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Hundeforum Der Hund
Gast

Wie kann ich Cuby den Stress nehmen (Suchen nach Jagdobjekten)

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Hmm. Da hab ich irgendwie einen Erinnerungsfetzen aus der Vergangenheit... mit einem anderen Hund...

Habe gar nicht mitbekommen, dass Du einen Zweithund hast und es Shari nicht gut geht.

Ja Anja, ich habe es wieder gewagt mit dem Zweiten, und es klappt zwischen den beiden supergut, anders als es mit Momo war. Zuerst war ich nur Pflegestelle mit der Option Cuby zu übernehmen, das hab ich dann auch nach ein paar Wochen schon gemacht, es passt. :)

Shari geht es dem Alter entsprechend noch gut (seit heute ist sie 13). Das sie jetzt so nach und nach abbaut ist ja normal, aber ich bin zufrieden. :)

Aus meiner Sicht brauchst Du ein Führtraining an kurzer Leine, bei dem es grad mal nicht um Spaziergengehen in schöner Natur geht, sondern nur um FÜHRUNG. Dann würde ich die Reize steigern, und dann die Länge der Leine erhöhen, um sie dann irgendwann im Schleppleinenstadium wieder Stück für Stück abzuschneiden.

Würdest du dann NUR dieses Führtraining machen, also raus, Training, wieder nach Hause? Das Training ist natürlich anstrengend für Cuby (ganz zu schweigen von mir ;) ), aber irgendwie muß sie auch ausgelastet werden. Soll ich sie draussen gar nichts mehr machen lassen, kein Schnüffeln, kein Mäuseln, nichts, oder nur noch wenn ich sie dafür *freigebe*? Oder würdest du z.B. Futtersuchspielchen, Futterbeutel nur noch im Garten machen? Wie findest du die Variante Halsband-Geschirr, Halsband = Führtraining, Geschirr und 3 Meter Leine = Schnüffeln

Da ich Dich ein Wenig kenne, weiß ich, dass Dir das, je nach Hund, schwer fallen wird. Und das meine ich nicht böse. Im Gegenteil...

Das fasse ich auch nicht böse auf, finde es sehr gut hier verschiedene Meinungen zu lesen, bringt einen so richtig zum nachdenken, muß ich erstmal alles sortieren.

Tina, deine Ausführungen find ich auch sehr interessant, vor allem mit dem kleinen Zwerg. Du schreibst er würde jagen aber er läuft fast nur frei. Find ich klasse, aber ich kann dem nicht so ganz folgen. Läuft er im Freilauf immer in deiner Nähe, kannst du ihn noch stoppen wenn er los will? Zeigen und Benennen, muß ich mich mal näher mit beschäftigen, kann man sicher googlen oder?

Vielen Dank auch den anderen die hier geschrieben haben, es ist alles sehr einleuchtend! Alles in allem würde ich es auf jeden Fall leichter finden wenn Cuby nur bei direkter Wildsichtung so reagieren würde und nicht scannend durch die Gegend laufen würde. Dann wäre es leichter sich einfach mal hinzusetzten, mit dem Hund zu beobachten.

Das Wesentliche ist: KEIN Erfolg mehr in selbständigen Jagdsequenzen.

Die Reizschwelle muss erhöht werden.

Impulskontrolle gesteigert - aber in dem Mass, indem es nicht zu überschießenden Reaktionen kommt, weil zuviel Impulskontrolle erzwungen wird, sonst bastelt man sich schnell eine Nebenbaustelle.

Frustrationstolleranz erhöhen.

Alternativverhalten etablieren um den Energiestau abladen zu können.

Ausreichend angemessene Auslastung.

Führungskompetenz erarbeiten

Glaube daß hier ist alles soweit zusammengefasst ist was in den verschiedenen Beiträgen geschrieben wurde. Es ist ein Gesamtpaket das erarbeitet werden muß.

In meinem Kopf ratterts.......................... :Oo

DANKE euch allen!!! :knuddel

LG Elke :)

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Shari geht es dem Alter entsprechend noch gut (seit heute ist sie 13). Das sie jetzt so nach und nach abbaut ist ja normal, aber ich bin zufrieden. :)

Erst mal über diesen Weg herzlichen Glückwunsch an "Oma" Shari... wie die Zeit vergeht... Freue mich, dass es ihr noch den Umständen entsprechend gut geht. Pühchen ist inzwischen auch 13 und eine alte Dame mit Einschränkungen.

