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Urlaub mit Hund an der Nordsee, speziell Carolinensiel

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Ein Reisebericht aus Hundesicht über das Nordseebad Carolinensiel

Hallo Kumpels,

meine Menschen haben jahrelang immer von einem Cockerspaniel geträumt und haben von dessen Vorteilen geschwärmt. Beim Besuch eines Tierheimes sind sie dann aber – wie von mir geplant - bei meinen treuherzigen Blick schwach geworden und nun haben sie mich im Körbchen und nun werde ich Ihnen mal zeigen, was sie von einem Retriever-Rüpel-Rüden wie mich haben. Jedenfalls habe ich mich in dieser Familie durchgesetzt und habe schon gute Erfolge erzielt, meine Menschen richtig zu erziehen.

Ach, uns Fellnasen geht es prinzipiell doch gut: Wenn es juckt, kratzen wir uns einfach in aller Öffentlichkeit – und zwar an allen Körperstellen! Niemand lästert, wenn einem an den unmöglichsten Körperstellen Haare wachsen. Im Gegensatz zu meinem Herrchen darf ich den ganzen Tag faul herumliegen, ohne Angst zu haben, dass ich aus dem Körbchen rausgeworfen werde und den Müll rausbringen oder Rasen mähen soll. Ich kriege mit Frauchen auch keinen Ärger, wenn ich einem fremden Weibchen meinen Kopf in den Schoss lege. So etwas wie schlechtes Essen kenne ich auch nicht. Ich bekomme auch alles, wenn ich nur treuherzig genug gucke. Viele meiner Artgenossen sagen, es soll auch Hunde geben, die intelligenter sind als ihr Herrchen. Ja, das kann ich an dieser Stelle klar und deutlich bestätigen: Mein Frauchen sagt nämlich immer zu meinem Herrchen, einen solchen Hund hätte er auch.

Auf diesen reichen Erfahrungsschatz kann ich zurückgreifen, wenn ich Euch, meinen Artgenossen meine Reisetipps Carolinensiel weitergebe.

Ich habe gehört, Eure Menschen wollen mit Euch an die deutsche Nordseeküste?! Hundegott sei Dank, die sind wenigstens nicht auf die Idee gekommen, mit Euch irgendwohin zu fliegen. An die deutsche Nordseeküste kommt man ja mit dem Auto in nur 3 Stunden, wir brauchen dabei nicht wie im Flugzeug in diese kleinen vergitterten Transportboxen und die Autofahrt von 3 Stunden reissen wir ja auf einer Hinterpfote ab. Da seht Ihr mal, die Menschen haben einfach keine Ahnung, was unsereins für Bedürfnisse hat.

Aber ausgerechnet deutsche Nordseeküste!? Das ist ja zum junge Hunde kriegen. An der deutschen Nordseeküste gibt es doch keinen Wald! Haben Eure Menschen denn gar keine Ahnung? Die Norddeutschen bevorzugen als Haustiere nicht etwa uns, sondern diese merkwürdigen stinkenden Vierbeiner mit dem verzottelten dicken Fell, die in Zäunen eingesperrt – unangeleint! - gelangweilt auf den Deichen herumstehen und dort aus lauter Langeweile das spärliche Gras abfressen. Diese merkwürdigen Tiere kenne ich übrigens auch schon aus meiner Heimat von den dortigen Rheinwiesen. Und von dieser Sorte Tier halten die Menschen eben nicht nur ein Haustier, sondern diese gleich dutzendweise. Diese Viecher kacken dort doch überall hin und legen sich manchmal da sogar hinein! Igitt! Da bekomme ich doch glatt ‘ne Magendrehung. Meine Menschen sind schon ganz gut erzogen und räumen meine Hinterlassenschaften wenigstens weg. Auf den Deichen räumt jedenfalls der dazugehörige Schafmensch nix weg! Was folgt daraus: Schafmenschen sind Schweine. Übrigens: Habt Ihr schon einmal so ein Tier, das unsere Menschen “Schaf” nennen, beim Bällchenspielen oder Stöckchenholen erblickt? Die können ja noch nicht einmal gescheit bellen oder gar knurren. Das, was diese Tiere akustisch von sich geben, nennen unsere Menschen “BLÖKEN” Liegt es vielleicht an der Rechtschreibreform, dass die Menschen hier vom “BLÖDEN” Schaf sprechen? Und ausgerechnet uns hat man das Betreten des Deiches verboten! Dabei wären wir bestens geeignet, die Kaninchenpopulation im Zaum zu halten. Mit denen kann man z.B. wunderbar fangen spielen. Man stelle sich mal vor, welche Schäden die Mäuschen oder Kaninchen durch Ihre Löcher an den Deichen anrichten. Wenn wir statt der Schafe zu Dutzenden auf den Deich dürften, dann wäre aber Schluss mit Lustig! Dann hätten auch die Lachmöven nichts mehr zu Lachen. Von den Vorteilen, wenn wir dann den Deich Tag und Nacht vor bösen Eindringlichen bewachen könnten, ganz zu schweigen!

