Trainerin. Einfach langsam weitergehen und den Hund dabei wieder ins Fuß holen - sprich zurückziehen. So muss er bei Gassi gehen zwar den Weg 10 x hin- und herlaufen, aber irgendwann hat er "die Schnauze voll" und gibt das Leinenziehen auf.

Das jammern kannst Du entweder ignorieren oder Du nimmst eine Blumenspritze oder Wasserpistole und "schiesst" damit den Hund ab. (Hilft nur nicht, wenn der Hund das wie meiner toll findet :Oo ). Dann würde ich einfach mal in der Hundeschule nach Tipps fragen.

Übrigens: Dein Hund hat die Damenwelt auch in der Nase und dem entsprechend spielen auch seine Hormone verrückt. Wenn Du ihn nicht kastrieren lassen willst hilft "Agnus cactus" dir auch.

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