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Hundeforum Der Hund
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Epilepsie und Pexion

Empfohlene Beiträge

Hallo Heike,

unser Neurologe, Herr Dr. Thilo von Klopmann, ist in der Tierklinik Hofheim/Taunus (Nähe Frankfurt am Main). Er beschäftigt sich seit 1997 intensiv mit Epilepsie bei Hunde. Kann ich als Mensch & Neurologe in unserem Fall nur wärmstens empfehlen. www.tierklinik-hofheim.de

Sofern Euch bzw. Eurem Hunde eine lange Autofahrt nicht zumutbar ist, findest Du weiteren Tier-Neurologen unter dem Link http://www.tier-neurologen.de

Wir verabreichen derzeit keine weiteren Medikamente neben Pexion. Da wir noch nicht an der max. Dosies sind ist dies laut Herr Dr. Klopmann (noch) nicht erforderlich. Sofern der gewünschte und realistische Therapieerfolg sich dauerhaft nicht einstellt, gibt es wohl noch 2 Medikamente, die zusätzlich zu Pexion verabreicht werden können. Oberstes Ziel einer Therapie ist die "Anfallsfreiheit". Auf Grund der Häufigkeit (derzeit im 6 Wochen Abstand) und der Intesität von bis zu 9 Anfällen, erscheit es unserem Neurologen realistisch, dass wir das Ganze allein mit Pexion auf 3-4 mal (also alle 3 Monate) im Jahr einstellen können.

Ich kann Dir Heike und allen anderen Betroffenen zum Wohl für Hund und Halter(in) wirklich nur dahingehend Mut zusprechen: sucht bei Epilepsie einen Tier Neurologen auf. Wenn wir als Menschen spezielle Probleme haben, suchen wir nicht den Hausarzt auf sondern einen Spezialisten. Und genau die gleiche Denke muss auch für unsere geliebten Vierbeiner durch uns erfolgen.

Liebe Grüße, viel Kraft & Erfolg.

Michael

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Anfangs waren wir auch bei einem Epilepsie-Spezialisten - der macht aber nichts anders als unser TA auch - verschreiben von Luminal (damals gab es Pexion noch nicht).

Generell ist der Ansatz aber nicht verkehrt.

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Hallo und guten Morgen,

also unser Tierarzt hat keine Neurologische Grunduntersuchung zur Ausschlussdiagonise vorgenommen. Auch mit der Dosierung von Diazepam zur Unterbrechnung der Anfallsserien lag er von dem weit entfernt, was dem Hund nun tatsächlich durch Empfehlung des Neurologen hilft. Zudem konnte der Neurologe aus zahlreichen Studien und Erfahrungen uns Fragen beantworten, auf die der Tierarzt auf Grund seiner geringeren Erfahrung keine richtige bzw. zufriedenstellende Antwort wusste. Und was auch bestärken sollte - ein Neurologe hat ein ganz anderes Gespür dafür, wie es den Hundebesitzern in solchen Situationen geht. Und unserer Neurologe hat nicht nur die Therapie für den Hund anders aufgestellt, sondern auch uns als Tierhalter zu einen anderen Umgang mit der schweren Krankheit unseres lieben Familienmitgliedes verholfen.

Liebe Grüße

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Den Umgang mit dieser blöden Krankheit mußte ich auch erst im Laufe der Zeit lernen. Unser TA hat da zwar unterstützt, aber am hilfreichsten war der Austausch mit Betroffenen, hier im Forum.

Dieser Zuspruch ist einfach Gold wert. :yes:

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Hallo Michael,

ich habe mal noch ein paar Fragen: was beinhaltet denn eine neurologische Grunduntersuchung genau?

Und du hast geschrieben, dass der Neurologe die Therapie anders aufgestellt hat. Kannst du mir das bitte mal etwas genauer erläutern? Wir geben Pexion immer genau im Abstand von 12 Stunden. Wir achten tatsächlich ziemlich genau auf die Minute. Und eine halbe Stunde später gibt es dann Essen für die Hunde. Das schränkt uns zwar ziemlich ein, aber bis jetzt klappt es mit der Anfallsfreiheit ganz gut.

Vielen Dank schon mal im Voraus fürs Beantworten.

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Hallo Heike,

die neurologische Grunduntersuchung (Dauer ca., 1 Stunde) umfasste eine Vielzahl von Tests und Übungen was die Reize, Reaktionen, Sinnesorgane und Motorik des Hundes betreffen. Im Anschluss daran (weitere 30 Minuten) eine Vielzahl von gezielten Fragen zu dem bisherigen Krankheitsverlauf über den Ablauf vor, während und nach den Krampfanfällen. Alles diente wohl dem Neurologen zur Ausschlussdiagnose um den Kreis enger zu schließen, um welche Form der Epilepsie es sich wahrscheinlich handelt.

