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Hundeforum Der Hund
Paulaleila

Uralter Junghund oder junge Omi mit Jagdtrieb? Besorgniserregend

Empfohlene Beiträge

Originalbeitrag

@noch mal Muck

aber laut deiner Aufzählung wäre eine Kastration doch genau das Richtige, oder

verstehe ich dich jetzt falsch?

Das liest du falsch.

Wenn das Hormon Cortisol herunter geregelt wird,gleichzeitig aber für das

ängstliche Verhalten verantwortlich ist, kann es doch nur von Vorteil sein.

Oder verstehe ich da was miss?

Cortisol ist ein Hormon, das unter Einwirkung von Stress produziert wird. Die Ausschüttung bereitet den Körper auf sein Handeln vor.

Unter Stress schüttet der Hypothalamus CRF (Corticotropin Releasing Faktor) aus. Das wiederum der Hirnanhangdrüse sagt das Adrenocorticotropin (ACTH) in den Blutstrom abzugeben. Das ACTH stimuliert die Nebennierenrinde zur Ausschüttung der verschiedenen Steroid Hormone. Unter anderem eben auch dem auch dem Cortisol

Das Cortisol hat außerdem noch mehrere biologische Funktionen im Körper des Hundes. Zum Beispiel reguliert es den Blutdruck, es regelt den Glukosespiegel, zudem beschleunigt es die Aufspaltung des Eiweißes in Aminosäuren, was dem Hund dabei hilft: Stress, Verletzungen, Abwehr und Verteidigung zu bewältigen.

Der Kreislauf der Cortisolausschüttung wird damit vollendet, wenn das Cortisol den Hypothalamus erreicht, wo es die CFR Produktion drosselt und somit die ADTH Produktion der Hypophyse hemmt.

Der Rückgang des ACTH's bewirkt, dass die Nebenierenrinde die Produktion und weitere Ausschüttung von Cortisol hemmt. Das im Vergleich zu Sympathikus und Adrenalin, langsamer regulierende, stressaktivierte System kennt man auch unter:

Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinde- Achse.

http://www.medizin-im-text.de/blog/2010/4523/hpa-achse/

Kurz und knapp ausgedrückt:

Cortisol ist wichtig weil es hilft den Stress zu bewältigen ;)

Genauso das Testostoron-da heisst es, das ängstliche Hündinnen stabiler werden.

Also nochmal. :)

Allgemein unsichere und verängstigte Hündinnen mit ohnehin hohem Testosteronspiegel neigen dazu, diese Probleme nach der Kastration zu verschlimmern.

Kann es sein das diese Trägheit irgendetwas mit ihrer Läufigkeit zu tun hat?

Eher mit der Scheinträchtigkeit. Noch ein Grund mehr, warum ich noch nicht Kastrieren würde. Solange sie sich noch in der ST befindet sollte man von einer Kastration eher absehen.

Edit: auf Grund des Verhaltens meines eigenen Hundes, habe ich mich sehr ausführlich mit dem Thema: "Hormone beim Hund und wofür sind die überhaupt da" ;) , auseinander gesetzt. Darum kann ich dir von einer "unüberlegten und vorschnellen" Kastration nur abraten.

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Ich würde fast vermuten, dass deine Hündin draußen das Weite sucht, weil zuviel gemacht wurde.

Sie hat in relativ kurzer Zeit ziemlich viele Sachen gelernt.

Es ist nicht sooo ungewöhnlich, dass dermaßen durchkonditionierte Hunde in dem Moment, in dem sie die Wahl haben (abgeleint sein in diesem Fall), einfach mal ihr Ding machen.

Mein Tipp wäre deswegen: 6 Monate mal ganz konsequent gar nix machen.

Maximal ein "sitz" um sie an- bzw abzuleinen, wenn ihr daheim losgeht oder wieder kommt.

Einfach mal nur Hund sein wird deiner Hündin enorm gut tun.

Das was Anja schreibt, sehe ich auch so. Sie lebt nicht mehr.

Aber ich glaube schon, dass sich da wieder was verändern kann. Und zwar grundlegend.

