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Paulaleila

Uralter Junghund oder junge Omi mit Jagdtrieb? Besorgniserregend

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Hallo,

ich bin eher eine stille Mitleserin und hoffe sehr auf eure Ansichten und Vorschläge.

Es geht um meine mittelgroße Hündin.

Sie war 4 Monate alt als ich sie vor 1 Jahr aus dem Tierschutz zu uns holte.

Sie ist ein Mix und es wird vermutlich auch alles drin sein was die Natur zu bieten hat.

Ich würde euch gern ein Foto zeigen, aber irgendwie scheint es mit der Technik nicht zu funktionieren.

Sie ist jetzt 1,5 Jahre alt und war eigentlich die ganze Zeit schon ein sehr merkwürdiger Hund.

Es fing schon damit an, das sie nach ihrer Ankuft nicht von der Couch runter ging. Sie schlief dort, blieb dort und pinkelte auch dort. Dieser Zustand dauerte beinahe 5 Tage....

Als sie endlich angekommen zu sein schien, wollte sie nicht raus. Sie war unglaublich unsicher. Draussen gemacht hat sie 8 lange Monate nicht. Selbst nach langen Spaziergängen kam sie rein und machte halt drin.

Zum Glück haben wir das seit letztem Frühwinter in den Griff. Was nicht heissen soll das sie jetzt sauber ist. Sie macht tagsüber draussen und wenn es dunkel wird geht sie in die Waschküche.

Im Oktober letzten Jahres fand ich in einem spanischen Parkhaus einen ausgesetzten kranken Rüden. Ich nahm ihn mit auf unsere Finca und pflegte ihn. Überflüssig zu erwähnen das ich ihn dann nicht in eine Perrera bringe; ich nahm ihn mit nach Deutschland. Er wird jetzt schätzungsweise 1 Jahr alt sein.

Dieser kleine Rüde verdeutlicht mir jeden Tag, wie anders die Hündin ist.

Aufgrund ihrer Unsauberheit war es von Anfang an etwas schwierig mit den Spaziergängen. Glaubt mir, ich habe alles versucht....irgendwann liess ich sie dann von der Leine damit sie sich löst, denn es gibt ja genügend Hunde, die dabei allein sein wollen. Nun...diesen Freigang nutzte sie aber eher zum Buddeln, gucken und schnüffeln. Das war so wichtig für sie das sie noch nicht einmal merkte, wenn ich mich entfernte.

Ich las irgendwo, das ihr Verhalten mit fehlender Bindung zu mir zu tun haben soll. (Heute weiss ich, das das purer Schwachsinn ist) Aber vor 1 Jahr war ich ratlos und saugte jede Information auf die ich bekam.

Um die Bindung zu stärken machte ich allerhand Spielchen mit ihr.

In diesem einen Jahr ist sie -ohne anzugeben- DSDS-reif. Sie bringt mir Schlüssel und Schuhe, klingelnde Telefone, Leine, Spielsachen, Fressnapf, macht Licht an und aus, springt durch den HullaHupp-Reifen quer über den Wohnzimmertisch u.v.a.m.

Versteht mich nicht falsch - mir bedeuten diese ganzen Kunststückchen nichts, -wegen mir braucht dieser Firlefanz kein Hund- aber es trägt letztendlich wohl doch dazu bei, das Beschäftigung die Bindung fördert.

Nur eben zum Vergleich: der kleine Rüde kann gar nix! Der ist noch nicht einmal zuverlässig abrufbar, kann kein Platz und Sitz -und ist trotzdem kein Sorgenkind.

Er hat hingegen Charakter, macht alles gern und ist absolut entspannt.

Die Hündin hat nachts mehr Termine als Angela Merkel....

Aber mittlerweile konnte man mit den Hunden prima durch die Wälder ziehen. Ich war glücklich. Wir spielten viel, warfen Stöckchen, spielten Verstecken, kugelten uns die Abhänge runter und steckten 3 Nasen in Maulwurfshaufen.

Wir hatten Spaß!

Da war die Hündin ca 8 Monate alt. Bis dahin wusste ich noch nicht einmal das sie eine Stimme hat. Sie hat nie gebellt, sich auch nicht ausgiebig gefreut wenn man kam, war nicht traurig wenn man ging. Sie spielte wenig, kaute statt dessen lieber auf Kaminholz rum.

