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Hundeforum Der Hund
Mimichen

Probleme mit dem "Alleine bleiben"

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Dieses "Auslasten" vor dem alleine lassen habe ich bei meiner auch über mehrere Wochen gemacht. Lange Spaziergänge, verknüpft mit Nasenarbeit und viele Suchspiele.

Man hätte meinen können, der Hund sei nun platt und froh wenn er endlich schlafen kann.

War aber bei uns nicht so. Hund blieb immer noch nicht allein.

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Ich kenne viele Hundehalter auch hier in der Nachbarschaft oder eben Bekannte die nie wirklich großartig mit ihrem Hund spazieren gehen oder auslasten und die können ihre Wuffls bis zu 8 Stunden alleine lassen und die Schlafen einfach den ganzen Tag über und machen so etwas nicht.

Hast du die mal gefragt, wie sie es den Hunden beigebracht haben?

Ich finde du machst das alles zu schnell und erwartest einfach zu viel auf einmal.

Es gibt Hunde die brauchen eben einfach viel mehr Zeit als andere. Wie alt ist denn deine Maus?

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Allein bleiben ist für einen Hund, der ja soziale Kontakte braucht, schlimm.

Daher bringt es nichts, den Hund "auszulasten" oder ähnliches. der Hund muss das Vertrauen haben, dass "sein" Mensch zurück kommt. Und das muss man üben.

Wir haben dies mittels einer Decke oder eines Körbchens als Nestersatz geübt. Zuerst musste Hund verstehen, dass er im Körbchen liegen bleiben musste, wenn wir ihn da rein geschickt haben. Hat das geklappt, sind wir aus der Tür, wenn der Hund ruhig war, wieder rein, hin zum Hund, zuerst gelobt und dann ein Leckerchen angeboten.

Mit einer einladenden Handbewegung haben wir den Hund aus dem Körbchen raus geholt und das Körbchen dann weg geräumt. Das war dann eindeutig das Ende der Übung.

Durch Wiederholungen und Verlängerung unserer Abwesenheitszeit haben wir dem Hund das Vertrauen gegeben, das wir wieder kommen.

@Muck, an deinem Beispiel sieht man ja ganz deutlich, dass dies "Auslastungstheorie" nicht zum Erfolg führt. Wenn ein Hund sich zu Hause alleine nicht wohl fühlt, kann mit mit Spaziergängen o.ä., bevor man das Haus verlässt, nichts ausrichten.

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Also ich denke hier haben wir alle ein bisschen recht. Ein unausgelasteter Hund, kann noch soviel Vertrauen haben, das man wiederkommt, der wird sich trotzdem beschäftigung suchen und je nach Temperament eben auch was kaputt machen. Dahinter steckt nie Absicht, das muss einem klar sein.

Stress aus Vetrauensmangel heraus kann natürlich immer sein.

Hierzu kann man ja mal testen wie der Hund drauf ist, wenn man den Raum verlässt und die Tür hinter sich zumacht, aber in der Wohung bleibt und der Hund das auch hört.

Jammert sie dann, versucht sie hinterherzukommen?

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@Mimichen

Das ist ein schwieriges Thema. Entweder hat man das Problem nicht oder kämpft selbst damit. Da gibt es halt mal keine 20 Antworten in 3h.

Wie ist denn deine Hündin, wenn ihr daheim seid?

Macht ihr viel mit ihr? Ist sie immer in eurer Nähe?

Ich frage deshalb: Wir haben keine Probleme. Vielleicht weil Duman auch in unsrer Anwesenheit (und ich bin zur Zeit fast immer daheim) oft mal über Stunden keine Aufmerksamkeit bekommt. Wenn ich weg muss, dann sag ich :"Du bleibst." Und gehe einfach.

Wenn ich wieder komme, dann gibt es auch keine Begrüßungsszene. Ich komm rein, zieh die Schuhe aus, usw mache einfach, was ich auch ohne Hund machen würde.

Wenn er ankommt, sag ich kurz Hallo, tätschel ihn mal gschwind. Mehr nicht.

Kurz: Bei uns ist das Weggehen nicht mit Aufregung verbunden. Und er muss sich auch in unserer Gegenwart durchaus mit "Langeweile" rumschlagen.

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Originalbeitrag

Sie ist kurzzeitig platt, aber nicht richtig ausgefuellt damit.