Körperliche Nähe bieten, wenn sie es möchte. Auf jeden Fall auf ein Spiel eingehen, wenn sie es möchte.

Aber nicht Stöcke oder Bälle wedelnd vor ihr herum springen.

Versuch mal, gar nichts von ihr zu fordern.

Also wirklich absolut NIX.

Aus welchem PLZ Bereich bist du denn? Gerne auch per PN.

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Mal ganz abgesehen davon, was mit Paula war, die ja sehr deutlich zeigte, das in ihrem Leben etwas gewaltig nicht stimmt.

Hast Du nun wieder einen Hund, der eine gestörte Bindung zu seinem Menschen hat, diesmal nur umgekehrt.

Dieser Hund interessiert sich nicht für Dich, sucht nicht ständig die Nähe, und Körperkontakt.

Da würde ich mal stutzig werden, denn diese Extreme haben defintiv eine Ursache und ein Faktor ist bei beiden Hunden gleich, nämlich ihr Halter.

Ich habe selber eine Jagdsau, die immer und überall jagen möchte.

Trotzdem haben wir eine Basis, auf der wir arbeiten können und ich kann sie auch ableinen, ohne, das sie sofort weg rennt.

Dafür muss ich mich auf sie konzentrieren und abfangen, BEVOR sie jagen will.

Ständige Korrekturen sind nicht nur für Dich nervig, sondern auch für den Hund.

Denn scheinbar ist sie nicht so perfekt erzogen, wenn sie unter Ablenkung nicht mehr den Grundgehorsam besitzt.

Da würde ich noch einmal von Vorne anfangen.

Außerdem denke ich nicht, das eine Rennbahn das Richtige ist.

Eher Fährten, was den Hund auslastet, den Hund fordert und auch ein wenig das Jagen ersetzen kann.

Dafür musst Du Deinen Hund aber so weit bekommen, das er Dich beachtet und dafür sind Kunststücke sinnfrei.

Bewaffne Dich lieber mit Zeit und Ruhe, setze Dich mit ihr wo hin und beobachte sie einfach nur.

Schau, woran sie Interesse hat und steig da ein.

Meine Hündin hat bis 12 Monate nur im Tierheim gelebt, in einem Zwinger, ist heute aber eine tolle Begleiterin, hört gut und kann überall mit hin.

Daher ist das keine Begründung für das Verhalten, welches Deine zeigt.

Edit, ich habe mir jetzt doch mal die alten Freds durchgelesen und bin erschrocken.

Sorry, aber das war absehbar, und Du solltest Dir wirklich mal einen guten Trainer ins Haus holen, der sich die Situation ansieht.

Für mich liest sich das nach einem völlig überforderten Hund. Vom ersten Tag an falsch behandelt und gestreßt.

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hier hat sich ja erfreulicherweise viel ergeben. Herzlichen Dank vorab für Eure Zeit

Ich schlage vor- ich mache wie immer ein post raus und copiere die relevantesten Aussagen

mit hinen.

Hallo dieDanij

da hast du den interessanten Vergleich von Paula zu Noha in Betracht gezogen.

du fragst dann:klingt doch auch ein wenig nach deiner jetzigen Hündin, oder?

Definitiv, ja!

Ich habe schon oft zu meinem Mann gesagt "wir haben eine zweite Paula bekommen!"

Selbstverständlich unterscheiden sich beide deutlich in ihren Aktivitäten; jedoch sind

beide überdurchschnittlich sensibel und dementsprechend verhalten, oder auch eben sehr ruhig.

Du meinst, das ich eventuell der Anlass der Energielosigkeit sein könnte.

Ich habe mir schon oft selbst die Frage gestellt, ob ich villeicht übervorsichtig bin, oder zuu genau hinsehe,

zu viel hinein interpretiere und und und. Weisst du, Paulas Krankheitsverlauf verlief ja nicht plötzlich!

Insgesamt kämpfte sie bestimmt 3 Jahre -mal weniger, mal mehr.

So eine lange Zeit macht einen mürbe,- das kannst du sicher glauben.Mein Tag war morgens um 07:00 bereits

gelaufen, wenn Paula ihre Leberwursttablette nicht nahm. Ich nahm im letzten Jahr 10kg ab..

