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Hundeforum Der Hund
anke35

Angst wird nun ausgeweitet, was tun

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Hallo, mein Hund hatte immer schon Angst vor dem Trockner.

Das sieht so aus, dass er ständig herumläuft, hechelt, und das Ding beobachtet, er ist absolut gestresst, in die Nähe von dem Teil geht er nur, wenn ich mit was zu Essen davor stehe und ihn locke.

Nun weitet sich seine Angst auch noch auf die Waschmaschine aus, es wird also schlimmer statt besser, ich hatte mal ein Buch, in dem stand, dass Angst beim Hund immer schlimmer werden wird, also keine Gewöhnung eintritt, aber was um Himmels Willen kann ich tun? Hat jemand Tips?

Grüßle Anke

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Hallo Anke,

schreib uns doch bitte:

- Alter/Rasse des Hundes

- Gesundheitszustand

- wie lange bei Euch

- wie ist sein Verhalten sonst (allgemein ängstlich, schreckhaft, stürmisch, überdreht, etc)

- was macht ihr mit ihm täglich/wöchentlich

- wie habt ihr an dem Problem bisher gearbeitet (wie intensiv, welche Methode)

Ich kann dir leider wohl keine Tips geben, weil ich nie Probleme mit Angst bei Hunde hatte.

Aber hier gibt es viele und da kommen sicher gute Sachen. Aber dazu braucht es mehr Infos.

Was das Buch (hoffentlich) meinte, sind "unbehandelte" Ängste. Die können (müssen aber nicht) sich auf andere Dinge ausweiten.

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Hallo, er ist nun 3 Jahre alt, und bei uns, seit er 11 wochen alt war.

Ihm fehlt nichts, ist also gesund.

Sein Verhalten ist draussen dicke Hose und im Haus gleich hinter Mama verstecken, er ist sehr aktiv, recht überdreht,sehr sehr schreckhaft, total wachsam, er gewöhnt sich nicht an Geräusche, meldet die gleichen immer und immer wieder.

Er ist ein Pudel spitzmischling

Ich gehe mit ihm täglich ca 2 Stunden spazieren, dazu Futterbeutel suchen, Übungen, wie Sitz auf Entfernung, Platz auf Entfernung, so Sachen.

an dem Problem haben wir bisher so gearbeitet, dass ich ihm davor was zu essen gab, mit Essen ist er in fast jeder Situation ablenkbar, auch wenn er schwerst erregt ist.

Anke

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Wo steht denn der Trockner? In einem separaten Raum oder in der Küche?

Ist der Hund nur gestresst, wenn der Trockner an ist? Auch, wenn er sich davon entfernen kann?

Du sagst, er hat schon von Anfang an Angst davor gehabt, bist Du da von Anfang an immer schon drauf eingegangen?

Hat er insgesamt Probleme mit Geräuschen?

Auf jeden Fall würde ich ihn nicht vorm Trockner füttern. Auch wenn der Stress nicht extrem groß sein kann, wenn er in der Nähe des Trockners noch fressen kann.

Erzähl mal ein bisschen mehr zum Ablauf.

Du machst den Trockner an, wie verhält sich der Hund da genau und was machst Du dann?

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Originalbeitrag

ich hatte mal ein Buch, in dem stand, dass Angst beim Hund immer schlimmer werden wird, also keine Gewöhnung eintritt

Das ist vollkommener Humbug!

Meine Hündin hatte Angst vorm Hausflur (spiegelnder Steinboden) und erst recht vorm Aufzug, inzwischen ist das alles selbstverständlich.

Sie hat noch Angst vor der Treppe, aber auch daran gewöhne ich sie langsam und mit viel Geduld.

Versuch, den Trockner positiv zu assoziieren. Was tut/mag sie besonders gern?

Den mal auf ganz sanfter Stufe laufen lassen und dabei z.B. mit seinem Lieblingsspielzeug immer näher ran gehen, Tag für Tag, Stück für Stück.

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Meine Hündin war sehr ängstlich am Anfang und konnte viele Ängste deutlich verbessern oder sogar ablegen :)

Ich denke allerdings den richtigen Weg muss man für jeden Hund und jede Situation individuell finden.

Meine hat z.B. 3 Monate nicht das Badezimmer betreten und hat geknurrt wenn man versucht hat sie rein zu locken. Ich habe dann immer bevor ich zur Uni bin ihr Frühstück auf dem Badezimmerboden ausgekippt (anfangs sehr nah bei der Tür) und bin gegangen.

Am ersten Tag hat sie nix gefressen, am zweiten Tag waren die ersten Zentimeter leer gefressen usw...

Klar, die Methode klappt nicht bei jedem Hund und klappt bei meiner auch nicht bei allem, aber in der Situation war sie für uns perfekt.