Als der kleine Rüde kam wurde es etwas besser. Er forderte sie oft zu einem kleinen Spiel auf.

Draussen spielte sie viel viel zu wild mit ihm. Da er ja körperlich behindert ist, musste ich häufig Einhalt gebieten. Auch mit anderen Hunden spielte sie zwar sanft bis normal, jedoch immer laut knurrend dabei. Die Hundebesitzer wollten das meist nicht und gingen mit ihren Hunden schimpfend weiter....

Ich fand das nie schlimm, denn ich weiss das an diesem Hund nix Böses dran ist und sie eben dieses Geknurre beim Spiel braucht.

Draussen widmete sie sich unnatürlich lange weiter mit ihrer Buddelei.

Sie buddelte und buddelte - trotz monatelanger Bindungsarbeit achtete sie dann weiterhin nicht auf mich. Ich musste sie immer von ihren Buddellöchern abholen.

Das andere Drama fing auch mit ca. 8 Monaten an.

Sie haute im Wald einfach ab! Einfach so! Ohne Vorankündigung - ohne Reh oder Wild - einfach so! Sie gab Versengeld und pirschte einfach los. Nach 1 Minute war sie wieder da.

Ich war einerseits stumm vor Schreck, andererseits stumm vor Staunen. Was ich da sah, vermisste ich an diesem Hund seitdem er bei uns ist:

Ich sah zum aller ersten Mal einen wirklich glücklichen Hund!!!

Ich tröstete mich selber, redete mir ein das das sicher nur eine Ausnahme war und überhaupt...jeder Hund rennt gerne durch die Wälder. Und ich hatte ja auch gar kein Wild gesehen - sie ist bestimmt nur des Rennens wegen abgehauen.

Tja...was soll ich sagen, ich sollte mich geirrt haben.

Von nun an haute sie nur noch ab wann immer sich eine Möglichkeit bot.

Wir haben hier kein eigenes Grundstück, kann zum Pipi machen aber die Wiese meines Nachbarn nutzen. Selbst hier am Haus ist es nicht mehr möglich, sie einfach nur zum Pipi machen raus zu lassen. Ich muss sie tatsächlich an die 5-Meter Leine nehmen.

Im Wald ist sie nur noch angeleint.Auf Feldern auch. Praktisch hat sie gar keine Auslaufmöglichkeit mehr. Es gibt eine einzige große Wiese hier; dort schmeissen wir Frisbee oder Bälle.

Sie spielt 2-3x mit. Sie kann auch apportieren. Mittlerweile fängt sie den Ball, legt sich hin und beisst ihn kaputt. Wir haben monatelang richtig gespielt - jetzt hat sie keine Lust mehr.

Ganz bitter ist diese Scannerei. Der Hund kommt auf unseren Spaziergängen nicht zur Ruhe. Sie scannt nur noch. Da sie ja perfekt erzogen ist, springt sie aufgrund der Konditionierung nicht in die Leine. Sie lässt sich auch korrigieren - aber ich habe mittlerweile keine Lust mehr dazu, da ich sie in 1 Stunde bestimmt 500x korrigieren muss.

Ich kann mich auch nicht beliebt machen. Lenke ich sie ab indem sie über einen Baumstamm laufen soll, (was sie perfekt beherrscht) stürzt sie über ihre eigenen Beine bloss weil sie zwischendrin scannen muss.

In einem anderen Post wurde vorgeschlagen, das ich mich wichtiger machen soll.

nur- was ist wenn ich dem Hund einfach nicht wichtig genug bin?

Mein Hund liebt mich sehr, mutmasse ich zumindest, ( das zeigt sie mir auch hier zu Hause) Sie nimmt auch sicherlich gerne Leckerchen an; aber wenn sie keine bekommt ist es ihr eben auch egal. Somit scheidet die Freude bei der Dummyarbeit schon aus.

Führarbeit, im Sinne von geistig-bei-mir-sein funktioniert praktisch tadellos, - theoretisch erinnert mich das Laufen an der kurzen Leine eher an gelangweiltes Mittratschen. Ich vermisse Eifer, Freude,Wille und Spaß.

Außerem passiert es mir immer öfter das sie sich einfach hinsetzt und gar nicht mehr weiter laufen möchte.