Und die Hütehunde unter uns könnten bei dieser Gelegenheit auch gleich das Meer bewachen, dieses zusammentreiben und das Wasser davor behüten, dass es sich immer wieder davon schleicht.

Gegen einen Urlaub an der Nordsee spricht aus meiner Hundesicht nämlich auch, dass das Wasser regelmäßig einfach abhaut und das auch noch heimlich, still und leise. Und zwar immer dann, wenn ich zum Toben an den Hundestrand komme. Meine Menschen sprechen ehrfürchtig von einem Weltnaturerbe und finden das auch noch toll. (Ich möchte aber mein Herrchen sehen, wenn es einen Kopfsprung in ein leeres Meer macht. Das findet der dann nämlich auch nicht mehr toll.) Ich hingegen bezeichne das Verhalten der Nordsee schlicht als feige, immer dann abzuhauen, wenn wir Vierbeiner kommen. Ich kenne im übrigen den Grund, warum dieses Wasser immer so schamhaft abhaut: Bereits die Welpen unter uns seien an dieser Stelle gewarnt: Dieses Wasser schmeckt geradezu ekelhaft salzig und nach eingeschlafenen Füßen und ist einfach nicht geniessbar. Warum das so ekelhaft schmeckt, habe ich noch nicht sicher herausgefunden. Ich vermute aber, das hängt damit zusammen, dass unsere Menschen ständig ihre Füße darin baden. Wie auf dem Foto zu sehen ist, sehe ich oft sogar ganze Menschenkarawanen, die mit nackten Füßen da herumwandern.

Aber so richtig sauber werden die Menschenfüße dabei aber nicht! Zu Hause bin ich in Moers am Rhein. Die ausgedehnten Rheinwiesen sind geradezu ein Paradies. Kaninchen, Enten und Gänse und meine Kumpel aller Rassen fühlen sich hier wohl und das Wasser im Rhein ist lecker und ist immer verfügbar. Kein Wunder, denn die Menschen hier im Ruhrgebiet laufen nur selten mit Schweissfüßen im Rheinwasser herum.

Mal von Hundenase zu Hundenase: Trotz meiner Vorbehalte: Im Nordseebad Carolinensiel ist keineswegs der Hund begraben, sondern es handelt sich auch für uns Vierbeiner um einen ganz passablen Urlaubsort. Wir müssen doch nur die Möglichkeiten in Carolinensiel kennenlernen, damit wir uns wohlfühlen können. Und genau dazu soll mein Hunde-Reiseführer Euch verhelfen. Außerhalb der Saison gibt es keinerlei Probleme für uns, da wir uneingeschränkt am gesamten Strand herumtoben und buddeln können und uns auch die Wiesen des angrenzenden ausgedehnten Campingplatzes und des Wohnmobilplatzes mit all ihren Kaninchenlöchern zur Verfügung stehen.

Ich bin fest davon überzeugt, ostfriesische Kaninchen lieben es, mit Hunden zu spielen. Einige Kaninchen sind Spezialisten im Fangenspielen, einige andere bevorzugen das Versteckspielen. Alles nach dem Motto: “Den letzten beissen die Hunde!” Und im Suchen und Fangenspielen sind wir doch unangefochten Spitzenklasse. Schnell ist da die eine oder andere Stunde vergangen und Herrchen und/oder Frauchen sind stolz, wenn wir die Statik der Kaninchenbauten einem Buddel-Härtetest unterziehen. Und genauso, wie kleine Kinder Muscheln mit ins Auto nehmen, bringen wir bei dieser Gelegenheit eben ausreichend Sand mit ins Auto.

