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Hundeforum Der Hund
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Schaden Fernsehsendungen über Hundeausbildung?

Empfohlene Beiträge

Mich würde mal Eure Meinung interessieren.

Schaden die ganzen Fernsehsendungen über Hundeerziehung oder nutzen sie wirklich was ?

Zu Beginn eines neuen Ausbildungskurs fällt mir immer wieder auf, das Leute einige Dinge aus Fernsehsendungen kopieren , auf ihren Hund anwenden wobei dies sogar eher schadet wie nutzt.

Beispiel Wasserflasche: Es wird drauf los gespritzt ohne sich mal Gedanken zu machen ob dies für den eigenen Hund überhaupt geeignet ist. Wenn der Hund von sich aus schon etwas ängstlich ist, bringt es genau das Gegenteil !

Oder es werden ständig "Zischlaute" angewendet, der Hund schaut nur völlig verstört und fragend den HF an.

Meiner Meinung nach werden hier Methoden zu pauschal "verkauft" .

Klar, der Unterhaltungswert ist hoch, einige Tipps sind immer mal dabei. Aber ohne Vorkenntnisse wird dadurch zu viel Mist abgeleitet.

Was meint Ihr dazu ?

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Wenn die Leute sich das ansehen, Gedanken machen, und für ihren Hund passend anwenden würden, DANN fände ich das spitze!

Leider denken sie "wir haben ein ähnliches Problem, machen wirs mal so" und das finde ich wirklich schlimm!

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Meiner Meinung nach werden hier Methoden zu pauschal "verkauft" .

Sehe ich genau wie du.

Schlimmer noch, ich habe oft den Eindruck, dass ein Unverständnis dem Wesen und Verhalten des Hundes gegenüber vorliegt, wodurch mir diese Sendungen äußerst unprofessionell erscheinen.

Gerade die aversiven Methoden mit schnellem "Erfolg" (meist Vermeidungsverhalten) werden unkritisch, unwissend und völlig falsch nachgeahmt, in der Hoffnung, das "wirke" beim eigenen Hund genauso "gut" :kaffee:

Ja, das beobachte ich leider schon in der Welpenstunde.

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Gestern war die "Schnupperstunde" zur neuen Welpengruppe. Ein HF kam mit seinem 12 Wochen alten Hund auf den Platz, der Hund zog natürlich etwas zu den anderen Hunden und.... DUSCHTE ! Er hätte das so im Fernsehen gesehen, dann ziehen Hunde nicht mehr an der Leine......

Kriege ich nen Hals !!! :wall:

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(bearbeitet)
Originalbeitrag

Wenn die Leute sich das ansehen, Gedanken machen, und für ihren Hund passend anwenden würden, DANN fände ich das spitze!

Leider denken sie "wir haben ein ähnliches Problem, machen wirs mal so" und das finde ich wirklich schlimm!

Zum einen das, allerdings sehe ich durchaus auch Nutzen, da doch der eine oder andere erkennt, daß er ein Problem mit seinem Hund hat und was tun sollte. Leider neigen viele Menschen dazu, Ratgeber als Fast-Food zu betrachten - da muß man nicht (nach)denken...

Edit: genau genommen, kann man das auch auf Erziehungsratgeber in Buchform übertragen. Da wird oft auch nur das gelesen (und verstanden), was einfach erscheint. Trotzdem haben auch die ihren Nutzen.

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Ich sehe solche Fernsehsendungen seeeeehr kritisch. Weil leider vom laienhaften HF Dinge übernommen werden, die a) nicht für den eigenen Hund passen, B) falsch eingesetzt werden (zu oft/Timing etc) und so c) leider nur den Erfolg haben dass Hund verunsichert und Frauchen/Herrchen frustriert sind.

Klar mag sich auch einer, der das Ganze überdenkt, das ein oder andere positive aus so Sendungen ziehen, aber ich denke bei einem weit grösseren Anteil läuft es leider anders.

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Ja,das ist schon alles so.....aber nicht nur bei Hunde,sondern auch bei Pferden.Da ist plötzlich irgenwas "in",und dann wird`s so gemacht,egal,ob der "Erfinder" der Methode das so gemeint hat oder nicht...und dann kommt halt Mist raus.Da muß ich aber keine Fernsehsendung schauen,da reichen auch Bücher.

