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Hundeforum Der Hund
gatil

Wie beruhige ich bellenden Kleinhund?

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Hallo!

Wir haben zwei Hunde, der große ist ca. 50 cm h und 17 kg schwer, 8 Jahre alt und seit Januar bei uns. Kastrierte Hündin, gut erzogen, etwas unsicherer Typ, da sie bisher wenig kannte.

Dann die Kleine, 3,5 kg schwer, fast vier Jahre alt, Mutter Yorkshire, Vater unbekannt, seit dem vierten Monat bei uns, ebenfalls kastriert.

Den kleinen Hund zu erziehen, war im Vergleich zur Erziehung von größeren Hunden echt eine Herausforderung - sie macht gerne einen auf Clown - wir haben aber mittlerweile wirklich viel erreicht.

Zum Problem:es kommt nicht häufig vor, aber wenn, dann ist es sehr nervig!

Sie bellt, wenn sie aufgeregt und ihr Adrenalinspiegel hoch ist, ohne Unterlaß - alle 2-3 Sekunden. Sie beruhigt sich irgendwann etwas und knurrt und grollt dann nur noch, aber das auch über einen langen Zeitraum (Stunden), je nach Art der Aufregung.

Sie bellt, wenn ihr etwas unheimlich ist - bei Dunkelheit oder Nebel und andere Hunde mit Lämpis rumlaufen.

Sie bellt, wenn per Zufall vor uns ein Hundekampf losgeht, sie stürzt keifend dort hin kommt dann zurück und beruhigt sich drei Stunden nicht.

Sie bellt, wenn andere Hunde ein Jagdgeheul anstimmen, will mitrennen und knurrt und grummelt den Rest des Abends.

Sie bellt nicht, wenn wir anderen Hunden begegnen, es an der Türe klingelt, sie im Garten ist etc..

Ich habe versucht, auf das Bellen einzuwirken, ohne den geringsten Erfolg.

Ich kann es ihr nicht verbieten, sie guckt dann mit angelegten Ohren mich an, macht aber einfach weiter. Ebenso, wenn ich das Abbruchsignal (bei uns - aus -)verstärke, in dem ich sie seitlich touchiere, sie leckt dann beschwichtigend meine Finger, macht aber weiter.

Ablenkung mit Leckerli - kein Erfolg.

Beruhigend ihren Kopf in meine Hände nehmen, was sie eigentlich sehr mag, danach mach sie weiter.

Also - solange ihr Adrenalin hoch ist, kommt sie vom Bellen und Grummeln nicht runter, jeder geringste Anlass lässt die Sache dann wieder von Vorne beginnen.

Was hilft mir und dem Hund?

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Ich denke einfach mal laut, so aus meinen eigenen Erfahrungen heraus.

Manchmal ist das Problem, dass je mehr man versucht, Bellen zu unterbinden, desto vehementer muss ein Hund werden, damit Mensch ihm endlich "zuhört". :)

Deine Hündin will Dir mit dem Bellen ja etwas sagen, und unsicher scheint sie dabei auch noch zu sein - interpretiere ich zumindest so aus der Ferne. Du versuchst es zu unterbinden, und sie steigert sich rein.

Du könntest also Folgendes versuchen: wenn sie ihr Gebell anstimmt (z. B. in der Dunkelheit) ODER am Besten schon eine Sekunde vorher (wenn sie die Ohren spitzt, Du wirst ihr ja bestimmt die Signale ansehen können, wann es soweit ist), sprich ruhig mit ihr, sag sowas in der Art wie "hast Du da etwas gehört? Vielen Dank, ich gehe mal nachschauen" - also nicht als Kommando, ganz normal mit ruhiger Stimme mit ihr reden, kommt nicht auf die Worte an, nur dass Du es auch ernst meinst.