Würdest du dann NUR dieses Führtraining machen, also raus, Training, wieder nach Hause? Das Training ist natürlich anstrengend für Cuby (ganz zu schweigen von mir ;) ), aber irgendwie muß sie auch ausgelastet werden. Soll ich sie draussen gar nichts mehr machen lassen, kein Schnüffeln, kein Mäuseln, nichts, oder nur noch wenn ich sie dafür *freigebe*? Oder würdest du z.B. Futtersuchspielchen, Futterbeutel nur noch im Garten machen? Wie findest du die Variante Halsband-Geschirr, Halsband = Führtraining, Geschirr und 3 Meter Leine = Schnüffeln

Schwierig zu beurteilen, ohne Cuby zu kennen. Das Thema Auslastung ist immer relativ. In den letzten Jahren habe ich dafür ein Wenig den Blick geschäft und häufig festgestellt, dass Beschäftigung oft die Situation eines Hundes eher verschlechtert und nicht verbessert. Ruhe wird oft unterschätzt und Beschäftigung überbewertet.

Wie Du schon sagst, die Konzentration auf die Orientierung an Dich, das Denken, was richtig und was falsch ist, das Verarbeiten von Reizen etc. ist oft schon mehr, als ein Hund in einer Einheit gebrauchen kann. Danach ist Ruhe sinnvoll, um das Erlernte zu verfestigen. Beschäftigung wie Futterbeutel kann dann erst mal im Garten nach einer ausreichenden Schlafpause stattfinden. Dort würde ich die Aufgaben so schwierig gestalten, dass sie lernt, Frustrationstoleranz aufzubauen.

Damit kannst Du erreichen, dass auch draußen die Suche nach einem Futterbeutel wichtiger werden könnte, als das Suchen und Verfolgen von Wildspuren.

Gerade am Anfang einer Problemlösung ist für mich weniger mehr.

Ich bin großer Fan von dualem Führen. Also ich führe dann durchaus an beidem, Geschirr und Halsband. Mit einer Leine mit 2 Karabinern. Geschirrhand hält, Halsbandhand gibt Signale. Damit meine ich keine Rucke, sondern ich nerve den Hund darüber, um Orientierung zu erwirken.

Aus meiner Sich kann es nicht schädlich sein, ein paar Tage mal nur ganz extrem auf die Orientierung zu gehen, und dann für eine gute Arbeit da Halsband auszuclicken, sie frei zu geben, und dann über dieses Privileg weiter zu arbeiten. Bedeutet: Lange Leine, Mäuseln, schnüffeln, mal eine Futtersuche etc. gibt es nur, so lange sie nicht herum scannt. Tut sie dies, entfällt das Privileg der 3 m sofort, und Du clickst wieder um und die Führarbeit wird erneut aufgenommen, bis keine Signale und Korrekturen mehr nötig sind, dann wieder 3 m Freiheit.

Und so würde ich mich in die Distanz vorarbeiten bzw. dann in die "Freiheitsphasen" das einarbeiten, was hier mit dem Herumsitzen und passiven Herunterfahren mehrfach beschrieben ist. Insgesamt wäre mir das zu passiv und zu defensiv. Je nach Hund verliert der Mensch vorher die Nerven oder die Geduld, als dass da nachhaltig was gelernt werden kann. Ich persönlich wäre nicht der Typ, der 30 Minuten irgendwo rumhocken würde, bis sich das Tier neben mir entspannt... Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Zeigen und Benennen, muß ich mich mal näher mit beschäftigen, kann man sicher googlen oder?

Unter zeigen und benennen verstehe ich, dass man vieles unter Kommando setzt, das heißt, dass der Hund über stetige Kommunikation konditionierte Abläufe abarbeitet und dadurch umgelenkt wird. Wenn ich mich recht an die Antijagd-DVD erinnere, die ich mir mal rein gezogen habe, war das dort auch so, dass die Hunde für jeden Schritt (übertrieben formuliert) ein Signal bekamen. Mein Weg ist das nicht. Ich würde wollen, dass mein Hund auch ohne permanentes Kommandieren lernt, die Reize auszuhalten bzw. gar nicht erst nach ihnen zu suchen, und höchstens mal ein kleines Abbruchsignal reicht, um ihn mal dran zu erinnern, dass er grad dabei ist, rückfällig zu werden.

Glaube daß hier ist alles soweit zusammengefasst ist was in den verschiedenen Beiträgen geschrieben wurde. Es ist ein Gesamtpaket das erarbeitet werden muß.

