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Dein Hundeforum  Der Hund
SabineG

Mantrailing-Austausch-Thread

Empfohlene Beiträge

Lemmy   
Originalbeitrag

Und da hätte ich gern mal eure Erfahrungen. Kann, bzw. sollte man ruhigeres Laufen beim Trailen erarbeiten?

Klar.

Und genau wie Siobhan sagt, rennende Hunde überrennen Abzweigungen und arbeiten nicht gründlich genug. Schnelles gehen, ja, das geht. Aber nicht rennen. Und der Trailer sollte auch nicht hinterher rennen - das pusht den Hund ja nur noch, und man macht noch mehr Fehler. Klar, man sollte nicht wie ein fetter Klops am Hund hängen, aber ein gewisses Maß an Zug ist schon hilfreich.

Wir haben einen Golden bei uns jetzt (der ist neu dazu gekommen, trailt aber schon ein paar Jahre), der hat irre Motivation und hängt sich auch sehr in sein Geschirr - klingt ähnlich wie Elliot. Der trägt ein Hetzgeschirr aus Leder, vom Schutzhundesport. Da ist eine breite, weich gepolsterte Brustauflage, in die der Hund sich richtig reinlegen kann. Bei dem Trailgeschirr von sowohl Niggeloh als auch aus den USA ist die Konstruktion sehr ähnlich, allerdings der Ring zwischen den Schulterblättern, so dass bei Zug nach vorne-unten der Ring und damit der Leinenansatz knapp hinter die Schulterblätter rutscht.

Nach Aussagen der Leute die damit trailen, sind die Hunde damit besser unterwegs und arbeiten irgendwie sauberer - ich hab leider "nur" ein Niggeloh, aber meine beiden Trailhunde ziehen auch nicht ganz so heftig.

Zum Video: ich geb mal ein paar Kommentare dazu, was ich ändern würde, was vielleicht auch Elliot hilft.

Start:

Mehr Leine!

Gib ihm ruhig mehr Leine damit er sich orientieren kann (manchmal ist die erste Richtung ja nicht die richtige) und geh erst mit, wenn er deutlich Trailverhalten zeigt (keine Ahnung wie das bei íhm aussieht, bei Higgins geht die Rute im Takt, bei Vicky aus unserer Gruppe geht die Nase nach unten, die Whippets "tauchen" richtig ein, wie Delfine die auf einer Welle reiten)

unterwegs würde ich ihm auch immer mal wieder mehr Leine geben. Bleib öfter stehen wenn du merkst, dass er nur abcheckt (zB im Hauseingang) und gib ihm mehr Raum, geh erst hinterher, wenn er wieder im Trailverhalten ist und nicht so irre herum rennt.

Beispiel bei/ab 1:14: da hättest du ihm locker mal die 10 m geben können und ihn die Ecke abchecken lassen können. Ich hab gelernt, dass man am besten stehen bleibt (maximal ein wenig vorgeht wenn der Hund unbedingt will) und Leine herausgibt, wenn man bemerkt dass der Hund nicht auf dem Trail ist, sondern den Trail noch sucht oder Partikel abcheckt. (zB in Einfahrten).

Heißt ich bleibe dann dort stehen, gebe die 10 m raus, warte bis er ein Negativ anzeigt (quer stellen oder Kopf hoch, oder sogar schon zurück kommt) und dann ein wenig zurück geht damit der Hund nicht durch die Körpersprache des HF "geblockt" wird. Dann wieder Leine rausgeben bis Hund auf dem Trail ist, dann hinterher.

Ich glaube, ihr trailt mit 7m, oder? Hast du auch eine 10 m Leine? Probier es doch mal damit, und schau ob es hilft. Ich such mal nach einem Video wo man ein wenig sieht warum ich lange Leinen bevorzuge :)

So ne Rennsemmel wie Elliot haben wir allerdgins auch im Team - ein Duck Toller, Amy. Auch erst gerade 2 Jahre alt (oder drei?) und wirklich ein Renner.

Links - BAM - rechts - BAM - links - BAM ---- und da muss die HF vor allem darauf achten, dass der Hund nicht zu heftig in die Leine knallt, weil Amy dann nämlich immer wieder aus der Konzentration gerissen wird.

Also Leine aufsammeln, Leine rausgeben, aufsammeln, rausgeben - und das ganze dann weich abfangen :D

Harte Arbeit, aber erstens ist Amy wirklich gut, und zweitens wird es deutlich besser. Was auch hilft bei ihr sind ältere Trails, also wenn diese schon eine Weile liegen und eventuell schon ein anderer Hund dran kommt, bevor sie die schon versteckte Person suchen muss. Dann ist sie konzentrierter - habt ihr so etwas schon gemacht? Siehst du da Unterschiede, wenn ja?

