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Hundeforum Der Hund
amelia

Was ist das Besondere an der Handfütterung?

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Also Handfütterung bringe ich definitiv ausschließlich mit Erziehung in Verbindung. In allen anderen hier genannten Beispielen finde ich das Füttern aus der Hand total sinnvoll und nachvollziehbar!

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Hi,

komm hier vorbei und du kannst 3 Hunde kennenlernen, die aussschließlich aus unseren Händen gefüttert werden...

Wir praktizieren hier seit ca. 5 Jahren die anscheinend so verpönte ausschließliche, Handfütterung und hier gibt es nur Trinknäpfe.

2 davon sind Angsthunde aus dem Tierschutz (gewesen) und 1 ist von Welpenalter hier...

Warum wir es machen?

Wir hatten vor 5 Jahren einen Altdeutschen Hütehund in unser Rudel aufgenommen und sind so zwangsläufig zum Hundesport gekommen. Longieren, Discdogging, Dogdancing. Das war der Anfang des Leckerliebeutels... ;)

Dieser Hund war hochtriebig und charakterlich nicht wirklich einfach zu handeln, außerdem gegen Getreide allergisch.

So kamen wir damals dazu ihn (und die anderen bequemerweise mit) ausschliesslich aus der Hand zu füttern und nun hatten interessanterweise plötzlich auch noch 2 weitere, viel interessierte und aufmerksame Hunde (unsere verstorbene Deer und den Yorkie Bebi, die natürlich auch vorher ihre Bindung zu uns hatten und tolle, friedliche gut hörende Hunde waren...). Dennoch, natürlich erfährt Mensch mehr Aufmerksamkeit, wenn es sich für den Hund lohnt...

NUR durch Futter wird niemand eine Bindung aufbauen können, wenn der Rest fehlt. Im Vordergrund steht IMMER die Beschäftigung und eine für den Hund verständliche Erziehung! UND eben konsequente NOGOS!!!

Hier liegt für MICH nämlich der wahre Schlüssel zur Bindung!

Kein Wolfsrudel bringt den Welpen Tricks bei...

Die lernen einfach durch konsequente und immer gerecht und punktgenaue Verbote, was gut ist und was eben nicht...

Seit ein paar Wochen barfen wir sogar aus der Hand... :so

Und ich muß gestehen, daß es mir nun noch mehr Spaß macht handzufüttern...Anfangs war es ungewohnt rohes Fleisch in der Hand zu halten...

Mittlerweile macht es selbst meinem Mann (Vegetarier seit über 20 Jahren :respekt: ) nix mehr aus.

Am meisten gefällt mir aber, wenn fremde Hunde an mir und meiner Futtertasche kleben und auf die achso gelobte "Bindung" zu ihrem Herrn scheissen und stump mit uns weiterlaufen würden, würde ich sie nicht wegschicken :winken:

Hm...

Warum wir es aber immer noch machen?

Ich habe mir bisher keine Gedanken darüber gemacht...Für uns ist es normal, ich würde eher meine Handtasche, als die Futtertasche vergessen :so .

Vielleicht, weil ich mit diesen 3 Hunden vielleicht gerade die schönste Zeit meines "Hundelebens" verbringe...

Es macht mir Spaß, sich ihr Futter aus meinen Händen fressen zu lassen. Ich verbringe hier im Haus und draussen soviel Zeit mit ihnen...

UND ganz sicher bzw. zwangsläufig durch die Handfütterung MEHR, als wenn ich denen 2 Mal am Tag das Fressen in den Napf tun würde...

Und ich denke, es macht ihnen ebenfalls Spaß, sich ihr Futter zu verdienen. Das beschäftigt sie ja auch kopfmässig. Existenzangst hierbei möchte ich mal als Unsinn abtun. Die Hunde wissen genau in welchen Situationen sie für was ihr Futter bekommen...

Da habe ich früher im Rudel meiner Kindheit das pure Auspacken des Dosenöffners meiner Mutter bei den damaligen Hunden schon existenzieller erlebt...