Eigentlich ist sie nur beim scannen hellwach und begeistert bei der Sache :-(

Hier zu Hause ist es ähnlich. Sie macht alles was ich ihr sage. Aber genauso schleppend und bocklos wie sie draussen auftritt.

Einzige Ausnahme: wenn sie dürfte würde sie mit Leidenschaft unseren Kater jagen. Wache Augen und einen aufmerksamen Blick hat sie nur, weil sie vermutlich denkt: "wo/wann kommt der Kater?

Sie darf ihn nicht jagen und tut es auch nicht,-von daher ist es ja die beste Übung der Impulskontrolle. Aber sie liegt den ganzen Tag auf der Lauer und wartet darauf das er endlich um die Ecke biegt. Und das schon seit 1 Jahr....

Mein Rüde ist so begeisterungsfähig, hündisch neugierig und geistig immer bei mir. Auch wenn er nur ein Bruchteil der Kommandos beherrscht als wie die Hündin, ist er doch deutlich "mehr Hund" und mir immer zugewandt. Auch er läuft manchmal weg, meist zu anderen Hunden um zu spielen, doch habe ich bei ihm den Eindruck, das jedes Korrigieren oder Konditionieren Früchte trägt.

Und ich könnte mit Leckerlis Purzelbäume schlagen,- meine Hündin würde nur gähnen und artig weiter scannen....

Ich finde dieses Verhalten belastend und es besorgt mich.

In dem anderen Post schrieb Anja, das der Hund super konditioniert ist, aber nicht lebt.

Das hat leider meine schlimmste Ahnung untermauert...

Jetzt zum Beispiel liegt sie ganz alleine oben im Schlafzimmer. Sie ist immer da wo ich bin - warum geht sie alleine rauf?

Habt Ihr Ideen? Habt Ihr Trost und Zuversicht ob sich das noch einmal legt?

fragt mit ganz lieben Ostergrüßen

eure Paula

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Hallo!

Ich vermute mal, dass Dein Hund früher wenig oder gar keinen Kontakt zu Menschen hatte, eventuell auch in der Prägungszeit nur Kontakt zu Hunden hatte, dann eingefangen wurde und im Zwinger (beim Tierschutz) gelebt hat.

Das würde auch erklären, warum sie sich frei und glücklich fühlt, wenn sie ausbüchst und alleine unterwegs ist.

Für solche Hunde ist es natürlich eine krasse Umstellung, auf einmal so nah mit Menschen zu leben. Du hast doch schon einiges erreicht an Vertrauen durch die Beschäftigung mit den Tricks. Wäre für Deine Hündin eventuell Agility geeignet, damit sie sich auspowern könnte?

Der Zweithund tut ihr ja sichtlich gut. Vielleicht hilft es ihr indirekt, wenn sie sieht, dass Dein Zweithund ein gutes Vertrauen zu Dir aufbaut.

Sorry, ein anderer Tipp fällt mir auch nicht ein. Habe ja selbst einen Angsthund, der mich anfangs auch vor grosse Herausforderungen gestellt hat, obwohl ich vorher schon mehrere eigene Hunde hatte.

Vielleicht solltest Du akzeptieren, dass Deine Hündin einfach noch mehr Zeit und Geduld braucht - wenn Du selbst relaxter wirst und weniger große Erwartungen an Sie hast, dann spürt das auch der Hund.

Lass Sie vorsichtshalber an der langen Leine oder such ein eingezäuntes Gelände, das Du für Auslauf nützen kannst, damit sie auch mal ohne Leine toben kann. Frag doch mal bei einem Hundeverein nach, ob Du als Mitglied das Gelände nützen darfst.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass man gerade durch solch schwierige Hunde sehr viel lernt und man diese Hunde trotz der Probleme sehr in sein Herz schliesst und jeder kleine Fortschritt eine grosse Freude ist. :)

Liebe Grüße

Cony

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hallo Cony,

danke das du mir nicht allzu große Hoffnung machst.

Es ist wohl so wie du sagst,- ihr Leben vor uns verbrachte sie unter 70 HUnden in einem Zwinger. Da sind Neurosen vorprogrammiert.

Ich hab mich allmählich ja auch darauf eingestellt das sie einfach ist wie sie ist. Nur....ich hätte sie gern öfters glücklicher gesehen.

Danke für dein posting

Paula

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Ein anderer Gedanke: sind die Schilddrüsenwerte ok?