Aber Ihr wollt ja wissen, welche Möglichkeiten wir in der Hochsaison haben: Also steigen wir mal in die Details von Carolinensiel ein:

Schnüffeltipp 1 – der Hundestrand -

Sind wir doch mal ehrlich: Seit es mit der Saison 2013 den kleinen Hundestrand in Carolinensiel gibt, haben wir doch alles, was wir brauchen. Ich als gestandener Retriever schätze es, schlicht im Sand in der Sonne oder im Schatten des Strandkorbes liegen zu können, während meine Menschen im Strandkorb sitzen. Platt im Sand liegen, von gigantischen Hundekuchen träumen und den Sandkörnchen zusehen, die ich mit der Nase wegpuste, das ist doch das Größte.

So kann ich geduldig darauf warten, dass das Wasser sich zurücktraut. Bei der Sommerhitze habe ich doch keine Lust, irgendwo in der Gegend herumzurennen. (Machen meine Menschen bei der Sommerhitze doch auch nicht!) Während Herrchen und ich bei dieser Gelegenheit nach netten Weibchen Ausschau halten, finde ich bei dieser Ausschau am Hundestrand genügend andere liebe Menschen (bevorzugt Weibchen), die Langeweile haben, wo ich mir meine Streicheleinheiten holen kann oder wo ich Leckerchen abstauben kann. (Insidertipp: Bei der Entrichtung der Gebühr für den Hundestrand von einem Euro erhalten unsere Menschen von der sehr netten Kassiererin ein Tütchen mit Leckerchen an der Kasse! Ich empfehle Euch, Euer Anrecht darauf sofort geltend zu machen. Menschen können ja soo vergesslich sein)

Mein Herrchen schaut übrigens immer dankbar, wenn ich dank meines Talentes den Kontakt zwischen Herrchen und den Weibchen aufbaue. Und irgendwo am Strand sitzt bestimmt irgendein kleiner Kevin oder eine kleine Chantal im Sand und schlecken Eis. Da lohnt es, sich anzupirschen und im richtigen Moment die Chance zu nutzen. Wir wissen doch: Entweder das Eis fällt zufällig herunter, so dass ich es dann ergattern kann oder ich kriege das Hörnchen freiwillig ab, weil ich das “Süüüss”-Gucken so perfekt drauf habe oder das Eishörnchen findet auf andere, etwas nachdrücklichere Weise sein Ziel in meiner Schnauze. Wenn dann Herrchen schimpft, verweise ich ihn auf das 5. Buch Mose: „Wenn du in den Weinberg eines andern kommst, darfst du so viel Trauben essen, wie du magst, bis du satt bist, nur darfst du nichts in ein Gefäß tun“. Daran halte ich mich streng und verzehre meine Beute immer sofort.

Außerdem finde ich am Hundestrand immer mir geneigte Artgenossen, die gerne mit mir gemeinsam die Schuhe unserer Herrchen oder irgendwelcher netter Menschenweibchen sezieren oder nach Temperament schlicht verbuddeln. Tipp: probiert das mit dem Verbuddeln ruhig einmal mit dem Bikini-Oberteil, das dort neben der auf der Decke schlafenden Blondine liegt! Wollt Ihr noch eins draufsetzen, so empfehle ich, das Wasser aufzusuchen und sich bei der Rückkehr direkt neben dieser Blondine zu schütteln. Der Beifall aller Menschenrüden ist Euch gewiss! Und habe ich Durst, befinden sich gerade am Hundestrand die Trinkwasseranschlüsse, wo die Wattwanderer sich die Füße waschen können.

Schnüffeltipp 2 : die Harlepromenade von Carolinensiel nach Harlesiel

Carolinensiel verfügt über eine wunderschöne Harlepromenade von 2 km Länge, die wir für unsere Bedürfnisse nutzen sollten. Wir Vierbeiner müssen dort allerdings online gehen, gehen aber zum Trost dort auch auf eine kulinarische Reise! Nehmt Eure Menschen ruhig mal auf einen Bummel an der Harlepromenade mit! Wir beginnen unsere Schnüffelrunde im Ortszentrum. Am Zugang zum Museumshafen lockt erst einmal Adys Backfischstand. Weil der kein tiefgefrorenes Fertigfutter hat und aus frischen Fischfilets seine Leckerchen mit einem Bierteig herstellt, ist Ady’s Fischbude Kult und hat sogar eine Fangemeinde im Internet. Hier staube ich von Herrchen und Frauchen regelmäßig Teile des Backfischbrötchens ab. Ich verspreche Euch, bei meinem nächsten Besuch auch Kibbeling und Pommes zu prodiere. Es muss doch schließlich einen Grund haben, warum bei Ady’s Fischbude häufig lange Schlangen zu sehen sind.

