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Hundeforum Der Hund
Rolandine

Mischlingswelpe Deutscher Schäferhund/Deutsch-Langhaar aus Tierschutz

Empfohlene Beiträge

Liebe Alle,

ich bin soeben angekommen im Forum :-)

Mein Hintergrund: hatte bis vor einem halben Jahr einen Labrador-DSH-Rüden (kam auch als Welpe aus dem Tierschutz), der leider im Alter von neun Jahren verstarb.

Jetzt ist in der Nähe ein ganzer Wurf Mischlinge, angeblich Schäferhundmama und Deutsch-Langhaar-Papa, abgegeben worden (aussehen tun sie ehrlich gesagt mehr wie Rottweiler/DSH, aber na ja).

Ich würde gerne wieder einen Welpen aufnehmen, aber nicht so gerne einen, bei dem großes jagdliches Interesse und grandioser Hütetrieb schon auf die Stirn geschrieben stehen...

Nun heißt es, die Mama habe auf dem Hof, von dem der Wurf stammt, tatsächlich als Hütehündin gearbeitet (Schafe); inwieweit das tatsächlich der Fall war, versuche ich noch nachzufragen...

Ein DSH als Hütehund? Wußte ehrlich gesagt gar nicht, daß es das heutzutage gibt...

Hat jemand von Euch Erfahrung mit dieser Mixtur, oder mit Mischlingen, bei denen auch ein Elternteil DSH-Arbeitshund ist...

Mein früherer Hund war ganz klar hauptsächlich Labrador von Beruf ;-)

Vielen Dank für Gedanken oder Tips...

:)

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Hallo

Also ich kenne sowohl jagende Schäferhunde als auch welche, die direkt über ein Rehkitz latschen und dann erstaunt hinterher gucken, wenn es wegläuft :D

Tatsächlich kann man und tut man auch noch den DSH als Hüte- vor allem aber Treibhund und Herdenbewachhund einsetzen. Theoretisch sind die Anlagen im Hund noch vorhanden.

Du solltest aber vielleicht nochmal genauer hinsehen, ob du nicht an einen Altdeutschen Hütehund gerätst - nicht zu verwechseln mit einem Altdeutschen Langstockhaar Schäferhund! Nicht, dass diese Rassen (Altdeutscher Hütehund) nicht zu halten wären, aber sie haben unterm Strich meist etwas mehr Arbeitswillen als ein "Standard" Schäfi.

Ganz generell würde ich sagen, ist ein Hund immer ein Individuum, und daher ist es schwierig, genaue Aussagen zu treffen - zumal eine Mischung immer eine noch größere Überraschung ist als ein Rassehund.

Worauf legst du denn Wert bei einem Hund, außer wenig Jagdtrieb? Eher mehr Action, eher Couch-Wolf? Wenn du jetzt zB viel wandern willst, würde ich sagen die Mischung wäre geeignet (sofern gesund natürlich), wenn du eher lieber nur kurze Runden im Park gehen willst oder viel durch die Stadt schlenderst dann wäre ich vorsichtiger.

Hast du Bilder von den Welpen? Vielleicht lässt sich ja doch ein wenig über die angegebenen Rassen sagen :)

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Na ja, klingt vielleicht naiv, aber ich möchte schon einen Begleiter... keinen Sporthund und keinen "Gebrauchshund". Der Hund sollte schon die Tendenz haben, eher bei Rudel und Hof zu bleiben... Wobei das Rudel unsere Kleinfamilie ist und der Hof ein Häuschen mitten in der Stadt ;)

Sofakartoffel sicher nicht, aber jeden Tag 'ne Stunde Agility auch nicht...

Die Mutter ist übrigens wirklich DSH, nix Altdeutsch; hab ein Foto gesehen...

A propos Foto: ich füg mal eins an, etwas abgeschnitten, weil die Kollegen sind schwer im Bild zu halten :zunge:

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Ui, schickes Tierchen :)

Also von der Optik könnte das definitiv ein DSH werden - die werden häufig noch viel heller mit der Zeit, und ob es dann am Ende noch "schwarz-rote" oder normal helle mit Sattel sind, ist nicht immer vorhersehbar :)

Ich würde mir auf jeden Fall den Gang genau ansehen, ob sich da schon Anzeichen für Hüftprobleme zeigen. Gerade bei DSH Mischlingen ohne genaue Ahnennachweise sollte man bedenken, dass sich HD und Co nicht nur bei Rassehunden vererben :(

Ansonsten - kannst du die Eltern ansehen? Wie sind die so drauf? Hektisch und nervös, da wäre ich wieder vorsichtig. Wenn man über die Eltern nichts weiß, die Welpen betrachten. Nicht gerade den vorwitzigsten und aktivsten wählen, gut hinsehen und nicht NUR auf den Bauch achten.

vieles ist eine Frage dessen, was du dem Hund anbietest. Sprich ein Hund, der viel Ruhe kennenlernt im frühen Leben wird diese als normal empfinden. Bietet man dem Hund zu viel Halligalli, will er das auch im Alter noch. Gemütliche Schäferhunde gibt es genauso wie die Hardcore-Arbeitshunde, aber vor allem wollen sie dem Menschen gefallen und mit ihm zusammen arbeiten. Das sind eigentlich gute Voraussetzungen für einen Begleiter, denke ich.

