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Mimichen

Probleme mit dem "Alleine bleiben"

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Hallöchen :winken:

Es geht darum das ich mit meiner Golden Retriever Hündin die im April 2 Jahre alt ziemliche Probleme mit dem Alleine bleiben habe.

Im Welpen Alter hatte das schon bei ihr angefangen, dass sie unsere Leder Couch zerbissen hat oder mal am Tischbein rum geknabbert hat. Klar war ich nicht damit einverstanden und habe ihr das auch gezeigt, aber ich habe mir gedacht "Hey, das ist ganz normal das ein junger Hund in dem Alter mal etwas Zuhause kaputt macht" Wir hatten anfangs ziemliche Probleme sie Stubenrein zu bekommen, da sie einige Futtersorten nicht vertragen hat und oft Durchfall hatte und sie somit immer und immer wieder in die Wohnung machte. Schließlich haben wir dann ein Futter gefunden das sie verträgt und somit war das Thema dann auch endlich durch. Nur leider war sie da schon 9 Monate alt. Sie zog mit 3 Monaten bei uns ein. Heißt wir haben gut 6 Monate dafür gebraucht sie Stubenrein zu bekommen. In dieser Zeit hatte meine Mama sie immer Tagsüber bei sich, weil mein Freund und ich eben arbeiten mussten.

Und ich muss ganz ehrlich sagen erst dann haben wir so richtig angefangen mit ihr das alleine sein zu üben, es ging vorher ja nie richtig - sie hätte uns ja immer und immer wieder in die Wohnung gemacht und auch wir haben leider keinen Garten. Jedenfalls haben wir dann angefangen sie alleine bei uns Zuhause zu lassen. Haben ihr etwas zu knabbern da gelassen. Mein Freund und ich haben beide Schichtdienst. Mal ist sie 3- 4 Stunden alleine aber nie mehr als 6 Stunden. Jetzt geht es aber schon seit längerer Zeit, wenn sie alleine ist das sie uns die Tapete von der Wand holt - überall sei es im Wohnzimmer, im Flur oder in der Küche. Mittlerweile schließen wir die Türen von Schlafzimmer, Küche und Bad. Somit hat sie das Wohnzimmer und den Flur zur Verfügung.

Auch ist es schon vorgekommen, dass wir morgens lange mit ihr Spazieren gewesen sind um sie eben auszulasten - das sie erst ein mal müde ist und schläft und keinen Blödsinn anstellt, sie aber trotzdem irgendwas kaputt macht. Neulich bin ich Nachhause gekommen, da hat sie ihren kompletten Hundeplatz auseinander genommen. Ich habe es langsam auch satt immer irgendetwas vor die Wände zu stellen, dass sie nicht dran kommt. Die Wohnung sieht mittlerweile aus das es mir schon peinlich ist, wenn Besuch vorbei kommt. Wir gehen morgens zuerst immer lange mit ihr Spazieren, bevor wir sie alleine lassen. Und sie bekommt ihren großen Kong zum ausschlabbern, wenn sie alleine ist. Das klappt dann ziemlich gut und sie stellt soweit nichts mehr an, aber was ist denn mal , wenn ich kurzfristig wohin muss und es eben mal nicht schaffe den Hund ordentlich lange auszuführen und muss sie alleine lassen? Da muss ich immer wieder angst haben und damit rechnen, wenn ich sie alleine lasse das wieder etwas kaputt gemacht worden ist.

Ich weiß es ist ein langer Text und ich hoffe trotzdem das ihn einer liest und eventuell die ein oder anderen Tipps für mich hat. Ich weiß ja nicht mal genau woran es liegt. Hat sie ein Problem mit dem alleine sein? Haben wir es eher versäumt ihr es gescheit beizubringen?! Muss ich vielleicht noch mehr morgens mit ihr machen oder im allgemeinen?

Ach ich bin echt so am verzweifeln und es belastet mich einfach nur noch und macht mich fertig und traurig.... :(:(:(

Über Antworten von euch wäre ich so dankbar!

Lieben Gruß

Michele mit Luna

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Dein Problem kenne ich sehr gut.

Wie lange bleibt sie denn allein?

Erzähl bitte ein bisschen mehr.

Und noch was, keine Knabbersachen, wenn niemand mit dabei ist.

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Habt ihr das Alleine-Sein in Schritten aufgebaut oder habt ihr sie direkt 3-4 Stunden alleine gelassen?

Wenn sie eine Zeitspanne hat (z.Bspl. ne Stunde oder so), die sie gut fuer sich aushaelt evt. fuer die anderen Stunden ne Betreuung dazunehmen.

Dann das Alleine-Bleiben langsam in Minischritten steigern.

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Was genau möchtest du denn alles wissen?

