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Hundeforum Der Hund
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Schwere Entscheidung

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Hallo ihr Lieben,

Meine Hündin Cara, Jack Russel Mix mit 14 Jahren, hat gerade eine schwere Zeit.

Meine arme Maus ist gerade läufig und was deswegen alles gerade passiert bringt mich zum weinen.

Angefangen hat es kurz vor der Läufigkeit. Sie hat nach dem pieseln nachgetröpfelt. Sie hatte es bei ihrer letzten Läufigkeit schon, aber dieses mal war es extremer. Also ab zur TÄ. Abgetastet, Urinprobe und Blutbild = alles ok. Hmm, gut, vielleicht durch die Läufigkeit plus alter vielleicht wirklich inkontinent.

Nach einigen Tagen dann der Schock. Cara presste und presste, ich dachte mir noch, das gibt's doch gar net das die kleine Verstopfung hat und plötzlich guckte etwas aus der Scheide raus. Natürlich, wie Solls auch anders sein, ist Sonntag morgen um halb 7.

Gleich den Nottierarzt angerufen und hingedüst. Ich hatte wirklich gedacht, jetzt ist es vorbei. Diagnose vom TA: Scheidenprolaps! Er hat dann mit dem Finger, entweder Blase oder Gebärmutter, wieder eingeführt und dieses "Ding" ist dann auch zurück "geploppt". Extra noch ne Runde gegangen und nochmal geschaut, alles am richtigen Fleck. Inkontinenz war auch ab da komplett verschwunden.

Dann war Cara endlich richtig läufig. Mitte der Woche fing es an, dass sie mehr wie sonst getrunken hat. Aus Angst vor einer Gebärmutterentzündung wieder ab zum TA. Wieder Blut abgenommen, abgetastet, etc.. TÄ sagte ich soll sie weiter beobachten da alles unauffällig ist, aber die Gefahr einer Entzündung natürlich weiterhin besteht. An diesem Abend hat die Trinkerei dann nach gelassen.

Dann heute wieder der Schock. Cara tröpfelte wieder extrem nach dem pieseln. Keine Schmerzen oder ähnliches erkennbar, wie beim letzten mal. Da mir der TA erklärt hatte, was ich tun soll wenn der scheidenprolaps wieder passiert, habe ich mir nen sterilen Handschuh angezogen mit Vaseline und gefühlt. Die Gebärmutter oder die Blase, wir wissen es ja nicht genau, war kurz vor dem Scheidenausgang. Wie der TA mir vorher gezeigt, ganz ganz leichten druck ausgeübt und die Gebärmutter IST sofort wieder zurück geploppt. Cara sich danach riesig gefreut und erstmal ein Mega leckerlie und schmuserunde bekommen.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich würde im Leben nicht an meinem Hund selbst rumdoktern. Ich bin selber Krankenschwester und würde nieeemals etwas tun, wo mir der TA vorher nicht gezeigt hat, ich mir nicht zutraue oder ich meiner Maus weh tun würde. Problem war aber, dass genau der TA Notdienst hat, wo die Cara schon längst gestorben wäre, wenn ich auf ihn gehört hätte!

Dann heute Abend der Supergau. Dieses blöde Teil ist wieder am Ausgang der Scheide. Es hat also dieses mal überhaupt nicht gehalten. Das letzte mal hatte es 2 Wochen gehalten. Der TA sagte mir, dass durch die Läufigkeit die Festigkeit des Bindegewebes gestört ist und es dadurch dann zu einem Prolaps kommen kann es aber auch passieren kann, dass es gar nicht mehr hält und sie operiert werden muss.

So nun das Dilemma. Vor 3 Jahren hatte sie ein Gesäugetumor. Dieser wurde rausoperiert und während der Narkose ist mein Mäuschen Bradykard geworden und haben deswegen "schnell" fertig gemacht und zugenäht. Daher da nicht kastriert worden. Die op hatte ca 1 Stunde gedauert. Lt den TÄ hatte Cara nur die "Narkose eines Hasen".

Was soll ich jetzt tun? Wenn man nur sehen würde, dass sie a) die Gefahr einer Gebärmutterentzündung hat und B) diesen Scheidenprolaps würde ich sie sofort operieren lassen. Aber sie hat ihr Alter. Sie hat die letzte Narkose schon fast nicht überlebt. Ich habe immer gesagt, ich lass sie erst operieren wenn ich entscheiden müsste zwischen Tod oder OP.

Aber ich kann doch nicht alle paar Stunden diesen Prolaps wieder reinschieben.

Sie ist sonst fit. Sie läuft noch 1,5 bis 2 Stunden spazieren mit flotten Tempo und spielt auch mit ausgewählten Hunden. Sie zeigt ohne Ende Lebensfreude. Ich kann es doch nicht einfach drauf ankommen lassen und schauen was passiert. Aber ich kann es mir auch nicht verzeihen, wenn ich sie operieren lasse und sie stirbt dann in der Narkose.

3 Ärzte haben unabhängig voneinander gesagt, dass sie die op überstehen würde. Wir hatten im November ein Echo machen lassen. Eine Herzklappe schließt nicht komplett, aber es wäre noch nicht so schlimm das sie Medikamente oder ähnliches bräuchte. Aber die letzte Narkose war doch schon so knapp.

Habt ihr erfahrung mit einem scheidenprolaps? Was würdet ihr tun. Ich gehe natürlich nicht nach dem was jetzt hier geschrieben wird, aber vielleicht ist das ein oder andere Argument dabei, wo mir die Entscheidung erleichtern könnte.

Morgen um 10 haben wir TAtermin. Ich habe Angst davor.

