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Hundeforum Der Hund
kamiko

Wenn der Hund an der Trennung zerbricht (und dann kommt die Ruhe nach dem Sturm)

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Hallo ihr Lieben,

ich muss mir mal Einiges von der Seele schreiben.

Vorsicht, koennte lang werden :Oo

Einige wissen es schon von mir selber, aber da sich Hollys Zustand im Moment so verschlechtert, brauche ich ein paar Daumen, Schultern, Rat und Erfahrungen mehr, wie ich meinen Hund ueber eine Menschentrennung bringe.

Kamiko & the solitaire gibt es nicht mehr als Paar. Wir haben uns getrennt.

Wieso,weshalb warum soll hier nicht das Thema sein.

Holly ist mein "Problem".

Sie hat die letzten Wochen eine sehr emotionale Achterbahnfahrt mitgemacht.

Stimmungen / Situationen hier zu Hause waren sehr turbulent, manchmal laut und "gifitg".

Sie liegt naechtelang wach, um mich zu troesten. Weicht tagsueber nicht mehr von meiner Seite und ist immer zur Stelle, wenn es mir gerade nicht gut geht.

Sie trauert um Herrchen, der nichts mehr mit ihr unternimmt und sie schneidet.

Freudige Begruessung von ihm hat sie nahezu komplett eingestellt und verkriecht sich, wenn wir beide aufeinander treffen.

Was mir so Sorgen macht ist, dass sie sich jetzt veraendert.

Sie schlaeft nur noch kurz und oberflaechlich. REM-Schlaf gibts nur noch, wenn Herrchen in der Naehe ist. Ich glaube, sie fuehlt sich verantwortlich fuer mich und moechte immerzu als Trostspender zur Seite stehen.

Fressen hat sie heute Morgen verweigert.

Sie spielt nicht mehr, kaut nichts mehr, verliert jetzt Gewicht.

Die Spaziergaenge sehen so aus, dass sie sich alle paar Meter hinsetzt/hinlegt und mich ganz gross anguckt. Keine Freude mehr, keine Aktivitaet. Dazu schleicht sie nur noch hinter mir her.

Wer sie kennt weiss was sie fuer eine Energiebombe ist, dass sie grundsaetzlich vorraus laeuft.

Organische Dinge schliesse ich aus, weil ich erlebt habe, was sie die letzten Tage geleistet hat und es voellig angemessen finde, dass sie jetzt ausgelaugt sein muss.

Ich behalte den Tagesablauf bei wie vorher auch, aber ich habe meine emotionale Achterbahn, die ich nicht verstecken kann.

Wie kann ich ihr wieder Sicherheit geben?

Wie kann ich ihr klarmachen, dass sie nicht immer "zur Stelle" sein muss als Trostspender?

Wie kann ich ihr den Verlust von Herrchen erleichtern?

Kann ich ihr zur Unterstuetzung irgendwas geben?

Waere toll, wenn ihr ein paar Ideen dazu haettet, weil ich mir echt Sorgen mache und mein Hund hier zerbricht. :(

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Verstell dich nicht.

Wenn du dich verstellst und versuchst stark zu sein, dann merkt Holly das. Sie macht gerade auch eine Trennung durch, sie trauert ist nicht gut drauf.... Ich denke das ist normal und ihr zwei solltet zusammen halten. Vielleicht einfach irgendwo gemeinsam hinsetzen und die Gedanken schweifen lassen.

Ihr schafft diese schwere Zeit und dann ist wieder alles gut.

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Ihr wohnt aber noch zusammen? Oder seid ihr auch schon räumlich getrennt? Ich lese aus dem Text, dass ihr noch in einer Wohnung seid, oder zumindest noch relativ viel Kontakt habt.

Ich denke das wird sich bessern, wenn die neue Situation sich eingespielt hat. Sprich wenn du dein eigenes Leben führst.

Ich denke auch, dass der Hund im Moment auf dich aufpasst, für dich da sein will, denn Hunde merken sehr genau wenn dem Halter etwas auf der Seele liegt. Und eine Trennung liegt nun mal auf der Seele, das steckt man nicht mal eben so weg.

Jede Veränderung kann für einen Hund ausgemachter Stress sein, dass sie dann nicht fressen möchte, ist nachvollziehbar, geht uns in so einer Situation ja auch so.

Ich gehe davon aus, dass es dem Hund, sobald du dein Leben auf die Reihe gebracht hast, die Trennung also geregelt ist, du deinen eigenen Wohnraum hast, dich selbst mit der Situation abgefunden hast, es wieder besser gehen wird. Wenn es dir besser geht, wird es auch dem Hund wieder besser gehen.