Mit dem anderen aufstellen der Therapie folgendes bei uns: der TA hatte "Diazepan Rektal" in der Tube mit 10 mg. zur Unterbrechnung bzw. Entkrampfung während der Krampfanfälle verschrieben. Der Neurologe hat hier "Diazepan Zäpfchen" mit insgesamt 40 mg. (40 KG Hund) verschrieben. Rektal ist eine Masse, die nach ausscheiden von Kot nicht erkannt werden kann im Gegensatz zu Zäpfchen. Und sofern erkennbar ist, dass ein bzw. mehrere Zäpfchen wieder ausgeschieden wurden, kann erneut (entsprechend dosiert) verabreicht werden. Zu den Menge von Diazepan gab der Neurologe die Empfehlung um eine Wirkung zu erzielen von 1 mg. je KG Gewicht des Hundes.

Auch die Dosies von Pexion wurde anders abgesprochen. Der TA richtete sich auf Grund der geringen Erfahrung an der Packungsbeilage - also bei 40 KG bis zu 2 x 1 1/2 Pexion (400 mg). Der Neurologe (hat die ganzen Studien von Pexion wohl auch intensiv mitbegleitet) hat hier bei einem entsprechenden Verlauf und ggf. nicht einstellen vom gewünschten Erfolg eine max. Dosies von bis zu 2 x 3 Pexion ausgesprochen. Zudem meinte der TA, dass wir auch die 12 Stunden strekt einhalten müssen. Der Neurologe dagegen sieht einen Zeitkoridor von 11 - 13 Stunden als unbedenklich ohne Auswirkungen.

Der Neurologe hat unserem Tierarzt einen ausführlichen Untersuchungsbericht mit weiteren Empfehlungen gegeben. Auch können wir jederzeit ihn anrufen bzw. anmailen wenn wir Rat brauchen.

Das ein kurzer Abriss von dem wesentlichen, was die Grunduntersuchung und Therapie des Neurologen bei uns betroffen hat.

Wichtig für uns nach wie vor, dass wir nach dem Neurologen ein "gutes" Gefühl mit dem Umgang der schweren Krankheit unseres Hundes haben und mit vielem lockerer und bedachter ans Werk gehen wie bisher.

Das hat nun nicht nur dem Hunde bisher geholfen - auch der ganzen Familie.

Wünsche noch schöne Pfingstfeiertage & viel Glück.

Grüße von der Bergstraße

Michael

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Hallo Michael!

Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe für mich entschieden, dass wir bei dem nächsten Anfall auch einen Neurologen zu Rate ziehen. Wir sind ja jetzt schon 8 Wochen ohne Anfall. Hoffentlich bleibt das so.

Ich wünsche euch, dass ihr diese elende Krankheit in den Griff bekommt.

Liebe Grüße Heike

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Hallo an alle Betroffenen ,

ich habe einen Jack Russel Terrier welcher fast 5 Jahre alt ist .

Vor etwa 1 1/2 Jahren traten völlig unerwartet und ohne jede Vorwarnung schwere Epilepsie Anfälle auf .

Ich war so erschrocken und geschockt weil ich dachte mein lieber "Jacky" stirbt .

Das fing mit zittern am ganzen Körper an und setzte sich mit schwersten Krämpfen

fort , dann lag er steif und hart wie ein Stein auf der Seite .

Nach etwa 2 Minuten welche mir wie eine Ewigkeit vorkamen erholte er sich wieder

kam zu mir und wollte schmusen und gekrault werden , ach war ich Froh ! ! !

Nach einer gründlichen Untersuchung beim Tierarzt ( mit Laborwerten ) wurden keine organischen Ursachen festgestellt und Jacky bekam das Medikament :

" PEXION 100mg " je 1X Morgens und Abends .

Die Anfälle traten danach immer seltener auf und sind seit August 2013 vollkommen

ausgeblieben .

Soweit meine Erfahrung mit " PEXION " Bei Jacky hat es geholfen und ich wollte mit meinem Beitrag allen Betroffenen Mut machen , die Hoffnung niemals aufzugeben das diese schlimme Krankheit besiegt werden kann .

opapreller

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Hallo Zusammen,

ich habe einen Collie-Wolfspitzmischling, der seit April 4 Anfälle hatte die jeweils nicht länger als 2 Min. dauerten. Wir haben auch eine Pexion Therapie mit 2 - 1 Tablette angefangen. Nach 19 Tagen hatte er jetzt mal wieder einen Anfall. Für uns natürlich wie immer stressig, aber wir haben gelernt relext zu reagieren und auch mit ihm im Anschluss zu spielen damit er merkt es ist alles ok. Trotzdem hoffe ich das die Anfälle unter Pexion irgendwann ganz weggehen da meine Eltern tagsüber mit dem Hund alleine sind und natürlich total überfordert sind. Ist eine Erhöhung der Dosis sinnvoll oder sollen wir erstmal abwarten da wir die Therapie mit Pexion auch vor 19 Tagen erst angefangen haben. Davor hatte er die Anfälle so ca. alle 8-10 Tage. Würde mich freuen über kommunikation mit weiteren betroffenen da in unserem Bekannten und Freundes sowei Familienkreis sowas total unbekannt ist.

LG Petra

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Hallo,

 

ich selber würde noch ein wenig abwarten, bevor ich die Dosis erhöhen würde. Ich weiß jetzt nicht, wie schnell sich beim Pexion der Wirkspiegel aufbaut.

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