Im normalen Blutbild werden die nicht mitbestimmt, das muss man extra anfordern/dem TA sagen.

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So wie Cony dachte ich auch sofort, die Prägung auf den Menschen fehlt wahrscheinlich, weshalb ihr Nähe, Zusammenarbeit etc. nicht so wichtig ist wie gut geprägten Hunden.

Hm, was tun.

Du sagst, sie hat das größte Interesse an der Jagd. Ich würde mit diesem Hund versuchen, mit ihr gemeinsam zu jagen ...Reizangel vielleicht, Dummytraining, aber nicht nur, um Leckerchen zu bekommen, sondern um das Ding zu erbeuten.

So gut das mit solchen Spielchen eben geht :)

Hast du Hundesportarten wie Longieren oder Agility versucht? Fährtenarbeit? Bei manchen Hunden stärkt das das Interesse am Menschen, an der ZUsammenarbeit.

Ansonsten bleibt dir wirklich nur, sie so zu nehmen wie sie ist, deine Erwartungen ihrem Wesen anzupassen.

Ich kannte eine Hündin aus Griechenland, die war ähnlich. Emotional sehr unabhängig. Sie wurde mit den Jahren zugänglicher, ja im Alter fast anhänglich. Ihr Mensch hat sich aber auch sehr um sie bemüht.

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Ich würde sagen - sie ist wie sie ist - verändern wird sich da nicht.

Vielleicht wäre für die Hündin die Rennbahn was? Wenn sie so gerne Jagd kann sie sich da Auspowern.

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Hallo Paula.

Ein sehr ausführlicher Text :)

Ich lese da aber anderes heraus, vielleicht weil meine Sicht durch unseren Hund etwas verschoben ist.

Hast du mal versucht, deine Hündin mit ihrer *eigenbrötlerischen* Art wirklich zu aktzeptieren? Sie ist nicht so, wie Du dir einen Hund wünscht.

Und ich denke, so wird sie nie werden.

Als erstes solltest Du also damit abschließen.

Als Du ihr diese ganzen Tricks beigebracht hast, war sie da beim Training auch so *lustlos*?

Hat sie denn außer beim Weglaufen noch aktive Phasen?

Bei Duman zB war der erste wichtige Schritt, dass ich anfing jegliches Training an seinen Rhytmus anzupassen.

Er ist tagsüber allgemein lustlos. Und rassetypisch auf die Abenddämmerung/ frühe Nacht im Kopf hellwach. Wenn ich in diesen Momenten mit ihm übe, dann habe ich einen komplett anderen Hund. Volle Aufmerksamkeit und Arbeitseifer.

Zum anderen ist der Trainings"aufbau" ganz anders. Er versteht schnell, aber er hasst Wiederholungen. Kurze, abwechslungsreiche Einheiten sind das Mittel der Wahl.

Bei ihm am besten mit spielerischen Elementen.

Ich renn zB ne Runde durch den Garten, er hinterher.

Dann "Stop", ein Sitz oder Schau, dann gehen wir etwas Fuß mit vielen Wendungen, ein "Ab" -> Renn weg. Usw.

Und ich muss unbedingt aufhören, bevor der Hund die Lust verliert.

So bleibt Training=Spaß im Kopf, nicht Training=Langeweile.

Unterwegs gilt das Gleiche. Hat Hund eh keinen Bock, dann gibt es nur die Grundregeln.

Diese Jagdsequenzen (Scannen, Sichten, Fährten), die den Hund pushen, die kann man auch nutzen.

Wenn der Hund wieder etwas "runterfährt", dann versuch ich ihn im Moment der Ansprechbarkeit zu erwischen.

Das kann man mit einem kurzen gemeinsamen Laufspiel beginnen (Ersatzjagd).

Über das Beibringen von Tricks baut man keine Bindung auf, noch stärkt man sie.

Man muss etwas machen, was idealerweise beide Spaß macht.

Gemeinsam Gutes erleben.

Ein Hund, der mit sich selbst zufrieden ist und dich nicht wirklich braucht, den ödet sowas eher an.

Nimm mal deine Erwartungshaltung aus eurer Beziehung raus (auch wenn das nicht einfach ist).

Sie ist, wie sie ist. Einen Zugang findest du nur, wenn du dich darauf einlässt.

So, ach ja: Wie hilft dir das beim Abhauen/Scannen?