Und selbstverständlich durfte Paula hinter ALLES! Und wenn sie mit den Füßen in der Butter stehen wollte,

meinetwegen auch das (sinnbildlich gemeint). Nach so einer langen Zeit freut man sich über jede

hündische Unart, jede kleinste Frechheit und jeden lustigen Moment.

Ich behaupte, das es niemand in diesem Forum anders gemacht hätte!

Als seinerzeit der medizinische Teil abgeschlossen war und man ihr nicht helfen konnte, holte ich mir

ja den zweiten Hund, der -wie du ja lesen konntest- hier vor 1 Jahr sehr kontrovers diskutiert wurde.

Weisst du, wenn es 50/50 steht, hilft einem für die entscheidene 1% Mehrheit sehr häufig die Psyche. Ohne Zweithund

klappte es ja offensichtlich nicht; so hoffte ich auf das Wunder von eben einem Junghund. Ich hätte es ihr

so sehr gegönnt, das sie noch einmal "Chef" hätte sein dürfen. Sie villeicht Kraft aus der Omniautomatik

entwickelt, die sie gesundheitlich so sehr gebraucht hätte.

Chef wurde sie nicht, eher ein Plüschkissen. Meine beiden Hundemädels klebten aneinander wenn ich nicht da war,

sie schliefen beide zusammen in meinem Bett und gingen sehr respektvoll miteinander um.

Heute bedauere ich, das ich ihr das Vergnügen eines Zweithundes nicht früher ermöglicht habe....

Ihr kranker Bauch entartete sich. Eines Tages konnte sie nicht mehr auf ihren Organen liegen,

da haben wir sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Es kann aus hündischer Sicht sicherlich sein,das ich seinerzeit eine Trübsalstimmung entwickelte,

die ihr nicht gut tat. Ich mag da auch gar nicht mehr drüber philosophieren - es ändert ja nichts.

Meine Besorgnis gilt nun meiner jungen Hündin die ebenfalls jetzt ähnliche Tendenzen aufweist.

Auch sie hat einen empfindlichen Darm. Wenn sie sich aufregt kommt nur noch Wasser....

Man kann sensibele Hunde auch nicht einfach erziehen - man weiss ja selber nie genau, welcher Ton jetzt wieder

mal zu streng gesprochen war u.s.w.

Mittlerweile kann ich sie einschätzen, sie lesen. Aber dafür benötigt man kostbare Zeit!

Ich hatte diese Zeit anfangs aber nicht,- denn wenn du einen Hund aus der Tötung nimmst, bekommst du immer ein

Überraschungspaket, dem du dich ganz vorsichtig nähern musst. Es geht ja auch gar nicht anders.

Dazu: Vor Paula gab es ja auch mal eine Micky und jetzt gibt es noch dazu einen kleinen Rüden.

Diese Hunde leb(t)en auch bei mir und sind gänzlich anderer Natur.Deswegen will ich es nicht so kampflos hinnehmen

wenn du sagst, es läge an mir :-)

Dein Denkansatz mit der eventuellen menschlichen Interpretation finde ich sehr wichtig. Ich danke dir dafür.

Dazu schlägst du die Beobachtungen eines Hundetrainers vor.

Und ja, ich habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht. Nur...was soll er sehen? Einen perfekt

erzogenen Hund, der weder bellt, noch Joggern oder Radfahrern hinterher jagt? Zudem noch Mätzchen beherrscht?

Der wird vermutlich das gleiche sagen wie die Vorschreiberin der ersten Seiten dieses Posts: "Sei doch froh

das du so einen ruhigen Hund hast! So ein Hibbel-Hund ist doch sehr anstrengend!"

Es mag sein, das ich Vorbehalte bzgl. Tiertrainern hege. (Liegt vermutlich daran das ich persönlich keinen einzigen Fall kenne

wo er etwas genutzt hat) Ich denke immer: Mein Hund ist sozialisiert, beisst nicht, liebt Mensch, Kind und Tier

wozu braucht man da einen Tierträiner?

