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Hundeforum Der Hund
Giftzwerg

Er bringt Gegenstände zur Begrüßung - Warum?

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Sobald einer von uns oder wir beide nach Hause kommen, freut er sich wie bekloppt. Das Anspringen haben wir ihn schon so gut wie abgewöhnt und halten die "Begrüßungszeremonie" auch immer kürzer ab. Sobald wir und ruhig an den Tisch setzen, also nicht gleich, wenn wir hereinkommen, bringt er uns einen Gegenstand (meist entweder ein kleines Sofakissen oder ein Handtuch, was im Bad oder in der Küche locker irgendwo rübergehängt wurde).

Spielzeug oder Kauknochen kann er nicht bringen, da wir nichts herum liegen lassen, sondern alles zuteilen. Durch das Zuteilen ist das Dominanz- und Konkurrenzproblem, was wir zu Beginn hatten, so gut wie verschwunden. Wir haben ihn seit 2 Monaten aus dem Tierheim, er ist 4 Jahre.

Die Gegenstände, die er uns bei der Begrüßung bringt, ließen sich am Anfang auch nur mit "Tauschen" abnehmen, mittlerweile gibt er sie problemlos her auf "Aus". Er macht sie nicht kaputt, wenn wir ihm das Gebrachte lassen (haben wir extra ausprobiert), sondern lässt es liegen und holt etwas anderes.

Frage: Ist es nun ein Zeichen Beschwichtigung, also unterwürfiges Verhalten, wenn er uns Dinge bringt?

oder

ist es ein Zeichen von Aufmerksamkeit bekommen, also Dominanz?

oder

Freut er sich einfach und reagiert dadurch den "Freudenstress" ab?

Bei Besuch macht er das nur manchmal, bei uns oder einem von uns immer.

Da die Meinungen - auch unter Fachleuten - sehr gegenteilig sind, ist es schon wichtig, da wir dominantes Verhalten auf keinen Fall in irgendeiner noch so scheinbar belanglosen Sache fördern wollen und sollen. Bin nun etwas verunsichert, wie ich mich verhalten soll?! Tolerieren oder unterbinden?

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Ich würde mal stark annehmen, dass der Hund Aufmerksamkeit haben will und er bekommt sie ja auch. Denn ihr nehmt ihm das ergaunerte dann ab.

Nur mit Dominanz hat das so gar nichts zu tun. Wie kommst du denn darauf?

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Nun, er bekommt ja in dem Moment die Aufmerksamkeit, die er haben will und nimmt sich ja auch vorher etwas, was er nicht darf.

Ich finde das jetzt auch nicht so dramatisch, möchte eben nur wissen, wo dieses Verhalten seinen Ursprung hat.

Beim Wegnehmen des Gegenstand wäre mein Verhalten dann entweder "schärfer" im Ton oder gelassener.

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Aufmerksamkeit, naja so richtig kann man natürlich erst was sagen wenn man es sieht ABER er bringt es euch ja und gibt es auch.

Ihr ward weg und wenn euer Begrüßungsritual recht kurz ist wird er das sicher wieder ändern wollen ;) Also Aufmerksamkeit erlangen.

Euer Hund hat bemerkt, dass es über das Bringen von Gegenständen ist. Das er das vorher klaut ist frech, aber letzlich hat es ja keine negativen Konsequenzen gehabt, also bleibt er dabei. Habt ihr mal probiert ihm ein Spielzeug von sich dazu lassen und zu sehen ob er euch das bringt?

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Meine Hündin macht das immer wenn ich nach Hause komme.

Unterstrichen mit einem hübschen jodeln.

Ich mag es, denn es gehört zu ihr und ihrem Charakter.

Sie nimmt aber ihre Spielzeuge oder auch mal einen Schlappen.

Dazu hüpft sie ausgelassen herum und freut sich das ich endlich wieder da bin. (ihr reichen schon 5 Minuten Abwesenheit)

Vielleicht solltest du die Beziehung zu deinem Hund mal etwas gelassener sehen?

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Ja, haben wir. Er bringt immer das, was gerade am schnellsten für ihn zu erreichen ist, also mal das Spielzeug, mal das Kissen (aber immer nur das kleine runde Kissen, nie die eckigen), mal ein Handtuch.