Vielleicht erstmal gar nicht. Ich seh das vorangige Problem wirklich in Deinen Erwartungen.

Wenn du erst einen Zugang zu ihr gefunden hast, dann wird das andere Thema Stück für Stück angegangen.

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Hallo,

da du geschrieben hast, dass sich viele unterschiedliche Hunderassen in ihr vereinen, denke ich das sie sehr viel Jägerblut in sich trägt.

Bei so einem Hund kannst du hampeln soviel du willst, du wirst niemals so interessant für sie sein, das sie für dich oder deine Leckereien aufs Jagen verzichtet.

Auch wenn du nicht siehst hinter was sie hergeht, glaub mir, da ist was :)

Ich würde sie mal einem guten Hundetrainer zeigen, oder mit ihr in eine Hundeschule gehen.

Es gibt, gerade für diese Hunde sehr viele Dinge die man mit ihnen zusammen machen kann. Mantrailing, Fährten usw.

Lass dich da mal beraten und wirf die Flinte nicht ins Korn, dein Hund ist sehr inteligent, da kannst du stolz drauf sein.

Als erste Maßnahme würde ich sie mal an eine längere Schleppleine machen. Gehst du mit beiden Hunden gleichzeitig raus?

Ich würde mit ihr allein gehen.

Außerdem denke ich nicht, das es bei euch an der Bindung fehlt. Bleib einfach am Ball und unternimm viel mit ihr allein. Ist sie kastriert? Wenn ja, wann wurde das gemacht?

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@ Paulaleila

Ich finde deine Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, dass Hunde nun mal Individuen sind.

An deiner Stelle würde ich lernen sie so zu akzeptieren wie sie ist, sofern sie gesund ist... und das würde ich jetz erstmal abklären...Auslandshund? Dann nen Mittelmeercheck mit Blutbildern und Schilddrüse gleich mit.

Ist sie kastriert?

Ansonsten : Hör auf dich über sie zu "ärgern", wird lockerer und versuche einfach mal, dich an sie etwas anzupassen.

Sie mag gern jagen? dann mach was jagdtypisches mit ihr-zusammen. Fährtensuche, ZOS usw kann man alles auch draußen machen, gibt sogar Gegenstände mit Wildgeruch.

Sie mag lieber buddeln und schnüffeln, als mit dir zusammen spazieren zu gehen ?

Dann mach ne lange Schlepp dran und lass sie doch einfach....

Hatte sie beim tricksen denn Spaß ?

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@all: Frohe Ostern wünsche ich Euch und herzlichen Dank für eure Meinungen und Vorschläge.

Es sind ein paar Fragen an mich gestellt worden die ich jetzt zusammenfassend beantworten möchte.

hallo Juliene,siehst du- hier wird es wieder echt schwierig. Dein Tip mit

Reizangel und gemeinsame Jagd ist mir von der örtlichen Hundeschule rigoros

verboten worden. Mit einem jagdambitionierten Hund solle man gar keine

Wurf-Fang-Jagdspiele machen. Hmpf....jeder sagt immer etwas anderes....

hallo Miralinde,

warum glaubst du das sich so ein Hund nicht mehr verändert?

Und ja, eine Rennbahn wäre sicherlich genau richtig für sie - aber dann latscht sie auf der Rennbahn eben hinter mir her. Ist ja auch eher unwahrscheinlich das sich dort Rehe tummeln :-)

hallo Junkersfrau,

ich bin mit diesem Hund schon so häufig beim Tierarzt gewesen...

bei solch einer Lethargie denkt man ja immer zuerst an Erkrankungen.

Deswegen weiss ich auch, das die Schilddrüse i.O. ist.

hallo dieDanij,

Copy:Hast du mal versucht, deine Hündin mit ihrer *eigenbrötlerischen* Art wirklich zu aktzeptieren? Sie ist nicht so, wie Du dir einen Hund wünscht.

Und ich denke, so wird sie nie werden.

Als erstes solltest Du also damit abschließen.

Zugegeben - das fällt mir sehr schwer. Aber ich arbeite daran und bin auf einem

guten Weg. Ich wünschte mir immer einen gesunden guten Hund; nun habe ich eine

sensibele stumpfsinnige Jagdsau und einen behinderten Rüden. :-)

Aaber du hast absolut Recht: Es ist NORMAL anders zu sein. Ich werde mich daran

gewöhnen und aufhören zu kämpfen. Ich verspreche MIR das. Aber ich danke dir

für deine weitsichtigen Gedanken.

