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Hundeforum Der Hund
KleinEmma

Erste Belege für Reue bei Tieren

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Originalbeitrag

Für mich ist dieser Textteil aus o.g. Link :

Sowohl das Verhalten als auch die Hirnaktivität der Tiere deuten ihrer Meinung nach darauf hin...

...der entscheidende Teil.

Interpretieren geht auch ohne Wissenschaft..... :kaffee:

Du kannst meistens in der Bio nicht beweisen, dass es so ist. Du kannst u. U. nur beweisen, dass es nicht so ist. In der Verhaltens- und Neurobio ist das aber noch schwieriger.

Der endgültige Beweis wird wohl immer aus bleiben, solange das Tier nicht sprechen oder schreiben lernt. Somit muss man annähern so weit es geht.

Das versuchsdesign ist wirklich schön und die Aussagekraft folglich relativ hoch.

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Den Satz von Milchen finde ich richtig gut : "So oder so. So lange keiner von uns schonmal als Hund gelebt und als Mensch wiedergeboren wurde, um uns davon zu berichten, werden wir es nie mit Gewissheit sagen können" :)

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Originalbeitrag

Das Beispiel Schnitzel ist gut. Der Hund wägt ziemlich sicher vorher ab, ob´s sich lohnt das Schnitzel zu fressen. Wäre dem nicht so könnten wir dem Hund ja nicht beibringen unser Essen liegen zu lassen, denn der Hund kann lernen: wenn ich Frauchens Stulle esse, dann krachts. Also lasse ich es lieber sein.

Ja, du hast recht. Das macht er aber eben nur, weil wir ihn so erzogen haben. Ein Hund, dem man nicht beibringt, dass er kein Essen vom Teller klauen soll, wird das mit Sicherheit tun. Er handelt dann eben instinktiv, bis er unsere Regeln der sozialen Gemeinschaft verstanden und akzeptiert hat.

Ich glaube dass ein Hund nach so einer Aktion auch eher die Ohren anlegt, weil Frauchen schimpft und er dadruch versteht, dass sein Verhalten (aus Frauchens Sicht) nicht richtig war. Von Reue kann man wohl tatsächlich nur sprechen, wenn ein Hund für sich erkennt, dass seine Entscheidung falsch war. Beim Schnitzelbeispiel erkennt er nur an unserer Reaktion, dass etwas nicht gewünscht war. Für den Hund war es aber auf jeden Fall richtig das Schnitzel zu fressen. :) Halte den Versuch mit den Ratten dafür besser geeignet.

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Wenn ich meine Hände zu Fäusten mache und in einer ein Leckerchen versteckt habe, ohne dass mein Hund weiß, in welcher. Ihm dann die beiden Fäuste hinhalte und entscheiden lasse, welche ich öffnen soll (indem er mit der Pfote drauftippt) .. und er sich dann blöderweise für die falsche Faust entscheidet, die nach dem Öffnen eben kein Leckerchen enthält, schaut er schon, als würde er denken: "Verdammte Axt! Hätte ich nur die andere genommen..!" ;)

Insofern.. :think::)

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Ich glaube, Bekoff hat mal sinngemäss formuliert: Es ist der falsche Ansatz eine Beweisführung zu bringen, das Hunde Gefühle haben. Gewinnbringender ist der Ansatz zu belegen, warum sie keine Gefühle haben sollten.

Vielleicht ist der Begriff der Reue nicht optimal gewählt, vielleicht ist es eher ein "Erkennen eigener Fehler / Fehlverhaltens". Das würde insofern auch besser passen, weil Hunde nun mal nicht nur einfach Skinnerboxen oder gar befellte Triebautomaten sind, sondern sogar in einfachen kausalen Zusammenhängen denken können. (Bitte nicht festnageln, welche Studie das belegt, es gab eine im Zusammenhang mit Bordercollie Rico - der bei Wetten dass vor einigen Jahren mal größre Aufmerksamkeit auf sich zog.)

so weit

Maico

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Dann frage ich mich, warum Nyra, obwohl ich jeden Mittag mit ihr schimpfe und sie das typische Reue-Verhalten zeigt, dennoch fast jeden Tag wieder meine Turnschuhe durch die Wohnung schleppt... :D

Falls sie Reue empfindet, lernt sie zumindest nicht daraus und ändert auch ihr Fehlverhalten nicht. :zunge:

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Silke, das macht Emma auch und will mir damit sagen: Los Frau, Schuhe an, ich will spazieren gehen :D

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Ich finde schon spannend, wenn ich gut gelaunt nach Hause komme und meinen Hund freudestrahlend begruessen will und dann erst an SEINEM Verhalten merke, dass er wohl was ausgefressen hat ... dann kann es nicht an meinem Aerger liegen.

Da setzt irgendwie voraus, dass er sein vermutlich länger zurück liegendes Fehlverhalten noch erinnert und soweit in die Zukunft schauen kann, dass ich, sobald ich's entdecke, sauer sein werde.

Allerdings ist der jetzige Hund der einzige, der dieses Verhalten zeigt. Alle anderen sind begeistert auf meine Begruessung eingestiegen und haben sich dann erst verzogen, wenn ich über den angerichteten Schaden gestolpert bin.

Hmmmm, vielleicht ist mein Dummkopf doch schlauer, als ich annehme ...

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Reue :think: ...auf jeden Fall ein sehr interessanter Versuch, vor allem dass sich das Verhalten nach der Erkenntnis der Fehlentscheidung geändert hat finde ich spannend (Änderung der -sie nennen es "Geduldsschwelle")

Da fiel mir ein, was ich bei Tschuli schon öfter beobachtet habe: sie maßregelt das Gretel, schießt dabei etwas über`s Ziel hinaus, d.h. sie maßregelt zu heftig, denn Gretel ist eingeschüchtert (was sie beim richtig dosierten Meckerer nicht ist)

Was ich dann beim Tschuli sehe, könnte man durchaus als "Reue" interpretieren -sie guckt geknickt, stupst das Gretel mit der Schnauze an. Beim nächsten Maßregeln ist sie mit Sicherheit sanfter.

Warum sollten Tiere nicht merken, dass sie einen Fehler gemacht haben. Sie merken ja im gegenteiligen Fall auch, wenn ihre Aktion erfolgreich war, und lernen daraus.

Nur mit dem Begriff "Reue" mag ich mich nicht anfreunden in diesem Zusammenhang.

sondern sogar in einfachen kausalen Zusammenhängen denken können. (Bitte nicht festnageln, welche Studie das belegt, es gab eine im Zusammenhang mit Bordercollie Rico

Meinst du die Tatsache, dass er auf Anhieb ein neues, ihm fremdes Spieli brachte, dessen Namen er noch nie gehört hatte, weil es -per Ausschlussverfahren sozusagen- kein anderes sein konnte?

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Da setzt irgendwie voraus, dass er sein vermutlich länger zurück liegendes Fehlverhalten noch erinnert und soweit in die Zukunft schauen kann, dass ich, sobald ich's entdecke, sauer sein werde.

Das heißt aber noch nicht, dass er es als falsches Verhalten ansieht, oder?

Eher deins :D

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