Ja, das Ritual würde er auch lieber wieder 10 Minuten und länger machen, so wie es zu Anfang nötig war, um ihn zu beruhigen. Er war minutenlang hin-und hergerissen zwischen Angst, Aggression und Freude, wenn wir Heim kamen. Die geklauten Gegenstände ließ er sich nicht abnehmen, bis ich am 2. Tag mich an das "Tauschen" erinnert habe. Die offensichtliche Angst und das Hochschrauben (Kreislaufen, wildes Springen) wenn wir ihn nicht beruhigt haben, konnte ich mir nicht erklären, weiß aber auch zu wenig über seine Vorgeschichte. Das ist jetzt viel besser, er beruhigt sich schneller.

Vorher hat er noch beliebiger "geklaut", nun beschränkt er sich auf diese Dinge. Schuhe, Pantoffeln Socken, Gegenstände aus dem Schlafzimmer sind alle ganz böse "Neins" und ins Schlafzimmer darf er nur nachts zum Schlafen - neben dem Bett in einem Körbchen und das auch nur, wenn einer von uns schlafen geht und ihn "mitnimmt", also tagsüber ist das SZ tabu. Wir haben keine Tür zum Schlafzimmer, daher war das ziemlich schwierig, klappt aber letzt super.

Im Allgemeinen apportiert er nicht wirklich gerne, macht es aber beim Üben, wenn ich die Dauer nicht übertreibe.

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Vielleicht solltest du die Beziehung zu deinem Hund mal etwas gelassener sehen?

Hab ich mir auch grad gedacht!

Julchen bringt mir auch mal ein Spielzeug zur Begrüßung. Ich nehms dann, sag freundlich "Danke", sie wird ein bisschen gekrault und fertig.

Der Tommy liegt zur Begrüßung auf seinen Platz und wedelt wie verrückt. Von mir wird er dann mit "hallo Tommy" und auch Kraulen begrüßt und damit hat sich die ganze Begrüßung.

Sicher wollen sie so Aufmerksamkeit auf sich lenken, aber mit Dominanz hat das nichts zu tun. Ich wär enttäuscht, wenn sie sich nicht freuen würden und die Freude auch zeigen würden, wenn ich nach Hause komme.

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Diana+Fine und Julchen...ja, ich denke das auch. Ich finde das ja auch recht süß, wie er so mit dem Kissen im Maul und großen Kulleraugen seine Faxen macht und keine Aggressionen mehr zeigt; zumindest in dieser Situation.

Leider hatte er uns in der ersten Zeit mehrmals gebissen, dass wir ins KH mussten - soll man gar nicht glauben bei so einem Zwerg. (Hatte hierzu einen anderen Beitrag). Auch nach zwei Monaten bei uns müssen wir noch immer aufpassen, keine hektischen Bewegungen zu machen und ihn generell oft zur Ruhe "zwingen", da er sonst völlig durchdreht.

Wir arbeiten täglich an uns und an ihm, es ist auch nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber wir sind auf der Hut.

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Hier warten drei Hunde, wenn ich heimkomm:

Rouky, unser Rentner, schneidet mir so lange den Weg ab, bis ich ihn durchknuddel;

Droops jauchtzt und hüpft gedämpft vor sich hin;

und Amber, ja, die schleppt mir auch immer irgendwas an.

Ich find' das toll, wie jeder der Hunde sich ganz individuell ausdrückt, wobei ich Diana um das Jodeln beneide, aber man kann wohl nicht alles haben :D

Edit: Ah, das hatte ich nicht im Kopf, dass Euer Hund schon mal zugebissen hat. Dann würde ich das in jedem Fall als positiv bewerten, dass er Euch zur Begrüßung einen Gegenstand bringt. Möglicherweise kanalisiert er so seine überschüssige Energie.

Weiter so!! :)

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Ich kenne deinen ersten Beitrag. ;)

Und trotzdem bin ich immer noch der Meinung ihr solltet nicht zuviel hinein interpretieren.

Er ist ein Hund, welcher durch die Rassen schon ein hohes Energie Niveau hat.

Diese Energie staut sich auf wenn ihr nicht da seid und wird durch dieses tragen und begrüßen herausgelassen.

Seid relaxter und nehmt ihn wie er ist.

Übrigens berühre ich Fine zwar aber ich nehme ihr nicht ihren Schnuller weg. Mit dem legt sie sich meist dann ruhig in ihren Korb.

Die andere Hündin ist zB komplett anders.

Die hat auch keine Verlassensängste.

Edit :D Antay, das hat sie perfektioniert. :D

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