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Wie kann ich Cuby den Stress nehmen (Suchen nach Jagdobjekten)

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Ist `ne doofe Überschrift, aber ich wusste gerade nicht wie ich es anders be-/umschreiben soll. :Oo

Cuby ist 'ne Jagdnase, sie ist auch leider schon 2x hinter einem Kaninchen hergerannt und mir einmal im Wald *durchgegangen*. Seit dem lasse ich sie nur noch an bestimmten Stellen bzw. auf einigen Wiesen offline laufen, dort ist alles rundum großmaschig eingezäunt.

Sie schießt nicht einfach los, lässt sich auch von Wildfährten abrufen, sie geht also *nur* auf Sicht. Das alles ist ja nicht soo selten, es gibt ja genug Hunde die enormen Jagdtrieb haben, aber sie steht so dermaßen unter Stress wenn wir z.B. abends noch eine Runde drehen (da gehe ich nur mit ihr alleine), da tut sie mir schon regelrecht leid.

Sie weiß ja genau auf welcher Wiese sehr oft Rehe stehen, die stehen zur Zeit auch tagsüber bei unserem Mittagsspaziergang sehr oft dort. Sie weiß wo die *Hasensammelstellen* sind, wo diese immer rumflitzen.

Gehe ich mit ihr an diesen Stellen vorbei (natürlich auch nur angeleint) läuft sie oft wie ein Border Collie, geduckt, schleichend und ist dauerhaft am fixieren/scannen. Sie guckt in Bruchteilen von Sekunden nach links, rechts, hinten, vorne, sprech ich sie an auch noch kurz zu mir, alles völlig hektisch. Sie steht dann echt neben sich, geb ich ihr dann mal ein Leckerlie nimmt sie das gar nicht wirklich wahr. Zwischendurch schüttelt sie sich oft um ihre Anspannung loszuwerden.

Das alles ist abends natürlich noch viel schlimmer als tagsüber, da ist ja noch mehr Wild unterwegs, die Gerüche noch intensiver. Da Shari nicht mehr so weit mitlaufen kann, es mittags dazu noch oft zu warm ist, gehe ich mit Cuby abends noch `ne größere Runde.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen daß sie ansonsten wirklich sehr gut abrufbar ist, sie hält Kontakt zu mir, lässt sich auch mal auf ein paar Futterbeutel-Spielchen ein, aber wenn sie, so wie vorhin mal wieder, so *durch den Wind ist* dann geht natürlich gar nichts mehr, klar.

Ich würde ihr sehr gerne diesen enormen Stress nehmen, nur weiß ich nicht wie. Gucken lassen, warten bis sie mitkommt, korrigieren (wie?). Sie reagiert auch auf mich wenn ich sie anspreche, sie kommt zu mir, aber sie hört auch dabei nicht auf zu fixieren.

Wichtig noch: Hier zu Hause ist sie völlig relaxed und ruhig, hat absolut nichts Hektisches an sich. Natürlich spielt sie gerne, sie zergelt zusammen mit uns mit ihrem Spielzeug, läuft auch mal irgendwo hinterher (meist auf Signal-nicht einfach nur so), aber wenn man aufhört ist sie sofort wieder ruhig, pusht sich dadurch also nicht hoch.

Das Einzig daß sie noch pusht sind andere Hunde, wenn sie an der Leine ist. Aber das sehe ich nicht als Problem, das kriegen wir noch hin. :)

Weiß wer was? :Oo:)

LG Elke

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Sehr schwierig, aber willkommen im Club.

Ich handhabe es so, das ich Jule versuche, abzufangen, bevor sie los legt.

Dabei hilft es mir, das sie sehr auf mich fixiert ist.

Solange ich völlig auf sie konzentriert bin, bleibt sie bei mir.

Leckerlis oder Spielzeug sind ein guter Weg für uns gewesen.

Dazu auch eine gute Auslastung, denn sonst sucht sie noch mehr.

Aber es ist ein langer Weg gewesen, bis heute.

Fertig sind wir noch lange nicht, nur auf einem guten Weg.

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Hach Elke,

leider kann ich dir so gar nicht weiter helfen.... :kuss:

Aber du bekommst hier bestimmt noch viele Vorschläge für Cubys Problem :yes:

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Ich kann auch nichts Schlaues beitragen. Hm.. Das Einzige was mir einfällt ist, irgend etwas finden, das ihr NOCH wichtiger ist, als eben das Jagen/Scannen .. Aber frag mich jetzt nicht weiter ..

Bin gespannt, was an Tipps kommt!

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Macht Cuby das nur abends?

Ist es dann schon dunkel oder Daemmerung?

Gehst du tagsueber dieselben Strecken?

Musst du sie dann auch oft ansprechen?

Sorry, dass ich dir gerade Loecher in den Bauch frage :D

Cuby ist ja noch sehr jung und ich glaube einfach, dass sie abends muede ist und einfach nicht mehr die Konzentration/Aufnahmenfaehigkeit hat, a) von den Tieren zu lassen und B) sich so voll auf dich zu konzentrieren und auf deine Anweisungen zu hoeren.

Die hat einfach Gehirn-Salat und dann funktionieren nur noch Instinkte. ;)

Kannst du mit ihr so gehen, dass du die "heissen" Ecken umgehen kannst?

Durch Wohngebiet oder so?

Die grossen Runden auch evt. auf ne andere Tageszeit legen, wenn sie noch konzentriert im Kopf ist.

Mit dem Alter wird sich die Konzentration erhoehen und dann kannst du auch die normalen Runden wieder gehen.

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Duman ist ähnlich gelagert, er geht aber auch stark nach Nase.