Das Problem besteht ja nun schon sehr lange und ihr seid anscheinend selbst nicht unbedingt weiter gekommen, dementsprechend fände ich es ehrlich gesagt hilfreich, wenn ihr einen guten Trainer kontaktiert der sich das mal bei euch Zuhause anschauen kann. Oder habt ihr es schon mal mit einem Trainer versucht?

Ich weiß, man hört ungern "such dir einen Trainer", aber du klingst schon sehr verunsichert und ich finde die Meinung eines Profis, der das mit eigenen Augen gesehen hat gibt einem auch viel Sicherheit.

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Oft werden Hunde durch das Locken mit Futter und Spielzeug erst recht mißtrauisch.

So eine Angst, genauso wie die Angst vorm Staubsauger, würde ich wahrscheinlich gar nicht bearbeiten, sondern den Hund damit Leben lassen. Er kann den Raum meiden, die Maschinen laufen nicht 24 Stunden und je weniger Bedeutung man diesen Ängsten beimißt, umso weniger Raum haben sie und lösen sich oft von ganz alleine durch Gewöhnung auf.

Lass dich davon nicht stressen :-), Tür zu und gut.

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Hallo Anke,

ich würde auch mal am Gesamtbild Hund ansetzen.

Ich vermute, dass ihr durch euer Verhalten seine Unruhe unterstützt.

Wenn ihn etwas erregt (Geräusch usw), dann würde ich dem Auslöser kurz Beachtung schenken ("prüfen"), aber nicht dem Hund.

Gucken, ob alles i.O. ist und dann ganz normal weitermachen.

Wenn man mit solchen Hunden da spricht (vor allem in der falschen Tonlage), Futter anbietet usw dann bewertet man die Situation über. Sie wird besonders! So kann man mit guten Absichten eine Dauerbeller heranziehen, einen Hibbel etc.

Vor allem in der Wohnung würde ich diese Aufmerksamkeiten sehr stark zurückfahren. So ein wachsamer Hund meldet euch ja, damit ihr euch drum kümmert. ("Hey! Da ist was!")

Euer Verhalten muss dann zum Ausdruck bringen, das "was" völlig normal und harmlos ist. Da geht es "nicht um ihn", sondern nur um das, was er meldet.

Wenn ihr das kurz anguckt und dann einfach mit dem Alltag weitermacht, dann signalisiert ihr ihm: "Gesehen, unwichtig."

Stück für Stück lernt er dann, dass die Dinge nicht besonders sind, er sie nicht melden muss. Und er kommt dann endlich mal zur Ruhe!

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Also, locker bleiben ist leichter gesagt wie getan, die Küche grenzt bei uns direkt ans Wohnzimmer, in dem wir sitzen...und hat auch keine Tür, und der Trockner steht eben in der Küche.

In dem Moment wo ich ihn anmache geht das los, er rennt hin und her, her und hin, guckt vom Wohnzimmer aus immer wieder in die Küche, dabei hechelt er, rennt dann wieder hin und her, oder er setzt sich hin und sieht zu mir oder meinem Mann, hechelt dabei, macht Geräusche, rennt wieder hin und her.

Vor dem Staubsauger hat er auch Angst, keine Ahnung warum, denn er hatte nicht immer Angst davor, vor dem Trockner hatte er immer schon Angst.

Das mit dem Füttern kam vom Trainer, der war hier und hat sich das angesehen, und meinte, dadurch dass er mit Futter so gut abzulenken ist, soll ich das damit positiv belegen, ja klappt aber nicht, er holt sich das Futter und haut wieder ab. Ist der Trockner aus, hat er kein Problem damit, da kann er dann auch den Kopf reinstecken.

Ich habe aber eine andere Vermutung langsam, und mein Gefühl sagt mir, dass ich damit gar nicht so falsch liege, ich glaube dass ihn alles stresst, was nicht die Regel ist, ich sitze hier zum Beispiel viel im Wohnzimmer, das ist gleichzeitig auch mein Arbeitsraum, den Großteil des Tages ist er also hier bei mir im Raum, er wird auch genau zu den Zeiten unruhig wo wir raus gehen.

Steh ich auf und geh in die Küche putzen, ist er gestresst, also alles was irgendwie ausser der Reihe ist, das stresst ihn. Ausser ich koche, dann muss er nicht gestresst sein, das ist dann Fernsehen für ihn. Dieses Verhalten kam zum vorschein, als er die Pubertät hinter sich brachte, da ging das dann los, mein Trainer meint, so ist er einfach, das ist sein Charakter, aber ich möchte ihm das schon irgendwie erleichtern, wie könnte ich da trainieren?

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Geh mal zum Tierarzt und lass seine Schilddrüse untersuchen. Falls er damit Probleme hat, dann kann sich das Problem mit der Angst schon geben, wenn er behandelt wird.

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