@Justus: ach so! Das hatte ich dann falsch verstanden. Naja, manche Leute glauben ja auch, nur ein Bloody kann trailen :D Vielleicht liegt es aber einfach daran, dass diese Leute nur in der Lage sind, einen Bloody zu lesen und andere Hunde zu schwierig sind für sie? Würde ich dann mal süffisant fragen, wenn dir wieder jemand so doof ins Gesicht lächelt :D

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SabineG   
Originalbeitrag

Links - BAM - rechts - BAM - links - BAM ----

Genau. :D

Und das ist für mich immer sehr schwierig, weil die Leine ja möglichst immer gespannt sein soll.

Vielen Dank für deine Tipps!

Zur Leine: ich kam zum ersten Trail mit einer 10-Meter Leine, da wurde mir gesagt das sei viel zu lang, ich solle fünf Meter nehmen.

Wirklich ältere Trails hat Elliot noch nicht gemacht, der älteste war glaube ich eine oder anderthalb Stunden alt.

Zum Tempo nochmal: Wie meinst du, sollte ich das am ehesten üben? Ich renne nicht (mehr) hinterher, denn würde ich das tun könnte ich definitiv nicht mehr bremsen und würde früher oder später der Länge nach auf die Nase fallen.

Ich versuche meist mein eigenes, bei Elliot sehr schnelles Schritttempo zu halten, dies führt dazu dass er fast von seinen Hinterbeinen überholt wird, so hängt er sich rein. Meinst du ich sollte mit einem bestimmten Hörzeichen ("Langsam" oder so) das Tempo sehr stark rausnehmen und erst wieder höher werden lassen wenn er weniger zieht?

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Nuka   

Wir trailen mit 10m und geben die am Anfang immer komplett aus. Wir arbeiten auch mit Artikeln und das nimmt ebenfalls Tempo raus, da sie absitzen müssen zum Anzeigen und bevor sie wieder los dürfen. Außerdem motiviert es die Hunde ungemein, wenn sie was finden auf dem Weg :-)

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SabineG   

Na ja, an der Motivation soll´s nicht scheitern. :D

Meinst du denn dass ausgelegte Artikel insgesamt das Tempo verändern? Ist es nicht so dass der Hund dann von Artikel zu Artikel hetzt? :think:

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Lemmy   
Originalbeitrag

Zur Leine: ich kam zum ersten Trail mit einer 10-Meter Leine, da wurde mir gesagt das sei viel zu lang, ich solle fünf Meter nehmen.

Hm, ok. Ich habe halt direkt gesehen, was eine längere Leine für einen Unterschied macht. Hier ist mal ein Video, wo man schön die Leinenarbeit sieht und auch sieht, dass der HF oft wartet, stehen bleibt und den Hund erst mach checken lässt. Nun ist das natürlich kein Elliot :D aber man sieht die Arbeitsweise mit langer Leine sehr schön :)

Wirklich ältere Trails hat Elliot noch nicht gemacht, der älteste war glaube ich eine oder anderthalb Stunden alt.

Ah, ok. Das würde ja schon reichen, um sie "älter" werden zu lassen. Gibt es da einen Unterschied zu erkennen, bezüglich der Geschwindigkeit?

Zum Tempo nochmal: Wie meinst du, sollte ich das am ehesten üben? Ich renne nicht (mehr) hinterher, denn würde ich das tun könnte ich definitiv nicht mehr bremsen und würde früher oder später der Länge nach auf die Nase fallen.

Ich versuche meist mein eigenes, bei Elliot sehr schnelles Schritttempo zu halten, dies führt dazu dass er fast von seinen Hinterbeinen überholt wird, so hängt er sich rein. Meinst du ich sollte mit einem bestimmten Hörzeichen ("Langsam" oder so) das Tempo sehr stark rausnehmen und erst wieder höher werden lassen wenn er weniger zieht?

Ich würde außer einem "Halt" für Gefahren (Straße etc) und einem "Weiter" bzw "Ey" oder "Back to work" oder was auch immer um Pipischnüffeln oder sonstige Ablenkungen (Kaninchen, Hunde...) zu unterbinden gar nicht mit dem Hund reden beim Trailen. Lenkt nur ab.

"Meine" Hunde müssen auch kein Fuß gehen nach dem Trailen, oder sonstige UO-Geschichten machen. Trailen = trailen, Unterordnung = Unterordnung. Hund soll natürlich auch nicht nach dem Trail irgendwelche stark ablenkenden Dinge tun (spielen oder so), damit der Trail ordentlich verarbeitet werden kann. Also Leine kurz auf dem Weg zum Trail und auf dem Weg zurück auch. Keine Kommandos wie Sitz oder Fuß - mMn überschreibt das nur die Eindrücke vom Trailen im Hund, und somit geht die ganze schöne Erfahrung für den Hund wieder unter.

So als hätte man eine 1 in der Mathearbeit geschrieben, und danach muss ich noch eine verhasste Physikarbeit schreiben für die ich nicht geübt hat. Der positive Effekt der 1 geht (mir zumindest) verloren ;)

Ansonsten würde ich vermutlich so üben, dass man dem Hund nur hinterher geht, wenn er sicheres Trailverhalten zeigt. Um ihm zu vermitteln (hoffentlich! :D ) dass es eben nur weiter geht, wenn er den Trail hat und diesen sauber arbeitet. Auch die Länge des Trails kann helfen, da mit der Zeit der Hurraaaa-Effekt sich abnutzt und der Hund merkt dass er auch ein wenig was tun muss.