Auf der anderen Seite regen diese Sendungen aber durchaus dazu an,mehr nachzudenken über Hundehaltung und Erziehung.Noch vor ein paar Jahren liefen die Hunde hier auf`m Dorf halt einfach so mit (oder auch auf und davon ;) ),jetzt merkt man schon,daß da durchaus ein Umdenkprozeß stattgefunden hat.

Und bei Martin Rütter z.B. schätze ich,daß er dem ganzen Thema so ein bißchen die Ernsthaftigkeit und Schwere genommen hat - es macht viel mehr Spaß,sich mit der praktischen und theoretischen Hundeausbildung zu beschäftigen wenn man nicht daß Gefühl hat,man müsse sich dazu erst durch alle namhaften Hundebuchautoren lesen... ;)

Und am Ende isses doch so wie bei den Pferden:es gibt nur zwei Arten von Reiten,nämlich gutes und schlechtes. ;)

Das kehrt auch bei den Hunden ein,wenn der Hype vorbei ist....

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Ich denke, die Überschrift ist falsch formuliert :)

Denn Sendungen über die Ausbildung an sich - die kenne ich gar nicht.

Wäre ja was: Wie baue ich ein Kommando richtig auf (1 Folge), welche Kommandos sind sinnvoll (1 Folge), Kommunikation & Körpersprache (eher 2 oder mehr Folgen) usw.

Die Sendungen sind halt nur "Problemdoktorei".

Und da ist es wie mit 80% der restlichen Sendezeit - wer sein Hirn ausschält, wenn der Fernseher eingeschalten wird, der übernimmt leichtgläubig "Wissen", "Methoden", Vorurteile.

Ob nun bei Hunden, Kindern oder was weiß ich.

Ich schau mir manche Sendungen gerne mal an - hin und wieder findet sich eine Anregung/ ein neuer Ansatz. Nachbars schauen auch eine, die Frau setzt dann die Hälfte ohne Hintergrundwissen und weitere Gedanken um. Mit entsprechenden Erfolgen.

Mein Mann amüsiert sich königlich über "die strengsten Eltern" - ich finds katastrophal. Schick dein Kind, welches du verzogen hast, zu Wildfremden. Die werden das schon richten.

Da könnt ich mich viel mehr aufregen.

Aber so ist halt unsere Gesellschaft: Gezeigt wird, was Einschaltquoten hat (mal von Fliege abgesehen :) ).

Da nützt keine Aufregung und leider auch keine Aufklärung. Kommt es nicht aus dem Fernseher, dann nimmt man halt dankend den Tip vom örtlichen "Hundeguru" an. Das ist teilweise noch katastrophaler.

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Natürlich wird viel unreflektiert übernommen und versucht selber anzuwenden, Situationen die evtl. schon im TV nicht Ideal gelöst wurden.

Aber was ist die Alternative und macht es das Fernsehen schlimmer? Oder sind die Duscher von heute nicht die "Zeitung zusammenroller und damit Hauer" von gestern?

Denn "einfache" Tips gab es doch schon immer.

Nur sind die Leute unsicherer im Umgang geworden, vor 20 Jahren sind doch nur ein Bruchteilder Neuhundehalter in Hundeschulen gegangen. Jetzt ist jeder zweite selber ein Hundetrainer (ich nehm zwar kein Geld, zähle mich aber auch dazu), gerne HH nach dem ersten Hund.

Somit hat gerade die Trainerwelt furchtbar vom Fernsehtrainergedöhns profitiert. Besser ist es aber nicht geworden, die Leute sind unsicherer bis hin zu ausufernden, dass Hunde gar nicht mehr bestraft werden (oh er beißt.... Kann man wegklickern). Und das liegt sicher nicht am Fernsehen.

Ich denke TV und die derzeitige Trainerflut, nehmen sich nichts, sie spiegeln einfach den derzeitigen Umgang mit unseren Hunden wieder.

TV Trainer genauso viel Sinn (immerhin macht man sich jetzt Gedanken um das Verhaltenseines Hundes) wie Unsinn (wird halt zu schnell irgendwas gemacht).

Aus Sicht eines Trainers würde ich aber sagen, her damit, die bringen den Kunden ran. So oder so.

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Ich seh darin schon eine gewisse Gefahr, denn viel wird so übernommen, wie es in der Sendung gezeigt wird : da wird dreimal mit der Wasserflasche geduscht und Hundi gehorcht! Dass in diesen Sendungen viel Wesentliches auf dem Weg zum Erfolg rausgeschnitten wird, das überlegen viele nicht.