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Schließe zufällig jetzt aufeinmal auftretende Gesundheitliche Probleme nicht pauschal aus.

Gerade wenn solch eine Emotionale Anspannung da ist, können durchaus aufeinmal Krankheiten auftreten.

Also lieber mal beim Tierarzt abklären lassen.

-------

Ist sie kastriert? Falls nicht, wann war sie läufig?

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Fühlt sich erstmal gedrückt von mir!

Eine Trennung ist immer schwierig, auch für unsere Hunde.

gib euch einfach Zeit, lass auch Holly trauern. Vil. Unternehmt ihr was was euch beide ein wenig ablenkt - zumindest für einige Augenblicke.

ich lese auch heraus das ihr wohl noch in einer gemeinsamen Wohnung lebt (?), da wird auch die Stimmung dementsprechend sein, die der Hund natürlich auch mitbekommt.

Seit füreinander da, sobald sich alles wider geregelt hat wirds bestimmt wider besser!

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Hallo,

ich würde dir für Holly Rescue Tropfen für Tiere empfehlen für den Anfang.

Meiner Erfahrung nach wirken die gut bei Verlust.

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Ach je, fühl Dich mal gedrückt! Das ist für Euch eine wirklich schlimme Situation.

Vielleicht kannst Du Holly als Erste-Hilfe-Maßnahme mal Rescue-Tropfen geben. Und versuchen, dass sie zur Ruhe kommt, also richtig schlafen kann.

Ist denn ihr Herrchen noch "greifbar", sprich in der Wohnung? Warum schneidet er sie? Das wird sie vermutlich überhaupt nicht verstehen, und ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht. Kann man die Liebe zu einem Hund einfach abstellen? Ist man nicht mehr verantwortlich, nur weil man sich vom Lebenspartner trennt? Wäre das mit gemeinsamen Kindern genau so (ich gebe zu, das ist ein harter Vergleich, aber so weit nicht weg)? Gibt es nicht die Möglichkeit einer Absprache, dass er mit dem Hund ab und zu allein noch etwas unternimmt, damit der Verlust nicht so schlagartig ist? Und sich dann (von mir aus) aus dem Leben schleichen....

Sicherheit kannst Du ihr nur geben, wenn Du selbst sicher bist. Dass das momentan schwierig ist, merkst Du sicher. Gib ihr einfach viel Nähe und sei für sie da. Hunde gehen mit einem durch Dick und Dünn, und wenn ihr das Gröbste hinter Euch habt, ist das nur gut für die Bindung.

Ich wünsch Euch alles Gute!

Gruß Gaby

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Huhu,

das tut mir leid für euch, eine Trennung ist nie einfach und schon gar nicht für Hunde, die ja nicht wissen was nun los ist.

Lass dich mal drücken.

Zu deinem Problem. Etwas ähnliches hab ich mit meinem Hund erlebt, als Aysha starb.

Sie hat Psychisch aber auch sehr stark Physisch auf den Verlusst reagiert.

Ich hab ihr mehr Aufgaben gegeben und bin noch mehr mit ihr nach Draußen gegangen, einfach um sie auf andere Gedanken zu bringen und um sie müder zu machen, denn geschlafen hat sie auch kaum.

Ich war auch mehrfach beim TA mit ihr, weil ich dachte sie sei körperlich Krank. War sie aber nicht.

Es hört sich wirklich doof an, aber, bei ihr hat wirklich die Zeit die Wunden verschlossen. Ganz langsam zwar, aber nun ist sie, so denke ich, über den Verlust hinweg gekommen.

Ich hoffe ihr zwei findet euren Weg :)

P.S. ich hatte damals auch ein Thema: Vielleicht sind da ein paar Tipps für dich dabei. Wenn du nichts dagegen hast, stell ich den Link mal hier rein:

http://www.polar-chat.de/topic_79600.html

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Ja, wir wohnen noch zusammen.

Wobei wir uns aber mehrere Tage in der Woche auch gar nicht mehr sehen.

Junimond, an Scheinschwangerschaft hab ich auch schon gedacht.

Sie ist vor 3 Wochen laeufig gewesen.

Dann lass ich sie doch besser nochmal durchchecken. Sicher ist sicher.

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Ich habe weniger an Scheinträchtigkeit, wie eher an Gebärmutterentzündung gedacht.

Gerade weil du schreibst, dass sie nicht laufen will, sondern sich da hinlegt.

Für mich könnte dies auf Schmerzen hindeuten

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