Klar ist es viel Arbeit, neben den normalen Laufphasen haben wir halt auch immer mal wieder Sequenzen wo wir Unterordnung, Tricks oder was auch immer trainieren...

Und ja: Hunde absichtlich hungern zu lassen, hat nix mit Handfütterung zu tun und sollte bitte hier nicht in einen topf geworfen werden...

Hunde hungern zu lassen ist und bleibt Tierquälerei!

LG petra

P.S...

und nun viel Spaß beim Fußball =)

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Originalbeitrag

Und ja: Hunde absichtlich hungern zu lassen, hat nix mit Handfütterung zu tun und sollte bitte hier nicht in einen topf geworfen werden...

Hunde hungern zu lassen ist und bleibt Tierquälerei!

Wird nur in diesem Zusammenhang wieder und wieder empfohlen :no:

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Viele Antworten, und einiges an Diskussionen.

Wie bei allem sollte jeder das Beste für den Hund rausziehen, und wenn es Mensch und Hund gleichermaßen Spaß macht, passt es doch!

Nochmal ne weitere Frage in dem Zusammenhang:

Ein älterer Hundehalter ( hatte ursprünglich Rottweiler) hat mir erklärt, dass es als Prophylaxe der gefährlichen Magendrehung für den Hund besser ist, das Futter aus einer sog. "Futterbar", die ja erhöht ist, zu fressen.

Ist das so?

Oder trifft das eher für größere Hunderassen zu?

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Die beste Vorbeugung gegen Magendrehung die ich kenne ist, den Hund nach dem fressen nicht toben zu lassen, mit dem nächsten Spaziergang wenigstens eine Stunde zu warten und nicht zu große Mengen auf einmal zu geben. Lieber ein paar Mahlzeiten über den Tag verteilt.

Über diese erhöhten Futternäpfe kann ich nur vom hören sagen, dass diese angeblich eine Magendrehung sogar begünstigen sollen. Wie weit das aber zutrifft kann ich nicht sagen.

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Jetzt melde ich mich auch nochmal mit unseren Erfahrungen zu Wort ;-):

- Wie alles andere ist die Handfütterung allein nicht das Allheilmittel. Aber ich finde es durchaus legitim alles als Motivation zu nutzen, was ich kann.

- Bei Jala habe ich es vor der Handfütterung mit ausschließlicher "Führung" versucht und war nur am Einschränken, wegen Ihres Jagdintresses. Handfütterung hat uns geholfen ihre Motivation positiv auf mich zu richten bzw. auf die gemeinsame Arbeit mit mir.

- Wir haben unter anderem mit dem Futterdummy gearbeitet und ich habe bis heute den Eindruck, dass Jala das Jagen und Erarbeiten ihres Fressens Spass macht und sie positiv auslastet.

- wenn ich Handfütterung betreibe, beschäftige ich mich aus draußen die ganze Zeit mit meinem Hund. Es ist ja nicht nur das "stupide" Futter geben.

- Zum Thema Futter als Grundbedürfnis: Der Hase liegt auch nicht Punkt 17 Uhr im Napf. Mein Hund bekommt draußen sein Fressen und "arbeitet" dafür.

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Ich denke es ist für Tiere eher unnatürlich Futter 3 mal Täglich in einer Schüssel zu bekommen.

Jedes Tier erarbeitet sich sein Futter. Um auch körperlich und geistig fit zu bleiben.

Fasten oder Futter nur dazu zu nutzen das der Hund hört ist nicht ok. Aber sie dafür auch arbeiten zu lassen find ich richtig.

Nicht weil ich denke wenn ich es ihnen schenke reißen sie die Welt an sich sondern weil ich sie dadurch auch fördern will.

Ich geb meinem Balljunky ja auch nicht Hundert Bälle und wünsche viel Spaß sondern lasse sie den Ball erarbeiten.

Seiß durch surch arbeit oder Unterordnung ectr.