Wäre ja was: Wie baue ich ein Kommando richtig auf (1 Folge), welche Kommandos sind sinnvoll (1 Folge), Kommunikation & Körpersprache (eher 2 oder mehr Folgen) usw.

Das fände ich schon interessant. Allerdings bräuchte man da wohl auch wieder jemand, der einen live korrigiert.

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      Link zur Original-Studie am Ende   Von Sophia Yin, MVDr, MS March 9, 2009

      „Die Kunden, ein älteres Paar, hatten einen sechs Jahre alten, kastrierten Rhodesian Ridgeback Rüden, der aggressiv gegenüber anderen Hunden war“, erklärt Dr. Jennie Jamtgaard, eine Verhaltensberaterin und Trainerin am College für Veterinärmedizin der Colorado State University. „Sie haben sich Der Hundeflüsterer mit Cesar Millan angeschaut und gesehen, wie Millan aggressive Hunde in eine Hundegruppe gelassen hat und diese dann seitlich oder auf dem Rücken liegend nach unten gedrückt hat, wenn sie aggressiv wurden. Also haben sie ihren Hund in die Hundezone gebracht und im Grunde Flooding angewandt [ihn in die Aggressionen auslösende Situation gebracht].“
      Es ist keine Überraschung, dass sie damit nicht sehr weit gekommen sind. „Die Besitzerin wollte den Hund dazu bringen, sich hinzulegen, während sie auf der Leine stand und die anderen Hunde dazukamen und schnüffelten. Ihr Hund knurrte, dann knurrte ein anderer Hund, und ihr Hund (der wahrscheinlich genauso viel wie sie wiegt) wollte losstürzen und sie konnte es nicht stoppen. Dann wurde sie gebissen, als sie den Kampf der Hunde unterbrechen wollte. Sie hätte keine Alpharolle machen können, wenn sie das gewollt hätte, aber sie beklagte sich darüber, dass sie nicht der ‚Rudelführer‘ war.“ 
      In diesem Fall war der Biss ein Unfall. Aber das ist nicht immer der Fall. 
      Jamtgaar beschreibt einen anderen Fall, in dem es um einen Australian Cattedog Mischling geht, der starke Aggressionen (losstürzen, knurren, bellen) gegenüber anderen Hunden zeigt, wenn sie in Sichtweite kommen, selbst hunderte Meter entfernt: 
      „Der Hund hatte kein Problem mit Menschen und war vor diesem Biss ihnen gegenüber nie aggressiv gewesen. Die Besitzer schauten Millan und hatten den Hund nur mit Strafen erzogen. Sie dachten, es müsste so sein, fühlten sich aber unwohl und frustriert. Immer wieder versuchten sie, den Hund körperlich zu unterwerfen, wenn er aggressiv war. Diese Technik hatten sie seit Monaten angewandt. Sie gaben zu, dass ihnen klar war, dass sich nichts verbesserte, aber sie hatten keine anderen Ideen. Als sie dann bei PetSmart waren, knurrte der Hund und stürzte los. Als die Besitzerin – damals im fünften Monat schwanger – den Hund nach unten zwingen wollte, wurde sie in den Arm gebissen. Die Zähne hinterließen Löcher. Das war der Zeitpunkt, an dem sie sich bei mir meldeten.“   Beißvorfälle keine Überraschung
      Leider sind diese Beißvorfälle keine Überraschung. Laut einer neuen veterinärmedizinischen Studie, die im The Journal of Applied Animal Behavior (2009) veröffentlicht wurde, wird Ihr Hund aggressiv sein, wenn Sie es ihm gegenüber sind. 
      Meghan Herron, MVDr und Hauptautorin der Studie, sagt: „Landesweit ist aggressives Verhalten der Hauptgrund, warum Hundebesitzer ihren Hund zu einem Verhaltensberater bringen. Unsere Studie hat gezeigt, dass viele konfrontative Trainingsmethoden, ob es nun ein erzwungenes Wegsehen des Hundes, Schläge oder Einschüchterung durch körperliche Manipulation ist, wenig dabei hilft, ungewolltes Verhalten zu korrigieren, und sogar aggressive Reaktionen hervorrufen können.“   Tatsächlich kann die Anwendung solcher konfrontativer Trainingsmethoden Angst im Hund hervorrufen und zu defensiv-aggressivem Verhalten gegenüber der Person führen, die das aversive Verhalten durchführt. 