Danij- hast du einen Tiertrainer bei deinem Duman hinzu gezogen? Der hat aber sicherlich nur das Jagdproblem

beobachtet, oder? Erzählst du mir von deinen positiven Erfahrungen? Ich lasse mich gern des Besseren belehren.

Wenn du in meiner Nähe jemanden kennst, dem du vertraust, würde ich ihn befragen.

PLZ ist 58...

Und jetzt kopiere ich noch einen Satz von dir rein, den ich sehr sehr folgerichtig finde:

copy:Ein Forum ist ja schön und gut, aber je spezieller der Hund, umso weniger hilfreich ist es. Außerdem erlebt hier niemand den Hund und Dich.

Da wird in alle Richtungen geraten und ferndiagnostiziert.

Sowas verwirrt oder festigt auch mal eine völlig falsche Meinung, bringt einen auf Irrwege etc.

Ich habe dem nichts hinzuzufügen und bedanke mich sehr für dein Gedankengut

@Muck,

du scheinst dich ja wirklich für dieses Thema leidenschaftlich zu interessieren.

Weisst du, ich glaube dir jedes deiner Worte und wie gesagt, ich selber bin auch kein Freund von Kastrationen.

Mein Mann arbeitet in den Staaten und wir berichten uns häufig über europäische und amerikanische

Medizinforschung.

Er sagt, medizinisch bedeutsam sei eine Kastartion nur in der Tumorforschung wissenschaftlich erwiesen.

Derzeit gibt es auch wissenschaftlich keine einzige Angabe von wirklich objektiven

Untersuchungen. Die meisten Untersuchungen fassen lediglich die Beobachtungen

von Tierärzten, bzw, deren Tierhaltern zusammen. Wegen der nicht vermeidbaren Subjektivität

in der Beurteilung kann man nicht von vergleichbaren Entwicklungen sprechen.

Mein Mann sagt, gerade bei Hündinnen wird dieses Thema kontrovers diskutiert.

In verschiedenen Untersuchungen fällt allerdings auf, das Hündinnen eher zur Aggressivität neigen können.

Aber ein Beleg ist das noch lange nicht, denn ein kastrierter Hund ist ein kastrierter Hund und beisst!

Keiner kann bestätigen das DER gleiche UNkastrierte Hund nicht auch beissen würde.

Es ist ein Endlos-Thema. Allein in diesem Forum habe ich bestimmt schon 100x gelesen das

die Auswirkungen einer Kastration überschätzt werden, genauso viele User sehen es deutlich kritischer.

Aber sei beruhigt Muck, ich lasse meine Hündin nicht vorschnell kastrieren. Ich kann auch

gut noch 1 oder 2 Läufigkeiten warten. Genauso beobachte ich ihre Scheinträchtigkeit.

( die bei all meinen Hündinnen nie auffällig waren )

Ich danke dir für dein Input

@tina & sammy

copy: Ich würde fast vermuten, dass deine Hündin draußen das Weite sucht, weil zuviel gemacht wurde.

Sie hat in relativ kurzer Zeit ziemlich viele Sachen gelernt.

nein- das schliesse ich aus. Sie sucht das Weite weil sie unabhängig ist, aber nicht weil sie

mir die Strümpfe ausziehen kann. Aber das wäre zumindest mal eine pfiffige Racheaktion von ihr :-)

Aber Spaß beiseite- ja, sie hat viel gelernt in kurzer Zeit.

Für mich war es Bindungsaufbau- und sie hatte ja auch große Freude daran.

Und vergiss nicht, was dein Hund in den ersten 4 Monaten kannte, musste ich ja irgendwie nachholen.

Sie guckt ja heute noch erschrocken zum Himmel wenn sie ein Flugzeug sieht.

copy:Mein Tipp wäre deswegen: 6 Monate mal ganz konsequent gar nix machen.

das ist ein sehr guter Tip (hoffe ich zumindest), denn seitdem sie sooo ruhig und phlegmatisch ist

mache ich auch NIX mehr mit ihr.

Jetzt kann es natürlich wieder passieren, das andere meinen "genau deshalb ist sie so ruhig,- weil-

ich mache ja auch nix mehr mit ihr..."