Sobald Eure Menschen sich dort loseisen können, beginnen wir unseren Spaziergang am Museumshafen und gehen links herum an der seit 1780 bestehenden Gaststätte “Deutsches Haus” vorbei. Dort am Eingang liegt häufig der braune Pudel in der Sonne, der sich mir jedesmal lautstark mit schnarrender Stimme als Führer anbietet. Ich lehne das dankend ab, hebe kurz die Pfote zum Gruß und marschiere in den Hafen ein.

Dort locken die herrlichen alten Bäume mit unendlichen Düften aus vergangenen Zeiten. Die Bäume sind nur deswegen so kräftig, weil unsere Artgenossen die immer gut gegossen haben.

Hinter dem Deutschen Haus lohnt auch bei der dortigen Eisdiele ein Blick auf und unter die dortigen Tische. Vielleicht sind der kleine Kevin oder die Chantal vom Strand ja auch hier?? Hinter dem Speichercafé (lecker!) und der nächsten Eisdiele (lecker!) mit seinen links und rechts der Promenade

sitzenden Touristen (lecker!) enden dann nach dem Restaurant Hafenblick (lecker!) für die nächsten 100 m erst einmal die Risiken für unsere Nasen und Gaumen. Später passieren wir ja noch das Puppencafé (lecker!) und das Gebäude des Sielhafenmuseums. Dabei dürfen wir nicht vergessen, die zahlreich rechts im Gras sitzenden Enten (eigentlich auch lecker) anständig zu begrüßen. Etwa in Höhe des Sielhafenmuseums befindet sich am Harleufer übrigens einer der vielen Kotbeutelspender. Euer Mensch sollte hier mal kontrollieren, ob er für Notfälle gerüstet ist. Die Beutel dann loszuwerden ist überhaupt kein Problem: Ich habe im April 2014 immerhin an 31!! Bänken und vielen Mülleimern auf der 2 km langen gepflegten Harlepromenade schnüffeln können. Das Restaurant Sielkrug (lecker!) und die Pizzeria Piccolino (mamma mia,lecker!) passieren wir schnell, weil danach schon das Café Tüdelpott (lecker) mit Bootsverleih und Minigolf lockt. Bestimmt sind Eure Menschen bis zu dieser Stelle schon schwach geworden und haben sich hier irgendwo Leckerchen bestellt. Kein Mensch kann einer solchen Massierung von Leckerchen widerstehen und genau darin liegt ja auch Eure Chance. Wir kommen dann an dem Fahrradverleih vorbei, den ein älteres Ehepaar mit viel Liebe führt. Während meine Menschen die Vielfalt der verschiedensten, auch ausgefallenen Fahrradmodelle bewundern, nehme ich hier zusätzliche Streicheleinheiten mit und hinterlasse zum Dank meine Visitenkarte am Zaun. Das Gebüsch links und rechts und die Wiesen links und rechts mit ihren zahlreichen Düften sind für uns Ablenkung, während Herrchen und Frauchen die gepflegten Grünanlagen und die schönen dortigen Ferienhäuser bewundern. Schon haben wir das Schwimmbad Cliner Quelle, das Kinderhaus Carolinchen-Club und das Kurzentrum erreicht. Den Eingang zum Restaurant (lecker!) finden wir, indem wir hinter dem Carolinchen-Club am Spielplatz vorbei zum Eingang des Kurzentrums gehen. Dort im Kurzentrum gibt es an der Theke für 1 € den Kult-Aufkleber mit dem Logo von Carolinensiel-Harlesiel zu kaufen, den ich an meinem Körbchen habe. Der Hund von Welt beweist sich durch die Verwendung Carolinensiel-Aufklebers, wobei daneben auch der Sylt-Aufkleber geduldet wird. Der Aufkleber, den Ihr wahlweise in silber oder in gold erhalten könnt, ist jedes Jahr sehr schnell vergriffen! Eile ist geboten oder wendet Euch einfach vertrauensvoll an mein Herrchen, der hat insofern noch eigene Reserven.