Wir haben sie immer mal Alleine gelassen, als sie auch noch nicht ganz Stubenrein gewesen ist. Höchstens eine Stunde anfangs, als sie dann nicht mehr in die Wohnung gemacht hat haben wir sie auf eine längerer Zeit alleine Zuhause gelassen und meine Mutter hat sie sich nicht mehr Tagsüber zu sich geholt. Das ging irgendwann auch nicht mehr, weil meine Mutter ja auch arbeiten muss. Sie wollte uns damals eben nur helfen bis Luna Stubenrein ist und somit dann auch bei uns in der Wohnung tagsüber bleiben kann.

Mein Freund und ich haben beide Schichtdienst. Es kommt immer darauf an. Wenn ich Frühdienst habe muss ich um 6 Uhr morgens auf der Arbeit sein - mein Freund dann erst um 9 Uhr oder 10 Uhr. Ich komme dann mittags gegen 14- 15 Uhr heim. Also wie gesagt sind dann nicht länger als 6 Stunden. Wenn ich Spätdienst habe muss ich zwischen 12- 13.30 Uhr auf der Arbeit sein, dafür kommt mein Freund gegen 17- 18 Uhr heim. Sind dann auch wieder nicht länger als 6 Stunden. Wenn ich Frühdienst habe geht mein Freund morgens lange mit ihr laufen und ich gehe auch sofort mit ihr, wenn ich mittags heim komme. Habe ich Spätdienst laufe ich morgens mit ihr die große Runde. Dennoch kommt es immer wieder vor - trotz langen Spazieren - das sie Blödsinn anstellt. Sie bekommt dann ihren Kong mit Leberwurst oder Naturjoghurt gefüllt zum ausschlabbern, wenn sie den hat klappt es eigentlich ziemlich gut und die Wohnung bleibt heil.

Nur neulich eben musste ich früh morgens zum Arzt und wir sind eben nicht "lange laufen" gewesen, sondern nur schnell hier in den Park zum Pipi und Geschäftchen machen. Leberwurst und Naturjoghurt hatte ich an dem Tag leider auch nicht Zuhause, den ich ihr geben konnte. Ende vom Lied ist gewesen, dass ich nachhause gekommen bin und einen zerfetzten Hundeplatz gefunden habe. Na ganz toll! Vielleicht bin ich daran auch selber schuld gewesen, aber was ist denn, wie gesagt, wenn ich mal eben schnell weg muss und es nicht schaffe mit ihr lange laufen zu gehen oder wie auch immer. Soll ich es da einfach für selbstverständlich sehen, dass dann wieder etwas kaputt gemacht wird? Ich habe das Gefühl, wenn Madame ihren Auslauf mal nicht bekommt und sie alleine gelassen wird sie immer etwas anstellt. Es läuft ja soweit ganz gut, wenn man lange mit ihr draußen und sie ihren Kong hat. Macht man das aber einmal nicht bekommt man es gleich zurück.

Ich kenne viele Hundehalter auch hier in der Nachbarschaft oder eben Bekannte die nie wirklich großartig mit ihrem Hund spazieren gehen oder auslasten und die können ihre Wuffls bis zu 8 Stunden alleine lassen und die Schlafen einfach den ganzen Tag über und machen so etwas nicht. Viele sagen immer zu mir: "Öh, wie kann das denn sein das dein Hund dir die Tapete von der Wand holt?!" Mein Freund meinte mal zu mir, dass Luna einfach so daran gewöhnt ist lange laufen zu gehen, weil wir machen ja auch viel mit ihr - am Wochenende und auch allgemein gehen wir viel spazieren. Kann es sein, dass sie das einfach zu sehr gewohnt ist und wenn es dann mal nicht so ist, sie auch aus diesem Grund sowas anstellt - oder denken Hunde nicht so?

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Ich glaube nicht, dass sie das extra macht.

So nach dem Motto "Du hast also heute nicht, dann mach dir eben was kaputt.Selbst schuld!"

Nimm mir das nicht uebel, aber kann es sein, dass sie unausgelastet ist ?

Du sollst jetzt um Gottes Willen nicht die Gassi-Zeiten hochsetzen, damit sie noch "mueder" wird.

Das wird nicht klappen. Sie kriegt hoechstens mehr Kondition. ;)

Was hat sie sonst fuer Beschaeftigungen, ausser Kong und Gassigehen?

Machst du Sport mit ihr, hat sie Kopfaufgaben draussen, spielt sie nur mit anderen Hunden?

Ich glaube, dass ihr langweilig ist. :)

6 Stunden sind lang. Die kann ein Hund ueberstehen und gut meistern alleine, aber nur wenn er sehr in sich ruht , sich alleine sicher fuehlt und etwas fuer ihn Sinnvolles getan hat.

Nimm es ihr nicht krumm, sondern sieh es als Hilferuf, dass sie sich nicht wohlfuehlt.