Aber ich höre da lieber auf dich und mein Bauchgefühl und habe mich entschieden,-einfach NIX

mehr zu machen.

copy:Das was Anja schreibt, sehe ich auch so. Sie lebt nicht mehr.

...das geht mir sehr sehr nahe. Und dieser Verdacht ist der einzige Grund dieses langen Threads...

Liest Anja eigentlich noch mit?

copy:Aber ich glaube schon, dass sich da wieder was verändern kann. Und zwar grundlegend.

Körperliche Nähe bieten, wenn sie es möchte. Auf jeden Fall auf ein Spiel eingehen, wenn sie es möchte.

Aber nicht Stöcke oder Bälle wedelnd vor ihr herum springen.

Tina&Sammy, ich danke dir für dein Glaube an Veränderung. Schön, das du dir da so sicher bist.

Körperliche Nähe hat sie immer, daran kann es nicht mangeln. Sie will nicht spielen, ich kann

auf ihre Angebote nicht eingehen. Ich animiere sie auch nicht mehr.

Wie gesagt: wir machen zwangsläufig gerade NIX!

auch dir ein Danke sehr für deine Ideen

@maramitJule

copy: Mal ganz abgesehen davon, was mit Paula war, die ja sehr deutlich zeigte, das in ihrem Leben etwas gewaltig nicht stimmt.

Hast Du nun wieder einen Hund, der eine gestörte Bindung zu seinem Menschen hat, diesmal nur umgekehrt.

Dieser Hund interessiert sich nicht für Dich, sucht nicht ständig die Nähe, und Körperkontakt.

wie schräg bist du denn unterwegs?

Kannst du mal bitte deine Zuschreibungen lassen? Mit Paula stimmte alles, und mein neuer Hund ist

weder 'gestört' noch stimmt etwas mit der 'Bindung' nicht. Mein Hund sucht keine Nähe?

Sag mal - bist du sicher das du dich im richtigen Thread befindest?

Geht's noch?

...lass mal besser sein - das kommentiere ich nicht.

Aber danke für deine Zeit

@all - jetzt ist meine Antwort aber sehr lang geworden. Ich hoffe, ich habe noch etwas Licht

in die Klärung bringen können. Euch allen einen schönen Wochenstart

Paula

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Hallo Paula,

Ich meine nicht, ich ziehe es nur in Erwägung :)

Das Leben mit Paulas Gesundheitszustand war sicher nicht leicht, und das verändert natürlich den Menschen.

Zwecks Trainer, sieh es mal so:

1.) Perfekt erzogen ist sie nicht, sonst wäre das Jagdproblem nicht da.

2.) und finde ich akut wichtiger: ein Trainer hilft nicht nur bei der Erziehung. (Ich gehe hier immer von guten Trainer aus). Ein Trainer hilft einem auch, den aktuellen Zustand wirklich klar zu sehen. Ist der Hund wirklich gut erzogen? Wie wirkt das Mensch-Hund-Team, was sagt die Körpersprache? Kann man etwas besser machen? (Und ich bin der Meinung, dass es besser immer geht.) Was gibt es für Beschäftigungsmöglichkeiten, für speziell diesen Hund und diesen Menschen?

Warum wir bei einem Trainer waren?

Duman ist vom Wesen her etwas schwierig. Er zeigt ambivalent stark aggressives Verhalten. Beim ersten Vorfall waren wir sehr unsicher, wo die Gründe dafür lagen.

Ich habe eine Trainerin gebeten, mal die Art und Weise zu begutachten, wie wir miteinander umgehen. Das hat mir sehr geholfen. Ich wusste danach, was wir richtig machen und wo wir uns noch verbessern können. Und vor allem um Duman besser einschätzen zu können.

Mir ging es da nicht um die Erziehung, sondern um das miteinander.

Wie soll ich ausschließen, dass unser Verhalten sein *Problem* fördert? Alleine geht das gar nicht.

Man hat ja nichts zu verlieren, oder?

Macht man schon alles richtig, dann wird einem das bestätigt. Kann man etwas verbessern, dann bekommt man konstruktive Kritik. Vorschläge zur Auslastung und Beschäftigung.