Ja, so sehe ich das auch. Und jeder würde vermutlich anders sortieren und woanders die Prioritäten legen.

Bin gespannt, was beim Rattern bei Dir raus kommt :) .

LG Anja

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Originalbeitrag

Unter zeigen und benennen verstehe ich, dass man vieles unter Kommando setzt, das heißt, dass der Hund über stetige Kommunikation konditionierte Abläufe abarbeitet und dadurch umgelenkt wird. Wenn ich mich recht an die Antijagd-DVD erinnere, die ich mir mal rein gezogen habe, war das dort auch so, dass die Hunde für jeden Schritt (übertrieben formuliert) ein Signal bekamen. Mein Weg ist das nicht. Ich würde wollen, dass mein Hund auch ohne permanentes Kommandieren lernt, die Reize auszuhalten bzw. gar nicht erst nach ihnen zu suchen, und höchstens mal ein kleines Abbruchsignal reicht, um ihn mal dran zu erinnern, dass er grad dabei ist, rückfällig zu werden.

Zeigen und Benennen beinhaltet viel mehr Möglichkeiten, als etwas unter Kommando zu setzen und konditionierte Abläufe abzuarbeiten.

Es kann zu einem MITEINANDER führen und zwar eben NICHT über Kommandos und konditionierte Abläufe, sondern über ein bewusstes Wahrnehmen des Hundes von Objekten, ohne sich dabei vom Menschen auszuklinken und nur noch auf das Objekt zu focussieren.

Ähnlich, wie zB die Kommunikation bei der Jagd unter den Wölfen abläuft, nämlich in der Form, dass diese nicht abbricht, sondern gemeinsam strategisch vorgegangen wird. Da läuft auch nicht jeder durchgeknallt einfach der Beute hinterher, sondern sie bleiben wahrnehmend gegenüber den feinen Signalen der anderen Mitjagenden.

Und in genau dieser Form kann man Zeigen und Bennen im Bezug auf Jagdverhalten nutzen.

Der Hund bleibt immer ansprechbarer, die Reizschwelle gegenüber den Objekten sinkt und die Notwendigkeit der Impulskontrolle von außen nimmt ab.

Zum Führen an kurzer Leine möchte ich noch anmerken, dass man das nicht pauschal anwenden kann, in der Form, wie Du Anja das beschrieben hast.

Es ist eine permanente Impulskontrolle, die da vom Hund verlangt wird - und auf Grund der dabei entstehenden neurobiologischen Abläufen, kann das zu weiteren Problemen führen. Zuviel Impulskontrolle macht Nebenbaustellen.

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Ich mach das ja grade mit Finn :D :D :D

Eva (EMS) hatte mir dazu geraten um Finn bei Hundebegegnungen an der Leine zu entspannen... und was soll ich sagen? es funktioniert wunderbar!

Allerdings setzt es eben voraus, dass der Hund Gesprächsbereit ist! So wie Finn am Anfang drauf war hätte er gar nicht gemerkt, dass ich überhaupt was von ihm will!

Bei uns sieht das im Moment so aus, dass wir laufen und wenn Finn einen Hund sieht, dann sage ich huuuiiiiii und schieb nen Keks rein :D wenn ich merke, er ist echt unentspannt, dann lasse ich ihn sitzen und wir machen da weiter... wenn er aufsteht gibts ne Korrektur, zurück ins sitz und weiter jeden Blickkontakt gehuuuiiiiiit :D

Es geht vor allem darum das ruhige hinschauen zu bestätigen und die Denkblase in Finns Kopf von "Molotow Cocktail" zu "Leberwurstsemmel" zu verändern...

Da kommt es aber eben auch auf den Erregungszustand an! der Hund muss ansprechbar und empfänglich für Futter sein...

Für mich war es jetzt im Moment das fehlende Puzzleteil, denn ich kann Finn zwar "abstellen" wenn er pöbeln will, aber ich hätte gerne, dass er einfach mehr ausatmet und Anspannung los wird :)

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Mit der kurzen Leine sehe ich auch wie angiem1. Da wird jede Menge vom Hund verlangt und meiner Meinung nach einfach zu viel - zu viel Impulskontrolle.

Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob man einem Hund alles abtrainieren muss. Ich werde Emma jedenfalls nicht auch noch das Schleichen abgewöhnen. Man kann daraus auch ein gemeinsames Spiel machen. Wenn Emma geschlichen ist, habe ich gaaanz leise gesagt: Pssscht, laaangsaam. Und meine Halt vor sie gehalten.