Wie gesagt, Gesundheit bedenken. Ansonsten: warum nicht :)

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Da bemerke ich nix von Langhaar. Das würde in diesem Alter ganz anders aussehen.

Könnte sein, dass die Mutter ein DSH aus der Leistung ist (von der Zeichnung her). Die haben mitunter ordentlich Arbeitswillen....

Gruß Gaby

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Danke Euch schon mal für die Antworten! :danke

Ich tendiere "pro"... Gang der Lütten sieht gut aus, kein Geschlenker, recht gerader Rücken...na ja, bin natürlich keine Tierärztin...

Die "Eltern" kann ich nicht persönlich begutachten, die Welpen sind in einer Pflegestelle...

Spannend...wagen oder nicht wagen...

:)

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Hi,

... ich möchte schon einen Begleiter... keinen Sporthund und keinen "Gebrauchshund"

Der Schäferhund ist ein Gebrauchshund.

Goggle doch einfach mal nach Schäferhund Gebrauchshund und lies dir die Beiträge durch. Dann kannst du ja entscheiden, ob das ein Hund für deine Ansprüche ist.

Das sollte nämlich zusammen passen, die Ansprüche des Hundes und deine eigenen.

Gruß

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Originalbeitrag

Ich würde mir auf jeden Fall den Gang genau ansehen, ob sich da schon Anzeichen für Hüftprobleme zeigen. Gerade bei DSH Mischlingen ohne genaue Ahnennachweise sollte man bedenken, dass sich HD und Co nicht nur bei Rassehunden vererben :(

Beim Welpen kann man Anzeichen für HD nur extrem selten erkennen.

Oder meintest Du die Mutter? Selbst beim ausgewachsenen Hund ist es schwer erkennbar (ganz besonders als Laie), wenn nicht gerade Athrose im Hüftgelenk vorherrscht. Und selbst dann braucht es häufig ein geschultes Auge, es sei denn die Problematik befindet sich quasi im Endstatium und der Hund läuft sehr unrund.

Ich spreche da aus Erfahrung. Meinen Schäferhund, den ich von Welpenbeinen auf hatte, habe ich damals "auf doofen Dunst" 5-jährig röntgen lassen und siehe da: mittelschwere HD. Nach einer Goldakkupunktur-OP hatte er keine Beschwerden bis zum Lebensende. Trotzdem musste er eingeschläfert werden, weil er auch noch an Spondylose litt (ebenfalls eine typische Erbkrankheit). :(

Ich treffe unterwegs zuweilen Hunde, die einen latent unreinen Gang haben (dafür habe ich leider aufgrund meiner Vorerfahrung inzwischen ein gutes Auge, nicht nur wegen meines Schäferhundes) und wenn ich die Besitzer darauf anspreche, fallen die entweder aus allen Wolken oder belächeln mich nur. Wie soll das ein Mensch ohne Vorerfahrungen bei einem Welpen oder Muttertier erkennen können?

Und ja, die allermeisten Schäferhunde (die Gebrauchshunde sind, wie Südamerika bereits schrieb) wollen beschäftigt werden und eine Aufgabe haben sonst suchen sie sich selbst eine und das ist dann meist nicht so das Wahre. ;)

Dazu bedarf es nicht unbedingt einen Hundesport, aber einen guten Willen sich mit Beschäftigungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen und geeignete entsprechend umzusetzen.

Deutsch Langhaar ist ein Vorstehhund und somit ebenfalls ein Hund, der einen einiges abverlangen kann und dessen Bedürfnisse berücksichtigt werden sollten. Auch hier gilt es, sich die Materie einmal genauer anzuschauen.

Eine Stunde Agility am Tag, das braucht und will gewiss weder ein Deutscher Schäferhund noch ein Deutsch Langhaar. Nur Spazierengehen genügt so einem Mischling meist aber auch nicht.

Wenn Du dazu bereit bist, dass es auch "unbequem" werden könnte, dass Du mit einem Arbeitswillen und Jagdeifer konfrontiert werden könntest und willens bist, da Arbeit reinzustecken, um beides in die richtigen Bahnen zu lenken, dann steht Euch für die Zukunft nichts im Wege.

Den Beruf "Labrador" wird er jedoch bestimmt nicht ausüben. ;)

Edit: Übrigens hatte mein Schäferhund, mein Mischling und alle anderen Hunde, die ich kannte und HD hatten, auch einen geraden Rücken. Wollte nur anmerken, dass ein gerader Rücken nicht vor HD schützt.

HD ist nichtsdestotrotz kein Weltuntergang und ist i.d.R. gut behandelbar.

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Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

Bis demnächst vielleicht an anderer Stelle :)

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Hallo,

 

nur mal ein update: Jetzt ist Fiete fast sechs Monate alt und seit gut drei Monaten bei uns - und er ist toll; die Entscheidung "pro" war sicher keine rein rationale sondern eben doch mal wieder ziemlich bauchbeeinflußt, aber wir haben trotzdem (oder gerade deswegen) den richtigen Hund gefunden.

Er ist erfreulich wenig am Stöbern interessiert, bleibt dafür sehr gerne am Hof, spielt gerne Fußball ;) und ist schon recht groß (57 cm) und auch eine schöne Erscheinung. Mal sehen, was die Pubertät bringt...  :rolleyes: 

Wie auch immer; ich freu mich auf die Jahre, die vor uns liegen und auf interessante Begegnungen auch hier im Forum  :)

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