      Für die Studie erstellten Herron, Frances S. Shofer und Ilana R. Reisner, alle Tierärztinnen am Institut für klinische Studien der Universität von Pennsylvania, Fakultät für Veterinärmedizin, einen 30-teiligen Fragebogen für Hundebesitzer, die Termine für Verhaltensberatung bei der Penn Vet ausgemacht hatten. Im Fragebogen wurden die Hundebesitzer gefragt, wie sie bisher mit aggressivem Verhalten umgegangen sind, ob es einen positiven, negativen oder neutralen Effekt auf das Verhalten des Hundes hatte und ob die Methode zu aggressiven Reaktionen geführt hatte. Es wurde zudem gefragt, woher die Hundebesitzer von der angewandten Methode wussten. 140 Fragebögen wurden ausgefüllt.   Einige Methoden lösten Aggression aus
      Am häufigsten trat Aggression als Reaktion auf aversive (oder strafende) Eingriffe auf, selbst wenn diese indirekt waren: • Schlagen oder Treten des Hundes (41% der Besitzer berichteten von Aggression)
      • Den Hund anknurren (41%)
      • Den Hund zwingen, ein Objekt aus dem Maul zu geben (38%)
      • „Alpharolle“ (den Hund auf den Rücken zwingen und ihn unten halten) (31%)
      • „Dominance down“ (den Hund auf die Seite zwingen) (29%)
      • Die Wangen oder das Nackenfell packen (26%)
      • Den Hund zum Wegschauen zwingen (den Hund anstarren, bis er wegschaut) (30%)
      • Den Hund mit einer Wasserpistole oder Spraydose besprühen (20%)
      • „Nein“ rufen (15%)
      • Zwangsexposition (den Hund etwas aussetzen, vor dem er sich fürchtet – wie Fliesen, Geräusche oder Menschen) (12%)   Dagegen haben non-aversive Methoden seltener eine aggressive Reaktion hervorgerufen:   • Dem Hund beibringen, für alles Sitz zu machen, das er will (nur 2% der Besitzer geben eine aggressive Reaktion an)
      • Den Hund für Augenkontakt belohnen (2%)
      • Tausch von Futter gegen ein Objekt im Maul, anstatt die Ausgabe des Objekts zu erzwingen (6%)
      • Den Hund für „Schau“ belohnen (0%)   Wer wendet strafbasierte Techniken an?
      „Diese Studie zeugt deutlich das Risiko dominanzbasierten Trainings, das durch Fernsehsendungen, Bücher und andere Verfechter des strafbasierten Trainings bekannt geworden ist“, sagt Heron.
      Zum Beispiel gibt es in „Der Hundeflüsterer“ mit Cesar Millan – der beliebten Sendung auf SIXX – immer wieder Alpharollen, das Drücken des Hundes in die Seitenlage und Zwangsexposition zu sehen. Zudem schränkt Millan die Bewegungsfreiheit der Hunde regelmäßig ein oder wendet körperliche Korrekturen an, um ihnen wertvolle Ressourcen wegzunehmen.
      Und wie in ihren vorherigen Bestsellern wird auch in Divine Canine der Monks of New Skete bei der Korrektur ungewollten Verhaltens die Verwendung von Würge- und Stachelhalsbänder anstatt erprobter, non-aversive Techniken empfohlen. 
      Diese Quellen geben als Grund für ungewolltes oder aggressives Verhalten den Wunsch des Hundes, Dominanz zu erlangen, oder fehlende Dominanz seitens der Besitzer an. Verfechter dieser Theorie schlagen daher vor, dass Besitzer die „Alpha“- oder Rudelführerrolle einnehmen sollen. 
      Aber Verhaltensforscher und die American Veterinary Society of Animal Behavior (AVSAB) führen in ihrem Positionspapier „The Use of Dominance Theory in Animal Behavior Modification„ ungewolltes Verhalten auf unbeabsichtigtes Belohnen dieses Verhaltens und das Fehlen einer konsequenten Belohnung gewünschten Verhaltens zurück. 
      Herron betont, dass „im letzten Jahrzehnt Studien über Aggressionsverhalten des Hundes gezeigt haben, dass dieses Aggressionsverhalten und andere Verhaltensprobleme nicht das Ergebnis dominanten Verhaltens oder dem Fehlen der Alpharolle des Besitzers sind, sondern durch Angst (Selbstverteidigung) und zugrundeliegende Angstprobleme hervorgerufen werden. Aversive Methoden können im Hund eine aggressive Reaktion auslösen, da sie die Angst und die Erregung des Hundes noch verstärken, vor allem bei denen, die sich bereits defensiv verhalten.“