Du fragst noch:

Als Du ihr diese ganzen Tricks beigebracht hast, war sie da beim Training auch so *lustlos*?

Da war sie schon etwas lebendiger was sicherlich auch darauf zurück zu führen ist,

das sie da auch noch Kind war. Sie wurde eigentlich nur in den letzten 3 Monaten

so furchtbar 'alt'.

Hat sie denn außer beim Weglaufen noch aktive Phasen?

Nein - leider nicht mehr.

Alles was sie macht, macht sie in einem gähnenden Zeitlupentempo.

Du müsstest mal sehen wie lange es dauert bis sie sich ein Leckerchen

aus meiner Hand nimmt.Oder wie bocklos sie nur ständig hinter mir her latscht.

Der Kopf und der Schwanz hängen gelangweilt runter und so sieht sie den

ganzen Tag aus. Ich könnte darüber weinen....

Du sagst noch:Man muss etwas machen, was idealerweise beide Spaß macht.

Gemeinsam Gutes erleben.

Sie buddelt gerne und ausgiebig. Das Spiel sieht wie folgt aus: Sie buddelt ein Loch

und ich mache es wieder zu (damit sich andere nicht verletzen können) *zynel*

Insgeheim bin ich mit meinem Latein am Ende und habe keinerlei Ideen mehr.

Ich suche selber nach allem Möglichen und hoffe ihr Interesse zu wecken.

Manchmal habe ich Glück - dann ist sie 2x interessiert,- aber dann war's das auch.

hallo Muck,

copy: Bei so einem Hund kannst du hampeln soviel du willst,

du wirst niemals so interessant für sie sein, das sie für dich oder deine

Leckereien aufs Jagen verzichtet.

Ja- ich fürchte das du damit Recht hast. Und exakt deswegen tu ich mich

ja auch so schwer. Was soll der ganze Drill wenn sie lediglich diesen

Trieb hat der eh nicht weg zu kriegen ist? Ich habe das Gefühl das ich diesem

Hund dabei Unrecht tu. Verstehst du wie ich das meine?

Außerdem-ich habe gar nicht den Anspruch darauf das sie das Jagen lässt.

Mein Ziel wäre es schon, das sie dann wenigstens abrufbar ist.

Und ja- ich gehe mit beiden Hunden gleichzeitig raus und das wird sich

auch nicht ändern. Der Kleine muss so viel Bewegung haben wie überhaupt

möglich. Nur mit einer überausgebildeten Muskulatur kann er mit seiner

Behinderung leben. Ich gehe arbeiten und habe für Gassigänge pro Tag 3,5 - 4 Std.

Zeit. Das kann ich nicht aufteilen; ich hätte das Gefühl das dann beide zu kurz kämen.

Dann sagst du noch:

Außerdem denke ich nicht, das es bei euch an der Bindung fehlt.

Ist sie kastriert? Wenn ja, wann wurde das gemacht?

Auf gar keinen Fall fehlt es an Bindung. Sie liebt mich sehr und zeigt es

auch. Da lasse ich mich auch nicht verunsichern. Ich glaube ohnehin, das

Bindung nicht mit Gehorsam gleichzusetzen ist.

Und sie ist nicht kastriert,-ich plane aber, Sie Ende Mai kastrieren zu lassen.

Der Rüde ist ja auch intakt und ihm wollten wir aufgrund des Muskelrückgangs

( die sich ja zwangsläufig bei der Genesung ergibt) eine OP ersparen.

Sie hatte im März ihre erste Hitze ( mit 1,5 Jahren) und der Kleine wäre

bald durch gedreht. Er benötigte weibliche Hormone um überhaupt wieder ansprechbar zu sein. Das war ganz schlimm und deswegen wird sie im Mai kastriert.

Wo siehst du denn da einen Zusammenhang zwischen meinem Problem

und einer Kastration?

hallo Piper,

copy:Ich finde deine Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, dass Hunde nun mal Individuen sind.

Ja Piper - das sind sie wahrlich.

Ich danke dir für deine Vorschläge

@all

vielen vielen Dank für die Ideen.

Euch allen noch Frohe Ostertage

Paula

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