Bis hierhin ist die Zeit wie im Fluge vergangen und der weitere Weg an der Harle entlang führt uns an der Wiese des Stutenmilchgestütes Janssen (lecker??) vorbei. Gebt Euch keine Mühe, die Stuten dort interessieren sich nicht für unsereins. Ich habe es jedenfalls nicht geschafft, die aus der Ruhe zu bringen. Und glaubt mir, meine Stimme ist – insbesondere wenn ich Angst habe – laut. Das Kartoffelhaus Toffel, die Lokale links und rechts an der Friedrichschleuse können mich nicht von meinem weiteren Weg Richtung Strand abbringen. Die historische Seenot-Rettungsstation ist für unsereins nicht so interessant, weil wir schon die Düfte des nachfolgenden Bäckers und insbesondere der Fisch-Räucherei Albrecht in die Nase bekommen. Das Geschäft Speisekammer neben dem Bäcker lockt Euer Herrchen mit eigenen Alkoholerzeugnissen, Eingelegtem und Käse, während Euer Frauchen auf die eigenen Marmeladen, die diversen Likörchen und den Honig abfahren dürfte. Ich selbst schaue hier immer sehnsüchtig auf die wuscheligen Schaffelle, die gut in mein Körbchen passen könnten. Passt auf, dass Eure Menschen nicht schon wieder bei den vielen Leckereien schwach werden und zieht sie dann an der Segelschule vorbei Richtung Yachthafen. Natürlich ist dabei noch Zeit, den schwarzen Labrador von der Segelschule zu begrüßen. Der freut sich immer, wenn er Artgenossen zum Gedankenaustausch trifft. Muss ich noch erzählen, dass das Hotel Am Yachthafen, das daneben befindliche Restaurant oder der dortige Bäcker wieder mit leckeren Düften locken? Jenseits der Außenschleuse könnt Ihr Euren Menschen dann den Fischerei- und Fährhafen zeigen. Meistens bin ich von den vielen herrlichen Düften unterwegs und von den zusätzlichen Leckerchen schon so satt, dass mich das Lokal Wattkieker oder das Restaurant auf der anderen Hafenseite nicht mehr interessiert. Direkt neben dem Hafen befindet sich ja immerhin der Hundestrand und damit kann ich dort nämlich wieder mit meinem Schnüffeltipp Nr. 1 von vorne beginnen.

Übrigens: Für den Rückweg vom Strand bzw. vom Yachthafen zurück zum Muesumshafen gibt es auch andere Alternativen:

Eure Menschen könnten den Raddampfer wählen, der dort sogar im Linienverkehr fährt. Mein Hinweis: Alle Wach-, Kampf-, Hüte- und Schmusehunde brauchen für diese Fahrt natürlich nichts zu zahlen. Schließlich ist es für den Kapitän eine Ehre, solche Hunde befördern zu dürfen. Und für Eure Menschen sind Getränke zu günstigen Preisen und Toilette an Bord.

Eure Menschen könnten für den Rückweg auch die andere Harleseite wählen. Vielleicht ein Vorteil für uns: Es gibt dort neben dem Lokal an der Friedrichsschleuse (lecker) und der Fischräucherei Janssen (lecker) nicht so viele kulinarische Ablenkungen, so dass wir vielleicht schneller wieder zurück im Museumshafen sind (Denn auch auf der anderen Seite

des Museumshafens liegen hier noch nicht beschriebene weitere (leckere) Lokale.

Schnüffeltipp 3: der Hundestrand in Schillig

Soll es denn wirklich zwischendurch mal ein großer Hundestrand zum Rennen sein, so könnt Ihr Euren Menschen ja mal den Ort Schillig am Jadebusen empfehlen. Die Entfernung von Carolinensiel beträgt so rund 13 km. Die Parkplätze in dem kleinen Ort Schillig sind sehr begrenzt. Ehe Herrchen/Frauchen dort entnervt auf der Suche nach einem Parkplatz im kleinen Ortskern herumkurven, sollten sie vor dem Ortseingang nach rechts auf den Großparkplatz am Campingplatz abbiegen. Der Weg von dort aus zum Hundestrand ist kürzer als man denkt und führt zunächst an einem Kotbeutelspender und an den Menschentoiletten vorbei. Der Weg zum Hundestrand führt erst über große Kaninchenwiesen an Trinkwasseranschlüssen vorbei, bis ihr dann durch die Dünen zum Hunde-/FKK-Strand gelangt.

Da es sich ja auch um einen FKK-Strand handelt, könnt Ihr hier die Leinen fallenlassen (also offline gehen)

Diesen Hundestrand hat mir übrigens ein Kollege empfohlen, der aus dem gleichen Tierheim stammt wie ich, nämlich aus der “kleinen Arche” in Straelen. Auch mein Kollege Lennox, eine gestandene Dogge, hat wie ich ein Superherrchen und Superfrauchen gefunden und hat diese schon gut erzogen.