      Besitzer erkennen oft den Zusammenhang nicht
      Herron betont, dass interessanterweise nicht alle Besitzer, deren Hund auf eine bestimmte aversive Technik mit Aggression reagiert hat, das Gefühl hatten, dass die Trainingsmethode einen negativen Effekt auf das Verhalten ihres Hundes hat. Zum Beispiel haben 43% der Besitzer, die ihren Hund geschlagen oder getreten haben, gegen sie gerichtete Aggressionen angegeben. Aber nur 35% der Besitzer haben das Gefühl, dass die Technik einen negativen Effekt hat. 
      Herron erklärt, dass ein Grund dafür sein kann, dass die aversiven Methoden kurzzeitig reaktives oder ungewolltes Verhalten unterbinden – so dass es erscheint, als habe sich das Verhalten verbessert -, aber keine langfristige Lösung sind. Zudem haben die Besitzer vielleicht nicht-aggressive, ängstliche Reaktionen auf die Korrektur nicht erkannt und daher gedacht, dass die Methode in diesem bestimmten Zusammenhang erfolgreich war. Aber die Angst des Hundes zu verstärken, kann auch die defensive Aggression in der gleichen oder anderen Situationen verstärken. 
      Welche Methoden können stattdessen angewandt werden?
      Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, bei der Arbeit mit Hunden positive Verstärkung und andere non-aversive Methoden anzuwenden, vor allem wenn es um Hunde geht, die in der Vergangenheit aggressiv waren. Diese non-aversiven Methoden, die darauf abzielen, gewünschtes Verhalten zu belohnen und den emotionalen Zustand des Hundes zu verändern, funktionieren sehr gut bei aggressiven Hunden. (Unten finden Sie Videos mit Beispielen für positive Verstärkung.)
      Was ist nun mit dem Australian Cattledog und dem Rhodesian Ridgeback, die wir zu Beginn dieses Artikels getroffen haben?
      Jamtgaard über ihre Fälle. „Der Australian Cattledog hat mit unserer Hilfe unglaubliche Fortschritte gemacht. Sie war in Situationen ruhig, in denen ihre Besitzer es nie erlebt hatten, etwa als die Nachbarshunde sie nur ein paar Meter entfernt angebellt haben. Ich denke, es hat ihnen Hoffnung gegeben, als sie gesehen haben, wie viel sie in ein paar Minuten erreichen konnten, indem sie die Herangehensweise geändert hatten.
      Innerhalb von 4-6 Wochen konnten sie mit ihr ganz normale Spaziergänge mit Hunden auf normaler Distanz machen. Die ersten drei Monate habe ich zu Anfang alle paar Tage mit den Besitzern telefoniert, dann jede Woche. Sie haben sich so gut gefühlt, weil sie sie anders behandeln konnten (freundlicher). Der Besitzer kann jetzt mit seinem Hund an Wettkämpfen im Gewichtziehen teilnehmen und bei Wettkämpfen und auf der Straße in engem Kontakt mit anderen Hunden sein. Früher war der Hund schon auf eine Distanz weit über 100 Metern sehr reaktiv.“
      Dieses ruhige Verhalten zeigt sie auch nach den ersten paar Monaten Training weiter. Jamtgaard sagt: „Ich habe die Besitzer zwei Jahre später mit ihrem kleinen Kind getroffen und alles lief bestens.“
      „Das ältere Paar mit dem Rhodesian Ridgeback hat seine Ziele ebenfalls innerhalb dieser 6-8 Wochen erreicht und wurde ähnlich wie das andere Paar betreut“, sagt Jamtgaard. „Sie können sicher mit ihrem Hund spazieren gehen und er bleibt ruhig, wenn sie anderen Hunden begegneten. Der Hund bleibt sitzen, während sie mit anderen Hundebesitzern reden. Sie benutzen ein Halti, aber das trägt bei seiner Größe im Vergleich zu ihrem Gewicht zur Sicherheit bei, wenn etwas passieren sollte. Als ich das letzte Mal mit ihnen gesprochen habe, etwa sechs Monate nach unserer ersten Beratung, lief alles weiter gut.“   http://drsophiayin.com/blog/entry/new_study_finds_popular_alpha_dog_training_techniques_can_cause_more_harm_t   Liebe Grüße   BETTY und Ronja

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