Zwecks deinen anderen Hunden:

Das diese sich anders verhalten, spricht weder für noch gegen die Möglichkeit, dass dein Umgang eine Mitursache für das Verhalten von Noha (heißt sie so?) ist.

Was bei dem einen richtig ist (oder keine Auswirkung hat), kann beim anderen schon ein schwerer Fehler sein. Manche Hunde reagieren schon auf einen "bösen" Blick, andere brauchen eher den Wink mit dem Zaunpfahl.

Verstehst du, was ich meine?

Ich komme aus einer anderen Gegend, aber hier kann sicher jemanden im PLZ-Bereich 58*** empfehlen.

Ich würde mich freuen, wenn du diesen Schritt gehst und weiter berichtest.

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PLZ 58***

vielleicht hier?

http://hund-gut-alles-gut.de/

dort finde auch am 29.04. ein Vortrag statt: die Körpersprache des Hundes für nur 20 euro - kann bestimmt nichts schaden

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Hast Du Deinen Hund eigentlich mal tierärztlich durchchecken lassen,mit Blutbild und so?Besonders die Schilddrüse.Ist ja schon komisch,das Noha so plötzlich kein Intresse mehr an allem hat,was ihr Spass machte.

Mein Peppi kam mit einem halben Jahr aus einer schrecklichen spanischen Tötung zu mir,ich weiß überhaupt nichts von seinem Vorleben.Er ist von Anfang an total nett zu anderen Menschen und bes.Kinder liebt er.Klar hat er auch Ängste,heute noch,vor LKW's z.B.Peppi kann keinen Firlefanz,nur den Grundgehorsam,er geht immer ohne Leine mit mir und meinem 2.Hund-auch ein Spanier,der mit 1 1/4 zu mir kam.Wir gehen zusammen spazieren,buddeln,schwimmen,Rehe beobachten und sind alle 3 glücklich und zufrieden.Vllt.ist das ganze Deiner Noah wirklich zuviel?

Auslandshunde haben nicht per se Probleme oder müßen anders behandelt werden.Vllt.hatte ich einfach nur Glück mit den beiden,wer weiß.Sie sind jetzt über 4 und 5 Jahre bei mir.

Mein Rat wäre,erstmal tierärztlich abchecken und dann weitersehn.Übrigens hab ich meine unsichere Hündin mit 5 Jahren auch kastrieren lassen,die hat sich null verändert,hatte aber auch keine weiteren Probleme.Naja,das war 1999....

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Hast Du Deinen Hund eigentlich mal tierärztlich durchchecken lassen,mit Blutbild und so?Besonders die Schilddrüse.
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... ich bin mit diesem Hund schon so häufig beim Tierarzt gewesen...

bei solch einer Lethargie denkt man ja immer zuerst an Erkrankungen.

Deswegen weiss ich auch, das die Schilddrüse i.O. ist.

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Danke Muck,das war mir entgangen bei dem langen Text.Ist nur die Frage,ob ein richtiges Schilddrüsenprofil erstellt wurde und wie die Werte waren.Leider kennen sich die wenigsten TÄ damit wirklich aus,meiner eingeschlossen.Mein Hund hat ne SDU.

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Mal ganz abgesehen davon, was mit Paula war, die ja sehr deutlich zeigte, das in ihrem Leben etwas gewaltig nicht stimmt.

Hast Du nun wieder einen Hund, der eine gestörte Bindung zu seinem Menschen hat, diesmal nur umgekehrt.

Dieser Hund interessiert sich nicht für Dich, sucht nicht ständig die Nähe, und Körperkontakt.

Da würde ich mal stutzig werden, denn diese Extreme haben defintiv eine Ursache und ein Faktor ist bei beiden Hunden gleich, nämlich ihr Halter.

Ich habe nicht gestörter Hund geschrieben, sondern gestörte Bindung.

Und da würde ein guter Trainer ansetzen.

Denn weder ständiger Körperkontakt ist normal, noch das der Hund sofort weg rennt, wenn sich die Gelegenheit bietet.

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