Bei Amy zB ist lang = besser, lang und älter noch besser. Geht natürlich nicht immer. Hm, was noch... :think: So "trocken" immer schwer zu sagen, es kann ja an mehreren Dingen liegen.

So aus dem Bauch raus wäre mein Ansatz erstmal die Leinenlänge, aber wenn deine Trainer anders arbeiten bzw mit kürzeren Leinen arbeiten, wird es schwierig das zu testen.

Was sagen die denn, was du machen sollst?

Hier ist übrigens noch ein Trail, fast ausschließlich die volle Länge der Leine im Einsatz und bei ca 2 Minuten + sieht man auch schön, wie groß sie ihre Kreise zieht um eine Richtung auszuschließen.

Ab 1:56 sieht man, wie Abby langsamer wird und den Kopf hoch nimmt = negativ, aber noch kein eindeutiges.

Sie überprüft dann noch mal (da stehen ja auch Menschen) und schließt dann aber wieder die Richtung aus - der Bogen geht links rum wieder zurück.

Die Leinenspannung ist auch ganz anders, als sie dann wieder auf den richtigen Trail kommt - die Geschwindigkeit ist auch höher :D

Bei 3:42 ca zeigt sie wieder ein Negativ an, kehrt um und zeigt dann bei 3:57 wieder ein Negativ (hätte sie abgekürzt wäre es auch ok gewesen, aber Madame Abby ist da pedantisch :D ) und das führt dazu, dass HF und Hund doch nochmal in die vorher ausgeschlossene Richtung gehen.

Das wurde gestoppt, da Abby durchaus schon mal bei Schwierigkeiten auf den Trail des Trail-Legers umschaltet und den dann sucht (führt ja oft genug auch zum Ziel :D ) - Hinzu kommt, dass an der Stelle mit dem Geländer auch die VP eine Weile stand und so einen großen Geruchs-Pool hinterlassen hat. Verwirrend ;)

bei 6:19 ist eine Katze hinter dem Tor gewesen. Und gegen Ende ist a) der Hund schon ziemlich fertig, und B) einfach sehr viel offene Fläche, was immer schwierig ist.

Windstill ist es hier oben ja eh nie - kennst du sicher :D

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Lemmy   

@Nuka:

Ich denke, ihr macht eher so etwas was hier Fährtenarbeit wäre. Gegenstände anzeigen könnte man natürlich auch beim Trailen machen, allerdings würde zumindest bei uns kein Absitzen oder ähnliches verlangt werden. Haben wir aber noch nie gemacht, nur dass hin und wieder von der VP "Spots" gelegt werden, also Stellen wo sie kurz stehen bleibt oder Wände, Hecken etc berührt, damit mehr Geruch dort haftet. Nicht immer, aber oft registriert der Hund das dann mit einer Kopfdrehung oder sogar einem intensiveren Schnüffeln an der Stelle.

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Nuka   
(bearbeitet)

Hmm ja, wie gesagt ich bin mir nicht sicher, allerdings glaub ich, dass das bei uns ein bisschen fließend ist. Wir kombinieren das 'Tracking' auch mit kleinen Einheiten von Flächensuche, wobei die Hunde eben nur den scent-plum benutzen um Artikel zu finden ohne einer Fährte gefolgt zu sein. Auch folgen die Hunde ja nicht super streng der Fährte, zum Beispiel wenn wir Wasser und Sumpf durchqueren.

Die Artikel sind vielleicht bei einem super motivierten Hund keine Motivation, sondern eben eine Belohnung und Bestätigung.

Da das Tracken im Wald der Aufbaukurs für's Urban-Tracking ist, wo der Hund ja gar keiner Fährte durch Bodenverletzung mehr finden kann, finde ich es schon wichtig, dass es ab und an eine Bestätigung bekommen. Und wenn es eben um die Suche verlorener Menschen geht macht es Sinn, wenn ein Hund einen Gegenstand anzeigt, der von der gesuchten Person fallen gelassen wurde. Oder seh ich das falsch :think:

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Nuka   

Ah noch eine Frage:

Wenn ihr keine Artikel benutzt, was markiert bei euch das Ende eines Tracks für euren Hund?

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Siobhan   

Das finden der gesuchten Person :-)

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Lemmy   

@Nuka:

Klar sind die Übergänge fließend. Da keiner wirklich weiß was der Hund genau riecht und verfolgt, ist sowieso alles ein wenig Theorie was der Mensch sich so zusammenreimt :D

Und klar macht es Sinn, wenn der Hund Gegenstände anzeigt. Wir haben es nur noch nicht gemacht bei uns, aber grundsätzlich ist es sicher kein Problem, sowas auch beim Trailen mit einzubauen.

Und ja, das Ende des Trails wird durch das Finden der Person "markiert", oder wenn der Hund keinen Plan mehr hat und nicht mehr weiter weiß vom HF festgelegt. Also Hund aus der Arbeit genommen und zurück.

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