OK, Lennox tobt die 2 km Hundestrand in einem Rutsch rauf und runter. Ich dagegen lass es erst mal ruhiger angehen und brauche zwischendurch erst mal Pause.

Ihr könnt Euch ja Eure eigene Meinung zu rund 2000 m Hundestrand bilden. Ich habe jedenfalls dort immer nur eine Sorge: "Wenn nicht bald ein Baum kommt, dann passiert ein Unglück!"

Schnüffeltipp 4 : eine Runde an der Umgehungsstraße und an der Harle entlang

Für unsere täglichen Geschäfte treffen wir Artgenossen uns im übrigen gerne auch mit einheimischen Mithunden direkt am Ferienhaus Dumont zu einer kleinen Runde teilweise an der Harle entlang. Vom Ferienhaus Dumont geht es zunächst nach links die paar Meter über die Königsberger Straße bis zur Ecke des Seeburger Weges. Dort biegen wir dann nach rechts ab, schnüffeln dann über die schönen grünen Seitenstreifen links und rechts auf dem Seeburger Weg bis zum Ende am Wendehammer. (Hier treffe ich häufiger das gut duftende Pudelweibchen mit seinem distinguierten Frauchen) Nachdem ich sie ein paar Mal getroffen habe, habe ich Mut gefasst und hab dieses Pudelweibchen gefragt: "Sag mal, wie heißt Du?" Da hat sie mir geantwortet: "Ich weiß es nicht so genau, aber ich glaube: Sitz."

Wenn Ihr sie treffen solltet, dann grüsst sie von mir, von dem Retriever mit der Duftnote „Eau Schafexkrement“ oder „Pferdeapfel pour Rüde“

Unsere Pfoten führen uns dann von diesem Wendehammer über einen Fußweg zur Umgehungsstraße und dann nach rechts an der Umgehungsstraße entlang um das Feld herum. Links und rechts des asphaltierten Rad-/Fußweges am Feld entlang sind schöne, mehrere Meter breite Seitenstreifen. Die Straße ist 2009 neu erbaut worden und so verlangen die dort gepflanzten, noch recht kleinen Büsche nach regelmäßigen Düngergaben. Da helfe ich doch bei jeder Schnüffelrunde gerne so 10 – 20 mal aus. Unaufmerksame Menschen haben hier leider manchmal irgendwelche Häufchen vergessen zu beseitigen! Jedenfalls finden wir hier genug Geruchsinformationen, die wir zum Wohlfühlen brauchen. Der Weg an der Umgehungsstraße führt uns dann bis zur Brücke über die Harle. Empfehlenswert ist es, vor der Brücke nach rechts abzubiegen, an der Umspannstation und der dazugehörigen blauen Stahl-Halle vorbei.

Vorsicht, dort taucht dann ein Schild auf, dass Hunde angeleint werden sollten. Ich habe hier aber noch nie Hunde gesehen, sondern nur Artgenossen. Von Artgenossen steht auf dem Schild jedenfalls nichts drauf. Sicherheitshalber gilt es, unseren mitlaufenden Menschen von diesem Schild abzulenken, denn hier beginnt der eigentlich interessante Teil für uns selbstbewusste freilaufende Vierbeiner an der Harle entlang.

Hier gibt es das eine oder andere Kaninchen oder auch die eine oder andere Ente im Gestrüpp, wo wir mal den Rüden raushängen lassen können. Vor Übermut an dem hier steilen Harlerand muss ich warnen. Unten am Gewässerrand sind zur Uferbefestigung Holzpflöcke eingeschlagen. Geraten wir darüber ins Wasser, ist es schwer wieder an Land zu kommen und es ist peinlich, wenn uns bei dieser Gelegenheit die Enten zusehen. Mit Menschenhilfe kommen wir jedenfalls wieder an Land.

Der weitere Weg an der Harle entlang führt dann zur Ortsmitte, wo wir wahlweise an einem kleinen Fußweg rechts am Pflegeheim vorbei (Hier wohnen auch freundliche einheimische Vierbeiner!) oder dann über die Bahnhofstraße nach rechts über den Parkplatz der Sparkasse/des Pflegeheimes wieder zurück zur Königsberger Straße und damit zum Ferienhaus Dumont gelangen.

