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Hundeforum Der Hund
Gast

Sterbefasten. Stern TV vom 30.04.2014

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Ich möchte ganz klar betonen, dass Sterbehilfe in der Schweiz, absolut keine finanziellen Gründe hat.

Es ist mE vir allem eine andere Einstellung zur Selbstbestimmung.

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Nun, es gibt aber Schweizer Organisationen, die zwar offiziell als non-Profit gelten, die sich aber gewisse Leistungen extrem gut vergüten lassen, sagen wir es mal so. Und wo arme Menschen (die sich schon den Arzt nicht leisten können) auch zum Sterben keine Hilfe bekommen.

Interessant auch, dass ein hoher Prozentsatz der Kunden aus dem Ausland kommt.

Ansonsten gehört die Schweiz selbstverständlich zu den Ländern, denen es glücklicherweise gut genug geht, sich ein hervorragendes Gesundheitssystem für die Bürger leisten zu können. Ebenso die Niederlande.

Ich meinte, dass es in den Laendern, wo es bisher starke Vorbehalte gibt (in DE aus historischen Gründen, in Italien aufgrund der Nähe zum Vatikan), im Laufe der Zeit weniger Vorbehalte geben wird, wenn die Wirtschaftliche Lage schlechter wird. So gibt es hier durchaus kirchliche Begräbnisse für manch einen, der sich selbst das Leben genommen hat, obwohl das eigentlich nicht sein dürfte ... Ansichten wandeln sich und das Verständnis für die Verzweiflung mancher Menschen steigt, je präsenter die Probleme werden. Und aufgrund der Alterspyramide, die ja nicht nur den einzelnen, sondern die ganze Gesellschaft vor immense Probleme stellt, werden viele Themen heutzutage glücklicherweise auch kontrovers diskutiert, die früher mal irgendwie Tabu waren.

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@Cartolina: da hast du schon Recht, es gibt eine Organisation, die nur im Inland tätig ist, bei zb auch ich Mitglied bin, da nehem übrigens die wenigsten Mitglieder die Dienste der Organisation in Anspruch. Aber als Mitglied weiss man, dass es notfalls mögluch wäre.

Weiter gibt es eine Absplitterung, die vor allem im Ausland arbeitet, da bin ich auch nicht immer 100% sicher, ob das perfekt läuft.

Aber: das ist v.a. ein Problem der anderen Länder, die das nicht regeln, dh. die Leute 'müssen' sozusagen zu dieser Organisation flüchten.

Ich wünsche niemanden, dass er so eine Entscheidung fällen muss, aber wenn es sein muss sollte es auf anständige Weise geschehen können.

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Schlicht und einfach, weil es ein Gesundheitssysem wie in Deutschland nicht gibt (oder doch nur auf dem Papier) und viele Menschen sich Arztbesuche nicht leisten können.

Das hatten wir in Deutschland doch auch schon. Nach Einführung der 10€ Pauschale konnten sich einige Menschen den Arztbesuch schlichtweg nicht mehr leisten. Meist chronisch Kranke. Die sind dann auch verstorben.

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Ich glaube, das wird in ein paar Jahrzehnten auch in Deutschland so sein. Und dann wird auch das Thema Sterbehilfe kein Tabu mehr sein, weil es eine kostengünstige Lösung ist. Am Ende entscheidet das Geld, da bin ich mir sicher.

Ich gaube nicht das das am Geld liegen wird sondern an der Menschlichkeit - in vielen Nachbarländern ist sterbehilfe, aktive, zugelassen.

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Ja, ich sprach gerade mit meiner Mutter über die 10 € pro Quartal. Dann habe ich ihr gesagt, wieviel ich in den letzten drei Jahren für Arztbesuche ausgegeben habe ... welche in Deutschland ausnahmslos kostenfrei gewesen wären ... die mag das gar nicht glauben.

Ich auch nicht. Vor allem frage ich mich, was ich gemacht hätte, wenn ich das Geld nicht irgendwie zusammen gekratzt hätte.

Jetzt steht noch eine Untersuchung aus (auf die ich seit April warte, im August ist es dann soweit) und wenn das Ergebnis nicht gut sein sollte, dann habe ich neben der eigentlichen Sorge auch noch ein massives finanzielles Problem. Weiß gar nicht, was mich mehr beunruhigt.

@nebelfrei: ich finde auch gut, dass es diese Möglichkeiten gibt, gar keine Frage. Ich denke, dass es allein schon sehr gut ist, zu wissen, dass man eingermassen komplikationslos eine Lösung hat, falls es dicke kommt. Das macht vieles leichter, glaube ich.

Schlimm allerdings, wenn es keine körperliche Krankheit ist, sondern wie bei so vielen Alzheimer oder ähnliches. Da ist man irgendwann selbst nicht mehr in der Lage, Entscheidungen zu treffen, aber auch für Dritte ist es praktisch unmöglich, zu erkennen, ob dieser Mensch womöglich massiv leidet. Das ist für mich Horror pur, auch, weil ich in der Verwandtschaft einen Fall habe, bei der ich mich bei jedem Besuch frage, was wohl in ihr vorgehen mag ... sie vegetiert seit Jahren vor sich hin, wird auf Verdacht vollgepumpt mit Medis (ich hoffe, die sorgen wenigstens dafür, dass sie keine Schmerzen hat), es ist grauenvoll. Schlimmer als grauenvoll.

Zum Geld: in England zum Beispiel werden ab einem gewissen (hohen) Alter große Eingriffe nicht mehr von den Kassen gezahlt, habe ich gelesen. Da wird sozusagen eine Kosten/Nutzen Abwägung gemacht. Nicht einfach, aber irgendwie denkt ja vermutlich auch jeder, ein Spenderorgan solle lieber ein Jugendlicher oder ein 40jähriger bekommen, als ein 79jähriger ... aber sowas zu entscheiden????? Boah, schwierig!

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Zum Geld: in England zum Beispiel werden ab einem gewissen (hohen) Alter große Eingriffe nicht mehr von den Kassen gezahlt, habe ich gelesen. Da wird sozusagen eine Kosten/Nutzen Abwägung gemacht. Nicht einfach, aber irgendwie denkt ja vermutlich auch jeder, ein Spenderorgan solle lieber ein Jugendlicher oder ein 40jähriger bekommen, als ein 79jähriger ... aber sowas zu entscheiden????? Boah, schwierig!

Da musst du gar nicht nach England fahren, ist hier genauso.

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Hmm, ich bin nicht so sicher, dass da mehr passiert als viel bedrucktes Papier.

So wie ich die Dikussionen mitverfolgt habe, wehrt dich ja vor allem die Führung der Ärzte gegen Änderungen, und dann, wie mir in Deutschland immer wieder auffällt, Kirchenkreise. Ich musste eine Sendung (Msischberger?) Ausschalten, die haben mich so genervt.

Zu den Ärzten möchte ich noch sagen, dass es wohl vor allem die Führung ist, die blockt.

Jemand hat hier in diesem Ghread erwähnt, dass viele Ärzte auch die Patientenverfügungen nicht annehmen, lustigerweise akzeptieren die Ärzte (und es hat viele deutsche Ärzte in der Schweiz) sobald die in der Schweiz sind die Patientenverfügungen ohne Probleme.

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