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Hundeforum Der Hund
Frau Mücke

Die Hormone spielen verrückt - Kastration als Lösung?

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Ich würde ein paar Denkanstöße und Erfahrungswerte brauchen. (Vorsicht: lang!)

Es geht um folgendes:

Mücke, (Leonberberger-Mädel , 2 Jahre + 2 Monate) ist im allgemeinen ein hibbeliger Unruhegeist, eher stressanfällig, mit geringer Frustrationstoleranz.

Sie wurde das erste Mal mit 9 Monaten läufig und danach immer alle 4 bis 4,5 Monate. Zur Zeit ist sie bereits das fünfte mal läufig. Sowohl Verhalten als auch Fressverhalten ändert sich im Laufe ihres Zyklusses sehr stark.

Dazu kommt, dass sie fünf bis sechs Wochen vor der Läufigkeit sowie während der Läufigkeit extrem gestresst ist. Selbst stinknormale, seeehr ruhige Waldspaziergänge stressen sie. Sie ist dann sehr hektisch, schlecht ansprechbar, hat ein deutliches Stressgesicht, hechelt, speichelt, … alles in allem für sie sicher kein angenehmer Zustand.

Auch viele andere, eigentlich normale Situationen sind in dieser Zeit für sie so aufregend, daß sie scheinbar aus heiterem Himmel ausflippt, mich anspringt (was sie normal nicht macht) usw.

Die letzten zwei Wochen hatte sie immer wieder mal Durchfall, aber nicht durchgehend. Ich war dann bei einer Homöopathin, die hat ihr was gegen Stress gegeben. Daraufhin war der Durchfall sofort weg – also war der Durchfall wohl tatsächlich stressbedingt.

In den zwei Monaten NACH der Läufigkeit ist sie dann ein komplett anderer Hund: sie hat immer noch Temperament, spielt mit anderen Hunden und hat Spaß. Aber sie ist viel ausgeglichener und ruhiger. Plötzlich kann sie auch mit nur 10 Meter Abstand an einem anderen Hund vorbei, ohne unbedingt Kontakt haben zu müssen. Sie kann konzentriert arbeiten, ohne hibbelig zu werden und auf mich wirkt sie einfach glücklicher.

ca. 2 Monate nach der Läufigkeit, ist sie jedesmal von einem Tage auf den anderen wieder die „andere“ Mücke, als ob ein Schalter umgelegt wird. Durch die kurzen Abstände stolpern wir immer von einem Ausnahmezustand in den nächsten, es kehrt nie Ruhe ein, wo sie „sie selbst“ ist.

Was ich bisher unternommen habe:

Schilddrüsenprofil (alle Werte innerhalb der Referenzwerte)

TCM (aber ohne nennenswerte Erfolge)

Hormeel Tropfen (haben ihr mäßig geholfen)

Homöopathie-Ärztin: eine kleine Besserung war zu sehen, aber mehr auch nicht.

Futter: Eiweißanteil reduziert

Verhaltenstraining: hat die Ansprechbarkeit verbessert, nimmt aber natürlich nicht den Stress

Am Montag war ich mit ihr auf Gynäkologie der VetMed Wien, weil ich organische Ursachen für die häufige Läufigkeit ausschließen wollte. Organisch ist alles Ok bei ihr. Die Ärztin meinte, sie hat einfach überschießende Sexualhormone und eigentlich ist Kastration die einzige Behandlungsmöglichkeit. Um zu testen, ob sich das Verhalten durch eine Kastra bessert, würden sie Mücke den Kastra-Chip setzen, der in Ö und D zwar nur für Rüden zugelassen ist, aber prinzipell für Hündinnen auch verwendet werden kann.

So, danke an alle, die es bis hierher geschafft haben! :winken:

Meine Fragen:

Hat jemand Erfahrung mit dem Chip bei Hündinnen?

Hat jemand Erfahrung mit einem ähnlichen Problem und konnte es OHNE Kastration lösen?

Glaubt ihr, daß Kastration tatsächlich die einzige Lösung ist?

Oder gibt es noch andere Möglichkeiten, ihre Hormone ins Gleichgewicht zu bringen?

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Wahrscheinlich werde ich nun hier geköpft, aber ich weiß nicht, ob das wirklich Stress für den Hund ist. Ich sehe das eher als natürlich und nicht als behandlungsbedürftig an.

Meine vorige Hündin war eh eine ziemliche Zicke. Vor der Läufigkeit war sie dann noch zickiger und ihr Gehorsam ließ dann zu wünschen übrig.

Deine ist ein hibbeliger Hund und sie wird dann halt vorher noch hibbeliger.

Ich weiß nicht, ob man immer alles "lösen" muss oder vielleicht eher akzeptieren sollte.

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Klein Emma, in die Richtung hab ich auch überlegt.