Je nachdem, wie gut wir drauf sind, können wir unsere Menschen in einer halbe Stunde über diese Strecke (auch “Seniorenpiste” genannt nach dem angrenzenden Seniorenheim) schleifen. Wenn wir unsere Menschen für weitere nette Spaziergänge schonen wollen, können wir uns für diese Strecke allerdings auch eine dreiviertel Stunde Zeit nehmen.

Schnüffeltipp 5: der Feldweg am westlichen Ortsrand

Ein anderer einheimischer Vierbeinertipp für Carolinensiel ist ein kleiner Feldweg für eine kurze Schnüffelrunde: Unsere Menschen fahren uns sicher gerne durch den Ort an der Mühle vorbei in westlicher Richtung. (Für Kompassunkundige: Richtung Neuharlingersiel). Nach Passieren der Mühle unmittelbar am Ortsende, noch vor der Einmündung in den Verteilerkreis…. (da wohnt auf der linken Straßenseite übrigens “Henry”, ein äußerst schnüffeliger friesischer Artgenosse.)… Aber zurück zu meinem Schnüffeltipp: Also noch vor dem Verteilerkreis befindet sich ein rechts ein Feldweg, wo Herrchen/Frauchen dort an der Ecke an der kleinen Trafostation parken können. Sollte das Gitter an der Trafostation geschlossen sein: Ein Umgehen ist problemlos möglich. Hier gibt es keinen Anliegerverkehr, so dass wir eine Viertelstunde in Richtung Deich strolchen können.

Wie an einer Allee finden wir hier links und rechts Baumreihen, die zum Beschnüffeln und Markieren einladen. Dort findet Ihr dann jedenfalls meine Duftmarken und die von Henry. Am Ende des Weges am Deich befindet sich dann wieder ein Gatter, wo für uns nach den von den Menschen gemachten Vorschriften der Weg enden muss. Für Hin- und Rückweg haben wir insgesamt etwa eine halbe Stunde zur Verfügung, um auch hier ausreichend zu markieren und andere wichtige Geschäfte zu erledigen. (Um Euch neugierigen Artgenossen das Schnüffeln zu ersparen: Wenn man das oben erwähnte Gatter überspringt oder umrundet, seine Menschen entsprechend überredet, es gleichzutun und wer dann dem Weg jenseits des Gatters schräg nach rechts über den Deich folgt, findet man auf der anderen Seite wieder einen herrlich verwilderten Weg mit links und rechts befindlichen Bäumen, der wiederum ohne Anliegerverkehr in Richtung Außendeich führt. Hier sieht jedenfalls niemand, dass wir wieder einmal vergessen haben, unsere Menschen an die Anleinpflicht zu erinnern. Dieser Weg mündet dann in den asphaltierten Rad-/Fußweg, der unterhalb des Außendeiches entlangführt. (Siehe den nächsten Schnüffeltipp)

Schnüffeltipp 6: der Rad-/Fußweg auf der Landseite des Aussendeiches

Gerne findet man uns Vierbeiner gerade auf diesem vorerwähnten Rad-/Fußweg unterhalb des Außendeiches: Auch zu diesem Schnüffeltipp fahren uns unsere Menschen auch gerne mit dem Auto hin: An der Harle entlang Richtung Strand, dann nach links über die Brücke “Friedrichsschleuse”. Dort dann der Straße nach links folgen bis zum Außendeich. Parkmöglichkeiten finden sich dort an einem Lokal oder an den Parkplätzen der dortigen Ferienhaussiedlung. Dann können wir direkt auf der Landseite des Außendeiches an dem

asphaltierten Rad-Fußweg bequem unter einer Schranke durchlaufen (Achtung: Solltet Ihr noch an der Leine sein, kann es sein, dass Ihr ein dumpfes, ungewohntes Geräusch hinter Euch hört: die mitlaufenden Menschen haben dann vergessen, sich zu bücken oder um die Schranke herumzulaufen) Jenseits der Schranke können wir eigentlich alle Vorsicht fallen lassen und so richtig Gas geben. Und falls da die dummen Schafe auf dem Deich weiden sollten, sind die sorgfältig und sicher eingezäunt, so dass die uns nicht in die Quere kommen können und uns nicht die Straße vollkacken können. Und wenn diese Schafe uns gar zu aufdringlich bei unseren wichtigen Geschäften zuschauen: Beim Verbellen laufen die so lustig mit baumelndem Schwanz weg.