Und dann wirklich nachschauen gehen, also auf den "Reiz" zu, stell Dich aufrecht und groß möglichst zwischen Deiner Hündin und den Reiz. Zieh sie nicht weiter (machst Du wahrscheinlich ja auch nicht), sondern warte bis sie von sich aus weiter will.

Ziel ist, dass sie sich von Dir ernst genommen fühlt und dann keinen Grund mehr hat, weiter zu bellen. Klappt nicht bei jedem Hund, aber bei vielen, vielleicht ist es einen Versuch wert. :)

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Was norwich schreibt klingt gut.

Ich denke auch das der Hund unbedingt was mitteilen möchte und es nicht los wird, sich reinsteigert und das Verhalten sich schon automatisiert hat.

Der Hund ist ja schon lange bei euch, wahrscheinlich war es anfangs nicht so schlimm und hat sich immer weiter entwickelt.

"Überrasche" deinen hund mit neuem Verhalten deinerseits.

Versuch was Norwich schreibt, vielleicht reicht das schon oder mach etwas total neues, Kopfstand vielleicht oder einfach mal auf die Straße setzen und protestieren meine ich ernst.

Vielleicht kuckt der Hund dann doof, aber Hauptsache ist, er kommt aus dem Verhalten raus und ist erstmal wieder von dir beeindruckt ;)

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Dann die Kleine, 3,5 kg schwer, fast vier Jahre alt, Mutter Yorkshire, Vater unbekannt, seit dem vierten Monat bei uns, ebenfalls kastriert.

Macht sie das schon seit sie bei euch ist?

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So wie norwich schreibt, die Sache praktisch übernehmen, haben wir ja das Bellen, wenn es klingelt oder jemand am Garten vorbei geht, sehr gut im Griff. Die Hunde werden gelobt, wenn sie melden, dann sagen wir " alles ok, ich gehe nachschauen" und gut ist. Dass sie mir durch das Bellen etwas mitteilen will und nicht gehört wird, ist eher auch nicht der Fall, da sie ja noch stundenlang weiter grummelt, wenn schon lange nichts mehr ist. Bei Begebenheiten ausserhalb des Hauses oder Ähnlichem, bei denen sie schon mal was zu bellen hat, beruhigt sie sich schon ganz normal, kein Problem. Da muss ich auch nicht meckern. Ich versuche möglichst, die "bellwürdigen" Dinge für die Hunde zu regeln, so weit man das kann.

Für mich sieht es wirklich so aus, als würde sie das Bellen und Grummeln brauchen, um runterzufahren nach einem starken Aufruhr, je stärker, desto länger braucht's.

Sie macht das übrigens immer schon so, nur früher habe ich weniger versucht es in den Griff zu kriegen. Da gab es Grundgehorsam zu erlernen, selbstsicherer zu werden, etc. Dies ist nun übriggeblieben und fällt dann auf, wenn man es am wenigsten braucht, wie z.B. jetzt im Urlaub, wo die Grundstimmung schon etwas angespannter ist wegen der vielen ungewohnten Situationen.

Ich werde mal versuchen, so wie ihr beschrieben habt, sie abzulenken, ich mach das auch mal bei anderen Situationen, wenn die Hunde nicht hören wollen oder können, da lass ich mich generell auf keine Machtprobe ein.

Vielleicht versteife ich mich zu sehr aufs Beendenwollen.

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Hast du schon mal mit deinem Hund geclickert? Unsere Trainerin hat ihrer Hündin gezielt das "sich schütteln" angeklickert, damit sie Stress abbauen kann. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit für euch?

Bei unserer hilft es auch, wenn ich hingehe, bewusst in die Gegend schaue und dann ruhig sage: "Alles o.K. , ist nichts Schlimmes!"

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Schütteln tun die Hunde sich auf Befehl, das ist sehr hilfreich bei Schnee und Regen und sie haben viel Spaß dran.

Das kann ich versuchen, umzusetzen.

Bin mal gespannt auf die Wirkung der neuen Möglichkeiten.

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