Heute schleichen wir dann zwischendurch gemeinsam :D Sie findet das spannend, wenn sie dann schleichen darf, aber dann auch auf ein Zeichen hin absitzen oder abliegen muss. Dann weiter schleichen und zum Abbau der Anspannung wird ihr Spielzeug geworfen.

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Deshalb soll das Training an der kurzen Leine ja auch zunächst nur kurze Sequenzen beinhalten.

Genau was Helena von Finn beschreibt, lese ich aus Elkes Anfangsbeitrag, dass der Hund zwar noch kurz einen Keks beiläufig inhaliert, aber überhaupt kein Bewusstsein mehr dafür hat. Der nächste Schritt, wenn man daran nicht arbeitet, ist, dass der Keks ausgespuckt oder gar nicht mehr genommen wird. Da ist doch gar keine Lernbereitschaft vorhanden, so lange der Körper so im Jagdmodus ist.

Da ist neurologisch Einbahnstraße angesagt, um es mal ganz unwissenschaftlich zu formulieren.

LG Anja

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:D Ich stelle mir dich gerade bei "huuuiiien" vor! :D

Bei Mali und Katzensichtung war das so:

Er sah ne Katze und stellte den Kamm, knurrte und wollte mit Volldampf voran. An dem Punkt, als er sich urplötzlich in die Leine warf und mir dabei den Finger ganz schön derbe gequetscht hat, hat es mir gereicht.

Ich hab das dann folgendermaßen gemacht.

Als die nächste Katze kam, hab ich sein Hochpuschen direkt im Keim erstickt, indem ich mit dem Fuss aufgestampf und ihm ein "Hör auf" hingepfeffert habe. Das war leider notwendig, um seine Aufmerksamkeit überhaupt zu bekommen. Zumindest ohne große Umwege.

Statt ihn dann an der Katze vorbeizulotsen, bin ich neben ihm in die Hocke und hab dann erstmal einen Moment gewartet, bis er sich in meinen Augen soweit beruhigt hat, damit ich ihn freundlich ansprechen kann, ohne dass er das mit seiner Aufregung wegen der Katze verbindet.

Und das klappt und klappte auch bei uns prima! Es hat nicht lange gedauert, da ist er bei Sichtung nicht mehr hochgefahren. Sieht er jetzt ne Katze, bleibt er stehen und schaut zu mir.

In ihm brodelt es immer noch, das weiß ich. Aber er beherrscht sich, weil wir diese Situation nun gemeinsam händeln und kein Alleingang mehr gestartet wird.

Ich kommentiere immer "Ja, das ist eine Katze. Wie die Yuki (unsere Katze, die er liebt ;) )." Entweder schauen wir ihr dann gemeinsam nach oder ich biete ein "Wir gehen weiter" an, was er auch in den allermeisten Fällen annimmt. Wenn nicht, hock ich halt noch paar Sekunden länger neben ihm herum.. ;)

Bei Wild machen wir das auch so. Ich zeig ihm sogar Rehe und Hasen, die in der Ferne gerade übers Feld wetzen und die er gar nicht wahrgenommen hat. Das ist für ihn dann tatsächlich in Ordnung so und kommen wir an die Stellen, an denen die Tiere den Weg kurz vorher gekreuzt haben, ist er überhaupt nicht aufgeregt und läuft einfach weiter.

Bin mal gespannt, welchen Weg du für euch findest!

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Allerdings setzt es eben voraus, dass der Hund Gesprächsbereit ist! So wie Finn am Anfang drauf war hätte er gar nicht gemerkt, dass ich überhaupt was von ihm will!

Jeahh, das muss man erstmal erreichen.

Bei meinen Jagdjunkies hab ich das durch körperliches Fixieren erreicht, solange sie kreischend focussiert haben. Mit liebevollem Körperkontakt und dabei beruhigende Massagen.