Diesen asphaltierten Weg werden Eure Menschen lieben, weil sie hier sauberes Schuhwerk behalten. Und wenn Menschen sauber bleiben, sind sie glücklich. Und zur Verbesserung Eures eigenen Aussehens und Eurer Duftnote bietet sich der parallel verlaufende Entwässerungs-graben mit seiner pikanten Watt-Duftnote an.

Jedenfalls könnt Ihr hier Eure Menschen mal so richtig fordern: Dieser Weg führt bis nach Neuharlingersiel (7 km) und noch darüber hinaus. Nach einiger Zeit findet Ihr dann auch den im vorigen Tip erwähnten herrlich verwilderten Feldweg mit seinen Baumreihen links und rechts. (Auch an dieser Seite des Weges ist ein Gatter, das aber auch zum Überklettern eingerichtet ist) Übrigens kann es passieren, dass Regenwolken durch den Deich verdeckt heimlich still und leise über das Meer heranziehen und dann über den Deich hinweg plötzlich auftauchen und sich entladen. Dann müsst Ihr Verständnis für Eure Menschen aufbringen. Mehrmals, wenn ich bisher meine Menschen dort spazierengeführt habe, sind wir vom Regen überrascht worden, so dass meine Menschen wie begossene Pudel aussahen. Nasse Menschen riechen dann sympathisch nach “nasser Hund”.

Schnüffeltipp 7: zur Verpflegung

Zuletzt noch ein Hinweis zur Verpflegung: Der EDEKA-Markt um die Ecke beim Ferienhaus Dumont ist zwar mit Hundefutter gut bestückt und verfügt auch – für die Allergiker unter uns über Leckerchen aus 100 % Fleisch ohne Getreide- oder sonstige Zusätze (die hängen an der Stirnseite des Hundefutterregals). Auch gut ausgestattet ist das Geschäft Fressnapf in Wittmund. (Da Herrchen ja keine Hundenase hat und Daten fürs Navi braucht: Harpertshausener Straße 4, 26409 Wittmund) Die 13 km von Carolinensiel nach Wittmund legen Eure Menschen nämlich gerne zurück, weil Frauchen nur darauf gewartet hat, wieder einmal einen Grund zum Shoppen zu finden. Im Fressnapf könnt Ihr Eure gute Nase beweisen: Die Dosen mit dem 100 % Fleisch-Futter ohne Getreide-Anteil befinden sich vom Eingang rechts voraus (Leider im oberen Regal)

Schnüffeltipp 8: nochmal Verpflegung

Nun ein Tipp für Herrchen: Es gibt einen großen, gut ausgestatteten Hagebaumarkt in Wittmund. (Bundesstraße Richtung Wittmund und am Verteilerkreis vor Wittmund links abbiegen). Also ein Geschäft, in dem Männer shoppen gehen. Kann Herrchen übrigens gut verbinden mit dem Hundefutterkauf, weil auch der Hagebaumarkt ein großes Tierfutterangebot hat. (Hinter den Kassen links in Richtung Gartenmarkt)

Schnüffeltipp 9: Hundeshopping

Übrigens: Meine Menschen haben vielleicht gedacht, ich würde den ganzen Tag nur im Wasser herumtollen. Dabei haben sie doch glatt vergessen, mir in den Urlaub meine Stofftiere mitzunehmen! Das war schon ein dicker Hund! Dabei brauche ich doch dringend meine Schäfchen, um zum Einschlafen Schäfchen zählen zu können.

Damit Eure Menschen diesen faux pas wieder gutmachen können, gebt Euren Menschen einfach den Tip, dass es bei EDEKA, also “um die Ecke” die verschiedensten Stofftiere käuflich zu erwerben gibt. Dort habe ich übrigens meine 3 Schlaf-Stofftiere her! Und sollte Euren Menschen das Angebot dort nicht zusagen: dann schickt sie mal zu “Schilds”-Hofladen zum Essen (ich darf da natürlich mit rein !!) Dort wird nicht etwa der Hund in der Pfanne verrückt, sondern Eure Menschen können dort gut und reichlich essen und zudem noch viele schöne Dinge kaufen. Im Eingangsbereich gibt es viele kunstgewerbliche Dinge, die Frauchen immer mit lauten “Süüss”-Rufen belegt. Es dürfte Euch ja dann nicht schwerfallen, mit Eurem Cockerretrieverdackelblick Eure Menschen zum Kauf eines der Stofftiere zu bewegen!

Na dann, guten Urlaub und guten Appetit

Euer Danny (der “Nordsee”-Retriever) mit Herrchen Ralf Dumont

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