Mit ihm mache ich folgendes:

Bevor wir "Jagdrevier" betreten (zB Waldwiesen, hohe Wildsichtung) gehe ich bewusst langsam und nehme ihn zu mir. Beim Betreten (wir kommen da zB aus dem Wald) bleibe ich gleich zu Anfang stehen. Und warte. Und warte. Bis Duman "geistig" wieder bei mir ist. Für ihn war dieses "auf die Wiese" kommen quasi ein Startschuss.

Das Stehenbleiben und Beobachten gibt ihm die Möglichkeit zumindest teilweise sein Interesse auszuleben, die Bewegungslosigkeit bringt Ruhe rein.

Davor bin ich einfach immer weitergelaufen. Der Hund auf Hochtour, voll "im Trieb". Seitdem ich ihn da zur Ruhe zwinge, kommt er viel schneller wieder runter. Inzwischen bleibt er oft von selbst stehen, wenn er Wild vermutet. Dann lass ich ihn gucken. Meistens setzt er sich auch noch von selbst, dass lobe ich dann besonders.

Immer wenn er irgendwo hektisch wird, dann laufe ich seeehr langsam oder mache Pause. Ihm hilft es, vielleicht hilft es Cuby auch :)

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Das was dieDanji beschreibt, mache ich auch. Emma scannt auch die Gegend, so wie du von Cuby erzählst. Auch schleicht sie manchmal wie ein Border.

Ich habe ihr von Anfang an erlaubt, bzw. das auch mit ihr gemeinsam gemacht, Wild zu beobachten. Sie kann dann "nur gucken" und das tut sie mittlerweile auch ohne Leine. Ich bleibe dann mit ihr stehen oder hocke mich hin und wir gucken so durch die Gegend :D

Ich weiß nicht, wie alt Cuby ist. Emma ist im Januar 1 Jahr geworden. Seit Neustem lässt sie sich auf Spielen während des Spaziergangs ein. Das war ihr vorher egal. Von Ball und Co. wollte sie beim Spazieren nichts wissen. Jetzt werfe ich zwischendurch und für sie ganz plötzlich mal ihren quietschenden Gummischuh und seit wenigen Tagen schaut sie mich schon immer wieder an, wann ich denn das Teil wieder werfe.

Dann habe ich auf Gebüsch am Wegrand umgelenkt. Das also spannend gemacht, zumal im Sommer zig Grashüpfer darin sind. Sie entspannt sich also mittlerweile von selbst, indem sie anfängt, am Wegrand zu schnüffeln und in den hier wachsenden dicken Grasbüscheln zu schauen, was da drin sein könnte.

Ich glaube, wichtiger war und ist es aber, zwischendurch kurze Pausen einzulegen. Also beobachten lassen oder sich einfach mal hinzusetzen. Ich nehme öfter mal ein "Picknick" mit usw. So kommt Emma immer wieder zur Ruhe. Das Scannen lässt auch allmählich nach.

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Ich persönlich finde es schwierig einen (bzw. meinen :) ) Hund "nur" über Futter/Spiel abzulenken, sondern würde gezielt an der Impulskontrolle arbeiten. Dies natürlich in kleinen Schritten.

Mit der kleinen Kackfee, die auch einen ziemlichen Jagdtrieb hat, handhabe ich es so, da es bei uns momentan extrem viele Hasen gibt. Bärchen ist das ziemlich egal - der hüpft nur fröhlich herum ohne Sinn und Verstand - aber Ronja meint es ernst.

Aber KleinEmmas Vorschlag finde ich auch sehr gut, dies würde ich zusätzlich auch noch machen damit Cuby aus dieser Stresssituation heraus kommt.

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Impulskontrolle ist ja schon da, wenn sie gucken dürfen, aber nicht hinter dem Tier rennen dürfen.

Ich gehe hier durch sehr wildreiches Gebiet und da ich das Auto nur ganz selten zur Verfügung habe, bleibt mir nichts anderes übrig, als hier zu gehen. Emma ist z.B. immer wieder die Húgel rauf und runter gelaufen. Ich weiß nicht, wie oft ich "Hier Bleiben!" gesagt habe. Jetzt muss ich das nur noch gelegentlich sagen. Also ist ja auch das eine Kontrolle des Impulses, nämlich auf dem Weg zu bleiben, statt den Húgel hoch zu hechten.

Oder statt einfach vor einer Kurve vorzulaufen, zu warten. Sie muss vor einer Kurve neben mir gehen.

Bei Emma war es so, dass sie an der langen Leine wenig auf mich geachtet hatte. Ich bin dann zwischendurch stehen geblieben, habe mich zu einer anderen Seite gedreht. Mrs. Neugierig kam dann gucken, warum ich da so stehe. Oder ich habe mich ganz schnell hinter einen Busch gehockt.

Im Freilauf hat sie eh mehr auf mich geachtet und heute dreht sie sich immer wieder um.

Mh, also ich finde, das Scannen wir automatisch weniger, je mehr der Hund auf einen achten muss.

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Originalbeitrag

Mh, also ich finde, das Scannen wir automatisch weniger, je mehr der Hund auf einen achten muss.

Genau das ist der entscheidende Schritt !

Lasse ich den Hund einfach nur rennen, "arbeitet" er selbstständig, puscht sich hoch und ist dadurch schwer zu kontrollieren.

Arbeite ich mit dem Hund zusammen, achte auf ihn, binde mich in Suchspiele ein, bekomme ich die Aufmerksamkeit des Hundes. Nun kann ich beginnen, Grenzen festzulegen, die nicht überschritten werden dürfen.

In dem Moment , wo der Hund sich an mir orientiert, nehme ich den Stress aus der Situation.

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