Allerdings hat mir unsere Hundetrainerin bestätigt, daß es bei Mücke schon außergewöhnlich heftig ist. Eigentlich ist unsere Trainerin gegen Kastration, aber auch sie meinte, ob das in Mückes Fall nicht doch die bessere Lösung wäre.

Mich stört auch nicht sonderlich, daß sie in der Zeit schlechter folgt. Zickig ist sie auch nicht, sie liebt wirklich alle Hunde.

Aber wenn sie vor lauter Stress Durchfall bekommt, ist mir das dann doch auch einen Ticken zu viel. Dazu kommen eben die kurzen Abstände.

D.h. 8 Wochen Dauerstress vor und während der Läufigkeit, dann 8 Wochen Scheinträchtigkeit und dann grad mal 1 bis 2 Wochen Normalzustand.

Hätte sie einen längeren Zyklus, wäre die Situation auch schon wieder anders.

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Ich bin nicht gegen Kastration und würde es wohl machen lassen.

Der Hund hat scheinbar Stress und wenn dieser mit der Läufigkeit zusammenhängt, dann wäre für mich die Sache klar.

Ich habe mal gehört (also ohne das ich jetzt sage das es so richtig und wahr ist) das hibbelige Hunde zur Pyo neigen. Bei uns hat es absolut gestimmt, seit dem bin ich mir sehr unsicher was ich machen würde wenn ich wieder eine Hündin hätte.

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Ich bin eher gegen das Kastrieren aber wenn ich zusehen muss wie mein Hund sich offensichtlich verändert und auch extremen Stress hat dann würde ich das mit dem Chip mal testen

Ich kann nur sagen das es bei Rüden sehr gut funktioniert, keine aber keine Hündin mit Chip

Eigentlich ist es ja eher so das die Hündin von Läufigkeit zu Läufigkeit ruhiger und erwachsener wird aber bei ihr scheint das ja leider nicht der Fall zu sein

Lg Birgit

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Die Abstaende finde ich schon sehr kurz, wenn Muecke auch noch so starke Nebenwirkungen hat.

Da kommt sie ja wirklich hormonell und psychisch ueberhaupt nicht zur Ruhe.

Hat deine Trainerin alle Laeufigkeiten mitgekriegt?

Dann haette sie ja wirklich ne gute Uebersicht ueber Mueckes Verhalten.

Ich wuerd an deiner Stelle wohl kastrieren lassen und auch vorher gar nicht erst den Chip ausprobieren.

Ist ja wieder ein chemischer Eingriff in ihren Hormonhaushalt. Da wuerde ich eher die Radikalkur fahren.

Allerdings auch nur, wenn sich TA und Trainer da einig sind, dass Kastration die richtige Loesung ist.

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Zum Chip möchte ich noch sagen das ich den nicht geeignet finde um zu testen wie der Hund ist wenn er kastriert ist.

Barney war mit Chip eine träge Schlaftablette, kastriert ist er jetzt fit und lustig.

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In diesem Fall würde ich die Hündin direkt kastrieren lassen.

Ich finde, der "Normalzustand" sollte in jedem Fall überwiegen.

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(bearbeitet)

@ kamiko: Ja, die Trainerin kennt Mücke von Welpen-Beinen an und hat sie vor den Läufigkeiten erlebt, als auch in den verschieden Situationen vor /während und nach den Läufigkeiten. Und zwar sowohl in Kurssituationen aber auch in Einzelstunden in Wald und Wiese und bei uns daheim.

Und was sie dran besonders stört:

a) das sich das bei den letzten 2 Läufigkeiten eigentlich noch verstärkt hat und

B) dass der Stresslevel sooo extrem hoch ist, ohne dass irgendwas besonderes passiert.

c) dass dieses Gestresst-sein so lange anhält

Zwischendurch dachte ich ja schon mal, ob ich mir das alles nicht nur einbilde und viel zu sehr dramatisiere :??? Aber die Trainerin hat mir meinen Eindruck absolut bestätigt.

@ BarneySt: Oh, das ist eine interessante Info. Weil der Chip ja häufig zum "Testen" empfohlen wird.

Edit: ja Trainerin ist für Kastra, unser Haustierarzt sowieso (der würde aber alles und jeden kastrieren :Oo ) und die TCM-Ärztin meinte auch, daß sie in diesem Fall schon kastrieren würde. Ahja und die Ärzte auf der VetMed eben auch.

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Im Allgemeinen wirkt der übliche Kastrationschip bei Hündinnen (im Anöstrus gesetzt) erst einmal eine Läufigkeit (Östrus) auslösend und im Anschluß mehr als ein Jahr (bis zu 45o Tage) Läufigkeit unterdrückend.

In diesem doch recht langen Zeitraum kann man dann beobachten ob es ohne die Hormonschwankungen zu Verhaltensänderungen kommt.

Ich würde erst einmal den Chip setzen lassen. Wenn der hilft, dann kann man immer noch die endgültige Kastration durchführen ... wenn nicht, dann weiter nach anderen Ursachen suchen.

LG Heike

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