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Okay. So habe ich das ganze ehrlich gesagt noch nichKörperlichkeit clickere mit ihr oder lass sie auch mal ihr Futter in der Wohnung suchen. Sport in einem Verein oder so mache ich keinen mit ihr. Vielleicht ab und an mal Joggen gehen.

Also ist sie schon platt vom langen Spazieren gehen körperlich aber vom Kopf her nicht? So meinst du das doch oder?

Ich sollte mehr Kopfarbeit mit ihr machen statt mehr Bewegung?!

Hättest du da ein paar Ideen für mich?

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Oh sehe gerade das ich mich ziemlich verschrieben habe. Meinte eigentlich das ich das ganze so noch nicht gesehen habe das ich aber ab und an mit ihr clickere. Entschuldigung.

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Originalbeitrag

Also ist sie schon platt vom langen Spazieren gehen körperlich aber vom Kopf her nicht? So meinst du das doch oder?

Ich sollte mehr Kopfarbeit mit ihr machen statt mehr Bewegung?!

Hättest du da ein paar Ideen für mich?

Genau so mein ich das.

Sie ist kurzzeitig platt, aber nicht richtig ausgefuellt damit.

Wenn sie dann nach ner Zeit ausgeruht ist beschaeftigt sie sich schlicht selbst. Ist ja keiner da. ;)

Dummy-Arbeit faellt mir da ein.

Hab aber keine Erfahrung damit, deshalb hoff ich mal, dass du hier noch Tipps von anderen dazu bekommst.

In einen Verein musst du dafuer aber nicht. :)

Und nimm ihr das nicht krumm.

Sie raecht sich nicht, sondern ist einfach nur nicht gluecklich mit der Situation.

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Ich finde es schade das ich zu meinen Beiträgen kaum Antworten bekomme. Andere die neu hier sind und einen Beitrag schreiben oder eben auch andere bekommen immer massig viel an Antwort. Für was bin ich eigentlich hier angemeldet...

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Ich habe ein ähnliches Problem mit meiner Hündinn.

Nachzulesen hier: http://www.polar-chat.de/topic_102259.html

Das was KAmiko schreibt ist wahrscheinlich richtig, und wäre auch meine Lösung. Leider habe ich die Möglichkeiten morgens nicht, oder sagen wir so, ich tue mich sehr schwer damit für den Hund 2 Stunden früher aufzustehen und ihr ein Programm zu bieten, das sie körperlich und geistig auslastet.

Bei mir muss Sie deshalb nachmittags 2-3 Stunden in eine Box.

Ich bringe sie morgens zu meinem Vater, der geht mit den Hunden mittags und danach zu mir nach Hause und amy in die Box bis ich nachmittags von der Arbeit komme.

Was meine hunde nahezu perfekt auslastet ist:

Etwas Fahrrad fahren, gar nicht weit, ein paar Kilometer reichen, bei mir sind es so 3-7 je nachdem. Mehr will der Große auch nicht, die Hündinn könnte und wollte mehr.

Dann lasse ich sie erstmal frei auf einer Wiese oder über die Felder flitzen, sie können machen was sie wollen, aber meißtens stehen sie schon parat und wollen "arbeiten".

Dazu habe ich einen Ball und sone Schleuder. Ich lasse meine Hunde aber nicht hetzen, vielleicht mal als Belohnung, aber nicht grundsätzlich.

Ich lasse sie sitzen oder Platz machen und schleudere den Ball erstmal nicht soo weit. Dann muss einer suchen, der andere sitzenbleiben. Auch die Impulskontrolle kostet Konzentration. Ich steigere dann die Entfernung des Balls, lasse auch mal länger sitzen oder rufe sie erst woanders hin, um sie von der Fixierung auf den Ball abzulenken und gebe erst dann frei um den Ball zu suchen. Zuletzt schleudere ich den Ball hinter eine Hecke auf der Wiese, so daß sie nicht sehen, wo er gelandet ist oder ich verstecke den Ball "manuell" und täusche hier und da auch mal an.

Immer im Wechsel, und wenn ein Hund die Motivation beim suchen verliert, schicke ich den anderen, das spornt den anderen Hund dann manchmal an, wenn nicht rufe ich zurück und lasse den anderen suchen. Einer findet den Ball früher oder später immer, manchmal unterstütze ich dabei einen Hund, indem ich mitsuche oder ihn raushnehme, wenn ich merke es wird zuviel.

Diese Nasenarbeit macht die Hunde echt platt, man soll es auch nicht übertreiben, jedenfalls bekomme ich meine beiden Hunde so am Nachmittag in 1-2 Stunden gut ausgelastet und wir machen natürlich auch mal andere Sachen, wie Frisbee spielen oder einfach nur spazieren gehen, aber wenn sie wirklich ausgelastet werden sollen, dann hilft nur das, also erstmal bisschen auspowern am Fahrrad und danach Suchspiele.

lg Richard

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