Ich zitier mich mal kurz selber um Missverstaendnisse auszuraeumen. :)

Ich meine nicht, dass der Hund kurz vor der Arbeit noch MEHR von der Zeitdauer oder Hinzunahme von z.Bspl. Dummytraining bespasst werden soll, damit er SO ko ist, dass er den Tag durchschlafen MUSS.

Auf mich wirkt das was die TE schreibt so:

Hund wir schnell und lange vor der Arbeit muede gemacht, damit er muede ist und die Zeit verschlaeft.

Ich glaube aber, dass da a) das Alleine-Sein falsch aufgebaut wurde(Schritte zu gross), B) dem Hund nur Spazierengehen nicht reicht und c) der Hund unsicher ist und nicht genug Selbstvertrauen hat, die Zeit des Alleine-Seins fuer sich in sich ruhend zu ueberstehen.

Kopfarbeit soll nicht hinzugenommen werden als Schnell-Loesung, sondern z. Bspl. effektiv richitg sauber aufgebautes Dummy-Taining kann die Bindung verstaerken, Vertrauen erwachsen lassen und darauf kann man dann das Alleine-Sein effektiv neu aufbauen.

Ich sehe das als langfristigen Loesungsansatz.

Kurzfristig koennte nur helfen, die Alleine-Sein-Zeit zu verkuerzen unter Zuhilfenahme eines Sitters.

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In wie fern mache ich das alles zu schnell? Luna wird jetzt am 18. April 2 Jahre alt, also sie ist noch recht jung. Auch muss ich dazu sagen das sie im allgemeinen ziemlich unsicher ist und wenig Selbstvertrauen hat. Als wir sie damals geholt haben war sie 3 Monate und hatte vor allem angst. Sei es nur Fahrräder oder irgendwelche Dinge draußen die ihr nicht geheuer sind. Natürlich haben wir versucht in kleinen Schritten ihr Sachen zu zeigen, wie eben mal durch die Stadt zu laufen, wo viele Menschen sind und viel los ist. Haben immer darauf geachtet das es nicht zu viel ist und sie keinen Stress hat. Ich kann mit ihr auch nicht über einen Supermarkt Parkplatz laufen, da wird sie total panisch und zeigt extreme Fluchttendenz und hängt sich in die Leine. Gegenüber fremden Hunden beim Spaziergang ist sie total unterwürfig. Sieht sie einen Hund von weitem auf uns zu kommen, schmeißt sie sich sofort auf den Rücken und unterwirft sich. Im Haushalt hat sie auch vor vielen Dingen angst wie z.B den Staubsauger, der Wäscheständer etc. Draußen auf dem Balkon fühlt sich sich auch nicht wohl.

Sie bekommt auch nicht permanent Aufmerksamkeit, wenn wir Zuhause sind. Da liegst sie auch mal ein paar Stunden faul irgendwo rum und schläft und macht nichts. Wenn ich den Raum verlasse folgt sie mir nicht. Wenn sie im Wohnzimmer liegt kann ich in der Küche sein und kochen oder im Schlafzimmer die Wäsche zusammen legen ohne das sie gleich hinterher läuft. Mir ist aufgefallen, wenn sie alleine ist und ich wieder nachhause komme, dass sie meist im Flur auf dem Teppich liegt, als ob sie vor der Tür warten würde das man wieder nachhause kommt. Im großen und ganzen verhält sie sich Zuhause super ruhig und wie gesagt liegt auch einfach mal ein paar Stunden hier rum.

Wenn ich runter in den Waschraum gehe, um die Wäsche zu waschen oder auf und abzuhängen bleibt sie ja auch eine weile alleine oben in der Wohnung. Ich habe sie noch nie jammern oder bellen gehört. Selbst unsere Nachbaren haben noch nie einen Mucks von ihr gehört, als wir nicht Zuhause gewesen sind.

Dummyarbeit würde ich gerne mit meiner Maus machen, nur leider apportiert sie nicht unbedingt gerne. Wenn ich ihr draußen den Tennisball werfe bringt sie den mir ein paar mal zuverlässig und verliert dann ehrlich gesagt die Interesse daran. Sie ist eher der Golden Retriever der viel mit der Nase draußen beschäftigt ist. Sie läuft viel mit der Nase am Boden herum und buddelt auch sehr gerne. Wobei man ja trotzdem versuchen könnte mit einem Futterbeutel das ganze Schritt für Schritt aufzubauen, da sie ja eigentlich gerne sucht - könnte ich den Futterbeutel irgendwo draußen verstecken so das sie es nicht sieht und sie dann auf die Suche schicken oder das eben gemeinsam mit ihr machen.