Da investierte ich gerne mal 20 Minuten bis ne halbe Stunde (wobei ganz ehrlich: länger als 10 Minuten hat es in der Form nie gedauert), um genau in dem Moment, indem die Ansprechbarkeit zurückkehrt, ICH der erste wieder vom Hund bewusst wahrnehmbare Reiz nach dem Jagdobjekt bin und das in total angenehmer Art und Weise - nämlich taktil und einen äusserst positiven Effekt nutzend: Die Ausschüttung von Oxytocin. http://de.wikipedia.org/wiki/Oxytocin

Im Gegensatz dazu, den Hund mittels Aversivreizen ansprechbar zu machen oder halten, was ebenfalls bedeutende Folgen für den Orgnismus hat:

http://www.planethund.com/hundewissen/strafen-0608.html

Es kommt ganz einfach darauf an, auf welchem Niveau innerhalb der Reizschwelle - oder eben darüber wir uns bei der Verhaltensformung befinden.

Schaffen wir es, wie Gaby schrieb, durch einen Reiz die Aufmerksamkeit noch auf uns zu lenken, dann kann man da weitermachen.

Ist die Reizschwelle überschritten, muss der Hund erstmal wieder runterkommen können.

Wenn er die Kekse auspuckt, dann hat man den richtigen zeitpunkt einfach verpasst. Das zu erkennen ist entscheidend, um einen Lernvorgang nutzen zu können oder ihn eben zu verpassen.

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aber welcher Reiz bleibt so lange bestehen? und was machst du, wenn der Hund so hoch fährt, dass er zum Beispiel nach was anderem schnappt?

Finn hat nach seiner Augen-OP bei Hundesichtung gemacht wies Messer... hing auf 2 Beinen schreiend in der Leine und drehte sich zwischendurch wie ein gestörter kläffend um sich selbst... einmal hat er sich zum abreagieren Charlie geschnappt, da hab ich dann die Dachlatte rausgeholt!

ich hab nie getestet, was passiert, wenn ich mich in einer solchen Situation passiv störend verhalte... das war mir in dem Moment zu heiß ;)

zumal ich das Gefühl hatte, dass sich sein Verhalten steigerte...

und wenn ich ehrlich bin ist es einfach nicht mein Ding passiv neben einem Hund zu stehen, der grade ausrastet... das liegt mir einfach nicht :)

Ich stelle mir dich gerade bei "huuuiiien" vor!

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Eva sich innerlich gekringelt hat, als sie mir das Vorgeschlagen hat :D :D :D

Helena

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Ich arbeite auch gerne mit dem dualen System, wie Anja beschrieben hat.

Allerdings etwas abgewandelt, da Holly das Halsband ueberhaupt nicht mag und es fuer sie echt ne richtige Qual ist. Ich arbeite grundsaetzlich mit dem Geschirr.

Ich hatte frueher eine 2m Fuehrleine und eine 10m Schlepp dabei.

An der Fuehrleine gab es nix ausser lockeres Mitgehen und Blickkontakt aufbauen, der dann belohnt wird.

An der Schlepp durfte sie sich frei bewegen und beschaeftigen, aber sobald die Aufmerksamkeit auf mich verschwand wurde umgeklickt auf 2m Leine und sofort weitergegangen.

Als Ermahnung gab es zuerst eine Verkuerzung der Schlepp und wenn die nicht angenommen wurde, hab ich umgeclickt.

Holly steht auf Freiheit, sich selbst beschaeftigen und lockere Trab-/Galoppstrecken zu nehmen.

Ihr diese Freiheit einzuschraenken war und ist heute immernoch das Mittel der Wahl und es funktioniert super bei uns.

Ich bin jetzt nur noch mit der 5m Leine unterwegs und wenn sie sich benimmt (wie damals an der Schlepp) darf sie freilaufen.

Wenn nicht, bekommt sie eine Ermahnung und wenn die nicht fruchtet kommt sie wieder an die 5m Leine.

Bei Tagen, wo ich merke sie ist nicht dabei bleibt sie grundsaetzlich angeleint.

Die 2m Leine nehm ich, wenn ich nur mal kurz um den Block huschen moechte, in der Stadt bin oder der Spaziergang ohne grosse Troedelei sein soll. Sie kann die Leinen unterscheiden und laeuft dann locker mit und laesst ihre Beduerfnisse von Schnuffeln, Maeuseln etc. hinten anstehen.

Als sie letztens die Ruecken-/Beckenprellung hatte hab ich sie mit der 2m Leine an Halsband und Geschirr gefuehrt, damit sie das Tempo ganz rausnimmt und kontrolliert geht.

Sie hasst das Halsband, deshalb hat das Thema nach 2 Tagen bei ihr gefruchtet und ich konnte sie ohne Einwirkung auf das Halsband uebers Geschirr fuehren. Die Leine war da am Halsband nur noch als Erinnerung eingeklickt.

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