Der Mensch und der Hund sind doch nur so überhaupt zusammen gekommen. Du hilfst mir ich helf dir. Du suchst das opfer du bekommst dein Futter / Spieli.

Du hilfst bei der jagd und bekommst was von der fetten Beute.

Du findest den Sprengstoff und bekommst deine Belohnung.

Alles wo für man Hunde einst domestizierte beruht darauf das sie uns halfen und wir ihnen Futter und Sicherheit gaben

Mittlerweile "nutzt" kaum noch jemand seinen Hund.

Sie wolken sie aufwendig auslasten und die meisten verfetten. Da find ichs schon sinnvoller es zu halten wie es Jahrtausende war.

Nämlich den Hund auch mal das Futter erarbeiten lassen.

Ich mache beides. Napf und arbeiten für Futter. Das gleiche gilt für spielzeug. Und ich will meine Hunde nicht dominieren sondern sie damit fördern.

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Wir haben seit 4 Wochen einen zwischenzeitlich 5 Monate alten Aussiewelpen.

Der "Kleine" ist ein wahrhaft verfressener Staubsauger und macht sich auch ungebremst über die Futterrationen unseres 3 Jahre alten Kleinspitzes her. :wall:

Immerhin habe ich es zwischenzeitlich geschafft ihn soweit zu bremsen, daß unser Spitz auch mal zu Zug kommt, aber ich muss im Moment noch dabei bleiben.

Am sichersten ist es, wenn ich unserem Kleinspitz mit der der einen Hand füttere und mit der anderen den Welpen auf Distanz halte. :motz:

Weshalb fütterst du sie denn nicht einfach getrennt? Wäre das nicht einfacher?

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Wir haben seit 4 Wochen einen zwischenzeitlich 5 Monate alten Aussiewelpen.

Der "Kleine" ist ein wahrhaft verfressener Staubsauger und macht sich auch ungebremst über die Futterrationen unseres 3 Jahre alten Kleinspitzes her. :wall:

Immerhin habe ich es zwischenzeitlich geschafft ihn soweit zu bremsen, daß unser Spitz auch mal zu Zug kommt, aber ich muss im Moment noch dabei bleiben.

Am sichersten ist es, wenn ich unserem Kleinspitz mit der der einen Hand füttere und mit der anderen den Welpen auf Distanz halte. :motz:

Weshalb fütterst du sie denn nicht einfach getrennt? Wäre das nicht einfacher?

stimmt, wollte ich auch fragen. :???

Bei meinen wars gleich, die Mutter stand immer zurück und die kleine war der Staubsauger. Jetzt bekommt jede ihren Napf mit gekochtem Fleisch in zwei Meter Abstand und ich steh bei der Mutter bis sie ausgefressen hat. Sie wird von Tag zu Tag sicherer und braucht nicht mehr ständigen Zuspruch um sich wieder zurückzuziehn und die kleine gewähren zu lassen. Die Kleine hat jetzt auch schon gelernt, jedem sein Napf, darauf achtet Frauchen und Grund für Neid gibts nicht weil beide das gleiche bekommen.

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Mir ist es prinzipiell völlig wumpe, wer seinen Hund wie füttert und ob verdient oder unverdient - Hauptsache, er wird gefüttert.

Allerdings habe ich mich schon öfter gefragt, ob es dem Verdauungsapperat unserer Hunde auf Dauer gut tut, permanent am Laufen gehalten zu werden. Ich bin weder Arzt noch Ernährungsexperte, daher ist es jetzt weder ein Vorwurf noch eine Feststellung - aber prinzipiell ist so ein Hund ja immer noch darauf ausgelegt, große Mengen vertilgen zu können, die dann im Zweifel auch mal ein paar Tage vorhalten müssen. Was wir machen ist ja den Verdauungsapperat unserer Hunde mit Kleinstmengen ( egal ob jetzt der Keks zwischendurch oder Handfütterung) pausenlos im Betrieb zu halten.

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