Also könnte es auch daran liegen das sie ziemlich unsicher ist und aus diesem Grund ein Problem mit alleine bleiben hat? Oder das die Bindung zwischen ihr und mir doch nicht ganz die so tolle ist? Dabei dachte ich immer die Bindung passt zwischen ihr und mir.

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@Muck: Hast du das dann irgendwann mit deinem Hund in den Griff bekommen, dass er alleine bleiben konnte?

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JEtzt klingt das für mich ganz anders.

Hypersaensibel, unsicher, ängstlich...

Ja ihr seit zu schnell und müsst erstmal Bindung und Vertrauen aufbauen und dann das alleinesein üben.

Schwierig, ich weiß, aber der Hund braucht glaube ich erstmal mehr Sicherheit mit euch und dann erst ohne euch.

sie ist mit euch in bestimmten Situationen unsicher, vertraut euch nicht 100%ig.

Meine Hunde haben auch mit der ein oder anderen Situation ein Problem, aber sie lassen sich dann immer noch führen und fassen auch wieder vertrauen.

Z.b. wenn wir an so einem Kehrauto vorbei gehen, das Lärm macht und alles Laub aufwirbelt. Ich kann da inzwischen in 2m Abstand dran vorbeigehen.

Das muss der Hund ja nicht können, aber mal nen Parkplatz überqueren sollte möglich sein.

Für Hundebegegnungen scheint sie ja ne Strategie zu haben, glaubst du das sie das stresst oder das es einfgach ihre Strategie, ihr Charakter ist. Fände ich nicht schlimm.

Ich nenne solche Hunde immer Blauhelme, weil sie wenn sie dann etwas sicherer werden und kommunizieren lernen und das sie von anderen nicht gleich in Stücke gerissen werden gut deeskalieren können.

Vielleicht sehen die erfahreneren das aber auch wieder anders.

Wie gesagt, ich würde die Bindung über Spiele etc. noch ausbauen, das Vertrauen stärken und diese Reizsituationen erst dann üben, wenn der Hund beim Spiel mit dummys z.b. kein Desinteresse mehr zeigt, sondern es nichts besseres gibt als mit dir draußen gemeinsam was zu machen.

Dann würde ich anfgangen das Vertrauen zu stärken, mich diese Reize aus der Ferne und langsam und Stück für Stück nähern, heute 20m am Parkplatz vorbei, mal schauen ,was da los ist, und nächste Woche in 10m abstand usw.

Und dann, dann würde ich das Alleinebleiben noch mal von ganz von vorne und in aller Ruhe aufbauen. Ende des Jahres sprechen wir weiter :P

Geduld. Zuversicht. So gut es eben geht. Weil perfekt kann keiner ;)

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Hallo,

ich glaube ihr solltet das Allein bleiben noch einmal ganz von vorne anfangen. Anfangs 10 Minuten, später auf längere Zeiten ausdehnen.

Bei vielen Hund hilft dabei auch ein Kennel (oder Hundebox), die während der Zeit geschlossen ist. Später kann der die Box auch offen bleiben. Mein Hund hat auch so eine Box und besteht auch drauf.

Die Idee mit einer Hundebox in der Wohnung bzw. im Flur kam von ihm. Wir wollten damals eigentlich die alte Hundebox, die wir im Auto hatten, entsorgen. Nur lag da ständig der Hund drin :Oo .

Auch ein Trick, den ich in einem Hundebuch gelesen habe: Die Besitzerin einer Golden Hündin suchte sich Rat bei einem Hundetrainer, weil diese während ihrer Abwesenheit alle möglichen Gegenstände zerstört hat. Diese Zerstörung war nur in der Zeit, in der Sie aus dem Haus war. War sie im Schlafzimmer und hat die Tür zugemacht (auch tagsüber), war der Hund ruhig. Die Wohnung lag im Erdgeschoss. Demzufolge ist die Besitzerin 1/2 Jahr lang immer aus dem Schlafzimmerfenster gestiegen, um zur Arbeit zu gehen. Zurück kam sie auch durch das Schlafzimmerfenster. So glaubte der Hund, sie würde die Zeit über im Schlafzimmer sein und gab Ruhe. Später konnte Sie auch wieder normal durch die Wohnungstür die Wohnung verlassen.

Das ganze funktioniert auch nur, wenn das Schlafzimmerfenster von außen abschließbar ist und man selbst im Erdgeschoss wohnt. Und auch, wenn das Fenster nicht zur Straßenseite liegt.

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