Traurige Grüße

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Im Netz liest man daß ein Scheidenprolaps mit der Läufigkeit auftreten kann, danach sollte alles wieder in Ordnung sein. Hoffe daß das bei deiner Cara auch so ist.

Das Einzige was ich machen kann ist morgen früh an euch denken und ganz fest die Daumen drücken! Alles Gute!!! mx63.gif

LG Elke

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Ich wuerd das mit dem TA besprechen.

Wenn es jetzt nur waehrend der Laeufigkeit ab und an mit dem Prolaps passieren wuerde wuerde ich den Prolaps evt. immerwieder selber "behandeln".

Danach mit dem TA besprechen ob nach der Laeufigkeit die Anti-Laeufigkeits-Spritze evt. das Bindegewebe so weit festigt, dass der Prolaps nicht mehr zustande kommt.

Gibts keine andere Moeglichkeit, den Prolaps zu verhindern wuerd ich das Op-Risiko eingehen.

Ich glaube nicht, dass die staendigen Vorfaelle angenehm fuer deine Huendin sind und deshalb die OP versuchen.

Manchmal hast du nur die Wahl zwischen Cholera und Pest. :(:kuss:

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Ich kann deine Angst verstehen. Kann dir aber leider nicht helfen, da ich davon nichts verstehe.

Fuer morgen druecke ich aber ganz fest alle Daumen, dass es eine positive Diagnose geben wird.

Ich wuensche euch von Herzen, dass alles gut wird.

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Guten Morgen zusammen,

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen was das für eine furchtbare Nacht war. Nur am grübeln. :(

Im Netz liest man daß ein Scheidenprolaps mit der Läufigkeit auftreten kann, danach sollte alles wieder in Ordnung sein. Hoffe daß das bei deiner Cara auch so ist.

Ich war auch lange auf der Suche nach Erfahrungen und berichten im Netz. Aber man findet darüber irgendwie nur sehr wenig. Oft werden da nur junge Hündinnen erwähnt, die das bei ihrer ersten Läufigkeit bekommen. Das war und ist ja unsere Hoffnung, dass nach der Läufigkeit der ganze Spuk vorbei ist. Mir kommt diese Läufigkeit nur so endlos lange vor. Auch die Stehtage haben definitiv länger wie eine Woche gedauert.

Danach mit dem TA besprechen ob nach der Laeufigkeit die Anti-Laeufigkeits-Spritze evt. das Bindegewebe so weit festigt, dass der Prolaps nicht mehr zustande kommt.

An die hatte ich auch schon gedacht. Aber hat die nicht wahnsinnig viele Nebenwirkungen? Ich werde es auf jeden fall heute ansprechen.

Mich würde der Prolaps natürlich auch überhaupt nicht stören, vor allem wenn sie dadurch keine Probleme hätte. Aber ich habe das Gefühl, dass wenn der Prolaps da ist, sie ihre Blase nicht richtig entleeren kann. Und was muss das für ein furchtbares Gefühl sein. Sie ist so unendlich tapfer. Das einzige was sie macht ist sich non stop sauber machen.

Ihr könnt euch gar net vorstellen, wie schlimm das ist, wenn man dem Hund da hinten drinnen rumpuulen muss. Was muss da die Cara nur von mir denken?!

Wäre sie nicht auch noch so fit und voller Lebensfreude, würde ich vielleicht leichter entscheiden können. Aber ihr müsstet sie sehen mit welcher Freude sie noch über die Felder rennt.

Ich danke euch sehr für die gedrückten Daumen. Das ist sehr lieb von euch. Hoffentlich helfen sie ihr was.

Liebe Grüße

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Ich kann dir leider nicht weiterhelfen aber ich hoffe das ihr eine Lösung findet damit das endlich aufhört und ihr um eine OP herum kommt

Drücke euch die Daumen

Lg Birgit

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Dankeschön. Wir können glaub alles Daumen gebrauchen. Das arme Mäuschen. Sie hat doch eh schon so Angst vor Tierärzten. :Oo

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DAs stelle ich mir auch furchtbar vor, immer in der Angst, dass die Gebärmutter wieder vorfällt.

Es gibt doch nicht nur die Intubationsnarkose, sondern auch die Inhalationsnarkose - sorry, wenn ich den Ausdruck nicht korrekt wiedergebe.

Aber das Inhalieren soll wohl schonender sein - kannst du dich in der Richtung evtl. noch weiter informieren?

DAs wäre evtl. der Weg für deine Maus.

Auf jeden Fall sind hier beide Daumen gedrückt, dass ihr schnell eine befriedigende Lösung findet.

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Soweit ich weiss hat die Anti-Laeufigkeitsspritze die meisten Nebenwirkungen nicht unbedingt sofort, sondern auf die Laenge und Dauer der Hormongabe im ganzen Hundeleben gerechnet.

Je laenger und je oefter, desto mehr Risiken im Alter.

Bei ner 14jaehrigen Huendin wuerde ich da selber nicht mehr lange ueberlegen, wenn es ne Moeglichkeit waere und ne OP verhindern koennte.

Du hast halt nicht viele Moeglichkeiten. :(

Ich wuerde an deiner Stelle aber jede ausnuetzen, damit deine Huendin nicht weiter leiden muss. Angenehm wird es fuer sie sicher nicht sein.

Drueck dir die Daumen, dass beim TA eine gute Entscheidung gefaellt werden kann. :kuss:

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Originalbeitrag

Bei ner 14jaehrigen Huendin wuerde ich da selber nicht mehr lange ueberlegen, wenn es ne Moeglichkeit waere und ne OP verhindern koennte.

Sehe ich auch so

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